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Kombinierendes Zeichen über Delta.

Hervorgehobene Antworten

Wenn ich diakritische Zeichen über gewöhnliche Buchstaben setze, werden sie schön zentriert dargestellt, bei gr. Buchstaben (Δ, Φ, Γ) erscheinen sie jedoch nach rechts verschoben, was läuft da schief? (Ich verwende FontCreator.)

Nur so als dumme Zwischenfrage: Weswegen sollte man einen Konsonanten mit einem Zeichen ausstatten, dass eine eine Silbenlänge anzeigt?

Und da mir erst jetzt deine Bearbeitung auffällt: Diese Buchstaben sind nicht dafür gebaut worden, dass man Diakritika daraufstapeln kann. Vielleicht gibt es irgendwo eine Option für das Kombinieren?

  • Ersteller

Mir geht es um den technischen Algorithmus, der die Glyphen zusammensetzt. Hier meine Frage nochmal auf “bildliche Art”:

post-18716-1355407984,1666_thumb.jpg

Ich hab viel mehr Fragen zur Frage als Antworten …

Du sprichst von der Erstellung eines komplett neuen Fonts? Oder der Anpassung eines Systemfonts? Wo klappt die Kombination nicht? Im FontCreator oder später im Anwendungsprogramm? Beziehungsweise willst du diakritischen Zeichen im Fonteditor zu einem Zeichen kombinieren oder soll das später im Anwendungsprogramm (welchem?) erfolgen?

  • Ersteller

@Ralf Es geht nicht um die Erstellung eines neuen Fonts, ich benutze schlichtweg Tahoma. Die Kombination klappt in Firefox nicht, auch nicht in FontExpert 2011. Ich möchte die diakritischen Zeichen vom Anwendungsprogramm (Firefox) kombinieren lassen.

Ich dachte zuerst, daß es eine Macke von Tahoma ist, doch es betrifft auch andere Schriftarten. Folgendes Bild zeigt die Darstellung von Times New Roman, Trebuchet MS und Verdana in FontExpert 2011. Bei allen dreien ist das Makron über dem Epsilon verschoben. Ebenso bei den anderen gr. Buchstaben, außer dem Alpha, das sieht korrekt aus. Was läuft da schief?

post-18716-1355407984,6173_thumb.jpg

Hintergrundwissen findest du hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kombinierendes_Zeichen

Eine perfekte Positionierung kannst du nur erreichen, wenn die Zeichen als Einzelglyphe vorbereitet sind, wie etwa unsere ä,ö und ü in der üblichen Anwendung. Das Anwendungsprogramm legt die Einzelzeichen einfach zusammen. Es kann nicht optisch ausgleichen oder entscheiden, ob es gerade visuell besser wäre, das diakritische Zeichen weiter links, rechts, oben oder unten zu platzieren.

  • Ersteller

Hallo Ralf, das kann es definitiv nicht sein, da, wie im Bild zu sehen, ‘w’ mit Macron sicher keine Einzelglyphe ist, das Macron dennoch perfekt zentriert über dem ‘w’ erscheint. Über dem Epsilon (bzw. Delta) hingegen völlig verschoben, nicht nur ‘ein bißchen’.

Vielleicht – ohne den Font gesehen zu haben – besitzt das w eine combining mark an der richtigen Stelle, die dem Anwendungsprogramm einen Anhaltspunkt gibt, wo das zweite Zeichen denn hingehört, während die griechischen Zeichen diese Markierung nicht besitzen?

Oder das Anwendungsprogramm kann lateinische Buchstaben kombinieren, während es mit nicht-lateinischen Bereichen nichts anzufangen weiß?

  • Ersteller

@Sebastian Genau soetwas wie eine Markierung vermute ich auch, dazu reicht allerdings mein technisches Wissen nicht aus, da ich im Grunde kein ausgebildeter Typograph bin. Ich werde mal versuchen eine entsprechende Markierung aufzufinden, bisher wußte ich nicht, daß es so etwas gibt …

Ich muss gestehen, dass ich mich in Fontforge mit den Ankerpunkten noch nicht beschäftigt habe, das steht noch auf der großen ToDo-Liste ... Aber aus dem Überfliegen der Doku weiß ich, dass man da wohl mehrere Sorten davon definieren kann, vermutlich für verschiedene Arten Diakritika ... Würden diese Ankerpunkte, so sie denn definiert würden, für genau diese hier angesprochenen Positionierungsaufgaben mit kombinierenden Diakritika verwendet im fertigen Font? Und umgekehrt: Hätte ein Font solche Positionierungsangaben: würde man diese in Fontforge denn als Ankerpunkte sehen, wenn man das ttf o.ä. damit aufmacht? In letzterem Falle könnte man ja sehen, ob das Delta solcherlei Angaben hat oder nicht ...

Ich weiß nur vom zusammenbasteln fertiger Zeichen in Fontforge, dass die Automatik von Fontforge die ohne Ankerpunkte manchmal jwd hinsetzt, weil da zufällig der höchste Punkt in der Glyphe ist o.ä. Anderen Programmen wird es wohl auch nicht besser ergehen ohne Hilfspunkte ...

… und schon gar nicht in dieser Twitter-Pseudokonvention, die außerhalb der Zwitscherwebsite m.E. nur komisch aussieht. ;-)

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