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Typografische Zeichenfrage

Empfohlene Beiträge

Mattskar

Schönen guten Tag.

Ich habe ein kleines (?) typografisches Problem für das ich keine Lösung finde. Es geht um folgende Textpassage:

NOTES FROM THE PERFUMER · Sometimes I just have the desire to reconstruct ...

Hier ein Bild dazu.

Frage: Mit welchem Zeichen vollziehe ich die Abtrennung? Einen Doppelpunkt möchte ich nicht verwenden, da ich sonst klein weiterschreiben müsste (engl. Variante mit Kleinschreibung nach Doppelpunkt).

Ist der Punkt eine legitime Möglichkeit?

Vielen Dank

Sebastian

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Kathrinvdm

Ich finde den hochgesetzten Punkt als Trennzeichen sehr schön. Die Frage ist nur, ob er im Kontext englischer Typografie auch auf diese Weise angewendet werden darf, da kenne ich mich leider nicht aus. :-)

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Gast bertel

Schön finde ich ihn grundsätzlich auch. Nur finde ich das Layout im konkreten Fall sehr ungünstig, da ein einzelnes Wort des Fließtexts folgt – bei einem etwas längeren Intro-Satz würde gar kein Fließtext in der selben Zeile folgen. Da fände ich die klare Trennung mit Umbruch am logischsten.

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Kathrinvdm

Da hast Du recht. :nicken:

Aber wir wissen natürlich nicht, wie das übrigen Dokument aussieht. Wenn da alle Absätze so beginnen, dann kann man ja schlecht bei einem einzelnen Absatz plötzlich einen Umbruch einfügen.

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Mattskar

Vielen Dank für eure Ideen und Gedanken. Genau das war das Dilemma. Einen Umbruch konnten wir aus optischen gründen nicht setzen. Erst hatte ich ein Semikolon gesetzt, aber das war wohl wirklich falsch. Mir schien der Punkt die dezenteste Abgrenzung, ohne mit dem glyphischen Vorschlaghammer zu kommen. Ich hab mal mehr Text an Screenshot vorbereitet, damit ihr eine besseres Bild bekommt. Und was ich noch erwähnten sollte ist: es gibt mehrere Verschiedene Texte (entsprechend Düfte), immer mit dem Vorangestellten Vermark beginnen und danach aber unterschiedlich weiterlaufen.

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ThierryM

ich schlage als trenner vor: drei oder vier leerzeichen mit fester breite. sollte die ›überschrift‹ doch mal die ganze erste zeile füllen, fallen die leerzeichen eben weg.

außerdem würde ich am absatzbeginn nicht einrücken. ihr habt doch schon abstände zwischen den absätzen. eines von beidem – abstände oder einrückung – ist in der regel genug.

sonst gefällt mir euer layout aber gut. das ist die chaparral, oder?

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Dieter Stockert

Ich finde, dass man hier überhaupt kein weiteres Zeichen außer dem Leerzeichen benötigt, die Differenzierung durch die Versalien genügt.

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Gast bertel
Ich finde, das man hier überhaupt kein weiteres Zeichen außer dem Leerzeichen benötigt, die Differenzierung durch die Versalien genügt.

Das würde ich als die schlechteste aller Lösungen ansehen.

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R::bert

Mir erscheint der Ansatz von ThierryM sowohl elegant als auch praktikabel. Wie Dieter fände ich den Leerraum auch völlig ausreichend. Um die Sinn-Einheiten besser als solche wahr zu nehmen würde ich aber unbedingt einen Geviert-Leerraum wählen. Nur ein normales Leerzeichen wäre mir auch zu wenig.

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R::bert

Na das hast Du Dir jetzt aber wieder schön zurecht getrickst! : ) Aber Du hast natürlich Recht. Hier würde es aber ein Trennzeichen wie der hochgerückte Punkt auch nicht mehr raus reißen, oder? Thierry meinte, den ersten Absatz nicht einzurücken. Aber in diesem Fall würde das Ergebnis auch nicht spürbar besser ausfallen. :-?

