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Wayfinding Sans Pro – die ultimative Beschilderungsschrift
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oparilames

Typewritter und Serifen/Sans – passt das?

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oparilames

Hallo liebe Leute,

ich bin nicht ganz ohne typografische Bildung, aber mit Schriftmischung habe ich mich noch nie intensiv beschäftigt.

Ich schreibe derzeit an einem dezent selbstironischen, aber gesellschaftskritisierenden Roman, in dem es um Drogen und die Klischeegefühle Isolation, Hass und für Liebe gehaltene Anhänglichkeit gehen soll.

Da es mit einem Todesfall beginnt und auch sachliche Kapitel eingefügt werden, dachte ich mir eine mono Schrift (Anonymous Pro) passt gut für die Überschriften. Um sie am Monitor zu lesen/bearbeiten habe ich mir eine serifenlose Schrift (Alegreya Sans) gewählt, möchte später aber auf die Serifenschrift (Cormorant*) umsteigen. 

Unten, findet ihr ein Beispieldokument. Findet ihr die Schriften passen zusammen? Oder geht das garnicht?
Ich bitte um Begründungen (in Spoiler-Tags), damit ich auch etwas lerne.
Das ganze soll keineswegs eine Sartiere sein, sondern wird ein .

 

Mit freundlichem Gruß

ein müder Oparilames

 

 

* ich habe noch andere Schriften im Sinn, aber sagt mir doch bitte erstmal etwas zu dieser Kombination.

Geschichte.pdf

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R::bert

Es gibt gute Schriftsippen, die all diese Stile gekonnt vereinen. Da passt das hinsichtlich Harmonie im Schriftbild. Zum Beispiel:

  • Fedra
  • Thesis
  • Novel
  • Quadraat
  • Source (kostenfrei)

 

In Deinem Satzbeispiel wirkt die Schriftkombination eher arg zusammengewürfelt auf mich. Sie sieht irgendwie auch nicht nach einem gewollten Konzept aus und erzeugt (bei mir!) wenig Lust zum Lesen – auch wenn das Durcheinander vielleicht geplant war und zum Inhalt passen könnte. Das liegt aber womöglich gar nicht allein an der Schriftmischung sondern dem Schriftsatz, welcher ja noch einmal ein ganz anderes Thema ist.

Von der Cormorant würde ich jedenfalls für den Mengentext-Einsatz unbedingt abraten. Dafür ist sie zu filigran und war sie ursprünglich auch nicht konzipiert. Das merkst Du ja offensichtlich selber, wenn Du Dir für den Bildschirm extra eine andere Schrift einstellst. (Davon würde ich übrigens auch abraten, da sich Umbruch und Grauwert bei einer anderen Schrift wieder verändern und Du nochmal von vorn beginnen musst zu setzen. Gut lesbare Mengensatz-Schriften lassen sich in der Regel auch gut am Bildschirm lesen.) Heißt das am Ende wird es nur eine Kombination aus Mono/Serif?

 

Fazit:

Ich finde schon, dass man diese von Dir gewählten Stile (Mono/Sans/Serif) für den passenden Kontext kombinieren kann, dafür braucht es in der Anwendung aber ein hohes Maß an typografischen Fingerspitzengefühl, vor allem wenn es unterschiedliche Schriftfamilien sind. Wählt man dazu alle Schnitte aus einer Sippe, wird man sich unter Umständen die Arbeit erleichtern und schneller zu einem ansprechenden Ergebnis finden, insbesondere wenn man sich in Sachen Schriftmischung eher unsicher ist.

 

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Gast Arno Enslin
vor 5 Stunden schrieb oparilames:

Ich schreibe derzeit an einem dezent selbstironischen, aber gesellschaftskritisierenden Roman, in dem es um Drogen und die Klischeegefühle Isolation, Hass und für Liebe gehaltene Anhänglichkeit gehen soll.

