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Tolle iPad-Dokumente - Crashkurs / Überblick?


Sebastian Nagel

Empfohlene Beiträge

Liebe Leute,

die Realität holt mich ein ... einer meiner Kunden wünscht sich ein "interaktives Dokument fürs iPad".

Mit der Adobe CS5.5 ausgestattet sitze ich nun da und überlege mir was geht, wie's geht (und dann in Folge auch, was sinnvoll ist).

Das ganze wird eine Art Messehandbuch – für verschiedene Ausstellungsstücke gibt's Informationsseiten, die über eine gemeinsame Start-Navigation auffindbar sein sollen.

Was das Dokument können soll (Details entwickeln sich erst im Laufe der Arbeit):

- Eine Ãœbersichtsseite (Inhaltsverzeichnis/Startseite/Navigation)

- wird ein Ausstellungsstück dort angewählt, wird die zugehörige Zielseite dafür angezeigt.

- Eine solche Zielseite hat dann mehrere schlichte Unterpunkte (Tabelle, Text, ...). Wird so ein Unterpunkt dann angewählt, soll sich (auf der selben Seite) diese Detailinformation einblenden/aufklappen/etc. Nochmaliges antippen oder anwählen eines anderen Punktes schließt die offene Box wieder.

- ein "Backlink" zur Hauptnavigation, oder aber ein Klappmenü am oberen Rand zur direkten Quernavigation zu anderen Zielseiten.

- alles soll im "Vollbildmodus" laufen, d.h. das iPad- oder Programm-UI sollte wenn möglich bei der Nutzung nicht sichtbar sein. Automatisch Vollbild wäre schön - ggf. aber auch auf User-Befehl hin ok.

- es *muss* explizit nur auf dem iPad 2 laufen – wenn's plattformunabhängig ist, umso schöner.

Soweit die bisherige Vorstellung. Gemacht wird allerdings, was machbar und sinnvoll ist ...

Zeitdruck herrscht kein spezieller, es ist als "Forschungsprojekt" angelegt.

Ich werde jetzt mal beginnen mich schlau zu machen was es für Ansätze und Lösungen gibt ... aber vielleicht hatte ja schon jemand hier das Vergnügen und kann mir einen guten Startpunkt nennen.

Zur Verfügung habe ich die Adobe Creative Suite 5.5 (die da interaktive PDFs und EPUB exportieren kann), sowie umfangreiche HTML/CSS-Kenntnisse. Was ich nicht (inhouse) zur Verfügung habe sind Programmierkenntnisse zur Erstellung einer eigenen "App" für diesen Zweck.

Für jeden Tipp und Erfahrungen dankbar

Sebastian

PS. werde hier meine Erkenntnisse dokumentieren, vielleicht hilft's ja dem einen oder anderen weiter.

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Danke - wird angesehen und ausgewertet.

Inzwischen hab ich was Schönes gefunden, was mir in Sachen iPad und ePublishing schon wieder fast den Kragen platzen lässt (wenn's wahr ist):

http://forums.adobe.com/thread/850007?tstart=0

Zusammengefasst:

Mit Indesign lassen sich über den "FolioBuilder" sogenannte "folios" erstellen (=interaktive Dokumente ähnlich PDF). Diese Dokumente könnten auf dem iPad mit dem Adobe Content Viewer angesehen werden (der derzeit aber noch im Freigabeprozess von Apple ist ...). User installiert Viewer, lädt Folio auf iPad, öffnet und schaut. Soweit so gut ...

Die Problematik fängt jetzt aber mit der Distribution an ...

Einerseits kann mit der Adobe DigitalPublishingSuite so ein Folio über den Applestore, Android Marketplace etc. veröffentlicht werden. Das ist der Massenmarkt ... dass die Distribution da Geld kosten soll, na gut.

Andererseits möchte man aber z.b. auch mal eben an seine 5 Kontakte ein Dokument zukommen lassen, so wie ich in der guten alten Zeit einen Handzettel verteilt oder ein PDF verschickt habe. Aber ...

