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Mark Fora

Hallo

ich habe eine Frage, bei der mir die Fontexperten sicher eine Antowrt geben können.

Ich habe eine Handschrift digitalisiert, und möchte zu diesem Zweck Alternative Glyphen einstellen, um eben den handschriftlichen Stil zu unterstützen.

Habe aber leider keine Ahnung wie.

Würde mich über Rat freuen.

Mit bestem Gruß.

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Sebastian Nagel

Ganz grob umrissen (im Detail ist es ziemlich viel um mal eben zu erklären ...):

Du möchtest eine Opentype-Schrift erstellen, und zwar mit kontext-sensitiven Ersetzungen (das Opentype-Feature CALT) und ggf. Ligaturen (LIGA). Damit kriegst du schon einen ziemlich handschriftlichen Eindruck, auch wenn es noch ausgeklügeltere Systeme gibt (mehrere Varianten der Reihe nach durchspielen, etc.).

Ein Beispiel für diese Methode hier (oben ohne Ersetzungen, unten mit):

grassscript3.gif

D.h.: wenn im Text z.B. ein "ei" vorkommt, soll stattdessen die Ligatur "e_i" angezeigt werden.

Dafür musst du zum einen die Glyphe "e_i" anlegen, und dann im Opentype-Feature LIGA eine Ersetzung veranlassen:

feature liga {

sub e i by e_i;

... weitere Ersetzungen ...

} liga;

Wenn am Ende eines Wortes ein Buchstabe einen Abschwung haben soll (z.B. ein ausschweifendes e), dann legst du eine Glyphe e.ende an, und erstellst dann das Feature calt:

feature calt {

sub e' space by e.ende;

... weitere Ersetzungen ...

} calt;

Die Handbücher zu Fontlab für Mac und Win findest du hier als PDF:

http://www.fontlab.com/fontlab-font-edi ... tudio.html

Viel Spaß beim Einlesen ;-)

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Mark Fora

Allerliebsten Dank!

Ligaturen habe ich schon (massenweise) eingesetzt.

Aber die Variante für Buchstaben an Wortenden hilft mir auch schon.

Damit hast du mir schon sehr geholfen.

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Sebastian Nagel

Zusatz:

Das ganze geht natürlich nicht nur am Wortende, sondern überall:

sub s c' h by c.alt;

ersetzt z.B. das c in der Zeichenkombination "sch" durch eine alternative Form c.alt

Wenn genug solcher Varianten eingestreut werden, und diese nicht zu auffällig sind und damit in der Wiederholung unschön hervorstechen, kommt man damit schon sehr weit.

Es gibt inzwischen auch ausgefeiltere Logiken, z.B. für jeden Buchstaben 4 Varianten, die dann alternierend oder pseudo-zufällig eingesetzt werden (die Neuauflage der Schreibmaschinenschrift FF Trixie macht das z.B. um ein unregelmäßiges Schriftbild durch leichte Variation zu erzeugen). Ob die Hersteller die Methoden rausgeben, bezweifle ich zwar, aber ich meine, dazu schon mal was auf typophile.com gelesen zu haben.

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Þorsten
ich meine, dazu schon mal was auf typophile.com gelesen zu haben.

Das hier vielleicht?

Das so zu implementieren ist schon sehr hässlich (und aufwendig und damit fehleranfällig). M.E. wird da die »calt«-Funktion missbraucht, um Zufälligkeit vorzutäuschen. Kontextbezogenheit soll ja gerade nicht zufällig sein. Konzeptionell korrekt wäre natürlich der Einsatz der »rand«-Funktion (ggf. in Verbindung mit Ligaturen, Swashes, »calt«, »fina« etc. pp.), aber da soll es wohl an Softwareunterstützung mangeln (was aber nun bei OpenType generell nichts neues wäre).

Ist aber auf alle Fälle spannend. :cheer: Ich muss das demnächst mal ausprobieren, ob sich mit FontForge+XeTex da irgendwas machen lässt.

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Joshua K.
Ich muss das demnächst mal ausprobieren, ob sich mit FontForge+XeTex da irgendwas machen lässt.

