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Typografie-Zitate


Ralf Herrmann

Empfohlene Beiträge

  • 2 Monate später...

Limitierungen fördern neues kreatives Denken ...

 

Sebastian Nagel, Schriftgestalter, auf typografie.info

 

(Dieses Zitat bezog sich im ursprünglichen Kontext nicht explizit auf die Typografie, trifft aber auch auf diese zu, wie ich finde.)

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  • 3 Wochen später...

 

Einrahmungen und Mittelachse können in der Hand des Meisters unvergleichlich schön sein. Aber man kann und muß nicht aus jedem bedruckten Zettel ein Kunstwerk machen.

Paul Renner, 1928

 

Quelle: Artikel „Mikrotypografische Grundlagen“, PAGE, Mitte der 90er Jahre.

 

Hat noch jemand das Original? Ich habe nur eine schlechte Kopie von damals ohne weitere Angaben.

Da sind noch weitere Zitate, die ich gerne folgen lasse.

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als kleiner kontrapunkt zum eben geschriebenen was durchaus kontroverses (dem ich auch nicht immer zustimme, aber meistens):

 

symmetrie ist die schönheit der dummen.

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Gast bertel

Symmetrie ist die Ästhetik der Dummen hat Mies van der Rohe mal gesagt. Oder war es Schopenhauer? Picasso? Grillparzer? Hundertwasser? So genau scheint sich da keiner erinnern zu wollen.

Wenn man sich aber beispielsweise anschaut, dass symmetrische Gesicher von allen Kulturen der Welt als besonder hübsch angesehen werden, sind entweder alle dumm oder er – wer auch immer – hat sich geirrt.

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Wenn man sich aber beispielsweise anschaut, dass symmetrische Gesicher von allen Kulturen der Welt als besonder hübsch angesehen werden, sind entweder alle dumm oder er – wer auch immer – hat sich geirrt.

Nicht ganz. Zwar werden Gesichter mit hoher Symmetrie als schön empfunden, aber eben nur bis zu einer bestimmten Grenze. Baut man künstlich ein perfekt symmetrisches Gesicht, reagieren die meisten dann doch etwas verstört, da es dann seltsamerweise gar nicht nehr so symmetrisch aussiht, und man das Gefühl bekommt, dass da irgend etwas nicht stimmt.

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Paul Renner, 1928

 

Quelle: Artikel „Mikrotypografische Grundlagen“, PAGE, Mitte der 90er Jahre.

 

Hat noch jemand das Original? Ich habe nur eine schlechte Kopie von damals ohne weitere Angaben.

Da sind noch weitere Zitate, die ich gerne folgen lasse.

 

Das stammt aus folgender Quelle:

 

Paul Renner: type und typographie. In: Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik. 65 (1928), H. 6, S. 465.

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nicht unbedingt typo im engeren sinn, aber spricht mir sehr aus dem herzen (und betrifft uns alle fast täglich):

 

A good designer finds an elegant way to put everything you need on a page. A great designer convinces you half that shit is unnecessary.

(mike monteiro)

  • Gefällt 3
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Das stammt aus folgender Quelle:

 

Paul Renner: type und typographie. In: Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik. 65 (1928), H. 6, S. 465.

 

Danke.

 

Auch aus der Page (der Krake liefert keine Originalquelle):

 

Alle Typen außer der Groteskschrift, die dafür auch in der kleinsten Druckerei in allen Weite-, allen Fettegraden stehen müßte, könnten eingeschmolzen werden.

Max Buchartz, 1926

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[…] sind entweder alle dumm oder er – wer auch immer – hat sich geirrt.

 

Wie das mit Zitaten meist der Fall ist, sind sie aus dem Zusammenhang gerissen und werden ohne ihren Kontext betrachtet bzw. interpretiert. Von daher wäre es zunächst schön zu wissen, wer das Zitat wann und in welchem Zusammenhang zum Besten gegeben hat.

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Zitate sind ja auch keine allgemeingültigen Weisheiten (die es in der Typografie ja eh nicht gibt) sondern eben Meinungen von Einzelpersonen.

Find aber auch daß gestalterische Krücken wie Symmtrie oder goldener Schnitt nicht der Weisheit letzter Schluss sind sondern eher öfter als des Gestalters letzte Rettung herhalten müssen.

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  • 1 Monat später...

via StefanB auf Facebook:

»Die Typographie hat im wesentlichen ein praktisches und nur zufällig auch ein ästhetisches Ziel; denn nur selten will sich der Leser vornehmlich an einem gefälligen Druckbild erfreuen. Daher ist jede Satzgestaltung falsch, die sich, gleichviel aus welcher Absicht, zwischen den Verfasser und Leser stellt. Hieraus ergibt sich, daß beim Druck von Büchern, zumindest solchen, die wirklich gelesen sein wollen, nur sehr wenig Raum für ›brillante‹ Typographie vorhanden ist. Ja, selbst ein langweilig und einförmig wirkender Satz ist für den Leser weit weniger störend als ein betont eigenwilliger oder spielerischer. Geschicklichkeit in dieser Richtung ist wünschenswert, ja sogar sehr wichtig bei Werbedrucken für Wirtschaft, Politik und kulturelle Einrichtungen oder Veranstaltungen, denn im Werbedruck wird sich nur die frischeste, lebendigste Typographie Beachtung erzwingen. Dagegen verlangt der eigentliche Buchdruck, abgesehen von engbegrenzten Sonderausgaben, ein strenges, beinahe unverbrüchliches Beachten der Konvention – und mit Recht.«

Aus: Morison, Stanley:
Grundregeln der Typographie.
Übers. v. Arno Krause. Berlin: Heymann, 1955.

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  • 3 Wochen später...

