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<p>Elfen-Fraktur – eine außergewöhnliche Schnurzug-Fraktur</p>
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Die besten Fontmanager - der große Vergleichsartikel

Ralf Herrmann

Wer mit vielen Fonts arbeitet, sollte diese nicht einfach nur in die jeweiligen Font-Ordner seines Computers kopieren, sondern mit einen Schriftmanager verwalten und nur bei Bedarf aktivieren (lassen). Dies schon nicht nur Systemressourcen, sondern macht auch das Suchen von Schriften nach Klassifikationen, Schlagwörtern, Zeichenbelegung usw. wesentlich einfacher. Doch welcher Fontmanager ist der richtige? Dutzende Programme in verschiedensten Preisklassen stehen für PC und Mac zur Auswahl. Wir haben Einzelplatz-Fontmanager getestet und stellen sie in einer tabellarischen Funktionsübersicht gegenüber und erklären im Detail, wodurch sich die einzelnen Programme auszeichnen.

 

Vergleichsübersicht

Nachfolgend eine Übersicht ausgewählten Funktionen der getesteten Fontmanager. Wenn Sie an konkreten Funktionen interessiert sind, können Sie so auf einfache Weise überprüfen, welche Anwendung über die jeweilige Funktion verfügt. Laden Sie das Original-PDF zu dieser verkleinerten Darstellung einfach hier herunter: http://www.typografie.info/static/fontmanager/fontmanager.pdf


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Detailvorstellung

Hier nun eine Vorstellung der einzelnen Fontmanager, bei der wir die Vor- und Nachteile noch einmal gezielt vorstellen. Im Anschluss folgt noch ein Fazit und die Links zu den Anbieter-Webseiten.

Linotype FontExplorer X Pro (PC und Mac)

Als Linotype im Jahr 2005 den damals noch kostenlosen FontExplorer für den Mac veröffentlichte, schlug das Programm ein wie eine Bombe. Die einfache, iTunes-artige Benutzung und die systemnahe Programmierung machten das leidige Thema Fontverwaltung endlich zu einem angenehmen Unterfangen. Mittlerweile ist der FontExplorer zwar eine kommerzielle Anwendung, aber wie eine kürzliche Umfrage von uns zeigte, dennoch weiterhin der mit Abstand am meisten benutzte Fontmanager am Mac.
Und dies nicht ohne Grund. Der eigene Schriftenbestand lässt sich auf vielfältige Weise organisieren und durchsuchen: Beliebige Bibliotheken, verschachtelbare Sets und Ordner, intelligente und programmbasierte Gruppen machen auch die Verwaltung großer Fontbibliotheken zum Kinderspiel.


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Herauszuheben ist außerdem die umfangreich konfigurierbare Druckfunktion für Schriftmuster sowie die Detailinformationen zum jeweils gewählten Schriftschnitt. Neben den üblichen Mustertextdarstellungen lassen sich hier sogar einzelne Kerningpaare testen und FontExplorer X Pro zeigt als einziger der professionellen Fontmanager auch unkodierte OpenType-Glyphen an.


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Die immer wieder verschobene PC-Version ist seit 2011 verfügbar. Sie besitzt zwar aktuell noch nicht den vollen Funktionsumfang der Mac-Version, bietet aber alle wesentlichen Funktionen zur professionellen Verwaltung des Schriftbestandes.

Suitcase Fusion von Extensis (PC und Mac)

Suitcase ist der Klassiker unter den professionellen Fontmanagern. Das Programm ist gerade in der neuen Version Suitcase Fusion 4 erschienen – obwohl die interne Versionsnummer nunmehr bereits bis zur 15 angestiegen ist. Extensis kann hier also auf reichlich Erfahrung zurückblicken.


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Die Darstellung des Programms mit seiner standardmäßigen Dreiteilung in Bibliotheken, Schriftenliste und Vorschau gleicht jener des FontExplorers. Bezogen auf den Funktionsumfang (Detailinformationen, Druckfunktion usw.) hat der FontExplorer allerdings aktuell hier etwas die Nase vorn.
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Hervorzuheben sind jedoch einige neue Funktionen in Suitcase Fusion 4. So gibt es nun für Anwendungen der Creative Suite von Adobe eigene Paletten, mit denen sich aus den Adobe-Programmen heraus direkt auf die Suitcase-Schriftverwaltung zugreifen lässt. Ein Wechseln zwischen Fontmanager und Anwendungsprogramm ist daher gar nicht mehr zwingend nötig. Ebenfalls derzeit einzigartig ist die Anbindung an Webfont-Dienste. So können die Webfonts von Google sowie die der Webink-Bibliothek (Extensis’ eigener Webfont-Service) direkt im Fontmanager angezeigt und auch in den neuen Adobe-Paletten benutzt werden. Eine elegante Methode, um Webfonts vorab lokal testen zu können. Darüber hinaus ist in Suitcase Fusion 4 auch eine Webfont-Vorschau-Funktion integriert, bei der sich beliebige Webseiten aufrufen lassen und man gezielt Fonts aus der Bibliothek beliebigen Texten der Webseite zuweisen kann.