Bei XeTeX gibt's nur ein kleines Problem: Ersetzungen über Wörter hinweg funktionieren nicht, weil XeTeX die Wörter abgetrennt behandelt.

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Þorsten
Bei XeTeX gibt's nur ein kleines Problem: Ersetzungen über Wörter hinweg funktionieren nicht, weil XeTeX die Wörter abgetrennt behandelt.

Na dann funktionieren diese komplizierten »calt«-Regeln nicht so wie gedacht. Schade, aber mein Argument war ja ohnehin, dass »calt« m.E. zweckentfremdet benutzt wird, um den Anschein von Zufälligkeit zu erwecken. Bei »rand« sollte aber die Wortgrenze kein Problem darstellen. Aber ich habe im Moment keine Ahnung, ob das überhaupt unterstützt wird.

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Sebastian Nagel

Danke für den Link, ja der war's.

Wenn man da weiter nach unten liest, finden sich auch Lösungen für Wort-übergreifende Wiederholungen, und soweit ich das verstanden habe (ich hab's nie ausprobiert) zumindest auch eine theoretische Methode, nicht einfach alle Buchstaben durchzuzählen und danach zu wechseln, sondern tatsächlich jeden einzelnen Buchstaben für sich zu wechseln. Das scheitert nur an der Maße an Anweisungen und Klassen, sowie der Performance der Satzsoftware bei der Umsetzung.

RAND wäre dafür das richtige Feature, ist aber nirgends implementiert, somit eine theoretische Sache.

SALT wäre auch passender als CALT, ist aber nur in Illustrator, Photoshop und xPress implementiert, nicht in Indesign (ob sich da in Version CS5 was getan hat, weiß ich aber nicht).

CALT hat den Vorteil, dass es standardmäßig aktiv ist - die meisten Anwender spielen ja nicht wirklich mit den Opentype-Features rum, sondern nutzen die Voreinstellungen ...

Somit bietet sich CALT momentan eben an. Opentype-Fonts sind eben Software, die in der Praxis und hier und heute funktionieren müssen, nicht in der Theorie ...

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Þorsten
Opentype-Fonts sind eben Software, die in der Praxis und hier und heute funktionieren müssen

… oder zumindest morgen (statt »irgendwann mal vielleicht«). ;-)

Tut sich da aber nicht langsam was? Wenn Word 2010 konfigurierbare OpenType-Unterstützung bietet (wie eingeschränkt auch immer), wird OpenOffice.org nachziehen — und DTP-Software sowieso.

Umso wichtiger scheint es, dass die Font-Produzenten geeignetes Material bereit stellen, damit die Softwarehersteller die richtigen Anreize haben, die Funktionen richtig zu implementieren statt nur mit irgendwelchen hangelbastigen Verrenkungen.

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  • 3 Jahre später...
catfonts

Auch wenn der Pfad schon etwas Staub angesammelt hat, ist das hier für mich der rechte Einstiegspunkt.

Mittlerweile scheint sich ja wirklich einiges in Richtung OpenType zu tun, nachdem ich lange auf ein Corel-Update gespart habe und jetzt in der X6 sehe, dass hier endlich OpenType unterstützt wird, wie endlich auch Rechts-nach-links-Schriften, wird es auch für mich interessanter, OpenType-Funktionen in meine Fonts einzubauen, da CorelDraw ja für nicht kommerzieller Nutzung for 100€ relativ bezahlbar ist, und so eben auch von meiner wesentlichen Klientel nutzbar wird.

 

So habe ich eine Schrift, bei der ich auf "hangelbastige Verrenkungen" zurückgreifen musste, weil der Ziel-Nutzerkreis aus dauerhaft klammen Grundschullehrern besteht, mal in eine OpenType-Schriftart gewandelt.

 

Hier die bislang erst einmal Ausprobierversion...

 

Über Kommentare würde ich mich freuen.

