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Gestaltungsraster Bildband Sonderfall?

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Liebes Forum,

 

ich bin mir gerade etwas unsicher und hätte gerne diesbezüglich einen Rat.
Bisher habe ich stets Printsachen erstellt die eher textlastig waren beziehungsweise Text und Bild gleichermaßen vorhanden waren. Hier hatte ich immer ein sicheres Gefühl auch dank konventioneller Lösungen beim Anlegen des Gestaltungsrasters.

Ich habe proportional zunehmende Stege verwendet.
Ich frage mich, ob dieses Prinzip ebenso auf reine Bildbände anwendbar ist oder ob hierfür andere Kriterien rangezogen werden sollten. Beim recherchieren bin ich auf verschiedenste Lösungen gestoßen: komplett identische Stege, proportional zunehmend, oder eine Mischform wo nur der Fußsteg stärker war.


Ich bin auf eure Meinungen und hoffe ihr könnt meine Unsicherheit etwas zerstreuen.
Vielen Dank im Vorraus.

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Die Stege bestimmen in erster Linie den Satzspiegel. Unter Gestaltungsraster versteht man im Grunde genommen das gestalterische System das hinter allen Teilen steht, die sich auf einer Seite befinden. Der Satzspiegel ist nur ein Teil davon. Es können auch Bilder über den Satzspiegel hinausragen. 

 

Geht es dir eher um die Anordnung der Bilder auf der Seite? Um dir Hinweise zu geben, wären nähere Informationen nützlich.

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Lieber Erwin,

 

Du hast natürlich Recht, ich hatte mich ungenau ausgedrückt und alle meine Gedanken unter dem Punkt „Gestaltungsraster“ zusammengefasst.
Es geht mir um das Anlegen der Stege und dem daraus resultierenden Satzspiegel.
Es geht mir nicht um die Anordnung der Bilder oder Modulgrößen (Da kann ich beschneiden wie ich möchte), mir ist auch klar, dass ich aus dem Raster auch ausbrechen kann.

 

Die Frage die sich mir jedoch gestellt hat, ist:

Die von mir gewöhnlich genutzte „konventionelle“ Herangehensweise (bei Text und Bild) bezüglich der Stege ist folgende: Die Stege wachsen vom Bund aus proportional (Bsp: 10mm, 15mm, 20 mm, 30mm). Nun ist es ja so, dass dieses Prinzip auf dem Gedanken beruht, Text zu setzen, grundlegende Maßeinheit ist ja auch der Zeilenabstand.

Wenn ich keinen Text sondern nur Bilder setze, bekommt der Satzspiegel bzw. der daraus resultierende Weissraum nicht eher die Funktion eines Passepartous? Passepartous heißt für mich gleichstarke Stege bzw. der Fußsteg auf dem das Gewicht lastet, darf ruhig als einziger stärker sein.

 

Oder macht man das ganz einfach egal, ob ausschließlich Text, Text mit Bild oder ausschließlich Bild nach der beschriebenen „konventionellen“ Art und Weise?
 

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vor 10 Stunden schrieb Bizzoner:

Oder macht man das ganz einfach egal, ob ausschließlich Text, Text mit Bild oder ausschließlich Bild nach der beschriebenen „konventionellen“ Art und Weise?

Vielleicht beantwortet das deine Frage.

 

Grundsätzlich gibt es keine Konventionen, die man unbedingt als verbindlich zu betrachten hat. D. h. auch bei der Buchgestaltung ist alles möglich. Es geht in deinem Fall ja nicht um Detail- bzw. Mikrotypografie, sondern um Bildpräsentation in einem Buch. Gestalterische Freiheit ist erlaubt bzw. wird gefordert. So habe ich das zumindest verstanden.

 

Es kommt auf die Bildformate bzw. generell auf das Bildmaterial an, die für deine Vorgehensweise für ein gestalteres Konzept entscheidend sind. Dieses Konzept könnte man nun als Gestaltungsraster, der sich durch das ganze Buch ziehen soll bezeichnen.

 

Ohne zu wissen, was nun deine Intentionen sind, die du verwirklichen möchtest, würde ich nur als Beispiel folgende Vorgangsweise wählen:

 

– Bestimmung der verschiedenen Bildformate (z. B. ganzseitiges Bild quer, ganzseitiges Bild hoch, 2 Bilder quer, 2 Bilder hoch, 4 Bilder quer, 4 Bilder hoch – pro Seite – usw.)

 

– Je nachdem, wieviele Bilformate bzw. Kombinationen du nun möchtest, richtest du danach deinen Raster aus legst entsprechend Musterseiten an, auf denen dann noch Paginas und ev. Bildtexte eingeplant werden können.

 

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