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Logotype in Times New Roman

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Hallo,

ich bin Designstudent, mein Vater nicht, der ist Ingenieur. Mein Vater sitzt aber an entscheidender Stelle und darf über neues CI für seine Heimatstadt mitbestimmen. und er hat mich um rat gefragt.

Jetzt haben die einen Designer angeheuert und der hat einen Vorschlag abgeliefert. Und zwar ein überarbeitetes Stadtwappen und ein "logotype". über das stadtwappen und über die farben kann man auch streiten, das soll hier aber nicht das thema sein. das logotype hat er aber in der times new roman gesetzt. ich würde über die verwendung dieser schrift nicht einmal nachdenken... er hat´s getan und dazu noch mit viel zu engem schlechtem spacing.

Was kann man aber an sachlichen punkten für argumente liefern, daß sowas eigentlich nicht geht. die klassiker - "hat jeder auf seinem rechner, daher kein alleinstellungsmerkmal", oder "eine serifenschrift für eine stadt, die ein eher modernes erscheinugsbild haben will", habe ich schon aufgetischt. "ist nicht schön" zieht nicht.

was also fehlt, und wo ich nicht so firm bin ist eher die detailtypografische ebene - hat diese schrift merkmale, die einfach sachlich und fachlich schlecht gemacht sind und die sie für eine solche verwendung disqualifizieren? mir fällt noch ein: zu wenig prägnante strichstärke für ein logogtype. was gibt´s noch?

danke für eure mitarbeit...

viele grüße

johannes

noch was. wie haltet ihr das mit den entwürfen? ich liefere immer mehrere entwürfe. nur einen und dazu einen so schlechten finde ich eher ungewöhnlich und disqualifiziert diesen menschen etwas, oder??

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Die Geschichte der Times spricht eigentlich für sich.

Ansprüche im Zeitungssatz waren: Gut lesbar auch wenn verschmiert und verlaufen, extrem schmal laufend um in schmale Spalten viel reinzubekommen -- das kann doch wohl bei aller Überbevölkerung nicht das erwünschte Image einer Stadt sein, oder?

... naja, das wär natürlich was: Ziehen Sie nach XXX, denn nirgendwo ist es so eng und verschmiert, wie hier!

Gruß, Georg

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Gegen die Times an sich spricht gar nichts, außer vielleicht dass sie dank Microsoft viel zu oft und viel zu oft unpassend verwendet wird. Es kommt also schlichtweg auf den (richtigen) Einsatz an.

Entworfen wurde sie als eng laufende, recht robuste Zeitungsschrift in Schriftgrößen von etwa 8–12pt. D.h. will ich sie als Logotype verwenden, muss ich das geschickt und gekonnt machen, dann klappt auch das.

Die Frage ist: Kann der Herr die Wahl "Times" sinnvoll begründen? Wenn nein, wäre ich misstrauisch. Schlussendlich müsste man den Entwurf aber sehen um sagen zu können ob's vertretbar ist oder nicht.

Mehrere Entwürfe oder nicht: Kommt darauf wie souverän der Gestalter ist. Allerdings kann man dann als Auftraggeber auch mal sagen "so nicht".

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danke für eure antworten zunächst einmal.

die sache mit dem serifen-revival ist wohl richtig beobachtet und wie ich finde auch sehr begrüßenswert. also richtig, es spräche wahrscheinlich prinzipiell erstmal nichts gegen ein serifen logotype.

pauschal gegen die tnr zu lästern ist vielleicht auch nicht ganz richtig. mir geht´s ja eigentlich auch nur um diesen einen entwurf. vielleicht sollte ich hier mal ein bild vorher-nachher einstellen. muß nur mal klären, ob das in der entwurfsphase zulässig ist, oder ob ich das erstmal wenn ich wieder am eigenen rechner sitze "anonymisiert" nachbauen sollte. wahrscheinlich letzteres. es sieht in der form wie es präsentiert wurde einfach richtig schlecht aus - meine ich.

und es spricht meiner meinung nach schon sehr gewichtig gegen ein logotype in der tnr, daß es bei (auch vorgesehener) alleiniger anwendung, also ohne das wappen, nicht besonders charakteristisch ist (im sinne von einzigartig, nicht verwechselbar), wenn man bedenkt, daß tnr d i e standardschrift ist, die auf allen ms-pcs verwendet wird. deswegen wahrscheinlich das pauschale loslästern...

außerdem - da schließe ich mich dem argument von psocopterus an - da diese schrift ja für mengensatz in kleinen schriftgraden gemacht ist, erfordert es wahrscheinlich schon ein gewisses maß an können, sie als 13pt logotype zu verwenden. könnte natürlich andererseits dadurch auch was besonderes bekommen... aber schaut euch morgen mal das beispiel an

freue mich auf weitere beiträge

johannes

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ich muss da tomtom recht geben:

eigentlich müsstest nicht du argumente GEGEN die times finden, sondern der designer argumente FÜR die times.

ich kann auch nicht ausschließen, dass man mit der times gute sachen machen kann, auch im logobereich. es kann sich halt auch nicht jeder eine eigene corporate type schnitzen lassen. man muss sie ja auch nich einfach setzen, wie sie ist (fürs logo).

aber du hast auch recht, wenn du sagst, dass sie gewiss nicht die erste wahl sein muss. dafür gibt es zu viele gute und eigenständige antiqua-schriften und die times benutzt ja wirklich jede zweite stadt. gerade in der öffentlichen verwaltung wird sie ja bis zum abwinken verwurstet, gerade weil sie umsonst ist.

aber da die verschiedensten zielgruppen der stadt die geschichte der times eh nicht kennen, wird wohl keiner auf den gedanken kommen, die stadt sei "eng und verschmiert". da greifen eher andere assoziationen.

grüße . jules

ach ja: es könnte auch schlimmer sein: die stadt krefeld benutzt om logo und in headlines die child's play. kommt z.b. auf einem flyer über städtische friedhöfe bestimmt gut. . . ;)

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Vielleicht sollte ich mein Times-Bashing etwas relativieren:

Solange A4 als Standardformat gilt und die Büroanwender (und solche werden es sein, wenn die Times auch Corporate-Design-Schrift sein soll) nicht zweispaltig arbeiten wollen, – solange sind die Zeilen mit der englaufenden Times viel zu lang.

Selbst für mehrspaltigen Satz zeichnet sich TNR nicht gerade durch besondere Originalität aus. Wenn es um unauffällige Lesbarkeit im Mehrspaltensatz geht, dann hat die Times sicher ihren festen Platz verdient.

Wirklich spannend wäre natürlich, ob der Designer irgendein Arguzment für seine Wahl vorbringt.

Gruß, Georg

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