Gott ſegne Kupfer, Druck und jedes andere vervielfältigende Mittel, ſo daß das Gute, was einmal da war, nicht wieder zugrunde gehen kann.

 

Goethe 

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  • 2 Wochen später...
Gast bertel

Müsste es nicht auch "… deren Punze …" heißen? Schließlich hat nicht jede Bleiletter mehrere Punzen.

 

Für die entsprechende Regel, die tastaturgläubige ohne n als richtig darstellt, wäre ich euch dankbar. Irgendwie hab ich im Hinterkopf, dass ohne n auf jeden Fall richtig ist, aber dass mit n in diesem Fall auch richtig sein kann. Vielleicht kann das ein Grammatikfüchslein herleiten …

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Müsste es nicht auch "… deren Punze …" heißen? Schließlich hat nicht jede Bleiletter mehrere Punzen.

 

Für die entsprechende Regel, die tastaturgläubige ohne n als richtig darstellt, wäre ich euch dankbar. Irgendwie hab ich im Hinterkopf, dass ohne n auf jeden Fall richtig ist, aber dass mit n in diesem Fall auch richtig sein kann. Vielleicht kann das ein Grammatikfüchslein herleiten …

 

bertel, Ihr seid ein ganz schlauer und mit euch haben wir keinen tastaturgläubigen Bidschrimglotzer vor uns.

 

... euch tastaturgläubigen Bildschirmglotzer ... ist 3. Person Singular. Offensichtlich von Günter Gerhard Lange in ironischer Absicht so gesagt und an eine spezielle Person, und nicht an alle Bildschirmglotzer gerichtet, die ja vielleicht schon mal, wie ich ja auch die therapeutische Wirkung einer fein gestalteten Bleiletter, möglicherweise mit mehreren Punzen, wie einem „Brillen-g“ und das wohl möglich in einer winzigen Schriftgröße, bei der man sich klar machen muss, dass der Stempel dazu wohl möglich vor Jahrhunderten freihändig von einem Menschen aus einem Stück Stahl herausgeschnitzt wurde, in der Hand hielten.

 

Und da skaliere ich mein Brillen-g auf 30cm Größe auf dem Bildschirm, um an den Knoten herum zu zupfen, und mühe mich fürchterlich ab, die Präzision dieses kleinen Buchstabens nachzubilden. Sicherlich hatte auch Lange eine bestimmte Letter im Kopf, denn ein großer Teil der Buchstaben hat ja nicht mal eine Punze.

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Gast bertel

bertel, Ihr seid ein ganz schauer und mich euch haben wir heinen tastaturgläubigen Bidschrimglotzer vor uns.

 

War das der Google-Übersetzer "Deutsch—Böhmische Dörfer"?

 

 

euch tastaturgläubigen Bildschirmglotzer ist 3. Person Singular

 

So fühlt es sich also an, wenn man so richtig auf dem Schlauch steht. Danke für das wortgewordene Gefühl  :cry: .

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Upps, muss mir mal meine Finger „anspitzen“ damit ich die richtigen Tasten treffe.

 

<schäm> Warum hab ich bloß nie richtig auf der Tastatur schreiben gelernt und tippe noch immer „System Adler“ </schäm>

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Für die entsprechende Regel, die tastaturgläubige ohne n als richtig darstellt, wäre ich euch dankbar.

 

Das Adjektiv ›tastaturgläubige‹ ist hier eine »Apposition bei einem Personalpronomen« (so nennen das die Fachleute offensichtlich). In solchen Fällen wird das Adjektiv stark gebeugt. Es gibt einige Fälle (im Nominativ Plural und Dativ Singular), bei denen von dieser Regel abgewichen und schwach gebeugt werden darf. ›Ihr tastaturgläubige Bildschirmglotzer‹ steht allerdings (nach der Präposition ›für‹) im Akkusativ, für den keine Sonderregeln gelten. Daher ist eindeutig nur die Form ›für euch tastaturgläubige Bildschirmglotzer‹ richtig.

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Und wenn ich den Bildschirmglotzer in der 3. Person Singular anspreche?

 

“Werter Herr, für Euch Tastaturgläubigen Tastaturglotzer währe es wahrlich angeraten, wenn ihr euch einmal eine schön gestaltete Bleiletter in die Hand nehmt, und euch die Präzision anschaut, mit der die fein gestalteten Punzen in den Stempel geschlagen wurden!“

 

Nun ja, dieses therapeutische Erlebnis wurde meinem bildschirmglotzenden Freund heute leider verwehrt, als ich ihm in dfas Offizin eines Druckers gesandt hatte, um mir scharfe Aufnahmen vom Bleilettern zu liefern. Er durfte leider nur die Setzkästen aus der Hand fotografieren, sodass die Bilder der Lettern leider nicht so scharf und detailrech geworden sind, wie ich sie eigentlich benötigt hätte - schade...

 

Er hatte sich extra eine Foto-Vorrichtung vorbereitet, um die Lettern darauf gut zur Kamera positionieren zu können :-(

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»Die« Offizin ist keine Therapieanstalt. Das gehört hier aber gar nicht her: Ich selbst habe keine Zeit, stundenlang Buchstaben in Vorrichtungen zu stellen, und selbstverständlich läßt kein Schriftsetzer fachfremde Leute mit den Fingern in seine Kästen, daran ist überhaupt nicht zu rütteln.

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Ich hatte das mit der Therapie ja nur leicht Augenzwinkernd gemeint, aber ich will das hier auch nicht ausdiskutieren.

 

Nun gut, damit ist die Sache dann wohl erst mal gegessen, hab ja noch andere Projekte am laufen... Zumindest die Holzlettern sind ja schön geworden und ein wenig lässt sich schon nutzen. Trotzdem Danke für die Geduld.

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