In der veröffentlichten Version von CS5.5 kann so eine folio-Datei nicht mehr auf den Desktop gespeichert, über iTunes aufs iPad übertragen und angesehen werden, sondern muss in die acrobat.com-cloud geladen werden (Gratis-Account: 1 Dokument – mehr kostet dann Geld). Von dort können sich die Empfänger dann das folio runterladen und ansehen. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, verhindert Adobe da bewusst(!) die lokale Distribution, erschwert die Distribution übers Internet, und will für mehr Leistung (die man ohne den Onlinezwang gar nicht brauchen würde) dann nochmal Geld sehen. :bandit:

Bitte berichtigt mich, wenn ich mich grundlos aufrege :)

Offenbar gibt's zwei Umwege:

- PDFs ... sind natürlich nicht sehr interaktiv, wobei es in neueren PDF-Standards Möglichkeiten gibt. Allerdings gibt's keinen Acrobat Reader fürs iPad (richtig?) und der iOS-eigene Viewer versteht die neuen PDFs nicht vollständig.

- HTML im iOS-Browser: entweder die gesammelten HTML/CSS/Medien-Dateien lokal auf dem iPad speichern (geht das?) und im Browser öffnen, oder aber sicherstellen, dass auf der Ausstellung WLAN zuverlässig verfügbar ist und die Daten vom Webserver geladen werden können, wie eine ganz klassische Internetseite. Nachteil: es gibt zusätzlich noch eine Print-Version des ganzen - wenn wir also noch eine HTML-Variante erstellen müssen, könnte das unter Umständen mehr Arbeit sein, da ich mal nicht annehme dass Indesign wirklich brauchbares HTML ausspuckt(?).

Ich wäre froh wenn mir jetzt jemand sagt "lern mal das Medium kennen für das du da gestaltest, du hast da einiges nicht verstanden, es ist nämlich ganz anders ...", aber dem Adobe-Forum nach klingt es so als wäre es wirklich so wie befürchtet ...

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Isso. :-(

Der Adobe-Weg ist technisch eigentlich genau das, was wir InDesign-Nutzer brauchen, aber die Preise und Distributionswege sind echt unverschämt.

Ich denke aber mal, dass kurz- bis mittelfristig trotz oder gerade wegen dem Adobe-Weg viele andere Anbieter alternative Methoden bieten werden.

Gerrit schreibt auch gern zu diesem Thema: http://praegnanz.de/suche?q=ipad

HTML-Lösungen gibt es ja einige und der Vorteil ist natürlich, dass es nicht speziell nur iPad-tauglich ist.

Für volle Performance muss es natürlich eine echte iPad-Anwendung sein. Woodwing ist da auch sehr aktiv: http://www.woodwing.com/en/digital-magazine/ipad-now

Sicherlich aber auch nicht deine Preisklasse. Ich hoffe, da treten noch ein paar andere Entwickler auf den Plan, die eine günstige InDesign-zu-iPad-Lösung anbieten. Wird ja immer mehr ein Massenmarkt.

Vielleicht auch interessant:

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An Gerrit hätte ich auch gleich denken können ... danke für die Erinnerung :)

Woodwing scheint ja das selbe Prinzip zu sein wie Adobe es jetzt auch selbst anbietet:

Indesign + Erweiterungen -> Export in einen Wrapper oder Dokument für einen Viewer -> über einen Server (reine Cloud-Distribution oder Verkauf über den Apple-Store) aufs Tablet.

Für den Verkauf von digitalen Magazinen über die Stores finde ich das alles ja ok ... Die Lieferdienste und Kioske wurden auch für die Distribution von Magazinen bezahlt, und jetzt eben die die die Daten einreichen und dann zum Verkauf anbieten. Das ist ein Service den man in Anspruch nehmen mag oder nicht.

Was mir gegen den Strich geht ist, dass die bisher präsenten Anbieter für das Verteilen von "internen Handzetteln" jetzt Geld sehen wollen ... Wie schon beklagt: Früher™ habe ich an die Mitarbeiter Flyer ausgeteilt oder PDFs per Mail verschickt. Und wie die Betaphase von Adobe gezeigt hat, müsste es auch jetzt noch möglich sein, so ein Dokument (umständlich über die Schnittstelle iTunes, aber doch) aufs iPad zu bekommen, wo es dann von der Adobe-Content-Viewer-App angezeigt wird – aber das wurde jetzt eben deaktiviert und auf die acrobat.com-Cloud umgeleitet, der naturgemäß mit Münzen betrieben werden will ...

