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Hervorgehobene Antworten

Wenn man sich die Kommentare auf die aktuelle Diskussion MS-Schrift – Frutiger Next durchliest, holt einen das doch ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurück, wieviel Schrift einem Durchschnittsbürger bedeutet bzw. wieviel er davon überhaupt wahrnimmt.

Die Aussagen diesbezüglich z.B. auf heise.de zu kommentieren ist ein Kampf gegen Windmühlen...

– Sind eh alle gleich

– Gibt ja nicht allzu viele Möglichkeiten, die sind schon ausgeschöpft

– Typografie und Schriftgestaltung nicht nachvollziehbar

– MS klaut ja eh nur, war doch logisch

– ...

Das seltsame ist ja, das MS auf der einen Seite Leute wie Luc de Groot engagiert und durchwegs gute Lösungen im Bereich Typografie verbreitet, wie etwa Cleartype, Opentype, Georgia, Verdana, die 6 neuen C-Schriften, (während Apple derzeit eher einen Dornröschenschlaf auf diesem Gebiet macht), und dann kommt es wieder zu nicht nachvollziehbaren Aktionen wie der Frutiger-Geschichte.

Das seltsame ist ja, das MS auf der einen Seite Leute wie Luc de Groot engagiert und durchwegs gute Lösungen im Bereich Typografie verbreitet ... und dann kommt es wieder zu nicht nachvollziehbaren Aktionen wie der Frutiger-Geschichte.

Ich vermute mal, in so einem riesen Unternehmen weiß eben die linke Hand nicht, was die Rechte tut. Aus dem ClearType-Team kam die Idee die Frutiger zu klauen sicher nicht …

Was mich aber viel mehr wundert ist, dass Monotype solche Aufträge immer noch annimmt. Zu Beginn des DTP herrschte noch Wildwest-Mentalität, aber den Kollegen von Linotype heute noch so in den Rücken zu fallen ist schon mehr als dreist.

Ralf

die chalkboard ist doch nur ein metoo-produkt. apple blieb wahrscheinlich keine andere wahl als einen vergleichbaren font mit anzubieten.

Wobei Linotype sogar von dem Frutiger-Klau profitieren könnte. Schließlich wird die Kombination aus Linotypes DTP-Frutiger und der sicher perfekt bildschirmoptimierten Segoe ein schier unschlagbares Duo im Corporate Design. Gerade die fehlenden Office-TrueTypes sind ja hier immer ein riesigen Problem - bei der Frutiger nun nicht mehr.

Linotype ist übrigens schlau und füttert seine Suchfunktion auch mit den richtigen Schlüsselwörtern. Die Suche nach Segoe zeigt …

Ralf

  • 3 Wochen später...

Die Segoe-UI-Diskussion habe ich nun auch schon seit einiger Zeit verfolgt. Deshalb hat mich gerade Folgendes etwas aus der Bahn geworfen: Installiert man sich den »Reader« von Microsoft (welcher zumindest derzeit umsonst ist), dann wird einem plötzlich fein säuberlich die »Frutiger Linotype« im System integriert (R, I, B & BI). Auf der einen Seite klaut Microsoft die »Frutiger Next« um angeblich Kosten zu sparen (so einer der Vorwürfe) und auf der anderen Seite wird Geld für eine »Frutiger Linotype«-Lizenz ausgegeben und der Font dann quasi verschenkt? :shock:

Irgendwie verwirrend alles …

Christian

Auf der einen Seite klaut Microsoft die »Frutiger Next« um angeblich Kosten zu sparen (so einer der Vorwürfe) und auf der anderen Seite wird Geld für eine »Frutiger Linotype«-Lizenz ausgegeben und der Font dann quasi verschenkt?

Vielleicht heisst ja bald segoe ui wieder frutiger (next) – mad world. Haben sich beide Parteien geeinigt oder wird hier noch wild geschachert?

Auf der Suche nach der Beantwortung genau dieser Frage bin ich an anderer Stelle über ein Zitat gestolpert, welches mir gerade so gut gefällt, daß ich die Allgemeinheit damit belästigen muß! :D

»Arial ist ihr Name, die weibliche Form des Luftgeistes aus William Shakespeares ›Sturm‹. Sie sah schrecklich aus, wir werden sie vermissen.«

(http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/p ... hp/1069955)

Eines muß man allerdings sagen: Egal ob nun Frutiger oder Segoe, M$ Office bzw. Word wird auch in Version 12 per Standard mit einfachem Zeilenabstand und Schriftgröße 12 daher kommen (von gutem Blocksatz mal ganz zu schweigen). Und so sehr ich auch die Arial nicht ausstehen kann: Im Mengensatz ist die Lesbarkeit bei diesen Parametern von Arial und Frutiger fast gleich schlecht. Schade eigentlich, denn so schreiben Laien nun mal ihre seitenlangen Pamphlete!

Grüße,

Christian

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