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Typografie-Zitate


Ralf Herrmann

Empfohlene Beiträge

Als Typograf haben Sie einfach keine Wahl. Sie stehen immer auf der Seite des Textes. Das klingt zwar eigenartig, weil es sich beim Text um eine Sache handelt, aber Typografen selbst sind ja auch eigenartig. 

 

Frank Baranowski im Buch Type Rules

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Ein Text ist allerdings eher keine »Sache». Wenn ein geschriebener Text gemeint ist, was gut sein kann, ist der auch eher keine solche. Die bildliche Darstellung einer Idee ist Sache als Papier auf Farbe, aber Papier auf Farbe ist nicht unbedingt ein Text. Was will der Dichter sagen?

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Der Schriftsetzer soll außer den technischen Kenntnissen, welche er während seiner

Lehrzeit sich aneignet, zuvörderst mit seiner Muttersprache vertraut sein, außerdem

die Umgangs- und alten Sprachen, wenigstens französisch, englisch, lateinisch,

griechisch und hebräisch, so weit pflegen, um die grammatikalischen Grundregeln

zu verstehen; ein hoher Grad von Vollkommenheit ist nicht erforderlich, und er kann

das Nöthige durch Selbstunterricht lernen.

Ebenso wird ihm eine lexikalische und tagesgeschichtliche Belesenheit stets ein

sicherer Führer sein bei der so großen Mannichfaltigkeit des literarischen Stoffes,

welcher ihm unter Hand und Auge kommt…

Carl August Franke: Katechismus der Buchdruckerkunst. Leipzig, 1862

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...  die meisten Typographen in Deutschland bekommen schon einen kleinen Orgasmus, wenn sie eine kursive Sabon mit einer fetten Imago mischen.

 

Wolfgang Beinert

 

:schonklar:

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Nicht direkt auf Typographie gemünzt, aber auch unter Typographen häufig in der Kurzform angeführt, hier das ganze Zitat:

 

Whether it be the sweeping eagle in his flight, or the open apple-blossom, the toiling work-horse, the blithe swan, the branching oak, the winding stream at its base, the drifting clouds, over all the coursing sun, form ever follows function, and this is the law. Where function does not change form does not change. The granite rocks, the ever brooding hills, remain for ages; the lightning lives, comes into shape, and dies in a twinkling.
It is the pervading law of all things organic and inorganic, of all things physical and metaphysical, of all things human and all things superhuman, of all true manifestations of the head, of the heart, of the soul, that the life is recognizable in its expression, that form ever follows function. This is the law.

 

Louis Henri Sullivan (1856 – 1924)

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Typographie kann unter Umständen Kunst sein.

(Kurt Schwitters)

... und unter Umständen sogar Spaß machen.

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Die Typografen (im weitesten Sinne)

haben von jeher zur Avantgarde

der Arbeiterbewegung gehört;

ohne ihre Kenntnisse, ihre Kultur

und ihre Solidarität wäre die rasche

Ausbreitung neuer Ideen in der

Arbeiterklasse des 19. Jahrhunderts

gar nicht denkbar gewesen.

Hans Magnus Enzensberger

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Von der Barberei in die Zivilisation

leitet die Erfindung der Buchstabenschrift

und ihre Verwendung zu literarischer

Aufzeichnung über.

Franz Mehring

 

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:gimmifive:

Das hat mir früher bei den Tages-Abreißkalendern so gut gefallen:

Auf der Rückseite jeden Tag ein mehr oder weniger kluges Zitat

von mehr oder weniger bedeutenden Menschen...

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Schrift ist ganz ohne Frage

ein Kulturgut. Eines, das einerseits

niemandem gehören kann, das aber

andererseits um so mehr Protektionisten

und Förderer braucht.

Derer sind wenig geworden.

Hans-Georg Wenke

 

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Sieht so aus ... zumindest erkenne ich Wilhelm Woellmer, Schelter & Giesecke, Stephenson & Blake und Letterngiesserei Amsterdam.

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Eines der ſprechendſten Ausdrucksmittel jeder Stilperiode iſt die Schrift. Sie gibt nächſt der Architektur wohl das am meiſten charakteriſtiſche Bild einer Zeit und das ſtrengſte Zeugnis für die geiſtige Entwicklungsſtufe eines Volkes.

 

Peter Behrens. Gesehen in »In der Schmiede der Schrift«, 1940

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<p>Eine elegante Display-Schrift von Friedrich Althausen mit 200 Ligaturen</p>
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