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Wieder einmal Hausnummern

Empfohlene Beiträge

Rethel

Nichts Weltbewegendes, aber immer wieder ein Rätsel: die Schreibung von Hausnummern mit Zusatz.


  • Musterstraße 10 B
    Musterstraße 10b
    Musterstraße 10 b

Gibt es dazu verbindliche Vorgaben? Andernfalls: Welche Variante bietet sich an und was sieht «schöner» aus?

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Florijn

Meine Erfahrung von Hausnummernschildern und das Musterbeispiel der Deutschen Post sagen dasselbe: Kleinbuchstaben!

Hinsichtlich des Abstands empfehle ich Dir: Ein ganzes Leerzeichen kann, je nach Schrift, dazu führen, dass die Einheit zerfällt. Ganz ohne klebt der Buchstabe schnell an der Zahl – also ein Viertelgeviert einfügen bzw. etwas spationieren.

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Rethel

Danke für die Einschätzung. Ein klares Votum also für Variante drei mit (kleinem) Festabstand. Das entspricht ganz meinem Empfinden. Dagegen klebt der Buchstabe im Adressierungsbeispiel der Deutschen Post ganz unangenehm auf der Hausnummer.

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hey

Als jemand der lange in einem Haus mit der Nummer 5 b wohnte, bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass die Angabe mit Großbuchstabe (5 B) manchmal zweckmäßiger ist – sonst muss man sich nämlich regelmäßig einen Teil der Post bei Hausnummer 56 abholen. Dieser Fehler trat sonst bei ca. jeden vierten Brief auf. Schöner ist das so sicher nicht, aber nervenschonender. 8)

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RobertMichael

ich schließe mich hey an.

außerdem kann man das nicht spezifisch festlegen, ich würde sagen

es kommt auch auf die hausnummer bzw. auf die schrift an.

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Florijn

O ja, richtig, das musste ich auch mal erleben (aber nur ; innerhalb eines Jahres in Nº9b …

Eine Frage der Schrift – bei handgeschriebenen Adressen sicher häufiger ein Problem als bei gesetzten, oder?

(Wenn das große B schlampig geschrieben ist, landet die Post irgendwann auch mal bei Nummer 98! :))

Und eine Frage der Straße: Bei »Winkelgässchen 10b« wird wohl kein Briefträger nach Haus 106 fahnden …

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hey

Interessanterweise trat das Problem nur selten bei Handschriftlichem auf, am häufigsten bei gedruckten Adressen, die aus Formularen ausgelesen wurden (Bahncard-Anmeldung oder ähnliches). Offenbar wird dort die 56 als so viel wahrscheinlicher als die 5 b angesehen, dass grundsätzlich ersteres interpretiert wurde – trotz deutlicher Handschrift oder handgeschriebener Druckschrift.

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  • 9 Jahre später...
Jochen Hoffmann

Der Überzeugung des Herrn „hey“ weiß ich zu widersprechen. Ich wohnte einst in einem Haus mit der Nummer 36i.

In einem Fall, als die Hausnummer mit einem großen „I“ versehen war, führte es dazu, dass ich vergeblich auf einen Handwerker warten musste.

Dieser suchte und suchte, leider vergeblich, die Hausnummer 361, da er sich nicht vorstellen konnte, dass es ein Haus mit der Nummer 36i existierte.

In meinem Fall hat sich die Kleinschreibung des Buchstabens als nützlich erwiesen.

Jetzt wohne ich wieder in einem Haus mit Buchstabenzusatz. Jetzt ist es die Hausnummer 8a. Optisch finde ich die Zahl mit direkt anschließendem kleinen Buchstaben am hübschesten.