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Þorsten

Ich sags mal auf Spätostdeutsch: WAAAAHNSINN! :biglove:

 

Ich war gerade neulich auf der Suche nach einer digitalisierten Schulausgangsschrift für private Familienprojekte. Deine Bienchen kannte ich, aber die Fisselei mit den verschiedenen Fonts, um die Verbindungen zu erzeugen, erschien mir für meine Zwecke – den Einsatz beliebiger kurzer Überschriften, Marginalien etc. – zu mühsam. Ich hatte schon vor, selbst eine Opentype-Version zu erstellen und hatte mir sogar schon einen Namen überlegt: Sputnik¹. Deine Version spart mir jetzt einige Zeit (die ich nicht habe), und es ist natürlich immer besser, beim Original zu bleiben. Vielen Dank!

 

1. In der ersten Klasse gab es bei uns statt Zensuren Stempel mit Bildern unter die Hausaufgaben: Eine Schnecke für nicht so tolle Leistungen, ein Bienchen für gute und einen Sputnik für besonders tolle.

 

P.S. Getestet habe ich die neue Version noch nicht. Werde berichten, ob und wie alles funktioniert.

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catfonts

In der ersten Klasse gab es bei uns statt Zensuren Stempel mit Bildern unter die Hausaufgaben: Eine Schnecke für nicht so tolle Leistungen, ein Bienchen für gute und einen Sputnik für besonders tolle.

Na, da hätte Sputnik für die OpenType-Ertüchtigte Version ja wirklich prima gepasst. Hast du noch n Bild vom Sputnik?

Ich habe übrigens gehört, dass nicht nur die SAS den weg ins nichtsozialistische "Ausland", sprich nach Hamburg (wegen Geburtsort von E. Thälmann?) und ins Saarland (wegen Honeckers Heimat?) gefunden hat, sondern mir teilten Leerer sogar mit, dass sie auch jetzt erst die Idee mit dem Bienchenstempel statt Noten auch übernommen haben.

Ein kleines Problem hab ich zwar noch, so bräuchte ich von s und ß 4 Formen, die jeweils von verschiedenen Klassen vor und nach dem Buchstaben abhängig sind, das klappt noch nicht perfekt, da muss ich wohl noch was drüber brüten. Aber bei nicht zu großer Schrift fällt die winzide Lücke, die derzeit nach dem auf b, o, r, v und w folgendem s oder ß entsteht nicht sehr auf.

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Norbert P

Ich hab das Bienchen gerade mal getestet (ausgehend von einem altmodischen Lurchi-Handschriften-Text ;-) ), auch im Vergleich mit deiner Gruenewald, einer VA von Manfred Klein, der Kidorama und der Mrs White, weil ich stets auf der Suche bin: nicht unbedingt nach einer »korrekten« Schulschrift, sondern nach einer »ordentlich, schön lesbaren, schulischen« Kinderschrift (also tatsächlich so etwas wie in den alten Lurchis).


Schön ist vor allem, dass es jetzt keine hässlichen Stachel am Wortende mehr gibt. Die Buchstabenformen beim Bienchen sind zwar nicht so mein Ding, da gefallen mir die bei der Gruenewald schon eher, aber darum soll es ja nicht gehen. Sondern hauptsächlich um die Anschlüsse. Ich hänge mal einen Ausdruck an, auf dem ich mir auffällige Stellen markiert hab, also überall dort, wo ich den Übergang als nicht flüssig genug (unvermittelte Richtungswechsel) oder sonstwie hakelig (z. B. Lücken vorm c) empfunden habe.


2eelxfd.jpg


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catfonts

Na, dann muss ich das wohl "Schnecke" nennen :neenee:

 

Auf alle Fälle könnte ich schon wieder kotzen! Da hab ich bei der Tyskland45 voll freude festgestellt, dass mein neues Corel (das ich ja eigentlich auch darum upgedatet habe, weil das in den Produktbeschreibungen steht), dass es OpenType unterstützt. Und nun das: Kontextbezogene Alternativen: Da steht in der Hilfe:

Kont
Ermöglicht die Feinabstimmung von Text durch Anwendung eines alternativen Designs auf ein einzelnes Zeichen oder eine Zeichengruppe basierend auf den umgebenden Zeichen. Diese Funktion können Sie beispielsweise auf skriptbasierten Text anwenden, um einen natürlicheren Textfluss zu erzeugen.
 
und dahinter steht: nicht verfügbar :hammer::neenee::peng:
 
 
Aber gut... Das Problem, dass hinter den oben bindenden Buchstaben A, A-Akzente, F, H, b, o, o-Akzente, r, v und w das c nicht richtig koppelte, war mein Fehler, ich hatte das c in der Klasse schlicht vergessen.
 
