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Weblizenz kaufen, weil kein kompatibler, echter Webfont-Ersatz für Verdana existiert?

Hervorgehobene Antworten

Hallo,

bei der Website-Umstellung habe ich gemerkt, dass die bisher gerne verwendeten Systemschriften (Arial, Georgia, Verdana nur mit font-family im CSS) schon seit langem vor allem auf mobilen Betriebssystemen gar nicht existieren. Sie werden dort dann durch mehr oder weniger ähnliche Schriften ersetzt.

Dadurch ändert sich auf diesen Geräten (z.B. Android) Vieles auf meinen Seiten inakzeptabel und unschön, zumal es ja auf verschiedenen responsiven Viewports passen muss. Meine Webseiten sind lang und komplex mit viel Text gestaltet, lange Artikelseiten. Es passt jetzt nach langem Rumtesten alles recht gut (Zeilen- und Absatzlängen, Schriftgrößen, umfließender Bildtext usw.), aber mit den Ersatzschriften nicht mehr.

Ich habe mich daher für das Selbsthosting von freien Webfonts entschieden und auch guten, metrisch kompatiblen Ersatz für Arial und Georgia gefunden, aber es gibt keinen für Verdana.

DejaVu Sans ist die einzige Schriftart, die fast metrisch kompatibel ist. Das wäre o.k., aber sie hat einige andere Macken, z.B. riesig große woff2-Dateien mit 250 KB, keinen italic-Style und die Punkte auf ä, ü, ö sind nach rechts verschoben, vor allem beim ü und ä. Die Strichstärke ist auch etwas dünner als bei Verdana. DejaVu Sans wäre allenfalls eine Notlösung, aber so schön wie meine geliebte Verdana ist sie nicht.

Da es offenbar keinen besseren, metrisch (fast) kompatiblen Ersatz gibt (oder doch?), überlege ich ernsthaft, eine Weblizenz für Verdana zu kaufen und sie so "selbsthosten".

Ich hoffe, ich kann Verdana "ein Mal für alle Zeit" kaufen, muss nicht jedes Jahr mit Lizenzerhöhuingen rechnen oder sonstigen Abhängigkeiten vom Lizenzinhaber und keine weitere Arbeit mit der Lizenz.

Vielleicht könnt ihr mir dazu Tipps geben, wo man das am besten kauft und wie kompliziert das ist. Ich hoffe, ich muss nicht regelmäßig mit viel Aufwand nachweisen, dass ich mit meinen Sites die Lizenbedingungen erfülle und große Statistikprogramme pflegen ect. Es geht um insgesamt 5 Websites, die alle mir gehören und keine riesigen Besucherzahlen haben, aber überwiegend informativ-kommerziell sind. Ich übe einen Heil- und Beratungsberuf aus.

Grüße,

Martinus

Gelöst von Sebastian Nagel

Wenn du auf gestalteten Text Wert legst, ist die Verdana nicht unbedingt geeignet, da das schließende Anführungszeichen verkehrt herum gestaltet wurde. Die »Verdana Pro« sollte das Problem nicht mehr haben.

Bildschirmfoto-2026-02-07-um-18-51-56.pn

19 Stunden her, Martinus schrieb:

Ich hoffe, ich kann Verdana "ein Mal für alle Zeit" kaufen, muss nicht jedes Jahr mit Lizenzerhöhuingen rechnen oder sonstigen Abhängigkeiten vom Lizenzinhaber und keine weitere Arbeit mit der Lizenz.

Verdana gehört doch zu den Core Fonts:


1. GRANT OF LICENSE. This EULA grants you the following rights:

  • Installation and Use. You may install and use an unlimited number of copies of the SOFTWARE PRODUCT.

  • Reproduction and Distribution. You may reproduce and distribute an unlimited number of copies of the SOFTWARE PRODUCT; provided that each copy shall be a true and complete copy, including all copyright and trademark notices, and shall be accompanied by a copy of this EULA. Copies of the SOFTWARE PRODUCT may not be distributed for profit either on a standalone basis or included as part of your own product.