Gleichzeitig baut Apple Mauern auf, in dem sie keinen Acrobat Reader zulassen (der neuere PDF-Versionen richtig interpretieren würde), Flash ebensowenig, komplexeres HTML scheint performancemäßig noch nicht so weit zu sein ...

Dafür, dass das Gerät damit beworben wird, interaktive Dokumente anzeigen zu können, scheint es unheimlich kompliziert zu sein, einfach nur Dokumente da hin zu kriegen und anzuzeigen ... und jeden Inhalt in ein C++-App-Kleidchen zu stecken, ist doch auch irgendwie von hinten durch die Brust ins Auge – ist das der Stand im Jahr 2011, nach vielen Jahren Kampf für offene(re) Datenformate (für die ja sogar Apple selbst per HTML5 vordergründig Werbung gemacht hat)? Für mich fühlt sich das alles wie 1995 an, nicht wie 2011.

Für diesen einen Fall wirds vermutlich doch eine HTML-Lösung werden ... Die Performance wird für das was wir vorhaben wahrscheinlich ausreichen - es wird keine Layerorgie werden, sondern soll einfach nur Information auf Abruf bieten und ein wenig mehr Spaß machen als ein Stapel A5-Zettel – das sollte zu schaffen sein ...

PDF geht nicht, ePUB kann zu wenig, und Adobe, Woodwing & Co. und ihre Viewer-Wrapper-Lösungen in Ehren ... aber nur um 20-50 Ausstellungshandbücher an Mitarbeiter auszuteilen – das wäre mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Bleibt das Wochenende, etwas Verwunderung, wie sich so eine Plattform noch 2011 ernsthaft durchzusetzen kann, und das Dilemma, am Montag erklären zu müssen, wofür wir nun CS5.5 gekauft haben :lol: (nicht dass es jetzt generell ein Fehler gewesen wäre, von 3 auf 5 zu springen).

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Ein Protokoll zu Tag 2 des Experiments ...

Inzwischen habe ich mich in die Interakionswerkzeuge von Indesign eingearbeitet (für ein DTP-Programm nicht so übel – auch wenn manche komplizierteren Dinge wie z.B. eine scrollbare Textbox derzeit über wirklich haarsträubendste Hack-Lösungen implementiert sind, was sogar so von Adobe dokumentiert wird).

Ich habe ein Testdokument mit 2 Indesign-Seiten, auf jeder der Seiten befinden sich 2 Buttons und 2 Textboxen, die ich mit den Buttons ein- und ausblenden kann. Man kann diese Interaktionssachen dann auch in einem Vorschaufenster innerhalb von Indesign testen und denkt sich bald "geht doch, war ja nicht soooo schwierig".

Was dann aber bei all diesen Werkzeugen nie klar ist: Was von all dem was man hier erstellen kann, kommt hinterher beim Export wirklich im Endformat an? Manche Dinge sind nur in interaktiven PDFs möglich, manche nur in Flash ... für die beiden Formate gibt's noch Hinweise, aber was im Folio-Format für den Adobe Content Viewer auf Tablets möglich ist, habe ich noch gar nirgends gefunden ... man werkt ohne Kontrollmöglichkeit oder Dokumentaiton vor sich hin und hofft dass es klappen wird ...

Dann beginnt es wieder hakelig zu werden ... Ich habe CS5.5 frisch installiert und alle verfügbaren updates einspielen lassen. Von Adobe wird die Version ja recht direkt als Tablet-Zwischen-Update beworben, allerdings sind die Werkzeuge für Tablets nur unter Fenster > Erweiterungen deutlich als externe Plugins eingebunden - na gut.

