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Warum soll man Schrift nicht schattieren?

Hervorgehobene Antworten

... nicht dass ich es tun wollte, aber ich würde doch gerne mal wissen, warum alle die Nase rümpfen über schattierten Text (sofern er dabei lesbar bleibt).

Kann mir da jemand weiterhelfen?

Gruß

Johannes

schattierten Text (sofern er dabei lesbar bleibt)

Tja, wenn er dabei lesbar bliebe, wäre nicht viel dagegen einzuwenden, würde ich sagen. Die Frage ist nur, ob er dabei lesbar bleiben kann.

Text besteht aus Formen und Gegenformen, streng genommen schwarz und weiß; Schatten stören dieses Zusammenspiel in den allermeisten Fällen. Ausnahmen im Displaybereich sind natürlich möglich.

Schatten (meist weiche und halbtransparente) lassen sich einsetzen, um etwa Text von einem unruhigen Untergrund (z.B. einem Foto) abzugrenzen.

Das ist aber ein Spezialfall und funktioniert nur bei großen Schriftgrößen. Zudem bleibt die Frage ob es optimal ist, Schrift auf unruhigem Hintergrund zu platzieren und dann über eine Notlösung zu "retten".

  • Ersteller

Vielen Dank für die Antworten - sehe ich ja auch so.

Der Kern meiner Frage zielte darauf ab, ob das "Schattenverbot" _rein_ funktional begründet ist (im Kern ja), oder ob es sich aus einer ursprünglich funktionalen Begründung (eben der schlechten Lesbarkeit) hin zu einer "allgemeinen Regel", zu einem "Tabu" entwickelt hat (und damit dann auch unabhängig von einer Einzelfallprüfung).

Gruß

Johannes

  • Ersteller
Mit Sicherheit steckt da auch eine gehörige Portion Verallgemeinerung drin.

... aaaah, das wollte ich hören! 8)

Grüße

Johannes

früher war der automatische schatten in quark ein no-go weil das ding sehr grob gerastert war. mittlerweile sprechen nur noch ästhetische gründe gegen einen schatten.

Das kann man so allgemein nicht sagen. Sicherlich gibt es Puristen, die Schatten prinzipiell ablehnen. Und auch Leute, die Schatten eigentlich immer einsetzen.

Richtig ist m.E., daß der Schatten wie jedes andere gestalterische Element eben sinnvoll eingesetzt werden soll. Eine Anwendung - Text auf unruhigem Grund - wurde ja schon genannt. Und so gibt es sicher noch weitere Beispiele. Das Problem ist bloß, daß der Schatten von einigen geradezu inflationär genutzt wird. Und so der gute Ruf dieses Werkzeugs versaut wurde. :-)

Es kommt drauf an. Bei reinem Lese-Text fände ich es auch tabu, das nervt einfach nur. Bei Headlines kann man Lesbarkeit mitunter auch anders Schaffen. Ist der Untergrund so heterogen, daß es nur noch mit Schatten oder anderem Gedöhns geht, sollte man über den Untergrund vielleicht noch einmal nachdenken.

Aber... manchmal will man ja auch einen bestimmten Look. Und wenn man wie wir letztens z.B. Harry-Potter-Filmplakate nachbauen will, darf man genüßlich in die Kiste ansonsten igittigitter Sachen packen, Verläufe, texturen, Pseudo3D, Gruselfonts, Schattenwürfe, Leuchteffekte... bis die Augen tränen.

Generell ist es aber sicher so: Je knopfdruck der Effekt, desto Fingerweg.

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