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Fachartikel:

Die 10 besten Google-Webfonts

· 13.291 Aufrufe

Die Idee des Webfont-Verzeichnisses von Google ist bei den Anwendern von Anfang an auf große Begeisterung gestoßen: kostenlose Webfonts, die man mit nur einer Zeile Kode in jede beliebige Webseite einbinden kann, ohne sich über die vielen Webfont-Formate oder Ladezeiten Gedanken machen zu müssen. Der Service startete 2010 mit nur einer Handvoll Webfonts, ist aber bereits jetzt auf ca. 250 Fonts gewachsen und Google ließ verlauten, das Tempo für weitere Veröffentlichungen nicht zu drosseln.

Aber was schon für die unzähligen Webseiten mit Fonts zum kostenlosen Download gilt, ist auch für die Webfonts von Google leider wahr: Das Gros der Schriften ist optisch oder technisch eher minderwertig. Es finden sich jedoch auch einige wenige Perlen darunter. Hier eine Empfehlung von 10 empfehlenswerten Schriften für die Einbettung in Webseiten.

Abril Fatface

Type Together zählt sicherlich zu einem vielversprechendsten neuen Schriftanbieter der letzten Jahre. Sie bieten hochwertige Schriftentwürfe mit guten Sprachenausbau und waren auch bei der Webfont-Entwicklung als einer der ersten Schriftanbieter mit dabei. Die Abril Fatface wurde gerade neu ins Google Webfont Directory aufgenommen. Dieser Webfont ist Teil einer größeren kommerziellen Schriftfamilie mit 18 Schnitten für Text- und Schaugrößen. Die Fatface ist inspiriert von den Werbepostern des 19. Jahrhunderts in Frankreich und England und eignet sich hervorragend für auffällige, aber zugleich elegante Überschriften. Die Zeichenbelegung bedient mehr als 50 Sprachen.

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https://fonts.google.com/specimen/Abril+Fatface

Hammersmith One

Very British! Diese Schrift von Nicole Fally steht in unübersehbarer Tradition der Schriftentwürfen von Edward Johnston für die Londoner U-Bahn. Die Hammersmith One wirkt jedoch deutlich verspielter.

hammersmith.png

https://fonts.google.com/specimen/Hammersmith+One

Droid Sans, Droid Sans Mono und Droid Serif

Viele kostenlose Schriften sind nur als Einzelschnitte für Schaugrößen verfügbar. Ganze Schriftfamilien, die die bewährten Systemschrift-Familien ersetzen können sind jedoch rar. Die Droid-Schriftfamilie erfüllt diesen Wunsch jedoch. Sie wurde ursprünglich von der Ascender Corporation für die Android-Plattform entwickelt und enthält Grotesk-, Antiqua- und Monospaced-Schnitte und ist damit sehr vielseitig einsetzbar.

 droid.jpg

(nicht mehr auf Google Fonts)

Lato

Der aus Warschau stammende Typedesigner Łukasz Dziedzic vor allem bekannt für seine umfassende Schriftfamilie FF Clan. Die Lato entstand ursprünglich für einen Kunden, der es sich aber später anders überlegte. So wurde die Schriftfamilie kurzerhand zur Open-Source-Familie weiterentwickelt und ist nun auch über Googles Webfont-Dienst verfügbar. Ganze 10 Schnitte umfasst die Familie, einschließlich zweier Hairline-Schnitte, die unter Webfonts noch selten sind.

 lato.png

https://fonts.google.com/specimen/Lato

Vollkorn

Die »Brotschrift« des deutschen Schriftgestalters Friedrich Althausen lässt sich, wie der Name schon sagt, problemlos als Fließtextschrift einsetzen. Jedoch hat sich auch gerade in Schaugrößen einen ausgesprochenen Charme. Der normale und der kursive Schnitt wirken äußerst elegant, während die fetten Schnitte mit ihren überdurchschnittlich kräftigen Serifen für Aufsehen sorgen.

vollkorn.jpg

https://fonts.google.com/specimen/Vollkorn

Ubuntu

Die Ubuntu-Schriftfamilie sorgte bereits vor ihrer Veröffentlichung für Diskussionsstoff. Manch einer empfand ihr Design zu sehr der DTL Prokyon nachempfunden. Wie der Name schon nahe legt, wurde die Schrift für das Betriebssystem Ubuntu entwickelt und zeichnet sich im Zuge dessen durch seinen umfangreichen Sprachausbau aus, der fortlaufend erweitert werden soll. Mit den bislang 8 Schnitten ist sie vielfältig einsetzbar. Ihren modernen Charakter zeigt sie natürlich vor allem in größeren Schriftgraden, aber sie ist auch dem Einsatz im Web in kleinen Schriftgrößen durchaus gewachsen.

ubuntu.png

https://fonts.google.com/specimen/Ubuntu

Playfair Display

Die elegante Playfair Display des dänischen Designers Claus Eggers Sørensen lehnt sich an Entwürfe von Baskerville, dem Schriftschneider William Martin und an die bekannte Scotch Roman an. Sie ist derzeit nur in einem Schnitt verfügbar. Der Designer sieht seinen Entwurf jedoch als perfekte Display-Ergänzung zur Georgia, die nach wie vor eine beliebte Wahl für Fließtexte auf Webseiten ist.

playfair.jpg

https://fonts.google.com/specimen/Playfair

UnifrakturMaguntia

Die UnifrakturMaguntia von Typografie.info-Mitglied J. Mach Wust basiert auf Bertholds Mainzer Fraktur, die ihrerseits auf einer Schrift von Carl Albert Fahrenwaldt aus dem Jahr 1901 basiert. Trotz des alten Fraktur-Charmes ist die Schrift kein altes oder lediglich eine der unzähligen minderwertigen Fraktur-Digitalisierungen, die man überall im Netz findet. Sie unterstützt verschiedenste Smartfont-Technologien wie OpenType, AAT und SIL Graphite, um den heutigen Anwendern einen einfachen Zugang zu den vielfältigen Ligaturen des Fraktursatzes zu bieten.

unfraktur.jpg

https://fonts.google.com/specimen/UnifrakturMaguntia

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