Klingt interessant. Die für Liebe gehaltene Anhänglichkeit würde ich als Abhängigkeit bezeichnen, wobei ich Liebe, die völlig frei von Abhängigkeit ist, für eine Illusion halte.

 

Und Gefühle sind nie Klischees.

 

vor 5 Stunden schrieb oparilames:

Da es mit einem Todesfall beginnt und auch sachliche Kapitel eingefügt werden, dachte ich mir eine mono Schrift (Anonymous Pro) passt gut für die Überschriften.

Warum denn gerade für die Überschriften? Du könntest den Roman komplett in einer Schreibmaschinenschrift setzen, z. B. in der Pitch, die allerdings nicht kostenlos zu haben ist.

 

vor 5 Stunden schrieb oparilames:

Um sie am Monitor zu lesen/bearbeiten habe ich mir eine serifenlose Schrift (Alegreya Sans) gewählt, möchte später aber auf die Serifenschrift (Cormorant*) umsteigen. 

Die Cormorant ist zu spillerig für Fließtext. Sie eignet sich für Schaugrößen, aber nicht für Lesegrade.

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oparilames

Danke für eure Antworten.

 

Ich gebe zu, ich habe die Schriften nicht in Relation zueinander verglichen gehabt. Ich bin grade an einem neuen Satzvergleichsdokument.

 

Um etwas von euch zu lernen, würde mich interessieren:

– R::bert, was am Satz findest du denn nicht gut? Die Titelseite ist grausam, ja. Die Cormorant in Kapitälchen beißt sich total mit dem Rest. Und sonst?

– Welchen Vorteil bringen mir Schreibmaschinentexte im Fließtext? Vielleicht geht es nur mir so, aber ich finde sie aufgrund ihrer immer gleichen Breite für europäische Fließtexte zu Platzverschwenderisch bzw.  anstrengend auf Dauer zu lesen (ich hatte mal ein Script aus einer Arztpraxis in einer Mono-Font hier. Oh und einen medizinischen Bericht, der ist furchtbar zu lesen) Darum verbinde sie vorwiegend mit Büros und Statik/Stillstand. Andererseits auch mit Mafiosi und Geheimdiensten. Aber ich probiere mich damit aus. Denn andererseits nutze ich sie ja auch zum Programmieren als Fließtext-Schrift und bin gewohnt, sie auf dem Display zu lesen.

 

Außerdem habe ich mir ein paar Schriften angesehen, die ich jedoch kaufen müsste um sie zu testen. Was denkt ihr zu FF Dax von Hans Reichel (Fließtext), Jupiter bzw. Nerva (Titelseite) , Apocrypha(Titelseite und Überschriften [sieht für mich so aus, als würde sie gut mit Monos zusammenwirken können]), Boilerplate (Titelseite) oder Felix Titling Std (Titelseite)?

Alle in Verbindung mit Anonymous Pro/Souce Code bzw. einer netten Serifenlosen, die ich noch ausfindig mache.

 

Im Anhang ist mal eine Schriftkombination für den Titel. Meine Meinung dazu: hier prallen Welten aufeinander. Das macht es interessant. Aber passt es auch? Ich bin verunsichert. 

 

SchriftBeispie.ps

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Dieter Stockert

Nee, ich finde es weder interessant noch passend. Wenn schon Kontrast, dann richtig. Da die erste Zeile soll wohl wichtiger sein soll, müsste die Schrift  auch kräftiger und gewichtiger wirken. Und die Versalien sollten leicht gesperrt sein. (Abgesehen davon: Der Doppelpunkt hinter Drogensuizid zeigt eigentlich an, dass es sich bei der zweiten Zeile nicht um einen Untertitel handelt, sondern dass dies zum Haupttitel gehört. Und dann verbietet sich eine abweichende Schrift ja sowieso.)

Wenn schon Mittelachse, dann würde ich, bei einem Zweizeiler darüber, die gepunktete Linie wieder etwas schmaler als die Zeile darüber machen.