  • Gefällt 1
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Dieter Stockert

Unabhängig von praktischen Erwägungen: Der Buchstabe in der Hausnummer steht weder am Satz- noch am Wortanfang.Von daher halte ich es schlicht für falsch, ihn groß zu schreiben. Wenn man die Hausnummer als Wort ansieht (kann man das?), dann ist die Duden-Vorschrift auch klar: »Im Wortinnern erscheinen Großbuchstaben in der Regel nur bei (fachsprachlichen) Abkürzungen, in Zusammensetzungen mit Bindestrich und bei durchgehender Großschreibung.« Und auch die Einzelregelungen von K67 bis K97 geben zur Großschreibung in der Hausnummer nichts her.

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Þorsten
Am 2/25/2007 um 12:11 schrieb RobertMichael:

es kommt auch auf die hausnummer bzw. auf die schrift an.

Und lokale Gepflogenheiten? Eine Tante wohnt mit ihrer Familie seit Jahrzehnten in einer 18 A. So steht es seit tiefsten DDR-Zeiten an der Lampe über der Haustür; so schreiben sie es seit Ewigkeiten auf ihre Post; nur so kenne ich es von anderen Menschen, die in diesem in den frühen 70ern gebauten Viertel (dessen Hausnummernzusätze von A bis F gehen).

 

In derselben Großstadt gibt es im Viertel meiner Eltern einen Block mit Eingängen, an denen seit mittlerweile auch über 25 Jahren ganz groß 20 a bis 20 i steht. Ich vermute, dass die Einwohner dieser Häuser sich ebenfalls stark an dieser Schreibweise orientieren. Bei den in letzten Jahren dort gebauten Einfamilienhäusern geht es anscheinend bunt durcheinander.

 

Ich würde pragmatisch vorgehen und für Adressangaben einfach die Variante nehmen, die am wenigsten Verwechselungspotential bietet, also z.B. 6 B und 11 i. Unflexible Regeln scheinen mir in diesem Fall eher kontraproduktiv zu sein, besonders wenn sich die OCR der Post ohnehin mit beiden Formen herum schlagen muss.

 

(In den USA, falls ihr dorthin mal Post verschicken müsst, ist das übrigens anders. Dort empfiehlt die Post – und schreibt es für manche Massenpostsachen sogar vor – konsequente Großschreibung. Bei in Adressen vorkommenden einzelnen Buchstaben wird das auch handschriftlich konsequent so gemacht.)

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Dieter Stockert
vor 18 Minuten schrieb Þorsten:

konsequente Großschreibung

Das scheint mir in Amerika sowieso nicht unüblich. Lesbar ist das allerdings nur schwer.

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Dieter Stockert
vor 8 Stunden schrieb Þorsten:

Liest du romanlange Adresslisten?

Nein, aber solche Sachen sieht man doch sehr oft:

 

FigC-1.gif

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Dieter Stockert

Ich wollte mit der Abschweifung nur andeuten, dass es mir schwer fällt, für die Empfehlung der US-Post zur Großschreibung der Hausnummer eine bessere Begründung zu finden als eben die erwähnte Versalien-Unsitte.

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Þorsten

Wie wär’s mit Erleichterungen bei der OCR, wenn nur eine Version beachtet werden muss? Vielleicht schreiben Menschen weniger schludrig, wenn sie Großbuchstaben verwenden (müssen)? Vielleicht gibt es bei der Beschränkung auf Versalien generell weniger Verwechslungsmöglichkeiten (I mit l, 6 mit b, einstöckiges a mit o, …)?

 

Du siehst, ohne antiamerikanische Scheuklappen lassen sich da schon recht einfach mögliche (!) Gründe finden. 8-)

 

Und (ich hoffe, am ?? Tag der Arbeit sei mir die kleine Abschweifung verziehen) auf den U.S. Postal Service lasse ich sowieso nichts kommen: flächendeckender Service zu unschlagbaren Preisen (47 ¢ für einen Brief von/nach Alaska und Hawaiʻi) mit wahnsinnig netten Mitarbeitern (die meine Post, wenn ich nicht da bin, Monate lang aufheben oder kostenlos !!! nach Europa nachsenden), die zu 80% gewerkschaftlich organisiert sind und so eben auch vernünftig verdienen. ????????  ??

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