2. DESCRIPTION OF OTHER RIGHTS AND LIMITATIONS.

  • Limitations on Reverse Engineering, Decompilation, and Disassembly. You may not reverse engineer, decompile, or disassemble the SOFTWARE PRODUCT, except and only to the extent that such activity is expressly permitted by applicable law notwithstanding this limitation.

  • Restrictions on Alteration. You may not rename, edit or create any derivative works from the SOFTWARE PRODUCT, other than subsetting when embedding them in documents.

  • Software Transfer. You may permanently transfer all of your rights under this EULA, provided the recipient agrees to the terms of this EULA.

  • Termination. Without prejudice to any other rights, Microsoft may terminate this EULA if you fail to comply with the terms and conditions of this EULA. In such event, you must destroy all copies of the SOFTWARE PRODUCT and all of its component parts.

Quelle: https://web.archive.org/web/20011222020409/http://www.microsoft.com/typography/fontpack/eula.htm

Ianal, aber für mich würde da Webfont-Nutzung schon möglich sein unter der der bestehenden Lizenz.

Nö. Sie gilt nur für denjenigen, der den Font damals, als die Lizenz angeboten wurde, lizenziert hat. Wenn man sich den Font heute aus der waybackmachine besorgt, gilt sie nicht.

Vor 29 Minuten, Diwarnai schrieb:

Wenn man sich den Font heute aus der waybackmachine besorgt, gilt sie nicht.

Selbstverständlich gilt sie weiterhin, die EULA hat kein Ablaufdatum, es sei denn, Du kannst diesbezüglich eine Microsoft-Aussage belegen. Microsoft kann die EULA per User widerrufen, tut/tat es aber nicht. Demnach ist die Distribution beim Internet Archive weiterhin legal und die EULA gilt für jeden dortigen Download.

23 Stunden her, Martinus schrieb:

z.B. riesig große woff2-Dateien mit 250 KB

Brauchst Du wirklich alle Zeichen? Bei Fontsquirrel kannst Du den Zeichensatz begrenzen, Western Latin hat beispielsweise nur so um die 25 KB pro Schnitt.

23 Stunden her, Martinus schrieb:

Es passt jetzt nach langem Rumtesten alles recht gut (Zeilen- und Absatzlängen, Schriftgrößen, umfließender Bildtext usw.), aber mit den Ersatzschriften nicht mehr.

Vergiss bitte nicht, dass Du nicht wissen kannst, wie Deine Website beim Benutzer angezeigt wird. Ich würde davon abraten, das Layout auf einen einzelnen Font auszurichten.

Vor 8 Minuten, Phoibos schrieb:

Selbstverständlich gilt sie weiterhin, die EULA hat kein Ablaufdatum

Die EULA hat in diesem Fall aber kein Startdatum, weil sie von Microsoft nicht angeboten wird. Zu einem Vertrag gehören immer zwei, und wenn ein Vertrag nicht angeboten wird, kann man ihn nicht annehmen.

Bestehende Lizenzierungen gelten natürlich weiterhin, aber das hab ich ja weiter oben schon gesagt.

Du irrst, denn die Core-Fonts wurden ausdrücklich mit einer Distributionserlaubnis in die Welt entlassen. Die EULA tritt für den*die einzelne*n Nutzer*in mit Klick auf »Yes« in Kraft, unabhängig davon, ob die Firma selbst noch existiert oder in diesem Fall das Produkt noch selbst vertreibt (s.o. Distributionserlaubnis!).
Sollte es anders sein, kannst Du das sicherlich belegen, ansonsten verbreitest Du nur FUD.

Stimmt, durch die »Distribution«-Klausel im EULA scheint die bloße Weiterverbreitung über archive.org tatsächlich abgedeckt zu sein.

Was dem Vorhaben möglicherweise noch entgegensteht, ist dieser Passus:

  • Limitations on Reverse Engineering, Decompilation, and Disassembly. You may not reverse engineer, decompile, or disassemble the SOFTWARE PRODUCT, except and only to the extent that such activity is expressly permitted by applicable law notwithstanding this limitation.

  • Restrictions on Alteration. You may not rename, edit or create any derivative works from the SOFTWARE PRODUCT, other than subsetting when embedding them in documents.