Die beiden relevanten Toolboxen "Overlay creator" und "Folio builder" geöffnet, kriegt man erst mal einen grau überdeckten overlay creator mit dem man - ohne hinweis - gar nichts machen kann, sowie einen folio-creator, wo einem ein link zum download der digital publishing suite angeboten wird ... das könnte nach meinem Empfinden auch gleich mitinstalliert werden - na gut. Also Die DPS runterladen, installieren, nochmal versuchen ... das selbe Bild, wieder der Link. Nochmal nachsehen - es gibt ein Update auf 1.0.1 - runterladen, installieren ... nun gibt's den Overlay creator und den Folio-Builder - juhu, CS5.5 ist - mühsam aber doch - jetzt hoffentlich komplett :)

Da ich im Overlay-Creator nichts finden kann, was irgendwie zu meinem Vorhaben passt (Videos, Slideshow-Boxen, Panoramabilder, externe Links, Web-Inhalte, ...), lasse ich ihn mal links liegen, und versuche unbedarft einen Test-Export meines Dokuments mit dem Folio builder. Der will erst mal, dass ich mit meiner Adobe-ID einen account bei acrobat.com erstelle (das hatte ich ja schon wissend erwartet).

Das erledigt, und ich erstelle ein neues Folio, ich erstelle einen neuen "Artikel" im Folio, und will mein Dokument dort hin exportieren – es erscheint eine Fehlermeldung, der Pfad zur temporären Datei werde nicht gefunden - und der Fortschrittsbalken bleibt bei 50% stehen, Indesign muss manuell über OSX beendet werden ... Nach etwas Recherche: man muss die Indesign-Einstellungen zurücksetzen nachdem man das Update auf 1.0.1 installiert hat. Das gemacht - es klappt mit dem Export :)

Auf acrobat.com, das ich im Browser offen habe, erscheint in meinem workspace das folio, und darin ist der "Artikel" (1 Space ist pro Nutzer gratis, mehr kostet Geld, innerhalb des Space dürfen offenbar aber beliebig viele folios erstellt werden - für's Testen ok).

Ich öffne den Artikel unbedarft, und erhalte defacto 2 JPG-Bilder, die das abbilden, was in meinem Indesign-Dokument nicht-interaktiv war - also Hintergrundgrafik und statischer Seitentitel. War's wohl nicht ... also neu exportieren - da gibt es Einstellungen, wie exportiert werden soll - JPG, PNG, PDF. JPG und PNG klingen sehr statisch, man klammert sich also an PDF und hofft. Export (diese Fenster sind extrem zäh zu bedienen im vergleich zu normalen Paletten, und das exportieren dauert überraschend lange), auf acrobat.com erscheint der neue Artikel, man öffnet und sieht gar nichts ... :)

Naja, ist ja nur der Browser der das da anzeigen soll, nicht die tatsächliche App, also nächste Hoffnung: der Desktop Content Viewer ... sozusagen die Version für OSX, die die Folio-Inhalte auch am Mac anzeigen können soll - so wie das Äquivalent am am iPad. Es gibt im Folio-Builder auch einen Vorschau-Button, der nicht die Indesign-eigene Vorschau bedient, sondern irgendwo ein folio lokal anlegt und dem Content Viewer übergibt. Der Export dauert, und man erhält dann im Content Viewer die enttäuschende Nachricht, dass in der Desktop-Variante des Viewers keine PDF- und HTML-Stacks innerhalb eines Folio-Artikel angezeigt werden können - das gehe nur unter iOS ...

Ob meine interaktiven Elemente also da sind, und nur nicht angezeigt werden? Oder ob ich wieder nur die passiven Elemente bekomme ... man wird sehen ...

Denn da stehe ich momentan und trete auf der Stelle – solange das Test-iPad nicht bei uns eintrifft, ist die Sache offenbar nicht zuverlässig zu testen. Ich habe ein brauchbares interaktives Dokument in Indesign, könnte dieses in dieser Form als PDF oder Flash exportieren (nützt nur nix am iPad), und kann die Folio-Variante vorläufig noch nicht testen (und rauszufinden, ob es funktionieren *könnte*, ist offenbar nicht möglich). Also warten und hoffen.

