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FontForge, FontLab, FreeFont und ich

Empfohlene Beiträge

Prosit.

Seit kurzem interessiere ich mich für Typedesign, und möchte eine sans-serif Schrift kreiren, die sich für den Bildschirm und Ausdrucke in geringer Größe eignet.

Nun meine Fragen: Macht eine Schrift überhaupt Sinn, die z.B. nur 256 Zeichen beinhaltet (denn mehr Arbeit tue ich mir bei meinem ersten Versuch sicher nicht an)?

Falls ich meinen Versuch im OpenType-Format mache (meine Zeichen verdienen nichts Geringereres :oops: ): Nehmt ihr dann lieber TrueType oder PostScript? Dies frage ich, weil irgendein Programm dann nur ttf untertützt.

FontForge unterstützt ja so ziemlich alles, aber weiss jemand von (nicht aktzebtablen) Macken?

FontLab scheint ja der Ferrari zu sein, und ich habe mir die Demoversion heute gelanden. Es wirkt auch sehr intuitiv. Welche Einschränkungen habe ich nun damit? Fügt es gar ein "Wasserzeichen" oder Ähnliches in meinen Font ein, oder lässt mich gar nach getaner Arbeit plötzlich nicht exportieren ... ?

Laut Überschrift wollte ich ja noch etwas zu FreeFont (FreeSans und seine "Kollegen") fragen, aber dies sind nun genug Zeilen.

Vielen Dank im Voraus und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

(Ich geh jetzt mal eine Flasche Champus öffnen :D )

Martin

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Um Antwortchancen zu erhöhen korrigiere ich nach einer Flasche Champagner: akzebtabel zu akzeptabel, sowie : Ich bin heute nirgends gelandet, sondern habe nur etwas geladen!

<bolt><italien>Inn disem Sinn'e: Prostit Neuyahr! :D </bolt></italien>

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Nun meine Fragen: Macht eine Schrift überhaupt Sinn, die z.B. nur 256 Zeichen beinhaltet

Klar, warum nicht? Die tollen neuen Megafonts sind zwar fein, aber ich denke mal 90 Prozent der Drucksachen werden immer noch mit 256-Zeichen-Fonts gemacht.

Nehmt ihr dann lieber TrueType oder PostScript?

Kommt auf die Anwendung deines Fonts an:

Druck->lieber PostScript OT

Bildschirm->lieber TrueType OT

FontLab scheint ja der Ferrari zu sein, und ich habe mir die Demoversion heute gelanden. Fügt es gar ein "Wasserzeichen" oder Ähnliches in meinen Font ein,

Ich glaube ja. Wenn dir der Ferrari zu teuer ist, dreh doch erstmal ein paar Runden im Fiat:

[wiki]TypeTool[/wiki]

Ralf

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Vielen Dank für deine Antworten, Ralf!

Es war tatsächlich meine größte Angst, dass zwar 256 Zeichen für die meisten Anwendungen mit Sicherheit ausreichend ist, aber heutzutage vielleicht jeder unbedingt das suahelische Zeichen für Baumkrone haben will, weils eben die professionellen Schriften schon haben.

Na dann mach ich mich frisch im neuen Jahr ans Werk.

Ich hoffe, ihr hattet alle einen guten Rutsch!

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  • 2 Jahre später...

um jetzt nicht einen neuen Thread zu öffnen, denk ich passt meine Frage hier rein. Auch ich möchte nun mein langersehntes Projekt umsetzen. Die Erstellung einer eigenen Schrift. Typographie ist eines meiner Sternchen und es ist Zeit einen Schritt weiter zu gehen. Da ich noch keine Erfahrung in dem Gebiet habe wüsste ich gern von den Erfahrenen wie die Meinungen zu FontForge aussehen. Mein Ziel ist eine Opentype für Print (PostScript denke ich) und als erstes sollen nur einige Buchstaben mit Ligatur und Kerning-Paar erstellt werden. Der Rest soll nach und nach erarbeitet werden. Also, was ist gut an FontForge, was nicht? Merci!

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Sorry, aber hier werden wieder mal mehrere Begrifflichkeiten in einen Korb geworfen, die nix miteineander zu tun haben.

Entweder entwerfe ich einen Postscript Font (Typ 1 anzunehmenderweise) und muß mit den Unzulänglichkeiten leben, die mir diese Format liefert und muß dazu noch für zwei Plattformen die Fontdateien generieren.