Die Schriften werden als selbstausführende .exe-Dateien angeboten und verteilt. Daraus die einzelnen Fontfiles zu extrahieren (ist das schon disassemble?) und aus diesen Webfonts zu generieren (sind das schon derative works?), könnte als Verstoß gegen das EULA ausgelegt werden.

Könnte nicht nur, das ist ein Verstoß gegen das EULA. Microsoft schreibt "Install these high quality TrueType fonts, and whenever you visit a Web site that specifies them, you'll see pages exactly as the site designer intended.", das schließt die Umwandlung in Webfonts und deren Auslieferung nicht ein.

2 Stunden her, D2C schrieb:

ist das schon disassemble?

Natürlich nicht. Der Installer dient zur Akzeptanz der EULA und zur Installation und würde mit so einer Prämisse selbst gegen diese verstoßen, sollte das Entpacken bereits als dissassemble gelten.

2 Stunden her, D2C schrieb:

sind das schon derative works?

Jain. Das Problem ist, dass Webfonts relativ neuer als die EULA sind. Laut der FAQ und Copilot und Aussagen von Microsoft-Mitarbeitern ist das Embedding in Webprojekte erlaubt. WOFF ist nur ein Container, der zudem Lizenz-Bedingungen mitliefern kann. Man könnte jetzt argumentieren, dass WOFF das Äquivalent vom PDF-Embedding ist. Das Embedding in Office-Dokumenten ist erlaubt, siehe EULA. EOT hingegen scheint mir zumindest über einen Gedankensprung erlaubt zu sein:

Designers can specify the fonts within their Web pages. Our guide to specifying fonts in Web pages explains how to do this.

Quelle: https://web.archive.org/web/20020124073322/http://www.microsoft.com/typography/faq/faq8.htm

Die verlinkte Website preist WEFT, also EOT an.

Da eine endgültige Klärung zu bekommen, ist müßig. Neuere EULA von Microsoft verbieten der Embedding als WOFF.
Ianal, für privat würd ich sagen, egal, aber im kommerziellen Umfeld sollte man die Finger davon lassen, denn die FAQ versteht unter derative alles, was den Wert steigert:

You must not supply the fonts, or any derivative fonts based on them, in any form that adds value to commercial products, such as CD-ROM or disk based multimedia programs, application software or utilities.

2 Stunden her, Diwarnai schrieb:

Und wo steht da irgendwas zu Deiner These, die EULA könnte heute nicht mehr rechtskräftig eingegangen werden?


Aber sei’s drum, die grundsätzliche Kritik an Verdana ist weiterhin da. Hier ist eine Liste kostenfreier Sans Serif:
https://www.typografie.info/3/Schriften/listen.html/die-besten-kostenlosen-sans-serif-schriften-r69/

Oder schau Dich bei Fontsquirrel um, da kannst Du Dir auch gleich ein entsprechendes Webfont-Paket zusammenstellen lassen: https://www.fontsquirrel.com/

Bearbeitet ( von Phoibos)
Tante Edith kann die Website auf die Schnelle nicht wiederfinden, in der ein Microsoft-Mensch sagte, die Fonts könnten weiterhin in Webprojekte eingebunden werden, daher ist der Teil durchgestrichen.#

Vor 40 Minuten, Phoibos schrieb:

… die Fonts könnten weiterhin in Webprojekte eingebunden werden …

Wieso "weiterhin"? Das konnten und durften sie schon damals nicht. "Designers can specify the fonts within their Web pages." bedeutet nicht, dass Webfonts ausgeliefert werden.

Zeit: 7.2.2026 um 16:48, Martinus schrieb:

z.B. riesig große woff2-Dateien mit 250 KB, keinen italic-Style und die Punkte auf ä, ü, ö sind nach rechts verschoben, vor allem beim ü und ä.

Hast Du die aktuellste Version am Start? Für mein Auge sind die Punkte nicht wirklich verschoben:
image.png

Oder meinst Du diesen Bug: https://github.com/dejavu-fonts/dejavu-fonts/issues/377 ?
Das Projekt scheint eh tot zu sein,

Was genau gefällt Dir an der Verdana?

  • Ersteller

Die webarchive-Quelle funktioniert also nicht, das kann ich abhaken, ja?