Klar - für ein Medium gestalten das man nicht in Natura vor sich hat, ist natürlich vermessen.

Detail am Rande (aber so weit bin ich noch nicht): Will man eine Hoch- und Querformat-Version des Dokuments, braucht man zwei Indesign-Dokumente, beim Export der beiden gibt man dann über den selben Folio/Artikelnamen und den Appendix _h und _v an, welche Variante das denn sein soll ... solche Hacks über die Bezeichnung gibt's immer wieder (z.B. auch bei Objekt- und Ebenennamen für Scrollboxen).

Alles in allem also ein sehr holpriger Start ... nicht für mich, sondern offensichtlich auch für Adobe, denn "intuitiv" ist ganz klar was anderes.

bearbeitet von Sebastian Nagel
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Danke für den Tagebucheintrag :-D Klingt höchst abenteuerlich ... ;-)

Mal so eine Frage, von jemandem, der vom iPad keine Ahnung hat ... Wäre es nicht einfacher und irgendwie auch universeller, das Ganze in html/css zu realisieren ...? :-?

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Ja, selbstverständlich wäre das universeller, aber auch entsprechend sperriger und langsamer.

Native iPad-Apps müssen nicht massenweise JavaScripte zur Laufzeit über den Umweg eines Browsers interpretieren etc. Sie sind echte Anwendungen und so fühlen sie sich auch in der Bedienung so an.

Man kennt das ja durch die Bestrebungen, Textverarbeitungsprogramme und ähnliches mehr direkt in den Browser zu holen. Es geht, aber an die Bedienbarkeit einer nativen Anwendung kommt das noch lange nicht heran.

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Mal so eine Frage, von jemandem, der vom iPad keine Ahnung hat ... Wäre es nicht einfacher und irgendwie auch universeller, das Ganze in html/css zu realisieren ...? :-?

Das ist meine "Not-Option" wenn alle Stricke reißen – für mich wäre es definitiv einfacher.

Warum nicht gleich HTML:

– ich will's jetzt aber wissen ... es müsste doch möglich sein, eine einfache, steuerbare Präsentation auf dieses Gerät zu bringen :)

– ich hab Adobe geglaubt und im Büro verkündet, CS5.5 hätte es jetzt drauf das iPad zu beliefern :)

– der Kunde will "eine App" (dass er dann am Ende die Adobe Content Viewer-App startet und das Dokument lädt, und nicht seine eigene App startet, lässt sich vermutlich über die Entwicklungskosten für sowas argumentieren ...). Eine Webseite wäre ihm vermutlich zu wenig Hightech ...

– Komplexe HTML-Inhalte seien auf Tablets recht langsam (wäre jetzt für meine Anwendung vermutlich kein Problem, so komplex ist das nicht was wir brauchen).

– Fullscreen scheint mit Safari am iPad nicht möglich zu sein ... es gibt alternative Fullscreen-browser, die müssen aber gekauft und installiert werden, das ist dem Kunden eher schwer zu kommunizieren. Mehr, wenn ich das iPad mal da habe ...

Alles in allem ist die Situation für mich als Desktop-User etwas befremdlich, ich bin es gewohnt, bei Dokumentformaten und Anwendungen mehr Wahlfreiheit zu haben, und weiterhin praktisch "unbegrenzt" Rechenleistung ...

Am iPad ist es aber so: man hätte zwar mit PDF und HTML zwei gut dokumentierte Dokumentstandards, und mit Flash einen weiteren zwar geschlossenen aber etablierten Defacto-Standard für Richmedia-Inhalte und -Anwendungen – und muss sich mit einem neuen recht obskuren Format rumquälen (ich weiß noch nicht mal, ob "Folio" eine Adobe- oder eine Apple-Erfindung ist), weil HTML als interpretiertes Format naturgemäß etwas langsam ist, PDF in den neueren Versionen mit Interaktivitätsfeatures von den verfügbaren PDF-Readern nicht unterstützt wird, und Flash gleich ganz vom iPad verbannt ist ...