Fontcase (nur Mac)

Der Mac-Fontmanager Fontcase reiht sich in Preis und Funktionsumfang genau zwischen die kostenlosen und die professionellen Tools ein.


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Die Software ist perfekt für Anwender, die eine leicht zu handhabende Fontverwaltung benötigen und sich dabei etwas mehr Komfort als bei Apples Schriftsammlung (siehe unten) wünschen. Die Verwaltung erfolgt wie bei Musikalben in iTunes über entsprechende »Font-Alben«, die sich gegebenenfalls noch einmal über »Kollektionen«, Genre und nach Stichwörtern kategorisieren lassen. Besonderheiten sind die Webvorschau-Funktion (Typesetter) sowie eine separat verfügbare iPad-Test- bzw. Vorschau-Funktion.
Auch in der aktuellen Version ließ die Stabilität des Programms jedoch noch zu wünschen übrig.

FontExpert (Nur PC)

Der Fontmanager FontExpert der russischen Softwareschmiede Proxima Software hat sicherlich keine Chancen, einen Preis für die übersichtlichste Benutzeroberfläche zu gewinnen.


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Fast alle Funktionen des Programms wurden in Einzelfenstern in einer Ansicht vereint und jedes Unterfenster bringt noch einmal jede Menge Icons zur Bedienung mit, die man sich erstmal erschließen muss. Aber dennoch: hinter dem vermeintlichen Wirrwarr verbirgt sich ein grundsolider Fontmanger mit umfangreichen Funktionen und Einstellmöglichkeiten. Neben der Fontbibliothek lassen sich auch Fonts auf beliebigen Datenträgern betrachten, die Fonts lassen sich über konfigurierbare Vorlagen ausdrucken und als Webalbum ausgeben. Neben der Verwaltung in eigenen Sets (hier Gruppen genannt) können auch vorgefertigte Kategorien, Stichworte und Bewertungen zugewiesen werden. Wer sich vor der Komplexität des Interfaces und der entsprechenden Einarbeitungszeit nicht scheut, bekommt mit dem FontExpert einen Fontmanager mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

MainType (Nur PC)

Ebenfalls recht bekannt unter Windows-Nutzern ist der aus den Niederlanden stammende Fontmanager MainType.


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Wie FontExpert präsentiert sich das Programm in der Standardansicht mit sehr vielen Einzelnfenstern, die sich jedoch ebenfalls nach eigenen Wünschen anpassen lassen. So lässt sich das Programm also auch sehr leicht auf die 3-Fenster-Ansicht umbauen, wie sie FontExplorer und Suitcase standardmäßig benutzen. Die Verwaltungsfunktionen entsprechen dem üblichen Standard kommerzieller Fontmanager: es lassen sich beliebig verschachtelbare Sets anlegen, frei einstellbare Schriftmuster und Zeichenübersichten anschauen und Schriftmuster-Blätter können ausgedruckt oder als HTML-Galerie ausgeben werden. Allerdings schneidet das Programm mit einem Preis von über 100 Euro (beim Kauf aus der EU ohne USt.ID-Nummer) jedoch im Vergleich zu den vorstehend genannten Programmen in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis weniger gut ab.

Neuber Typograf (Nur PC)

Der Fontmanager Typograf wird vom deutschen Unternehmen A. & M. Neuber Software GmbH aus Halle/Saale entwickelt.