Und wenn wir doch noch mal Deine Überschrift-Idee aufgreifen und mit zwei Absatzlinien (darüber und darunter) arbeiten um den Block optisch zu erhalten? Das würde aber je eine Leerzeile Platzverlust bedeuten.

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ThierryM
"Elegant" und "praktikabel" sähen bei mir anders aus.

wie sähe es denn mit einem mittelpunkt aus, wenn der vorspann so lang ist, dass er die komplette erste zeile füllt? fällt der punkt dann weg, weil der zeilenumbruch als trenner genügt, oder bleibt er am zeilenende stehen? ersteres wäre inkonsistent, letzteres vermutlich hässlich.

und wenn man nach dem vorspann einen zeilenumbruch setzt: was passiert, falls noch ein wörtchen des vorspanns in eine zweite zeile hinüberragt? da erscheinen mir sowohl der mittelpunkt als auch ein fester leerraum praktikabler. außerdem fehlt der variante mit obligatorischem zeilenumbruch meines erachtens der reiz, dass eine typografisch abgesetzte ›spitzmarke‹ direkt an den haupttext anschließt.

die entscheidung, welche variante das problem löst, lässt sich wohl nur anhand der konkreten texte treffen. vielleicht kann mattskar sie alle einmal durchprobieren und berichten, welche ihm am besten gefallen hat. mein favorit ist weiter der feste leerraum mit einer breite von drei oder vier leerzeichen.

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Mattskar

hallo zurück.

vorab: Erstmal ein Dankeschön an euch und ich bin froh, dass die Lösung doch nicht so einfach ist. (hab schon an mir gezweifelt :)

Der Vortext: "Notes from the perfumer" ist immer gleich. Nur dahinter kann etwas anders stehen.

Die Einrückung rauszunehmen hatte ich bereits früher verworfen, weil es im Text Absätze mit Leerzeile und ohne gibt. Der Einheitlichkeit soll es jetzt so bleiben. (neuer Ausschnitt zeigt den Fall mit verschiedenen Absätzen)

Interessant fand ich die Leerraumvariante mit Geviert. Daher hab ich sie mal schnell umgesetzt und ich muss sagen dem Punkt gefällt mir die bisher am besten. Was denkt ihr? (siehe anlagen im Vergleich). Typografisch vielleicht ohne Punkt "richtiger", oder?

@ ThierryM: ja, es ist die Chaparral. Gut gesehen. Mag ich und das sie so gut mit Ligaturen ausgestattet ist, ist mir eigentlich erst mit diesen Texten aufgefallen. In einem anderen Fall hatte ich sie schonmal verwendet und dort ist sie selbst meiner Mutter, die mit Typografie nun gar nichts am Hut hat, sehr positiv aufgefallen.

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R::bert

Ich finde die Geviert-Fassung gut, könnte mir aber auch die Mittelpunkt-Lösung (aber mit je 2 Leerzeichen oder Halbgeviert) vorstellen. :-) Ich finde den Leerraum braucht es.

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Gast bertel
Der Vortext: "Notes from the perfumer" ist immer gleich. Nur dahinter kann etwas anders stehen.

Dann würde ich den Vortext als solchen kennzeichnen und mit einem Umbruch vom Fließtext trennen. Oder den Vortext ganz weglassen.

… weil es im Text Absätze mit Leerzeile und ohne gibt. Der Einheitlichkeit [halber] soll es jetzt so bleiben.…

Wo ist die Einheitlichkeit, wenn du den Text mal so und mal anders setzt? Ich würde mich für eine der beiden Varianten entscheiden – eingerückt ohne Leerzeile oder nicht eingerückt mit Leerzeile. Sonst sieht es nicht nur wie ein Satzfehler aus, es ist auch einer.

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Dieter Stockert

Wenn ich das – warum jetzt erst? – richtig sehe, bezieht sich das versale »NOTES ...« nicht nur auf die Anmerkung direkt dahinter, sondern auf mehrere Anmerkungen, die danach jeweils mit neuem Absatz und Erstzeileneinzug folgen können. In diesem Fall halte ich es für falsch, die erste Anmerkung in einer Zeile direkt dahinter folgen zu lassen. Das wäre eine Ungleichbehandlung.