Vielleicht erwarte ich mir aber auch zu viel Flexibilität von einem Gerät, das gar kein vollwertiger Computer sein will, und ich müsste mir eher ein großes Handy vorstellen (was die ganzen Mobiledevice-Spezialisten-Agenturen für Zauber aufführen, um ihre Webseiten auf möglichst viele Mobiltelefone zu bekommen, geht ja auch auf keine Kuhhaut).

bearbeitet von Sebastian Nagel
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Ja, selbstverständlich wäre das universeller, aber auch entsprechend sperriger und langsamer. [...]

Naja, was Sebastian beschrieben hatte ...

- Eine Übersichtsseite (Inhaltsverzeichnis/Startseite/Navigation)

- wird ein Ausstellungsstück dort angewählt, wird die zugehörige Zielseite dafür angezeigt.

- Eine solche Zielseite hat dann mehrere schlichte Unterpunkte (Tabelle, Text, ...). Wird so ein Unterpunkt dann angewählt, soll sich (auf der selben Seite) diese Detailinformation einblenden/aufklappen/etc. Nochmaliges antippen oder anwählen eines anderen Punktes schließt die offene Box wieder.

- ein "Backlink" zur Hauptnavigation, oder aber ein Klappmenü am oberen Rand zur direkten Quernavigation zu anderen Zielseiten.

... klang für mich eigentlich, als ob es sich so gut umsetzen ließe ... Aber ich hab auch keine Ahnung, was das iPad an Power hat ... :-D

– ich will's jetzt aber wissen ...

Das ist ein Argument ... ;-)

– ich hab Adobe geglaubt und im Büro verkündet, CS5.5 hätte es jetzt drauf das iPad zu beliefern :)

:hehe: Das auch ... ;-)

– der Kunde will "eine App" [...] Eine Webseite wäre ihm vermutlich zu wenig Hightech ...

Da ist wohl ebenfalls nicht dran zu rütteln ... :-)

– Komplexe HTML-Inhalte seien auf Tablets recht langsam

Eigentlich krass ... Wie verwöhnt man anscheinend als Desktop-User ist ... :-)

– Fullscreen scheint mit Safari am iPad nicht möglich zu sein ...

Krass ... :-o Ob die Mac-Version von Opera aufm iPad läuft ...? Vermutlich nicht ... ;-)

Vielleicht erwarte ich mir aber auch zu viel Flexibilität von einem Gerät, das gar kein vollwertiger Computer sein will, und ich müsste mir eher ein großes Handy vorstellen [...]

Das dürfte vermutlich das fairste sein ... :-)

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hmmm. Das werde ich mir mal ansehen, danke für den Hinweis.

Vielleicht schieß ich ja auch mit Kanonen auf Spatzen ...

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Spitze – vielleicht kommt das Buch ja noch vor dem iPad bei uns an. :)

Momentaner Gemütszustand diesbezüglich:

Warten, und ... "Warum kann es nicht einfach so sein, dass ich das schöne interaktive PDF das ich generiert habe aufs iPad laden und ansehen kann?"

... ich fühl mich ein wenig als Opfer im Apple-Adobe-Gerangel, wer denn in Zukunft für die Distribution von Inhalten kassieren darf, nachdem sich mit dem neuen Medium die Gelegenheit bietet, die Verhältnisse neu zu ordnen.

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Google "hab ich schon durch" :) (oft finden sich Sachen, die noch aus der Betaphase stammen, und nicht mehr so wirklich auf den jetzigen Zustand passen wollen). Aber trotzdem danke.

Ich füge mal das hier hinzu, ohne es bisher angesehen zu haben (so wie auch cajons Links von weiter oben) – sieht aber recht vielversprechend aus:

http://tv.adobe.com/watch/creative-suite-podcast-designers/go-from-indesign-cs-55-to-html-5/

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Google "hab ich schon durch" :)

Respekt ...! Ich versuch ja auch, jeden Tag wenigstens eine Seite durchzulesen ... ;-) ;-)

Mal sehen, vielleicht landet ja demnächst mal was in meiner RSS-Owl ... Das Thema scheint ja, wie gesagt, bisher noch nicht so viel behandelt worden zu sein ... :roll:

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  • 2 Wochen später...