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R::bert
vor 40 Minuten schrieb oparilames:

Um etwas von euch zu lernen, würde mich interessieren:

Für solche Sachen gibt es Profis. Gute Gestaltung und ansprechenden, lesbaren Schriftsatz kann man nicht mal einfach so nebenbei im Forum lernen. Nicht umsonst gibt es dafür Ausbildungen bzw. Studiengänge. Von nötigen Erfahrungswerten aus der Praxis noch gar nicht gesprochen.

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oparilames

Ich habe die Versalien schon leicht gesperrt und das RO  enger zusammen gezogen. Scheinbar habe ich zu wenig gesperrt. Doppelpunkt gebe ich dir recht. Irgendwo habe ich mal einen Titel durch Doppelpunkt mit dem Untertitel verbunden gesehen. Ansich war ich dagegen, wollte es mir aber mal sehen. Bin damit schonmal nicht allein, juhu!

 

Vielen Dank für dein Vertrauen, R::bert. Objektiv betrachtet hast du damit recht. Anmerken möchte ich dennoch, dass du damit implizit aussagst, dieses Forum sei nicht dafür da, Leute über das praktizierte Typografie-Handwerk dahingehend aufzuklären, dass sie – in ihrem Bestreben ein typografisches Feingefühl zu verbessern – weniger Fehler machen.

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Gast Arno Enslin
vor 27 Minuten schrieb oparilames:

Welchen Vorteil bringen mir Schreibmaschinentexte im Fließtext?

In Bezug auf die Lesbarkeit keine. Eher Nachteile. Meistens sogar. Aber ich fand, dass eine Schreibmaschinenschrift zu deinem Schreibstil passen würde. Und thematisch auch. Es gibt meiner Meinung nach nicht viele gute digitalisierte Schreibmaschinenschriften. Die Pitch ist wahrscheinlich weniger gut lesbar als die Colon Mono. Tatsächlich sind das aber fast die einzigen digitalisierten Schreibmaschinenschriften, die ich wirklich gelungen finde. Ich kann mir ein Buch, das in der Colon Mono  oder Pitch gesetzt ist, durchaus vorstellen. Eher noch in der Colon Mono, denn die halte ich für größere Textmengen für geeigneter. Ich kann sie zumindest recht schnell lesen. Störend sind eigentlich nur die Wortzwischenräume, die ich, obwohl sie dieselbe Breite haben wie alle anderen Zeichen auch, als zu breit empfinde. Die Colon gibt es auch als Proportionalschrift.

 

Ich hätte eine Schreibmaschinenschrift für den Fließtext aber gar nicht ins Spiel gebracht, wenn du nicht selbst eine für die Überschriften ausgewählt hättest. Die Idee fand ich nämlich gut.

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R::bert
vor 1 Stunde schrieb oparilames:

Anmerken möchte ich dennoch, dass du damit implizit aussagst, dieses Forum sei nicht dafür da, Leute über das praktizierte Typografie-Handwerk dahingehend aufzuklären, dass sie – in ihrem Bestreben ein typografisches Feingefühl zu verbessern – weniger Fehler machen.

Achwo! Dafür gibt es doch im Forum schon unzählige Stränge, wo man sich einlesen und weiterbilden kann. Und auch hier wurden Dir schon Tipps gegeben. Es werden vermutlich auch nicht die letzten sein. 

 

:tuschel:Aber da hier nicht unwesentlich viele Leute anwesend sind, die mit dem Typografie-Handwerk, wie Du es nennst, Ihren Unterhalt bestreiten, sei meine Anmerkung trotzdem mal erlaubt.:-D So eine kommt gern mal von uns, wenn nach dem kleinen Finger gleich nach der ganzen Hand gegriffen wird.