Oder ich arbeite gleich mit dem besseren Zielformat Opentype, was mit Postscript nun garnichtsmehr zu tun hat. Ob ich in OT einen Font mit drei Glyphen oder dreitausend Glyphen baue ist dann aber egal.

Wichtiger ist, ob ich in dem jeweiligen Generator meine Ursprungsentwürfe aus Illu oder sonstwas in eine solche Form bringe (Stichwort gleiche Laufrichtung der Vektoren, Unterschneidungstabelle, sinvolle Reduzierung der Ankerpunkte, Radienangleichung), daß ein im Layoutprogramm sinnvol einsetzbares Produkt entsteht.

Typo entsteht zuerst im Kopf, aber wenn der handwerkliche Rest nicht stimmt nützt es keinem.

Kleiner Literaturhinweis: http://spiekermann.com/unit-rounded-ist-da/

...Stichwort Superpolator

//r88

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um jetzt nicht einen neuen Thread zu öffnen, denk ich passt meine Frage hier rein. Auch ich möchte nun mein langersehntes Projekt umsetzen. Die Erstellung einer eigenen Schrift. Typographie ist eines meiner Sternchen und es ist Zeit einen Schritt weiter zu gehen. Da ich noch keine Erfahrung in dem Gebiet habe wüsste ich gern von den Erfahrenen wie die Meinungen zu FontForge aussehen. Mein Ziel ist eine Opentype für Print (PostScript denke ich) und als erstes sollen nur einige Buchstaben mit Ligatur und Kerning-Paar erstellt werden. Der Rest soll nach und nach erarbeitet werden. Also, was ist gut an FontForge, was nicht? Merci!

Kurz gesagt: gut an Fontforge ist, dass es fast alles kann. Eventuell von Nachteil ist, dass das Bedienkonzept etwas eigenwillig ist und wegen des nicht allzu großen Benutzerkreises und nicht existenten kommerziellen Supports mit der Dokumentation, die nicht toll, aber im Rahmen okay ist, oft auf Dich allein gestellt sein wirst. Wegen der zahlreicheren Nutzer und dem kommerziellen Support dürfte die Einarbeitungszeit beim quasi-Standard der professionellen Schriftmacher Fontlab sicher geringer ausfallen.

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@Rover88

Oder ich arbeite gleich mit dem besseren Zielformat Opentype, was mit Postscript nun garnichtsmehr zu tun hat

Soweit ich es bisher verstanden habe, ist Opentype ein Containerformat, dass entweder PostScript-Flavoured oder TrueType-Flavoured ist. Oder hab ich da eine wichtige Neuerung nicht mitbekommen? Die PostScript-Flavoured würde ich daher wählen, weil die Schrift für Print ausgelegt werden soll.

Anbei Danke für den Link. Die Letter werden nach Zeichnung von Hand nachgezeichnet. Dass möglichst wenige Punkte da sein sollten, war mir klar - auch dass je nach Schnitt die Details angepasst werden müssen. Trotzdem nett :-)

Was ich wirklich gerne wüsste ist, welche Art Splines z.B. Illustrator baut, quadratische Splines (Polynome 2. Ordnung - 2 Punkte auf der Kurve + einer außerhalb) oder kubische Splines (Polynome 3. Ordnung - 2 Punkte auf der Kurve + zwei außerhalb)?

Beziers (Bezierkurven=Polynom) meint doch Streckenhalbierungsmethode, sprich die Punkte, außer Anfangs- und Endpunkt, liegen nicht auf der Kurve. Bau ich Pfade in Illu liegen die auf der Kurve. ???

Ist wahrscheinlich verschrien die Kruven außerhalb des Fonteditors zu zeichnen und dann zu importieren, schätze ich mal. FontForge ist durchaus nicht "schön". Eine schöne Anleitung für FontForge hab ich auch noch nicht gefunden, mir graut es, gibts wahrscheinlich auch nicht - oder vll doch?

Gibt es irgendein SuperBuch oder Tutorial für Typedesignanfänger, das ihr "alten Hasen" empfehlen würdet?

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Entweder entwerfe ich einen Postscript Font (Typ 1 anzunehmenderweise) ...

Oder ich arbeite gleich mit dem besseren Zielformat Opentype, was mit Postscript nun garnichtsmehr zu tun hat.

Wenn es OpenType PS ist, dann hat es sehr viel mit PostScript zu tun, denn das ist dann das zu Grunde liegende Outline-Format.

