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Topp-Thema: Eszett als Großbuchstabe

Hervorgehobene Antworten

Wobei man erwähnen muss, das die Herkunft nicht eindeutig geklärt ist. Da ist noch vieles nicht erforscht und es steht noch sehr viel wissenschaftliche Arbeit bevor, falls das jemand irgendwann anpackt. Dies bezieht sich aber nur die Vor-Antiqua ß-Ligatur.

Gruß

Thomas

  • 5 Wochen später...

Der Vollständigkeit halber sei hier noch ein weiterer Thread zum Versal-Eszett aus dem Forum verlinkt (ich habe gerade recht verzweifelt danach gesucht bis ich rausgefunden habe dass es einen zweiten Beitrag dazu gibt):

viewtopic.php?f=2&t=1056

Er gibt vor allem Aufschluss über die Integration für Versal- und Kapitälchen-Form in einen Opentype-Font.

  • 1 Monat später...

Die Herkunft der sehr viel späteren (ab dem 16 Jhdt.) Antiqua ß-Ligatur kommt aus dem ss, wie Andreas Stötzner es sehr schön beschrieben hat.

Er hat aber nur das Antiqua-ß untersucht.

Gruß

Thomas

… kommt es nicht. Ich habe nichts dergleichen geschrieben.

A:S

Hallo Andreas,

ja, da habe ich leider was durcheinandergebracht. Ich dachte an die ß-Ligatur aus italienischen Handschriften des frühen 15, Jhdts. in der Annahme, es handele sich um eine Ligatur von ? und s, welche dann unter Aldus Manutius für kursive Satzschriften geschnitten wurde. Das darf man natürlich nicht verallgemeinern. Ich habe da was verwechselt. Ja, ja das Gedächtnis. Sorry.

Gruß

Thomas

Die Entstehung des scharfen S Buchstabens ist ein Aufsatz im Gutenberg-Jahrbuch und auf Wunsch von mir als Kopie zu beziehen.

  • 1 Monat später...

Das stimmt, irgendwie ist mir dieses auf dem Cover etwas "zu" krakelig.

Weiß jemand etwas darüber - ob - und wenn ja wann das Ganze offizieller Teil der deutschen Rechtschreibung nach Duden wird?

Deswegen zeigen N, K und R auf dem Cover ihre Schweife, und deswegen antwortet das Eszett am Ende des Titels auf den Anfang, es läuft in einem Tropfen aus, wie sich das N aus einem entwickelt.

In diesem Sinne passt es für mich wie es ist.

Was für mich einfach nicht passt ist dass "Verdruß" statt "Verdruss" geschrieben wird. Ich finde es gibt eine Notwendigkeit für das ß, aber ich bin der Meinung, dass in diesem speziellen Bereich die neue Rechtschreibung wesentlich besser ist als die alte, denn was habe ich als Lesender davon, dass ich bei "Verdruß" erfahre, dass in der Stammform "verdrießen" der Selbstlaut davor lang gesprochen wird?

Martin Lange schrieb:
Weiß jemand etwas darüber - ob - und wenn ja wann das Ganze offizieller Teil der deutschen Rechtschreibung nach Duden wird?

Bei dem eigentlichen Knackpunkt – der Schreibung von Eigennamen – ist die Verwendung bereits seit einiger Zeit Duden-konform.

Eine generelle Empfehlung, im Versalsatz das Versaleszett zu benutzen, wird der Duden nicht von heute auf morgen aussprechen. 99,9 % der benutzen Fonts haben dieses Zeichen ja noch nicht einmal. Jetzt sind also erstmal wieder die Schriftentwerfen am Zug, dann die Anwender und erst am Ende die Duden-Redaktion.

Ralf

nachdem ich das drüben im Fontblog schon verlinkt habe, auch hier noch

(zur Dokumentation und Diskussionszwecken):

http://www.gestaltungssache.at/stuff/inmassen.gif

Ein paar Entwürfe für linke und rechte obere Ecken, die ich derzeit in Erwägung ziehe, natürlich frei kombinierbar. Ich habe das Signa 9 nicht zur Hand, bin aber sicher dass auch diese Varianten durchprobiert wurden.

Also im Blinzeltest gewinnt Nr. 6.

Bei 1 bis 3 wirkt der innere Bereich etwas unruhig, da die Schräge so weit rein geht.

4 und 5 sind etwas zu undefiniert.

Ob nun links oben eine Ecke oder Rundung ist, kann man sicher von Schrift zu Schrift entscheiden. Bei der Ivan Reschniev ist die Ecke perfekt, hier gefällt sie mir nicht so gut.

Ralf

Also im Blinzeltest gewinnt Nr. 6.

Bei 1 bis 3 wirkt der innere Bereich etwas unruhig, da die Schräge so weit rein geht.

4 und 5 sind etwas zu undefiniert.

2/3 halte ich durchaus für diskutabel. Bei 6 geht mir auf den zweiten Blick durch den großen Inneraum im oberen Teil schon fast die Beziehung zwischen s- und z-Teil verloren.

4/5 sind nicht nur undefiniert, sondern eigentlich eher ss- als sz-Verbünde. Und der ungerundete Winkel bei 1/4/5 ist mir zu brutal.

Mir ist eben in der Bahnhofsbuchhandlung diese Variante begegnet, in die ich mich spontan verliebte. Das ist offenbar kein Font, sondern Handarbeit. Ob da wohl Herr Schröder, der ja bekanntlich bisweilen für Herrn Godt druckt, seine Finger im Spiel hatte?

t-fa79fa0e6ca53bb35ea5c6dd13f95ca6.jpg

  • 4 Monate später...
Schade, dass es so vermurkst ist:

logo_giessenerzeitung.png

Tatsächlich etwas vermurkst … aber immerhin.

http://www.giessener-zeitung.de

Ist sicherlich »in-house« entstanden …

… vielleicht auch um's Haus … schließlich handelt es sich hier ja um «Hessens erste Mitmach-Zeitung …»

:hammer:

  • 1 Monat später...
Könnte doch fast als Versal-ß durchgehen …

Zum Trost?

Etwas weniger exotisch …

Gunkl würd' das ja vielleicht —

als Gegenteil —

inotisch nennen …

; )

post-14230-1355407640,312_thumb.jpg

Man beachte die 2,80 € auf dem Schild rechts. :!:

Das sind halt die neuen Arial-Minuskelziffern. :?

… Zum Trost …

Pachulke in Norberts legendären Sudelbüchern … das ist zu viel der Ehre! Vielleicht sollte ich mir hier aber auch eine Forenbezeichnung zulegen, in der das eine oder andere (versale) ß oder wenigstens ? vorkommt. :huhu:

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