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gutenberger

Ich frage mich, warum ein Autor die Typo seines Buches machen soll/will, wenn er zudem erkennbar keine Ahnung davon hat ... eigentlich sollten Autoren ja nur schreiben und anständige Texte liefern und den Rest Fachleuten überlassen. Und wenn du Textteile nur unterscheiden willst (für den richtigen Typografen/Setzer), ist es völlig egal, welche verschiedenen Schriften du dafür nimmst.

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Þorsten
vor 12 Stunden schrieb gutenberger:

Ich frage mich, warum ein Autor die Typo seines Buches machen soll/will, wenn er zudem erkennbar keine Ahnung davon hat

Aus demselben Grund, aus dem Nichtfachleute nähen, kochen, an ihren Computer, Fahrrädern, Autos und Häusern herum basteln und sich an tausenden anderen Aktivitäten versuchen, für die es Fachleute gibt. Wir alle machen das ständig. Mal klappt das besser, mal weniger gut.

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gutenberger

 

Am 29.3.2017 um 16:28 schrieb Þorsten:

Aus demselben Grund, aus dem Nichtfachleute nähen, kochen, an ihren Computer, Fahrrädern, Autos und Häusern herum basteln und sich an tausenden anderen Aktivitäten versuchen, für die es Fachleute gibt. Wir alle machen das ständig. Mal klappt das besser, mal weniger gut.

Das ist ein bisschen kurz gesprungen. Wenn der Fragesteller schreiben würde, dass er das Werk im Selbstverlag rausbringen will, wäre er nämlich nicht nur Autor, sondern auch Verleger und ggf. auch Gestalter und Setzer. Dann würde die Frage Sinn machen. Wenn er  sich aber nur als Autor sieht, muss er sich wirklich nicht um diese typografischen Probleme kümmern, sondern könnte sich auf den Inhalt und die Gliederung seines Textes konzentrieren. Das war der Sinn meiner Bemerkung. Denn wenn das Werk in einem richtigen Verlag rauskommt, könnte all diese gestalterische Arbeit sehr schnell umsonst gewesen sein, weil es dann ja in die Hände von Fachleuten gerät oder  geraten sollte.
Ich glaube übrigens nicht, dass "wir alle" als Selbstverleger tätig werden, auch wenn wir selber kochen oder basteln.

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oparilames
Am 29/03/2017 um 03:23 schrieb gutenberger:

Ich frage mich, warum ein Autor die Typo seines Buches machen soll/will, wenn er zudem erkennbar keine Ahnung davon hat ... eigentlich sollten Autoren ja nur schreiben und anständige Texte liefern und den Rest Fachleuten überlassen. Und wenn du Textteile nur unterscheiden willst (für den richtigen Typografen/Setzer), ist es völlig egal, welche verschiedenen Schriften du dafür nimmst.

Man mag es mir glauben oder nicht, aber in mir steckt seit meiner Kindheit ein Perfektionist. Ich erfinde Geschichten seitdem ich 8 bin … Habe es dann die letzten 9 Jahre unterbrochen während all dieser Zeit nie gewagt, mich an einen Verlang zu wenden oder den Versuch zu machen etwas, nebst Schülerzeitungen, zu veröffentlichen. Mittlerweile fühle mich mittlerweile dazu alt genug. Wozu? Etwas zu veröffentlichen! Und, wenn mein Geschreibsel von keinem Verlang genommen wird, muss ich es ja selbst publizieren. Und spätestens da, und frühestens wenn ich es aus der Hand gebe – sei es nur um eine Meinung einzuholen, um es Korrekturlesen zu lassen, – möchte ich, dass zumindest die Schrift den Text trägt. Ganz sicher würde ich kein Gedicht über die Gedanken eines unschuldigen Kleinkinds über eine Blumenwiese in FF Bauer-Grotesk setzen und es irgendjemandem zu lesen geben.