Ach, ich sehe gerade, dass bertel schneller war und das auch schon vorgeschlagen hat. Naja, ich tippe zur Zeit ja auch nur mit der linken Hand, weil mein rechter Daumen für ein paar Wochen stillgelegt worden ist.

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ThierryM
Der Vortext: "Notes from the perfumer" ist immer gleich. Nur dahinter kann etwas anders stehen.

dann stimme ich den kollegen zu: das ist kein klassischer fall für einen so gestalteten vorspann. eigentlich ist das eine (sich wiederholende) überschrift, die auf einer eigenen zeile stehen sollte. das gilt umso mehr, als der darauffolgende fließtext nicht wirklich ›dicht‹, sondern durch einrückungen und abstände eher unruhig daherkommt.

Die Einrückung rauszunehmen hatte ich bereits früher verworfen, weil es im Text Absätze mit Leerzeile und ohne gibt. Der Einheitlichkeit soll es jetzt so bleiben. (neuer Ausschnitt zeigt den Fall mit verschiedenen Absätzen)

bedeutet die unterscheidung abstand+einrückung vs. nur einrückung denn etwas? wenn man zum beispiel erkennen kann, dass eine leerzeile zwischen absätzen auf einen thematischen bruch hindeutet, finde ich die differenzierung angemessen. aber auch dann würde ich dafür plädieren, die einrückung nur ohne leerzeile darüber einzusetzen. zumindest bei geübten lesern wird es, denke ich, für leichte irritation sorgen, wenn du zwei arten, einen absatz zu kennzeichnen, miteinander kombinierst – und so richtig schick ist es ja auch nicht.

Interessant fand ich die Leerraumvariante mit Geviert. Daher hab ich sie mal schnell umgesetzt und ich muss sagen dem Punkt gefällt mir die bisher am besten. Was denkt ihr?

der punkt bräuchte mehr luft an den seiten und wohl auch ein bisschen mehr gewicht. außerdem stelle ich es mir schwierig vor, die optimale vertikale position in bezug zu den kapitälchen links und den versalien rechts zu finden. das problem ergibt sich bei dem leerraum nicht. insofern ist das, wenn du an diesem spitzmarken-design festhalten willst, weiterhin die variante, die mir am besten gefällt.

@ ThierryM: ja, es ist die Chaparral. Gut gesehen. Mag ich und das sie so gut mit Ligaturen ausgestattet ist, ist mir eigentlich erst mit diesen Texten aufgefallen. In einem anderen Fall hatte ich sie schonmal verwendet und dort ist sie selbst meiner Mutter, die mit Typografie nun gar nichts am Hut hat, sehr positiv aufgefallen.

jo, ich mag die chaparral auch ziemlich gerne. leider fällt mir das meist erst ein, wenn ich mich schon für eine andere schriftart entschieden habe.

und noch etwas: ich sehe, wie mir in deinem mustertext die abkürzung ›IFRA‹ in die augen sticht, weil sie komplett in versalien gesetzt ist. ich würde mal schauen, ob mit kapitälchen besser aussieht. wenn man die ersetzung als grep-stil definiert, hat man nicht mal die mühe, alle vorkommen zu finden.

viel erfolg!

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Mattskar

eigentlich wollte ich doch nur...

hab mir auf euer anraten nochmal die Texte im ganzen vorgenommen. Das heißt, wenn ich euch richtig verstanden habe, Einrückungen nur bei "kleinen Absätzen" nicht aber bei Absätzen mit Leerzeile. Und den Text: "Notes from.." allem voranstellen (was irgendwie auch sinnvoll scheint, ich auch mal hatte, aber dann nicht gut aussah. jetzt irgendwie schon *leichtkonfus*)

Ist es so besser?

danke + viele grüße

Sebastian

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Mattskar

ich hab zwei schriften. die zweite schrift wird nur in den schriftgrößen 5,5 und 7pt auf dem dokument verwendet. da 7pt zu groß war und ich keine neue schriftgröße einführen wollte, viel die entscheidung auf 5,5pt. ist auch für die information ausreichend.

super. dann kann's jetzt in den druck und in einem monat ist es dann im Handel erhältlich, oder hier:

www.magnetic-scent.com

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