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warum sieht die fraktur aus, wie sie aussieht?


RobertMichael

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Nach den mir zur verfügen stehenden Überlieferungen betrug der Anteil der Bücher welche in „deutscher Druckschrift“ Ende der zwanziger Jahre gedruckt wurden, schätzungsweise bei über 90 Prozent.

Bei den damaligen Zählungen wurden nicht selten lediglich die Buchtitel gezählt und anhand deren Schriftart eingeteilt, ob es sich um Fraktur oder Antiqua handelt. Tatsächlich waren um diese Zeit viele Buchtitel in Antiqua geschrieben, während deren Inhalt meist in Fraktur oder gemischt gedruckt war.

Also, ich kenne mich in historischen und philologischen Fachbibliotheken gut aus. Da gibt es noch einen recht hohen Anteil an Ausgaben aus dieser Zeit. Die Zahl bewegt sich meiner Erfahrung nach eher so um die 40% in Fraktur oder hybriden gebrochenen Schriften gedruckter Bücher.

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Ich habe zwei Fehler eingebaut.

Nee, das ist zu einfach, die sieht man doch mit einem Auge.

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Nee, das ist zu einfach, die sieht man doch mit einem Auge.

Außerdem sind's drei!

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So.

Sinn und Zweck meines Beitrages war, den Schwung der negativen Energie der letzten Diskussionsphase umzuleiten. Auf mich, damit Ihr etwas anderes habt, über das Ihr Euch aufregen könnt. Das hat ja auch funktioniert :)

Jetzt können wir zum Ursprungsthema zurückkehren.

Georg

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Für deine Probleme gibt es schon lange erprobte Lösungen!

Welche denn? Wenn eine Schrift für die überwiegende Mehrheit nicht gut lesbar ist, kann sie Ihre funktion schlicht nicht erfüllen.

ich würde mich freuen wenn herr blackletter endlich mal auf die fragen eingeht die ihm hier gestellt werden. und nicht immer wieder neue abstruse behauptungen aufwirft.

hier noch ein paar fragen die ich gerne von dir beantwortet hätte, damit sie nicht unbeantwortet im raum stehen bleiben.

wer ist hier unbedarft gebrochene schriften zu verwenden?

wer diskriminiert menschen die gebrochene schriften anwenden?

wer sagt, dass die gebrochene schrift KEINE berechtigung hat?

danke.

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Eine gleichnishafte Anekdote zur Auflockerung: Als ich vor nun 17 Jahren nach München kam, arbeitete ich in einer Redaktion mit lauter Zugereisten. Außer einer Dame aus (Nieder-) Bayern. Die - weil, mir san nun mal in Bayern, gell? - konsequent ihr breitestes Boarisch zum Besten gab. Auch wenn die Verkehrssprache Hochdeutsch war, war sie nicht dazu zu bewegen, sich verständlich auszudrücken (außer beim Chef, der auch kein Bayer war - aber das erklärt sich leicht mit einem weiteren "Brauchtum": einer diesem Volksstamm eigenen Obrigkeitshörigkeit). Wirklich nervig waren dann aber immer diese Kundenanrufe (nicht alle Bayern verstehen Niederbayrisch), wenn besagte Dame dort einen Termin hatte. Die Anrufe kamen meist schon, wenn die Kollegin noch auf dem Rückweg vom Termin war, es ging eigentlich immer nur darum: "Was wollte die heute eigentlich von uns?"

Ich hab dann irgendwann angefangen, Niederdeutsch mit ihr zu reden ...

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Und kann bitte jemand mal den ignoranten Antiqua-Schreibern aufzeigen, welche Fehler da nun wirklich versteckt waren?

Ralf

Der hingefetzte Witz stammt übrigens von der digitalisierten Koch-Fraktur von Herrn Helzels Webseite:

http://www.romana-hamburg.de/fraktur1.htm

und wurde von mir bewußt mit Word ohne jegliche Bearbeitung geschrieben.

Nicht, daß sich gewisse Herren erneut versteigen, mir mangelndes Fachwissen vorzuwerfen. Google vergißt ja nie... :D

Georg

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genau so wie sich Menschen durch ihre Lautsprache und Herkunft identifizieren, (sei es nun Friesisch, Spanisch, oder Wendisch) nicht diskriminiert werden in dem man ihre Schrift herabtut.