Man weiß natürlich nie, was User in Ihrem Browser machen, aber ich gehöre eben zu der Fraktion, die mit Webfonts ein "möglichst" zuverlässiges, einheitliches Design haben will. Und die, die Exotengeräte und besondere Einstellungen haben (meine Klientel eher nicht) wissen, was sie tun. Die kommen dann zu Recht.

Ich schau mir den Link gerne noch an, aber ich habe wirklich schon viele ausprobiert. Die sind alle deutlich kleiner als Verdana plus mind. eine weitere Sache, die mir quer liegt (für meine Einsatzzwecke). Lexend deca, Open Sans, Atkinson Hyperlegible Next, Roboto, Cantarell sind nur ein paar aus dem Gedächtnis.

Ich habe mit Inter genau ein Px mehr in der Schriftgröße möglicherweise heute aber doch noch eine Alternative zu Verdana gefunden.

Inter +1px für alle Viewports kommt von der Breite und Höhe ziemlich gut hin und sieht ganz gut aus. Ich habe mehrere Textzeilen auf mehreren Viewports genau verglichen und Inter ist dann entweder exakt so breit oder max. 2-3mm breiter. Die Höhe ist gleich oder vielleicht 1px höher.

Inter ist nicht ganz so knackig crisp wie mit Verdana (zumindest auf meinem alten 22-Zoll-Monitor), aber mit etwas stärkerem Strich (der sich auf kleinen Viewports etwas verliert) und sehr harmonisch gleichmäßig. Inter soll auf allen displays und mit allen Schriftgrößen recht gut sein. Hat nicht den gleichen großzügigen Charakter wie Verdana, aber gerade auf den kleinen Viewports gefällt es mir sehr gut. Fetter Text ist nicht so ausladend breit wie mit Verdana.

Falls nicht, bliebe es beim Lizenzkauf. Ich habe bisher eine Möglichkeit gefunden, bei der pro Datei 45 EUR fällig werden, aber vermutlich ohne komplizierten Kram, bei fontspring:

https://www.fontspring.com/worry-free

Wäre das empfehlenswert oder gibt es bessere Quellen, für jemanden, der ein bezahl-einmal-all-inclusiv-ohne-weiteren-Stress-Paket möchte und kein Vermögen ausgeben will? Da ich mind. 3 Dateien brauche, käme doch einiges zusammen.

Vor 8 Minuten, Diwarnai schrieb:

bedeutet nicht

Lies weiter...
Egal, lebe Deinen Letzter-Wort-Fetisch (jaja, ich bin auch nicht frei). Du bist genausowenig Anwalt wie ich und Dir geht es nur in meinen Augen noch um Widerspruch. Ich steig hier aus.

  • Ersteller
Vor 9 Minuten, Phoibos schrieb:

Hast Du die aktuellste Version am Start? Für mein Auge sind die Punkte nicht wirklich verschoben:
image.png

Oder meinst Du diesen Bug: https://github.com/dejavu-fonts/dejavu-fonts/issues/377 ?
Das Projekt scheint eh tot zu sein,

Was genau gefällt Dir an der Verdana?

Dein Beispiel ist astrein, bei mir ist es so wie beim verlinkten bug, allerdings nach rechts verschoben, nicht nach links.

Meine Testfonts habe ich entweder von Google Webfonts Helper oder Fontsquirrel, Dejavu Sans von Fontsquirrel.

Verdana ist alt, aber immer noch sehr gut lesbar, vor allem wegen der hohen x-Höhe und gleichzeitig ausgeprägten Breite, die viel Luft gibt. Sie ist nicht so neutral wie andere verbreitete Fließtextschriften, hat einen eigenen Charakter, eben großzügig wuchtig, aber für mich sehr sympathisch. Sie hat eine ordentliche Strichstärke, aber auch nicht so viel, dass es dann wieder eng wirkt und/oder blurry/unscharf ist, je nach Schriftgröße und display-Auflösung.

Die falschen Anführungszeichen stören mich nicht. Das merkt auch kein normaler User. Dass Verdana gefettet zwar noch immer sehr gut lesbar ist, aber dann doch schon sehr stark in die Breite geht, das ist mir manchmal etwas too much, aber ich habe mich daran gewöhnt. Wie sie auf hochauflösenden displays aussieht, müsste ich erst noch extra testen.

