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Schrägstrich mit oder ohne Leer

Empfohlene Beiträge

Barbara Zehentner

Hallo!

Ich hab gerade ein Problem mit dem Schrägstrich.

Normalerweise würde ich bei folgendem Text den Schrägstrich ohne Leerzeichen verwenden:

 

ein/e Mentor/in (also weibliche und männliche Form zusammen)

 

 

Jedoch, wie verhält es sich bei:

 

eine Mentorin/ein Mentor?

 

Ich hab dabei ein Leseproblem, da ich das „ein“ automatisch zu dem Wort „Mentorin“ dazu nehmen. Und mit einem Leer nach „Mentorin“ siehts auch irgendwie komisch aus.

 

Viele Grüße

Barbara

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Gast bertel

"ein/e Mentor/in" würde ich immer ohne Leerzeichen setzen und unbedingt von Hand ausgleichen, weil der Raum vor dem Schrägstrich immer größer aussieht als der Raum danach.

 

"eine Mentorin/ein Mentor" würde ich gar nicht so setzen. Wenn schon ausgeschrieben, dann konsequent: "eine Mentorin oder ein Mentor".

 

Aber die Diskussion, was schön, sinnvoll und politisch korrekt ist, wird kein Ergebnis haben. Jeder sieht’s anders.

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Mueck

Nach Gefühl würde ich, wenn ich nicht nur Wortfragmente mit / verarzten wollte, sondern ganze Worte, "eine Mentorin / ein Mentor" nehmen, also zwei Leerzeichen.

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Andrea Preiss

Mir ist ein ganzes Leerzeichen deutlich zu viel, ich halte es da lieber mit einem Achtelgeviert und dann noch per Hand ausgleichen bis es schön ist ;-)

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RobertMichael

 

ein/e Mentor/in (also weibliche und männliche Form zusammen)

 

 

empfinde ich als quatsch. weil "ein Mentorin" dann ja zutreffen könnte.

andernfalls würde das so aber keiner lesen und mit etwas gesundem menschenverstand versteht man was gemeint ist.

vielleicht kommt es auch auf den kontext an, in anzeigen ließt man ja oft:

 

Wir suchen:

Mentor / Mentorin

 

sofern es nur um die politische korrekte Bezeichnung handelt, also beide nicht explizit aufgeführt (angesprochen) werden sollen, bedienen sich viele auch dem gender gap: ein Mendor_in. Alles schon gesehen, alles übertrieben.

 

Leerzeichen bzw. ein Achtelgeviert empfinde ich als angenehmer zu lesen als ohne.

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Phoibos

Im Fließtext bleibt doch nur Bertels ausgeschriebene Variante*. Alles andere ist unhübsch.

 

 

*Oder ganz zu Anfang ein Disclaimer der Art, dass die deutsche Sprache als Generikum gewöhnlich** das grammatikalische

Maskulinum verwendet, dies aber nichts über das Gender und Sexus der betroffenen Personengruppe aussagt.

** Es gibt auch Generika des Femininums wie die Person oder neutrale wie das Kind.

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Barbara Zehentner

Die Bezeichnungen kommen in einem Fließtext einer Universität vor. Diese sind sehr darauf bedacht alles genderkorrekt zu schreiben, daher gibts in jedem zweiten Satz die weibliche und männliche Form von Studenten, Dozenten, Mentoren usw.

Ich denke ein bisschen Abstand macht die Sache lesefreundlicher... vielleicht hab ich aber inzwischen schon zu oft drüber gelesen und sehe schon Probleme die gar nicht da sind.

 

Gibts dafür nun keine wirkliche „Regel“ und ist somit reine Geschmacksache?

 

Danke schon mal für Eure Hilfe!! 

 

Viele Grüße

Barbara

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Pachulke

Gibts dafür nun keine wirkliche „Regel“ und ist somit reine Geschmacksache?

 

Es kann hier aus grundsätzlichen Gründen gar keine Regel geben, weil zu den Prinzipien des Gender-Gedankens ja gerade der provokative Regelbruch gehört. Lt. Judith Butler geht es darum, durch solche Regelbrüche »zur Geschlechter-Verwirrung anzustiften« um »die Festlegung von Geschlechtsidentitäten anzugreifen und zu überschreiten«. Der Versuch, den Regelbruch zu regeln, muß scheitern.

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Gibts dafür nun keine wirkliche „Regel“ und ist somit reine Geschmacksache?

 

Doch. Der Schrägstrich wird ohne Leerraum gesetzt, wenn er »Varianten zusammenfasst«. Quelle: Duden.

Der Typograf würde aber gegebenenfalls etwas Leerraum einfügen. 

 

Ansonsten ist das Problem einfach, dass diese neuen Schreibweisen die Lesegewohnheiten umdrehen und somit mal für den einen und mal für den anderen Leser falsch erscheinen. Die Doppelnennungen machen die generische Form unbrauchbar, weil man plötzlich »fühlt«, dass es etwas fehlt und so eine Schreibung wie »ein/e« lässt die herkömmliche Variante des Schrägstrichs falsch erscheinen, weil dann Plötzlich das Wort »Mentorinein« gelesen werden kann – was in der Vergangenheit nie Probleme gemacht hätte. 

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catfonts

Ich hatte da schon mal folgende Idee: Mann verfässt den Text einer Broschüre genau 2 mal, einmal glatt im männlichen Geschlecht, mit Studenten, Profesoren, Mentoren Totoren, Assistenten und meinetwqegen Hausmeistern und dem Mensa-Köch, sowie dessen Kater.

Dann das sonst gleiche zu 100% in der weiblichen Form, mit Studentinnen, Professorinnen, Mentorinnen, Tutorinnen, Asistentinnen und dan aucxh Hausmeisterinnen und der Mensa-Köchin und ihrer Katze. Das wirds dann so gedruckt, das der jeweiulige Text immer auf der rechten Seite steht, und die rechten Blattseiten dann durchnummeriert sind. Dreht man dann die Broschüre um, hat man auch wieder die Tirelseite vor sich, nur eben im anderen Geschlecht, und wieder ist der Text dann auf der rechten Seite zu lesen, während auf der linken Seite der anderte Text über Kopf und umgekehrter Seiten-Reihenfolge gedruckt ist.

 

So ist niemand benachteiligt, da das jeweils zu erst gelesene Geschlecht mehr dem Zufall überlasen ist, je nmachdem wie herum man das Heft in die Hand bekommt und es kommt ja dann nicht zu diesem eher ausgrenzenden /innen-Anhang

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Þorsten

Zu papierverschwenderisch! Da fände ich es schon besser, bei z.B. einer 1000-er Auflage 500 Broschüren in der männlichen Form und 500 in der weiblichen zu drucken und die dann zufällig zu verteilen, so dass niemand vorher weiß, welche Form sier :party: abbekommt.

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