Letztendlich ist ja gleich, was mich dazu treibt! Es befriedigt mich, wenn ich auf meinen Text blicken kann und von mir behaupten kann: ja, da stimmt nicht nur der Inhalt, es gefällt mir auch optisch. Und wenn mir dann einer vom Fach sagt: du, das ist das Schlimmste, was ich jemals typografisch gesehen habe. Dann akzeptiere ich das, höre oder sehe mir an, was er anders machen würde und dann entscheide immernoch ich, ob er mir dabei helfen soll, oder ob ich mich an einen anderen Verlag/Setzer wende. 

Am 31/03/2017 um 12:42 schrieb gutenberger:

 

Das ist ein bisschen kurz gesprungen. Wenn der Fragesteller schreiben würde, dass er das Werk im Selbstverlag rausbringen will, wäre er nämlich nicht nur Autor, sondern auch Verleger und ggf. auch Gestalter und Setzer. Dann würde die Frage Sinn machen. Wenn er  sich aber nur als Autor sieht, muss er sich wirklich nicht um diese typografischen Probleme kümmern, sondern könnte sich auf den Inhalt und die Gliederung seines Textes konzentrieren. Das war der Sinn meiner Bemerkung. Denn wenn das Werk in einem richtigen Verlag rauskommt, könnte all diese gestalterische Arbeit sehr schnell umsonst gewesen sein, weil es dann ja in die Hände von Fachleuten gerät oder  geraten sollte.
Ich glaube übrigens nicht, dass "wir alle" als Selbstverleger tätig werden, auch wenn wir selber kochen oder basteln.

Dennoch isst du nun weder ausschließlich in Restaurants/Imbissen, noch lässt du den gelernten Gastronomie-Partner und/oder Kinder (die in einer Großküche ihre Kindergartenzeit mit Kartoffeln und Sparschäler, ihre Grundschulzeit in der Pommesbude und ihre weiteren Jahre in einem Mittelklasserestaurant verbracht werden haben) für dich die Mahlzeit zubereiten. Und sobald ich jemanden sehe, der sein Gemüse in kaltem Wasser aufsetzt (ausgenommen stärkehaltiges), sein tiefgefrorenes Fleisch auf eine glühende Aluminiumpfanne kippt oder der sein Wiener Schnitzel aus dem Putennacken schneidet, blutet mir zwar wie eucht das Herz, wenn jemand mit solchen Fragen kommt wie ich, aber ich versuche dennoch mein bestes, ihm zu erklären, dass das Gemüse auslaugt, das Fleisch ungenießbar und das Schnitzel unmöglich wird. Womöglich zeige ich ihm dann auchnoch, wie man Laucht wäscht, ein Brett rutschsicher auf der Unterlage Plaziert und was es mit HCCP und dem Wiegeschnitt auf sich hat.

 

Zurück zum Thema

Ich habe euch ein Schriftvergleichsdokument angehangen.

Darin steht erklärt, wie ich mir die Verwendung der Schriften gedacht habe. (Ich bin natürlich offen für Kritik.)

Anfangs hatte ich noch die Qual, mich zwischen 10 Groteskschriften zu entscheiden, ich konnte meine Wahl nun allerdings auf 4 beschränken. Rausgeflogen sind SourceSansPro, Greyscale, Lato, Kaffeesatz, Simplifica und plus. SourceSansPro hat gegen Edelsans verloren und Greyscale gegen superficial. Gründe kann ich auf Wunsch nachreichen, ich denke aber, sie sind zweitrangig.

Bei diesen Vieren bitte ich jedoch um eure sachkundige Mithilfe. Eigentlich würde auch die Iwona rausfliegen, da sie vom Charakter nicht passt, aber sie ist so schön und meiner Meinung nach gut ausgebaut.

 

Bei den Antiqua habe ich noch keine Vorauswahl getroffen, da ich mich noch nicht für eine Sans entschieden habe und die Schrift dazu passen sollte (falls das in Anbetracht der Vorüberlegungen zu den Schriften möglich ist). Kaya wird aber sicher nicht mit rein kommen. 