Das Problem mit der Lücke hinter dem oben angekoppelten s habe ich durch mäßige Verlängerung der Anstriche lösen können, weas der Schrift generell gut tat.
 
Und dann das Problem mit dem unschönen Knick beim oben angekoppelten e. Das war eine Notlösung bei dem Bienchen-Paar mit den 2 Koppelpunkten, oben und unten. bei der oberen Kopplung verursacht ja nur das e Probleme, um hier ein gefälliges e hin zu bekommen, hätte ich den Verbindungsbogen tiefer ziehen müssen, was wiederun bei allen anderen oberen anschlüssen unschön aussiht. Also versuchte ich dies für alle Oben-Verbindungen durch Ligaturen zu lösen - was durch die A, e und o-Akzente schon eine beträchtliche Zahl an Glyphen erzeugt. Da diese aber dann auch nach der Oben-Gruppe kommen können gibt es schon wieder Probleme, und damit die ganzen Ligaturen noch mal, oben angebunden... So kompliziert hatte ich mir das nicht vorgestellt :-(
 
 
Aber irgendwie hab ichs doch hin bekommen:
 
 
 

post-22079-0-41437300-1391194487_thumb.p
 
Trotzdem ärgere ich michg natürlich gewaltig. Da wird nach langer Zeit endlich bei einem Programm, das ja nicht gerade billig ist, angekündigt, dass es OpenType-Funktionen unterstützt, und gerade eine nicht gerade unwichige Funktion der kontextabhängigen Alternativen steht da wieder nicht auf dem Plan. Ohne diese Funktion lässt sich aber gerade so eine verbundene Schreibschrift fast nicht automatisieren, und ich werde wohl noch einige Zeit mit meinen 2-Fonts-Trick leben müssen. Ich finde das Sche...!
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Norbert P

Aber irgendwie hab ichs doch hin bekommen ...

... und zwar ziemlich fix, wie bemerke. Sieht gleich viel besser aus. Hast du das jetzt mit der Zwei-Font-Lösung gebastelt? Soll ich das in diesem Fall für dich noch mal schnell testen?

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catfonts

Nein, das ist nicht mit dem 2-Font Kursiv-Trick gebaut, das ist der aufgebesserte OpenType-Font, das Musterbild stammt vom Windows-Editor, der OpenType VOLL unterstützt. Auch die Font-Vorschau zeigt den Text ja richtig.

 

Ich hab den geänderten Font erst mal wieder auf meiner Test-Adresse hochgeladen. Also neu laden  und alten deinstallieren und löschen.

 

Auch hab ich das mit Mustertexten in div.Sprachen und allen möglichen Akzent-Buchstaben durchgetrestet, sollte jetzt klappen (wenn man Software hat, die es unterstützt, und das ist leider noch immer dünn :-(

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Þorsten

Sehr schön und, zumindest was Buchstaben und Ziffern angeht, fast perfekt! :biglove:  Einige Satz- und Sonderzeichen sollten vielleicht noch etwas hin- oder hergeschoben werden. Hier gibt’s ’ne Testseite mit ein paar Fragen und Anregungen.

 

 

  • Gefällt 1
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catfonts

Nun, bis auf die geraden Anführungszeichen (hier mag ich persönlich die Anleitung zu typografischen Anführungszeichen besser) habe ich mich an die Bugs und Vorschläge ran gemacht, und noch so einiges an Problemen gefunden, die es zu lösen galt. Dadurch ist der Font allerdings um einiges gewachsen. Das mit dem *bienchen habe ich auch umgesetzt, und gleich noch ne *schnecke und n’ *sputnik mit rein gebaut. Also diese „Multi-Ligatur nur mit einem Sternchen beginnend. Allerdings basieren die beiden neuen Logos nicht unbedingt auf alten vorlagen, sondern ich habe sie mal schnell selbst gezeichnet.