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Beim Blick auf obiges Bildschirmfoto fällt sofort die Betonung auf die Schriftmusterdarstellungen auf. Die eigene Schriftbibliothek kann auf sehr einfache Weise visuell durchsucht werden und die Darstellung der Schriftmuster erfolgt auch ohne merkliche Wartezeit. Natürlich sind auch die üblichen Ansichten und Verwaltungsmöglichkeiten (über Popup-Fenster) verfügbar. Schriften können in beliebig verschachtelbaren Sets verwaltet werden und auf relativ einfache Weise mit anderen Netzwerkbenutzern geteilt werden. Eine Vergleichsfunktion zeigt nicht nur Schriftmusterdarstellungen verschiedener Schnitte nebeneinander, sondern listet dazu auch technische Zusatzinformationen auf. So lässt sich auf sehr einfache Weise sehen, welche der unzähligen Helvetica-Varianten nun die gewünschte ist.

Geht es eventuell auch kostenlos?

Auch wer nur selten eine Schriftverwaltung benötigt, findet dafür entsprechende Programme, die gar nichts kosten. Hier zwei Empfehlungen.
Nexus Font (nur PC): Diese kleine Fontmanagement-Tool eines koreanischen Programmierers besticht durch seine einfache Oberfläche, die jedoch alle wesentlichen Verwaltungsfunkionen einen Fontmanagers mitbringt.

 

nexus.png


Schriftsammlung (nur Mac)

Mac-Benutzer müssen überhaupt nicht auf Drittanbieter-Software zurückgreifen, um ihre Schriften zu verwalten. Das Programm Schriftsammlung steht dazu im Programme-Ordner gratis zur Verfügung.

 

schriftsammlung.png


Die Fonts können gezielt aktiviert und deaktiviert werden und in Sets zusammengefasst werden. Neben Schriftmusterdarstellungen sind in der neuesten Version der Schriftsammlung mittlerweile auch vollständige Zeichenbelegungsübersichten enthalten.
Erstaunlicherweise lassen Performance und Stabilität des Programmes nicht selten zu wünschen übrig – und dies, obwohl Apple ja eigentlich die »betriebssystemnahe Fontverwaltung« am besten beherrschen müsste.

Fazit & Hersteller-Links

Soweit unsere Vorstellung von ausgewählten Fontmanagern. Wir haben versucht, eine möglichst sinnvolle Auswahl für verschiedene Anwendergruppen zu treffen. Natürlich gibt es insbesondere im Free- und Shareware-Bereich noch dutzende weitere Programme, die wir nicht alle konkret vorstellen konnten und wollten. Ebenfalls nicht berücksichtigt wurden Programme, die nicht mehr weiterentwickelt werden, wie etwa Adobe Type Manager und andere. Ebenfalls nicht in unsere Empfehlungen geschafft hat es der Adobe-Air-basierte Type-Manager TypeDNA.

Welcher Fontmanager ist also der richtige für mich?

Im Prinzip lassen sich die oben besprochenen Fontmanager klar verschiedenen Gruppen zuteilen:

  • Gelegenheitsnutzer: Wer nur ab und zu einen Fontmanager benötigt kommt mit der Schriftsammlung oder Freeware-Tools wie Nexus Font problemlos aus.
  • Semi-professionell: Wer bereit ist, etwas Geld für einen Fontmanager auszugeben, kann am PC den Neuber Typograf und am Mac Fontcase benutzen. Beide bieten eine einfache Bedienung, die kein langwieriges Studieren von Handbüchern erfordert. Die Verwaltungsmöglichkeiten nach Sets und die Musterdarstellungen dürften für viele Nutzer völlig ausreichend sein.
  • Professionell (Stand-alone): Wer große Schriftbibliotheken verwalten möchte und diese regelmäßig nach vielerlei Kriterien durchforsten muss, sollte zu einem professionellen Fontmanager greifen. Dazu stehen für Windows MainType und FontExpert zur Verfügung. Ersteres ist etwas übersichtlicher und leichter zu lernen, letzteres bietet deutlich mehr Funktionen. Daneben gibt es die »Platzhirsche« FontExplorer und Suitcase, die jeweils für PC und Mac verfügbar sind. Welchen der beiden Fontmanager man bevorzugt, hängt davon ab, auf welche Funktionen man am meisten Wert legt.
    Alle unter diesem Anstrich genannten Programme verfügen übrigens über Autoaktivierungsfunktionen für gängige Design-Anwendungen.
  • Professionell (Netzwerk): Wenn Fonts in Netzwerken und gemischten Rechner-Umgebungen verwaltet werden sollen, dann schränkt sich die Wahl klar auf FontExplorer und Suitcase ein. Beide Programme funktionieren zwar hervorragend als Einzelplatzanwendungen, aber die beiden Hersteller bieten ebenfalls entsprechenden Serverlösungen an. Hier ist man also in jedem Falle auf der sicheren Seite.
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