8 Stunden her, Phoibos schrieb:

Lies weiter...
Egal, lebe Deinen Letzter-Wort-Fetisch (jaja, ich bin auch nicht frei). Du bist genausowenig Anwalt wie ich und Dir geht es nur in meinen Augen noch um Widerspruch. Ich steig hier aus.

Persönliche Anschuldigungen kommen gern immer dann, wenn dem anderen die Argumente ausgehen, das ist ein bekanntes Verhalten.

Es wundert mich, dass in einem Forum, das die korrekte Anwendung von Schriftlizenzen sehr hochhält, die Meinung vertreten wird, eine Lizenz sei auch ohne Lizenzgeber gültig. Wenn du die Argumente dagegen als Letzter-Wort-Fetisch ansiehst, weiß ich ja, wo ich bei dir dran bin.

10 Stunden her, Martinus schrieb:

https://www.fontspring.com/worry-free

Wäre das empfehlenswert oder gibt es bessere Quellen, für jemanden, der ein bezahl-einmal-all-inclusiv-ohne-weiteren-Stress-Paket möchte und kein Vermögen ausgeben will? Da ich mind. 3 Dateien brauche, käme doch einiges zusammen.

Ja, das dürfte ein sehr gutes Angebot sein.

Beim Anbieter selbst gibt es nur teure Abos.

16 Stunden her, Martinus schrieb:

Falls nicht, bliebe es beim Lizenzkauf. Ich habe bisher eine Möglichkeit gefunden, bei der pro Datei 45 EUR fällig werden, aber vermutlich ohne komplizierten Kram, bei fontspring:

https://www.fontspring.com/worry-free

Wäre das empfehlenswert oder gibt es bessere Quellen, für jemanden, der ein bezahl-einmal-all-inclusiv-ohne-weiteren-Stress-Paket möchte und kein Vermögen ausgeben will? Da ich mind. 3 Dateien brauche, käme doch einiges zusammen.

Ist das jetzt auf Verdana bezogen? Die ist meines Wissens nicht bei Fontspring erhältlich.

Wenn du dich nun doch an Alternativfonts wagen willst, ist vielleicht die Captura Now etwas für dich, die ähnlich breit wie Verdana läuft, aber nicht ganz so grob geschnitten ist. Das Lizenzmodell ist ein einmaliger Kauf. Für den kleinen Geldbeutel und weniger Ansprüche an den Zeichensatz gibt es eine kleinere Version. Und hierauf bezogen 👇

16 Stunden her, Martinus schrieb:

Hat nicht den gleichen großzügigen Charakter wie Verdana … Fetter Text ist nicht so ausladend breit wie mit Verdana.

wirst du mit Captura Now möglicherweise besser zurechtkommen als mit Inter.

  • Ersteller
Vor 27 Minuten, D2C schrieb:

Ist das jetzt auf Verdana bezogen? Die ist meines Wissens nicht bei Fontspring erhältlich.

Wenn du dich nun doch an Alternativfonts wagen willst, ist vielleicht die Captura Now etwas für dich, die ähnlich breit wie Verdana läuft, aber nicht ganz so grob geschnitten ist. Das Lizenzmodell ist ein einmaliger Kauf. Für den kleinen Geldbeutel und weniger Ansprüche an den Zeichensatz gibt es eine kleinere Version. Und hierauf bezogen 👇

wirst du mit Captura Now möglicherweise besser zurechtkommen als mit Inter.

Könnte passen, aber wie kann ich eine Lizenzschrift auf meinem PC für meine Websites testen?

Auf Verdacht zu kaufen ist mir zu riskant. Ich bin bei all meinen Tests immer wieder überrascht worden, wie unterschiedlich eine Schrift aussieht, wenn sie in verschiedenen Schriftgrößen und Kontexten eingesetzt wird. Die Anpassung der Abstände und Strichstärken ist manchmal deutlich, manchmal nur wenig. Eine sehr kräftige und weite Schrift kann im Kleinen deutlich anders aussehen.

Sogar die extrem breite und luftige Verdana sieht z.B. in kleinerer Schrift im Smartphoneviewport "enger" und kleiner aus als Inter in nur 1px größer. Wer hätte das gedacht...