 

neuer Download

 

ich habe den Familiennamen auf Bienchen OT SAS geändert, damit man mit der alten Version vergleichen kann.

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Þorsten

Vielen Dank erstmal für die vielen weiteren Verbesserungen! :biglove:
 

bis auf die geraden Anführungszeichen (hier mag ich persönlich die Anleitung zu typografischen Anführungszeichen besser)

Ich normalerweise ja auch, nur frage ich mich, ob diese Form bei einer Handschrift authentisch ist. Ich meine mich zu erinnern, in der Schule gelernt zu haben, beide Anführungszeichen von oben nach unten zu schreiben – und zwar als leicht geneigte, aber gerade Striche. Und von oben nach unten kann man wohl auch keine halbwegs schönen 66- und 99-Formen hinbekommen. Leider konnte ich von der SAS keine Schriftmuster mit Anführungszeichen finden. Auf Schriftmustern anderer deutscher Ausgangsschriften habe ich auch nur gerade Striche gesehen, nie 66-/99-Formen.
 
Aber das heißt natürlich nicht, dass du dich sklavisch an jede Tradition halten musst. ;-)
 

Das mit dem *bienchen habe ich auch umgesetzt, und gleich noch ne *schnecke und n’ *sputnik mit rein gebaut..

Wunderbar! Das ist nun wirklich nicht wichtig, aber persönlich hätte ich wahrscheinlich doch *bienchen* etc. genommen, weil es in einer anderen Schrift so eher wie ein Platzhalter für ein grafisches Symbol aussieht (vergleiche *grins*, *lach* etc.) Ein einzelner Stern hingegen wird oft benutzt, um eine Tippfehlerkorrektur anzuzeigen, etwa so:

 

Das Beinchen-Symbol ist toll!

*Bienchen

 

Eine aktualisierte Testseite gibt’s auch.

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catfonts

Vielen Dank erstmal für die vielen weiteren Verbesserungen! :biglove:

 

Ich normalerweise ja auch, nur frage ich mich, ob diese Form bei einer Handschrift authentisch ist. Ich meine mich zu erinnern, in der Schule gelernt zu haben, beide Anführungszeichen von oben nach unten zu schreiben – und zwar als leicht geneigte, aber gerade Striche. Und von oben nach unten kann man wohl auch keine halbwegs schönen 66- und 99-Formen hinbekommen. Leider konnte ich von der SAS keine Schriftmuster mit Anführungszeichen finden. Auf Schriftmustern anderer deutscher Ausgangsschriften habe ich auch nur gerade Striche gesehen, nie 66-/99-Formen.

 

Aber das heißt natürlich nicht, dass du dich sklavisch an jede Tradition halten musst. ;-)

 

Wunderbar! Das ist nun wirklich nicht wichtig, aber persönlich hätte ich wahrscheinlich doch *bienchen* etc. genommen, weil es in einer anderen Schrift so eher wie ein Platzhalter für ein grafisches Symbol aussieht (vergleiche *grins*, *lach* etc.) Ein einzelner Stern hingegen wird oft benutzt, um eine Tippfehlerkorrektur anzuzeigen, etwa so:

*Bienchen

 

Eine aktualisierte Testseite gibt’s auch.

Im Moment schraub ich grad an der Border-Control rum, da man mir hier empfohlen hatte, die bei MyFonts einzureichen, und die dann doch (obwohl es eigentlich nicht zum Stil der Schrift passt) alle Akzente haben wollen. Zudem wurde bemängelt, das bei Satzzeichen wie , und . dann die obere Hälfte leere Zeichen hat - geht ja nicht anders ;-)

 

Aber zum Bienchen:

 

Zunächst zum Namen: Das ist ja noch eine Probeversion, um bei den Tests die Vorversionen nebeneinander nutzen zu können, habe ich das OT erst mal zwischen Bienchen und SAS gesetzt - das ist natürlich nicht der Endname, aber zum Testen hat sich bei mir so ein Vorgehen bewährt.

 

Jetzt zum Bienchen und seinen Freunden: Auf das zusätzliche Sternchen solls mir nicht ankommen, wenn nur eines Fehler verursavhenb könnte, dann sollen die noch eines hinzu bekommen.

