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Grundlegendes zu Fontforge

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beschäftige mich seit kurzem mit Schriftentwicklung und bin auf Fontforge gestoßen mit dem ich meine ersten Gehversuche starten will, vieles scheint mir schlüssig, aber bei einigen Fragen komme ich nicht weiter (trotz der guten Anleitung unter fontforge.sourceforge.net), hier meine Fragen:

- Die als Vorlage dienenden Hintergrundbilder werden nach dem Importieren immer bei -200 Em platziert und lassen sich nicht auf 0 EM verschieben - Warum? Gilt die Höhe "O" vielleicht als Grundlinie und der Abstand -200 als Voreinstellung der Unterlänge? Wie kann ich die Höhe der Grundlinie definieren und damit festlegen was als Unterlänge gilt?

- Ich möchte gerne die einzelnen Buchstaben nach der Umrisserstellung variabel in der Höhe zur Grundlinie verschieben können. Dazu scheint es die Vertikalen Metriken zu geben. Wie kann ich diese aktivieren? Im Tutorial steht dazu nach der Aktivierung unter Fontinfo: "Danach muss in jedem Umrisszeichen VMetriken in der Layerpalette aktiviert werden." Wo finde ich diese Einstellung?

- Läuft die Schrift auch wenn ich nicht jedes Sonderzeichen angelegt habe?

Danke für die Antworten, habe demnächst sicher noch weitere Fragen,

Gruß,

Chronograph

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Willkommen :-)

Von Fontforge hab ich überhaupt keine Ahnung, kann dir aber versichern, das jede Schrift läuft, auch wenn sie nur ein einzelnes Zeichen aufweist. Mancher Logo-Font ist so angelegt.

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Wobei Einzelzeichenfonts schon Probleme machen können, wenn die Software ein Plausibilitätsprüfung macht oder versucht zu erkennen, welchen Sprachraum der Font abdeckt. Ich füge deshalb in Einzelzeichenfonts zumindest immer in die Slots für die 26 Groß- und Kleinbuchstaben etwas ein - da ist man auf der sicheren Seite.

Zu den FontForge-Fragen wird sicher Joshua etwas sagen können.

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- Die als Vorlage dienenden Hintergrundbilder werden nach dem Importieren immer bei -200 Em platziert und lassen sich nicht auf 0 EM verschieben - Warum?

Um das Hintergrundbild verschieben zu können, mußt Du Dich auch auf der Hintergrundebene befinden. Klicke dazu in der Ebenenauswahl (Layers) auf Back. Dann kannst Du beispielsweise mit Strg+A (alles markieren) das Bild markieren und dann über die Pfeiltasten verschieben (halte Alt gedrückt, um in Zehnerschritten zu verschieben).

10rvlf4.png

Gilt die Höhe "O" vielleicht als Grundlinie und der Abstand -200 als Voreinstellung der Unterlänge? Wie kann ich die Höhe der Grundlinie definieren und damit festlegen was als Unterlänge gilt?

So ist es, die Grundlinie liegt bei 0. Deren Lage kannst Du über Element → Schrift-Eigenschaften … → General (siehe http://fontforge.sourceforge.net/fontinfo.html#PS-General) ändern. Der Wert Em Size gibt an, in wieviele Koordinaten-Einheiten der Kegel aufgeteilt ist; belasse diesen Wert für Postscript-Schriften bei 1000. Die Werte Oberlänge/Ascent und Unterlänge/Descent geben an, wieviele Einheiten davon auf den Bereich über bzw. unter der Grundlinie entfallen sollen. Beachte: die Übersetzungen („Ober-“/„Unterlänge“) sind falsch, gemeint ist: Bereich über bzw. unter der Grundlinie. Auf dem Kegel sollte sich noch etwas Freiraum befinden, sodaß die tatsächliche Ober- und/oder Unterlänge nicht bis zum Kegelrand reicht (es ist in Ordnung, wenn von beiden Längen lediglich eine zum Kegelrand reicht). Für Ober-, Unter- und andere Längen kannst Du eigene Hilfslinien erstellen.

- Ich möchte gerne die einzelnen Buchstaben nach der Umrisserstellung variabel in der Höhe zur Grundlinie verschieben können.

Was meinst Du damit? Buchstaben haben doch eine feste Stellung?

Dazu scheint es die Vertikalen Metriken zu geben. Wie kann ich diese aktivieren? Im Tutorial steht dazu nach der Aktivierung unter Fontinfo: "Danach muss in jedem Umrisszeichen VMetriken in der Layerpalette aktiviert werden." Wo finde ich diese Einstellung?

Die vertikalen Metriken geben die senkrechte Ausdehnung von Buchstaben an, die senkrecht aneinandergereiht werden, beispielsweise bei asiatischen Schriften.

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Dank für die Antworten. Langsam werde ich warm mit FontForge und bin trotz einiger Abstürze sehr zufrieden mit dem Funktionsumfang. Auch die vertikale Verschiebung der einzelnen Zeichen ist leichter als angenommen (Joshua: bei einer meiner Schriften sind die Buchstaben unterschiedlich groß und sind nicht alle auf derselben Grundlinie, deren endgültige Höhe ich aber erst im Zusammenspiel entscheiden kann).

Gibt es irgendwelche gravierenden Nachteile bei Fontforge, vor allem wenn man über ein kommerziellen Vertrieb der Schriften nachdenkt?

Bis auf Weiteres (werden sicherlich noch einige Fragen kommen),

Chronograph

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Auch die vertikale Verschiebung der einzelnen Zeichen ist leichter als angenommen

Einzelne Zeichen oder Zeichenteile kannst Du verschieben, indem Du die entsprechenden Kurvenpunkte markierst (das ganze Zeichen mit Strg + A) und dann das Ganze mit der Maus oder den Pfeiltasten verschiebst. Mehrere Zeichen lassen sich am besten über das Transformationsfenster (Element → Transformationen → Transformieren … oder Strg + \) verschieben oder anderweitig verändern, nachdem man die gewünschten Zeichen in der Übersicht markiert hat.

Gibt es irgendwelche gravierenden Nachteile bei Fontforge, vor allem wenn man über ein kommerziellen Vertrieb der Schriften nachdenkt?

Es gibt keine Nachteile — die erzeugten Schriften sind genauso gut wie mit anderen Programmen erzeugte.

Die Bedienung ist allerdings an manchen Stellen etwas umständlich, da sind andere Programme komfortabler und bieten sinnvolle Funktionen, die Fontforge nicht hat. Dafür hat Fontforge aber auch Funktionen, die in anderen Programmen fehlen, zum Beispiel die Unterstützung für Klothoiden (spiros).

Was ich am meisten in Fontforge vermisse, ist, eigene Tastenkürzel festlegen und für einen Buchstaben verschiedene Entwürfe speichern zu können. (Glyphs kann letzteres laut Beschreibung.) Die inoffizielle Windows-Fassung läuft außerdem recht instabil, aber ich benutze Fontforge unter Linux.

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