Bin fast in der gleichen Situation.

Habe mich auch arg aus dem Fenster gehängt und frohgemut verkündet, ich könne jetzt wahrscheinlich über Indesign iPad Dokumente erzeugen - es braucht nur CS 5.5

Seit 3 Wochen versuche ich mich schlau zu machen und finde nur Versatzstücke. Per Telefon wurde ich von Adabe abgewiesen - es gäbe im deutschen Vertrieb keine Person mit Ahnung von der Publishing Suite und solle mich an den deutschen Vertriebspartner wenden.

Der wiederum ist Dienstleister für große Verlage ... (Die haben mit Sicherheit Lust mir die Welt zu erklären ;-)

Auf der Website gibts ein Formular: Ein Adobe Mitarbeiter soll sich bei mir melden!

5 Mal versucht. Nichts.

Aber es gibt Preisbeispiele:

Kleine Version: 355 Euro/Monat zur Nutzung der Technik als Jahresgebühr Vorauszahlung – also 4.260 vorab. inkl. 5000 Downloads.

Zusätzlich für die Distribution: Servicegebühr als Vorabkosten. Kleinster Tarif: 4.000 Euro für 25.000 Downloads.

Wenn ich ein Magazin publishen will. Ok - dann sind 4.000 Euro für 25.000 Downloads ja im Prinzip akzeptabel zumal die Distribution über App-Store etc. inklusive ist...

Aber wie verdammt nochmal, kann ich als Designer meinem kleinen Kunden etwas fürs iPad gestalten dass nur 50 oder 100 Mal gebraucht wird und nicht im Appstore vertreiben werden muss...

Unglaublich. Ich bin nicht auf den Kopf gefallen. Habe schon erste BTX Feldversuche lange vor dem Internet mit der Telekom als Designer betreut ... Aber irgendwie komme ich nicht mehr mit. Trotz Google etc.

Traurig, was Apple und Adode da für eine schöne neu Welt basteln. Ich empfinde es als einen enormen Rückschritt. Von wegen Freiheit ....

Würde mich sehr freuen, wenn es in diesem Thread weitergeht und Licht ins dunkel kommt.

Vielleicht kann man die .folios ja auch auf eigene Server legen und verlinken? Keine Ahnung ...

Ralf

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Hallo cronopium,

bin da noch nicht viel weitergekommen ... aber auch grade noch an anderen Fronten parallel dazu tätig.

Was ich inzwischen weiß (ich gehe immer noch von unserem konkreten Fall "ein cooles Verkaufsassistent-Dokument für 100 Mitarbeiter aufs iPad kriegen" aus, nicht von Magazin-Appstore-Verkaufslösungen etc.):

Man kann über seinen kostenlosen acrobat.com-Account beliebig viele Folios innerhalb eines einzigen "Arbeitsbereiches" ablegen. Du kannst diesen Arbeitsbereich für andere Personen freigeben, z.B. um die Folios von dort auf ihre Geräte zu laden.

Als Agentur mit mehreren Kunden ist das natürlich keine "gute" Lösung in Hinsicht auf Datenschutz, Verschwiegenheitserklärungen, etc., aber dafür gibts ja bezahlbare Bezahl-Accounts mit mehreren Arbeitsbereichen (das ist ok, wenn's auch noch immer nicht nachvollziehbar ist, warum man nicht lokal von Desktop zu iPad schieben kann ...).

Inzwischen habe ich diverse Videos angesehen, wie man tolle Animations- und Interaktionsfeatures in Indesign-Dokumente einbaut - und wie man sie nach Flash exportiert ... Flash nützt am iPad natürlich gar nix. Exportiere ich das selbe als "interaktives PDF", fehlt die Hälfte der eingestellten Animationen etc., und will ich das ganze als folio exportieren und dann mit dem tollen Adobe Folio Viewer für den Desktop ansehen, erfahre ich nur, dass die Desktop-Variante verschiedene Features nicht unterstützt die in diesem Folio verwendet werden (tolle Testumgebung, wenn sie nicht feature-identisch ist ...). Also warten auf's iPad (wo bleibt das eigentlich?)

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