Seit wann gehört eigentlich der Spanier zu einer bedrohten Minderheit?

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Und kann bitte jemand mal den ignoranten Antiqua-Schreibern aufzeigen, welche Fehler da nun wirklich versteckt waren?

Meiner Meinung nach:

2279_1012_paar_2_1.jpg

1. Fehlende st-Ligatur

2. Ein h zuviel

3. Fehlende st-Ligatur

4. Ein h zuviel

5. Fehlende st-Ligatur

6. Wortzwischenraum zu groß

6,5. "Du" in direkter Rede wird klein geschrieben (Geschmackssache, deshalb der halbe Fehler :D )

Bis auf die fehlenden Ligaturen also gar nichts Frakturspezifisches ...

Viele Grüße

Jens

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Auf mich, damit Ihr etwas anderes habt, über das Ihr Euch aufregen könnt.

Wer regt sich denn auf? Fehlersuchen macht doch Spaß, ich mache momentan den ganzen Tag lang fast nichts Anderes! :D

Jens

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Und kann bitte jemand mal den ignoranten Antiqua-Schreibern aufzeigen, welche Fehler da nun wirklich versteckt waren?

Meiner Meinung nach:

2279_1012_paar_2_1.jpg

Bis auf die fehlenden Ligaturen also gar nichts Frakturspezifisches ...

Viele Grüße

Jens[/quote:3ivia4iv]

Frakturspezifische Fehler sind es schon, nämlich im Hinblick auf Fonts und die Eigenheiten ihrer Tastaturbelegung. Georg hat wahrscheinlich die Tasten so getippt, wie sie (in normaler Antiqua) getippt werden müßen, nur ist in der Tastaturbelegung der Koch-Fraktur von Helzel auf dem c die ch-Ligatur untergebracht. s, c, h ergibt dann lang-s, ch, h.

Flosemann

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"du" in direkter Rede mit großem D ist keine Geschmacksache, sondern ist (und war?) so falsch, in Briefen hingegen ist's jetzt nicht mehr Pflicht, es wie dazumals groß zu schreiben.

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"du" in direkter Rede mit großem D ist keine Geschmacksache, sondern ist (und war?) so falsch, ...

Genau, bei wörtlicher Rede wird (und wurde) »du« immer klein geschrieben, die Höflichkeitsform »Sie« jedoch groß.

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"du" in direkter Rede mit großem D ist keine Geschmacksache, sondern ist (und war?) so falsch, in Briefen hingegen ist's jetzt nicht mehr Pflicht, es wie dazumals groß zu schreiben.

Ich bitte um eine logische Begründung, warum ich Dir die Ehre eines Versal-D in der Anrede verweigern soll, falls ich Dir je einen Brief schriebe bzw. dies in einer wörtlichen Rede gebrauchte.

Georg

Du kannst mir folgen?

Ich unterstelle, daß Du mit der Formulierung "...sondern ist (und war?) so falsch..." das "so" im Sinne von "in dieser Weise" meinst? Diese Simplifizierung in Deinem Ausdruck ist etwas... nun ja... unklar. Ja, unklar ist neutral genug.

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"du" in direkter Rede mit großem D ist keine Geschmacksache, sondern ist (und war?) so falsch, ...

Genau, bei wörtlicher Rede wird (und wurde) »du« immer klein geschrieben, die Höflichkeitsform »Sie« jedoch groß.

Ich bitte um eine Belegquelle.

Mir erscheint das unsinnig.

Georg

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Ich bitte um eine logische Begründung, warum ich Dir die Ehre eines Versal-D in der Anrede verweigern soll, falls ich Dir je einen Brief schriebe.

Weil es eines der offenbar zur Erleichterung dienenden Vereinfachungen dienenden Regeln der NRS gehörte, jede Anrede in brieflicher Korrespondenz, außer das förmliche »Sie«, klein zu schreiben. Aber das war eines der Dinge, die wirklich nun fast jeder, sogar die webresistenten Lenker der Republiken, begriffen hatten, dessentwegen diese Regelung wieder aufgeweicht wurde. Also soll jetzt das »Du« in der brieflichen Anrede wieder geduldet sein. Habe aber hier zu Hause nicht das üblich verbindliche Nachschlagewerk zur Verfügung.

Oder versteh ich jetzt da wieder einmal was ganz falsch?

EDITH: »briefliche Korrespondenz« nachgetragen.

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