 

Das die Unterstreichung wieder hoch gerutscht ist, ist mir nicht ganz klar, da muss ich furschen, ich hatte eigentlich eine Position von -100 em-Einheiten eingestellt, aber manchmal spinnt mein Fontlab etwas und Sachen springen beim Schriftexport.

 

Das mit den Anführungsstrichen werde ich so lösen: Normalzustand: gerade Strichlein, OT Stilistische Alternative: 6/9 Stiche - dann kann ich in die stilistischen Alternativen noch gespiegelte Varianten der kleinen Freunde packen.

 

Die Sache mit den Satzzeichen ist in einem sonst verbunden geschriebenen Font die einzige Anwendung von Kerning, denn durch die unterschiedlichen Formen, kann man hier keine feste Zuordnung im Abstand schaffen. Hier muss ich noch etwas zupfen...

 

 

Erst enmal Danke für den Test-Support.

 

Überhaupt ist das richtig produktiv hier, auch entstehen so recht seltsame Dinge, ich wäre nie auf die Idee gekommen, eine „Ligatur“ aus einem ganzen Wort zu bilden. Ich frage mich, warum man so nicht auch wichtige, aber über die Tastatur normalerweise nicht zugängliche Sonderzeichen aufrufbar macht. ich habe schon so oft (‌c‌) gesehen, dass könnte doch gut gleich ein © werden, (nicht nur, wie hier über die Foren-Software, war gar nicht so leicht, das zu unterbinden) oder? oder auch Smileys, z.B. die typischen :‌-‌) ;‌-‌)  und ;‌-‌(

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Þorsten

Sag mal, wurde deine Website evtl. gehackt? Im Moment führen etliche (die meisten/alle?) Links, die Font-Downloads versprechen, zu anderen Websites, die mir irgendwelche Software unterjubeln wollen. :-?

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catfonts

Nein, gehackt nicht, sondern eine Reaktion auf die deutsche Geiz ist Geil-Menthalität.

 

In Amerika ist es weit üblicher, Freeware-Projekte auch durch Kleinstbeträge zu unterstützen. Von amerikanischen Downloadern kommt es geleghentlich vor, dass die mal 1 $ oder auch mal nur 50 Cent prendieren. Hier "schämt" man sich aber für solche Kleinbeträge, und für mehr, hat man dann kein Geld, denn gann könnte man ja gleich eine kommerzielle Lizenz kaufen. Würde ich für jeden Download meiner Schriften nur einen Cent bekommen, könnte ich tatsächlich davon leben.

 

Also sind, um so eine kontinuierliche Seiten-Finanzierung zu haben, die Downlads über Ad.fly geleitet, und man muss ein paar sekunden warten, bis oben "Werbung überspringen" erscheint, da drauf geklickt startet auch brav der richtige Download.

 

Zudem habe ich Google Adsense-Werbung dsrauf, und da erscheint neuerdings Werbung, die große Download-Buttons zeigt und den Werbeblich nicht mehr deutlich kennzeichnet. Das war bisher nicht so, und man konnte diesen Werbebanner als solchen immer gut erkennen. ich werde das mal durch einen deutlicheren Rahmen als Werbung abgrenzen müssen.

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Þorsten

Ich fürchte nur, dass du mit einer solchen Brechstangenmethode das Kind mit dem Bade ausschüttest. Bei mir (Linux + Firefox) funktionieren die Downloads schlicht nicht mehr. Das einzige, was ich zum Download angeboten bekomme, ist eine Windows-Installationsdatei für eine Software namens Opendownloadmanager. An die Fonts komme ich nicht heran.

 

Und nein, ich nutze keine Ad-Blocker auf deiner Seite.

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catfonts

post-22079-0-46909700-1392572363_thumb.j

 

Dies sind meine Download-Button, alles andere stammt nicht von mit.

 

Google nervit im Moment, indem es WSerbung jetzt ohne Umrahmung einbaut.

Hier ein Beispiel:

Solche Button am besten nirgends anklicken.

 

post-22079-0-02738800-1392572501_thumb.j

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