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Unharmonisches Erscheinungsbild am Bildschirm; Editor: FontForge

Hervorgehobene Antworten

Guten Tag,

ich - absoluter Laie - habe ein Problem mit FontForge;

zwecks Lerneffekt im Umgang mit den Optionen kopierte ich die Grundzeichen eines freien serifenlosen Fonts in eine neue Datei.

Dabei stellte ich fest, dass jedoch die Erscheinung am Computer unterschiedlich ausfällt (z.B. in OpenOffice);

Unter "Element > Schrifteigenschaften" hatte ich schon alle möglichen Werte verglichen und der Originaldatei angepasst;

kann also nicht daran liegen. (?)

Das Problem ist die unausgeglichene Erscheinung: Die Verhältnisse der Größen untereinander (z.B. von Zweigen) einer Glyphe am Bildschirm entsprechen nicht den tatsächlichen Verhältnissen in der Vektorgrafik.

Im Druck (bzw. als PDF) sind die Verhältnisse völlig normal, entsprechen dem Originalfont bzw. den Vektorgrafiken.

(Könnte ja aus diesem Grund mir egal sein,... nur ich möchte eine Runen-Schrift erstellen, die auch am Bildschirm sehr gut aussieht/ zu lesen ist).

Für eine schnelle Hilfe bin ich sehr dankbar!

lg

---

im Bild: Unten meine Kopie; oben das Original.

post-22231-1355407972,9353_thumb.jpg

Das Problem lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Hinting!

Eine »Lösung« jedoch nicht. Es gibt manuelles Hinting, dass Standard-Fonteditoren überhaupt nicht verarbeiten können. Ein Öffnen-Ändern-Abspeichern wie bei bei Word und Co. ist dann schlicht unmöglich.

Es gibt auch verschiedene Formen des Auto-Hintings, die wiederum von verschiedensten Einstellungen abhängen. Aber das ist auch ein komplexes Thema …

  • Ersteller

Hallo Ralf,

danke für deine Antwort; also muss ich mit dem Schaden leben?

Ich hatte nun in Fontforge das "Auto-Hinten"- probiert, aber eine Besserung konnte ich nicht erkennen.

:(

  • Ersteller

meinst du, ich solle das "hinting" für jedes zeichen einzeln anfertigen?

ich hatte schon meine ersten eigenen Kreationen erstellelt, mit "Füßchen" :-) (find ich optisch schöner)

anbei zwei kleine Bilder; das eine die Ansicht am Bildschirm, zweite als Druck.

Ich hatte auch schon mal einen realen Ausdruck gewagt und war eigentlich zufrieden;

außer die Zweige, vor allem die geraden/ waagerechten, die sind mir doch zu dünn;

die "runden" Zweige sind zwar am Bildschirm förmlich zu sehen, aber irgendwie auch viel zu zart,... also anstrengend zu erkennen.

War jetzt auch nicht sooo schwer/ zeitintensiv, darum überlege ich, die Zeichen nochmal neu zu erstelle und allg. fetter.

?

(Hatte auch überlegt, ohne Serifen; jedoch geben gerade diese irgendwie den gewissen Reiz; ?)

---

bei den Bilder sind folgende Schriftgrößen:

1. Reihe -> 12

2. ... -> 24

3. ... -> 48

post-22231-1355407973,0666_thumb.jpg

post-22231-1355407973,1093_thumb.jpg

Wenn Dir das automatisch erzeugte Hinting für Deine Runenschrift nicht gut genug ist, mußt Du eben von Hand Hinting-Informationen erstellen. Das ist allerdings aufwendig.

Vielleicht hast Du auch das Hinting nicht für alle Zeichen erzeugen lassen? Markiere in Fontforges Zeichenübersicht alle Zeichen (z. B. über Strg + A) und klicke dann im Menü auf Hints/Auto-Hinten. In den Zeichenfenstern solltest Du danach grüne und blaue Flächen sowie grüne Linien sehen.

Weitere Möglichkeit: Wenn du nach einem Autohinting und erneutem Export der Schrift keinerlei Änderung in den Awendungsprogrammen sehen kannst, stelle sicher, dass wirklich die neue Version der Schrift verwendet wird, und nicht noch die alte in irgend einem Cache sitzt.

Die Rundumchlag-Lösung dafür ist, während der Entwicklung vor jedem Export der Schriftfamilie einen neuen Namen zu geben, d.h. die erste Version heißt "Runenschrift-v1", dann "Runenschrift-v2", etc. Dann kann es keine Cacheprobleme geben.

  • Ersteller

Vielen Dank für eure Hinweise;

Ich probiere nun, selbst Hinting-Informationen zu erstellen.

Wie mach ich das für Rundungen?

Mal ein Extra.Tip:

Es gibt einen recht guten Auto-Hinter, der z.B.ö für das Linux Libertine-Projekt auch verwendet wird (Diese Schriften sind ja auch mit Fontforge gestaltet worden). Die Ergebnisse sind damit wirklich recht gut, und in den allermeisten Fällen, wenn man die Schriftart nicht unbedingt als Display-Font einsetzten möchte, sondern mit einer vernünftigen Optik im Editor zufrieden ist: http://www.freetype.org/ttfautohint/

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