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Walbaum-Fraktur von Justus Erich Walbaum

Daten zur Schrift

Justus Erich Walbaum

erschienen circa: 1800

Vertrieb: Kommerziell

Art: N/A

Formprinzip: Gebrochene Schrift

Schriftbewertung

Stimmen: 2

Beitragsbewertung

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Ende des 18. Jahrhunderts schickte sich die Antiqua an, den gebrochenen Schriften auch im deutschsprachigen Raum zunehmend den Rang abzulaufen. Schriftsteller und Verleger wünschten sich die sogenannten Didot’schen Lettern für ihre Drucke – im Original aus Paris oder zumindest als deutsche Nachahmungen. Dies führte letztendlich sogar dazu, dass der Drucker Johann Friedrich Unger in der nach ihm benannten Unger-Fraktur einen Ausweg in der Verschmelzung von Fraktur und Antiqua suchte. Doch weder die Unger-Fraktur noch die Antiqua-Schriften konnten sich zu dieser Zeit im deutschsprachigen Raum halten. Nach dem Feldzug Napoleons verkehrte sich die Begeisterung für die mit Frankreich assoziierte Buchstabenanmutung ins Gegenteil. Buch und Schrift wurden rasch wieder traditionell ausgestattet und die Fraktur ein Symbol dieser Tradition. Schriftgestalterisch bedient wurde diese Tradition recht erfolgreich vom nach Weimar gezogenen Schriftgießer Justus Erich Walbaum. Seine Walbaum Antiqua machte ihn erst mehr als 100 Jahre später berühmt. Während seiner Zeit verkaufte er vor allem Frakturschriften. »Bieder und bürgerlich« nannte Albert Kapr die Walbaum-Fraktur, aber auch eine Schrift, »die größere Anerkennung verdient«.

Digitalisierungen sind heute zahlreich erhältlich, sowohl kostenlose als auch kommerzielle.

Download-Links für die Walbaum-Fraktur

Download von myfonts.com

Statistik/Quellen

Aufrufe: 4524

Ralf Herrmann Von Ralf Herrmann

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Gebrochene Schriften Frakturschriften

Aus der Brockhaus-Probe der Bleisatz-Schrift

Walbaum-Fraktur in Kombination mit der Walbaum-Antiqua

bearbeitet von Ralf Herrmann


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<p>Druckgrafisches Museum Pavillon-Presse in Weimar</p>
<p>Druckgrafisches Museum Pavillon-Presse in Weimar</p>
<p>Druckgrafisches Museum Pavillon-Presse in Weimar</p>
<p>Druckgrafisches Museum Pavillon-Presse in Weimar</p>
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