Verdana gibt es bei fontspring, 45 EUR pro Schnitt.

https://www.fontspring.com/fonts/carter-and-cone/verdana-pro

  • Ersteller
7 Stunden her, Ralf Herrmann schrieb:

Ja, das dürfte ein sehr gutes Angebot sein.

Beim Anbieter selbst gibt es nur teure Abos.

Wie läuft das dann üblicherweise in der Praxis mit diesen offenbar in der Praxis existierenden Besucherzahlen-Limits?

Wird das überprüft und wenn ja, wie?

Wobei es bei dem verlinkten Angebot das offenbar nicht gibt:

No cumbersome, speed-robbing pageview tracking.

  • Lösung

Die Frage ist schon, ob die Verdana die Verrenkungen mit Lizenz-Unklarheiten, Lizenz, etc. wirklich wert ist ­­...

Das war ja von Beginn an (wie die Georgia, die deutlich besser gealtert ist) eine Schrift und ein Font, der auf Bildschirmen und Rendertechnik von anno dazumal endlich mal brauchbar lesbar war, aber eben mit eigentlich übertriebener x-Höhe, Zeichenbreite und aufwendigem Hinting. Das war damals echt ein Wurf, weil Arial und Times alles andere als bildschirmtauglich waren, aber gestalterisch war da natürlich nie ein Anspruch auf irgend eine Ästhetik da. Heute haben wir höher aufgelöste Bildschirme und wesentlich bessere Raster-Algorithmen, und da kommt dann die volle »Pracht« der Verdana zum Vorschein, und sie überkompensiert die Probleme, die heute nicht mehr akut sind.

Ich wüsste eigentlich nicht, in welchem Fall die Open Sans, die ja auch »nur« ein Frutiger-Me-Too ist, wie die Verdana, wie die Segoe oder die Myriad, etc. etc., nicht die bessere Wahl wäre, und für die es eine unkomplizierte Lizenz auch für Selfhosting gibt. Wenn das hauptsächliche Problem ist, dass ein Schriftwechsel das bestehende Layout (zer)stört, dann ist (im Web) die Layout-Technik nicht richtig gedacht: es gibt heute defacto keine 4 »breakpoints« mehr, an denen man sich orientieren kann, sondern so viele Fälle, dass jede Optimierung auf bestimmte Breiten zum Scheitern verurteilt ist (das sind keine Exoten die wissen was sie tun). Einigermaßen verlässliche Breakpoints waren 201x, wir sind wieder (fast wie 1996) »fluid«, nicht responsive unterwegs, zumindest was Schrift und Typografie betrifft. Nur zum Glück mit viel viel besseren Steuermöglichkeiten, was die umgebenden Boxen betrifft, die die Texte enthalten (flex, grid, container-queries und -units, ...), damit das Umfeld der (frei fließenden) Texte nicht entgleist und somit steuerbare Typografie unmöglich machen würde.

Ich würde Energie eher da rein stecken das flexibel zu machen, statt alles auf eine Schrift zu optimieren und dann doch noch davon ausgehen zu müssen, dass das bei vielen Betrachtern schlimmer ankommt als etwas das gar nicht optimiert ist – spätestens mittelfristig lohnt sich das.

Bearbeitet ( von Sebastian Nagel)

1 Stunde her, Martinus schrieb:

Könnte passen, aber wie kann ich eine Lizenzschrift auf meinem PC für meine Websites testen?

Auf Verdacht zu kaufen ist mir zu riskant.

Schreib der Schriftgestalterin doch mal. Wer nett fragt und sein Projekt einigermaßen plausibel elaboriert, bekommt nach meiner Erfahrung bei den meisten Foundries Testfonts gestellt.

1 Stunde her, Martinus schrieb:

Verdana gibt es bei fontspring, 45 EUR pro Schnitt.

https://www.fontspring.com/fonts/carter-and-cone/verdana-pro

Danke für den Link, interessant. Wenn ich bei Fontspring nach “Verdana” suche, kommen nur andere Fonts. Aber die Seite ist bei mir auch fehlerhaft, seit sie von Creative Market / Dribbble übernommen und umgebaut wurde, und ich hatte bislang keinen Anlass dazu, dem auf den Grund zu gehen.

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