Fonttest.pdf

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Schnitzel
vor 2 Stunden schrieb oparilames:

möchte ich, dass zumindest die Schrift den Text trägt.

Nix da, die Schrift sollte so unauffällig wie möglich sein, damit sie nicht ablenkt. Im schlimmsten Fall gefällt dem Lektor oder Redakteur die Schrift nicht und er schmettert das Buch eher ab.

Als Perfektionist* sollte es für dich ein Leichtes und sogar in Vergnügen sein, dich tiefer in das Thema einzuarbeiten. Guck dir mal ein paar gute Bücher an, dann müssen wir hier nicht bei 0 anfangen ...

Ein paar Tipps? Bitte ...

https://www.amazon.de/Buchstaben-kommen-selten-allein-typografisches/dp/3721205014

 

*) Ich verstehe gar nicht warum das hier immer so betont wird, dass irgendwer Perfektionist ist. Ich kenne hier keinen, der absichtlich oder fahrlässig rummurkst. Und gerade als Perfektionist suche ich mir doch Leute, die was können, wenn ich etwas nicht kann, anstatt so vermessen zu sein, dass ich mal eben eine Typographen-Ausbildung auf der halben Backe in einem Internetforum erhalte. Als Perfektionist weiß man eigentlich, wie aufwändig alles Großartige ist – nicht nur beim Machen, sondern beim Sammeln von Erfahrungen, beim Erlernen von Fähigkeiten und beim Aussuchen der richtigen Mittel und Helfer ...

 

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Gast Arno Enslin

 

vor 1 Stunde schrieb oparilames:

Bei diesen Vieren bitte ich jedoch um eure sachkundige Mithilfe.

Welche vier denn nun?

 

Am 24.3.2017 um 03:07 schrieb oparilames:

Ich schreibe derzeit an einem dezent selbstironischen, aber gesellschaftskritisierenden Roman

Selbstgefälligkeit, Selbstverachtung, Infantilität. Selbstironie bemerke ich bisher nicht. Welche Droge auch immer dein Protagonist konsumiert hat – du führst den Leser nicht in Versuchung, sie selbst auszuprobieren. Die geschilderte Drogenerfahrung ist reizlos und die einzige Erkenntnis, die sich aus ihr ziehen lässt, ist, dass zumindest diese Droge nichts taugt. Dass sie vermutlich ins Verderben führt, muss ich gar nicht wissen. Deswegen finde ich den Text nicht spannend. Du hast geschrieben, es gäbe in deinem Buch auch sachliche Kapitel. Was steht denn darin?

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Schnitzel
vor 3 Stunden schrieb oparilames:

Gründe kann ich auf Wunsch nachreichen, ich denke aber, sie sind zweitrangig.

Nein, sind sie nicht. Sonst schlagen wir dir hier noch hundert andere Schriften vor, die prinzipiell besser sind als deine getesteten, aber wegen der nicht genannten Gründe nicht in Frage kommen. Wie anders als mit Argumenten soll man hier vorwärts kommen :-?

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Norbert P
vor 1 Stunde schrieb Schnitzel:

Ich verstehe gar nicht warum das hier immer so betont wird, dass irgendwer Perfektionist ist.

Weil "pedantisch" und "obstinat" so negativ besetzt sind.

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Gast Arno Enslin
vor 11 Minuten schrieb Norbert P:

Weil "pedantisch" und "obstinat" so negativ besetzt sind.

Ich profitiere zwar auch von meinem Perfektionismus, aber unter dem Strich leide ich darunter. Mir fällt übrigens kein Ismus ein, der den Isten zufriedener macht. Abgesehen vom Hobbyismus, einem der schlimmsten Ismen.

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Schnitzel
vor 17 Minuten schrieb Callelulli:

... kostet gebraucht bei Amazon zur Zeit 115 Euro, puh! In der Münchner Stadtbibliothek auch nicht vorrätig. :-?

