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Gender-Schrägstrich


Liuscorne

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Pachulke

Ein kleines ß natürlich, idealerweise Mehrlinge. Und irgendwann werden die groß …

 

 

 

Um jetzt aber noch mal zum Thema zurückzukommen — gerade habe ich in einem F.A.Z.-Kommentar gelesen:

 

Wir verwendeten in Zukunft nur noch das geschlechtsneutrale rheinländische "dat".
"Dat Gerda sing Auto".

 

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Kathrinvdm

Bildet man grammatikalisch gesehen identisch in meiner nordhessischen Urheimat:

Das Kathrin, dem Kathrin seine Tasche. Schön, ne?  ;-)

 

Immerhin immer noch besser als meine über alles geschätzten Freunde in bayrischen Landen, die über weibliche Wesen, deren Namen ihnen gerade entfallen sind, sagen: »Die Ding …« Das ist doch wirklich mal ein Ding, oder?

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Þorsten

Kathrin seine Tasche.

In meiner Heimatstadt Magdeburg wird Lehrern und sonstigen Personen, die sich eigentlich mit Sprache auskennen sollten, regelmäßig folgende Besserwisserei unterstellt.

Kind: „Das ist Kathrin seine Tasche!“

Lehrer o. ä.: „Sprich richtig Deutsch! Das heißt: ‚Kathrin ihre Tasche‘!“

 

Diese moderne Sage soll also illustrieren, dass im Machteburjischen „Kathrin seine“ falsch ist, „Kathrin ihre“ hingegen richtig. Mit dem Gendern hat der gemeine Machteburjer also eher wenig am Hut.

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Lukas W.

Immerhin immer noch besser als meine über alles geschätzten Freunde in bayrischen Landen, die über weibliche Wesen, deren Namen ihnen gerade entfallen sind, sagen: »Die Ding …« Das ist doch wirklich mal ein Ding, oder?

 

Zur Verteidigung meiner Landsleute möchte ich hinzufügen, dass das durchaus auch für männliche Wesen zutrifft ... :tutor::-)

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Kathrinvdm

Ehrlich? Das ist mir noch nicht untergekommen. Danke für die Komplettierung meiner regionalsprachlichen Kenntnisse!  :gimmifive:

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Lukas W.

A: "Woəßt, wen Î letzthin troffə håb? Ən Ding, stèll də dès voər!"

B: "Ən Ding?"

A: "Jå, woəßt schô, ən Ding, ən Mô vo də Ding vo Brennbeərgh!"

B: "Ásô, ər!"

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bertel

Da muss ich als Bajuware Lukas beipflichten – alles, was einem grad nicht einfällt, wird mit "Ding" tituliert. Manderl wie Weiberl. Wobei bei Personen immer ein gepflegtes "woəßt schô" angehängt wird, weil man ja davon ausgeht, dass der andere eh weiß, von wem man spricht.

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Niklas

Hat eigentlich schon mal jemand bemerkt, wie sehr auf diese Weise eine Gender-Dualität konstruiert wird, die der Realität widerspricht und alle Trans* ausschließt?

 

Na, dafür hat man sich in linken Kreisen doch neuerdings den Unterstrich ausgedacht... Lehrer_innen. Witzigerweise entspricht die Schreibweise denn auch oft dem politischen Milieu. Ich habe für mich entschieden, üblicherweise das generische Maskulinum zu verwenden, und nur in Ausnahmefällen z. B. »Lehrerinnen und Lehrer« zu sagen, z. B. bei Ansprachen. Es sei denn natürlich, ich werde gezwungen, aber damit habe ich mich bisher noch nicht auseinandersetzen müssen.

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TobiW

So mach ich’s auch … beim ersten vorkommen von Gender-Gedöns gibt’s ne Fußnote, das selbstverständlich immer alle gemeint sind und zugunsten des Leseflusses auf Gender-Gedöns im Folgenden verzichtet wird.

 

Der AStA der FH-Bilefeld schreibt * statt _. Gerade kam ne Stellenausschreibung für eine*n Sekretär*innen. Und und im AStA Osnabrück haben wir eine_n, d_ sogar sein_ Namen am Ende mit _ schreibt. Wenn wir über den Reden sagen wir jetzt liebevoll Re-Neunter-Strich …

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Niklas

Laut Wikipedia gibt es noch eine kreative »Lösung«: :D

 

Lieb* Les*, * du das gerade liest anstelle von Liebe_r Leser_in, der_die du das gerade liest

 

Interessanterweise kam 1968 meines Wissens niemand darauf, die Studentenproteste als Studierendenproteste zu bezeichnen...

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Pachulke
Interessanterweise kam 1968 meines Wissens niemand darauf, die Studentenproteste als Studierendenproteste zu bezeichnen...

 

Damals war das allgemeine Sprachempfinden noch nicht so darnieder, daß man damit durchgekommen wäre, ohne sich lächerlich zu machen. Man wußte noch, daß ein Student nur dann ein Studierender ist, während er auch wirklich studiert. Da die Studenten aber gerade Protestierende waren, konnten sie ja per definitionem gar keine Studierenden sein; ich glaube, die Multi-Tasking-Fähigkeit war ’68 auch noch nicht erfunden. Wahrscheinlich waren die ernsthaft Studierenden den Protestierenden sogar ein reaktionärer Dorn im revolutionären Auge.

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Ralf Herrmann

Man wußte noch, daß ein Student nur dann ein Studierender ist, während er auch wirklich studiert. 

 

Kannst du das belegen? Also dass die Form »Studierender« damals tatsächlich mit einer zu Studenten abweichenden Bedeutung etabliert war und entsprechend benutzt wurde? 

 

Und du weißt schon, dass Studierende durchaus auch höchst traditionell ist und in einer Zeit üblich war, aus der du dir deine ganzen C-Schreibweisen importiert hast. 

satzungenstudierenden.png

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Phoibos

An sich ist doch Studierender nur eine Deutschtümelei zu Student. Die Gender-Konnotation kam erst viel, viel später. Dass die Soziologen mit der Sprache nicht sonderlich pflegsam umgehen, ist jedoch nichts neues. Nirgendwo sonst kann man Seminare mit Trivialitäten der Kategorie "der Ball ist rund" in einer Sprache füllen, die sich mir trotz einiger Sprachkenntnisse der Eltern jeglicher Fachsprachen (Latein & Griechisch) nicht erschließt.

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<p>Druckgrafisches Museum Pavillon-Presse in Weimar</p>
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