Gibt es irgendein SuperBuch oder Tutorial für Typedesignanfänger, das ihr "alten Hasen" empfehlen würdet?

http://www.typografie.info/typowiki/ind ... tgestalter

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Merci Ralf!

war schon leicht verwirrt. Anatomie der Buchstaben kenne ich, allein schon in der Hand liegend ist das Buch toll :-)

Gibt es denn nicht auch ein Buch, dass den Prozess des TypeDesign gut eräutert und veranschaulicht? Wie Frutiger arbeitet hab ich beispielsweise mal in einem Film gesehen - aber so der Arbeitsprozess am Rechner, der scheint irgendwie immer geheim zu sein...?

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Ich würde mir im Übrigen den Schritt vom Vektor-Zeichenprogramm (Illustrator, Freehand, was auch immer) zum Schriftprogramm (Fontforge, oder ich würde empfehlen Fontlab Typetool anzusehen falls 100$ im Budget liegen - kann nicht alles, kann aber genug und lässt sich später auf Fontlab Studio aufrüsten) zu ersparen. Die Daten müssen im ungünsten Fall relativ hässlich transformiert werden (Rundungsfehler), im besten Fall musst du einiges schon im Ursprungsprogramm richtig machen (Größe der Glyphen) damit die Übertragung problemlos funktioniert. Mittelfristig (sobald man den Editor des Schriftprogramms erlernt hat) hat man eigentlich nur Vorteile.

Opentype, Postscript und Truetype: du hast das schon richtig verstanden: Opentype ist eine Weiterentwicklung des Truetype-Formats (interne Tabellen), das aber auch Postscript-Outlines aufnehmen kann. Wenn du primär was für Print machen willst, ist Postscript nicht verkehrt.

Illustrator baut Postscript, also Polynome 3. Ordnung.

Superpolator, Scripte, Multiple Master, etc. ... vergiss es zu Beginn. Alles gut und recht wenn man besonders effizient arbeiten will und ganze Familien erstellt, aber zum Erlernen ist das Overkill.

Bücher: mir hat zu Beginn Bringhursts "The Elements of Typographic Style" ziemlich viel geholfen, speziell das Kapitel über Sonderzeichen, die sonst kaum dokumentiert sind (Sternchen, Klammern, etc.). Es ist aber ein Typografie-Buch, kein Schriftgestaltungsbuch.

Fred Smeijers "Counterpunch" ist auch sehr fein. Und "Letters of Credit" von Walter Tracy. "Anatomy of a Typeface" von Alexander Lawson wird gerne empfohlen, ich habs im Regal stehen, aber noch nicht gelesen. Albert Kaprs "Schriftkunst" ist einfach ein Riesenfundus, und es wird auch jeder Buchstabe für sich erklärt. Leider schon wieder(!) vergriffen.

"Designing Type" ist ganz gut zum nachsehen was andere gemacht haben. Als Anleitung - wenn es eine Anleitung geben kann - ist es mir zu sehr an der Analyse von Bestehendem.

Weiters hilft das lesen und fragen auf typophile.com sehr oft - und auch wir hier sind natürlich bemüht und helfen gerne wenn wir können, auch wenn die Schriftgestalter-Gemeinde an sich hier nicht so groß ist wie "drüben". :)

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  • 6 Monate später...

Anstatt jetzt ein neues Thema zu erstellen, gliedere ich mich hier mal ein, da ich thematisch in der Nähe bin:

Ich habe vor Jahren mit Fontographer gearbeitet. Danach habe ich aus zeitlicen Gründen so gut wie nichts mehr damit gemacht und den Anschluss verpasst. Ich habe mir auch einmal FontLab angesehen, aber nie damit gearbeitet.

Für mich stellt sich jetzt die Frage: FontLab oder TypeTool. Ich kann ja von Fontographer recht günstig upgraden, aber die Frage ist ob sich das lohnt für mich?

Derzeit brauche ich typografisch eigentlich nur ein Werkzeug um Schriften zu konvertieren (TT zu OT, PS zu OT...), Logos einzubauen (ohne das mein hinting, kerning und spacing zerschodden wird) oder um eine Schrift in Sachen kerning an meine Bedürfnisse anzupassen. Gaaanz vielleicht würde ich auch mal eine Headlineschrift erstellen.

Kann mir jemand aus Erfahrung sagen, ob für sowas erstmal Typetool reicht, oder ob ich gleich FontLab nehmen muss?

Viele Grüße!

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Krimhilde: Gebrochene Schrift trifft auf geometrische Grotesk
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