Uih, da habe ich nicht drauf geachtet :shock:

Aber für ein bisschen mehr Perfektionismus sind 115 € eigentlich nicht zu viel. Ansonsten ...

http://www.ebay.de/itm/Buchstaben-kommen-selten-allein-Ein-typografisches-Werkst-Buch-gebraucht-/382026369227?hash=item58f28bc8cb

 

 

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Norbert P

Ein Perfektionist im Wortsinn hätte das Bild des vollkommenen Ziels von Anfang an vor Augen. Und somit hätte er auch eine realistische Einschätzung, wie oder ob dieses Ziel zu erreichen ist. Mangels Grundlagen im Nebel herumzustochern und dennoch Ratschläge Dritter abzutun – vor lauter Angst, ein unbekanntes, als perfekt vermutetes Ziel nicht zu erreichen – ist nicht eingestandene Unsicherheit.

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Callelulli
vor 14 Minuten schrieb Arno Enslin:

Mir fällt übrigens kein Ismus ein, der den Isten zufriedener macht.

Eudämonismus?

 

[Zugegeben: Ist nicht mir, sondern der Wikipedia eingefallen]

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Gast Arno Enslin

Teufelswerk! :-)

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oparilames

 

vor 11 Stunden schrieb Schnitzel:

Nein, sind sie nicht. Sonst schlagen wir dir hier noch hundert andere Schriften vor, die prinzipiell besser sind als deine getesteten, aber wegen der nicht genannten Gründe nicht in Frage kommen. Wie anders als mit Argumenten soll man hier vorwärts kommen :-?

Zur Auswahl standen am Ende die folgenden Schriftart-Grüppchen: (SourceSansPro, Edelsans TeXGyreAdventor), (Greyscale, superficial), Iwona.

 

Von der Zeichenform gefällt mir die Edelsans besser, vom Umfang ist die SourceSans definitiv überlegen.
 SourceSansPro:Edelsans-> 1:2 Punzen der Edelsans wirken weiblich-runder (geschlossener Bogen des a; Bauch des d; u; ß, A-Darstellung), scheint eine gleichmäßigere Strichstärke zu haben.

Die Source hat Kapitälchen und Kursive, die Anführungsstiche sind schöner 


 TeXGyreAdventor:Edelsans -> 1:1 (Edelsans) i-Punt rund, dunklerer Grauwert, schönere Satzzeichen
(Adventor) geometrischer, optisch breiter, läuft schmaler,  besitzt Kursivschnitt

 

 Greyscale:superficial-> 2:4
 superficial: Hübschere Majuskeln, Umlaute sehen gut aus, besitzt Anführungszeichen, dunklerer Grauwert
 Greyscale: interessantere Miniskeln, geometrischer

Iwona: Kapitälchen (hat von den Anderen nur die Source), weibliches Erscheinungsbild. Kontra: zu humanistisch.

 

 

Die Texte sind für das Forum entstanden und haben abgesehen von ähnlichen Themen nichts mit der Geschichte zu tun. 

 

 

Edit:

Ich habe mal je eine kleine Textstelle aus dem Orginaltext genommen und in ein Vergleichsdokument gepackt.

Grotesk: EdelSans; Kursiv: TeXGyreAdventor Italic

Antiqua: Vollkorn (Tuna ist meiner Meinung nach zu schwer, im Vergleich für die Sans-Schriften, Day Roman zu leicht.)

Mono: Source Code Pro Medium

 

Meinungen?

Fonttest.pdf

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Dieter Stockert

Wegen einer Glaskörperablösung (keine Panik, hört sich schlimmer an als es ist, es sollte wieder vorbei gehen) kann ich heute und wohl in den nächsten Tagen nicht sehr gut hinschauen. Aber soweit ich das mit einem Auge sehe, würde ich am liebsten die Antiqua lesen, hätte dabei allerdings gerne einen etwas größeren Zeilenabstand und entweder Blocksatz oder einen guten Flattersatz.

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