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Myfonts/Webfont-Lizenz/Subsetting

Empfohlene Beiträge

Gast Arno Enslin

Ich habe gerade diesen Rant über die Webfont-Lizenz-Modelle einiger Anbieter gelesen. Der Autor spricht einiges an, was mich an der Myfonts-Pay-Once-Lizenz auch stört, u. a. das Pageview-Tracking. Ich wüßte gerne mal, wie das in der Praxis aussieht. Fordert Myfonts den Kunden beim ersten Überschreiten der Pageviews auf, auf eine Lizenz umzusteigen, die mehr Pageviews erlaubt? Und wie oft wird die CSS-Datei mit dem Tracking-Code eigentlich geladen? Der CSS-Tracking-Code besteht ja aus einer Import-Regel, die auf eine auf einem Myfonts-Server liegende CSS-Datei verweist. Ermitteln die Browser, ob die im Cache liegende Datei mit der auf dem Server liegenden Datei verändert wurde, bevor sie sie laden? Falls nicht, zählt ja auch jeder Reload als Pageview.

 

In dem o. g. Artikel steht außerdem, Myfonts biete ein Online-Tool zum Subsetting an. Stimmt das? Ich finde nämlich keine näheren Informationen darüber. Webfonts, die ich nicht optimieren darf, sind für mich uninteressant.

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Gast Arno Enslin

Danke, das ist ja schonmal gut zu wissen. Vermutlich handelt es sich bei dem Online-Tool um die FontTools bzw. das in dem Tool-Paket enthaltene Python-Subset-Script. Das nutze ich auch lokal. Die Optionen, die das Script bietet, sind allerdings weit umfangreicher als die, die in deinem Screenshot aufgelistet sind.

 

Edit: Um ausschließlich mit den o. g. Optionen die Kapitälchen aus einem Font rauszuschmeißen, müsste ich den Font erst dekompilieren, um die Namen oder Index-Nummern der Zeichen, die ich mit dem Online-Tool löschen will, zu ermitteln. (Aber schon das reine Öffnen des Fonts in FontLab wäre schon ein Lizenzverstoß.) Denn die Kapitälchen haben keinen Unicode und feste Namen haben sie auch nicht. Im fetten und kursiven Schnitt brauche ich jedenfalls keine Kapitälchen.

 

Oder ich müsste alle Zeichen, die ich nicht löschen will, angeben. Auch dafür müsste ich den Font wahrscheinlich erst mal dekompilieren, also z. B. in einem FontEditor öffnen.

 

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Bleiben noch die Fragen, wie schnell Myfonts mit einer Aufforderung zum Upgrade reagiert, wenn die Anzahl der Seitenbesuche  in einem Monat ausnahmsweise mal die 10000 oder 100000 übersteigt, und ob die Browser vor dem Import überprüfen, ob die in der Import-Regel velinkte CSS-Datei sich seit dem letzten Besuch geändert hat (Datum oder Größe).

 

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Mir fällt übrigens gerade ein, dass ich gestern, als ich nach Websites gesucht habe, die Webfonts von Myfonts nutzen, festgestellt habe, dass einige Seitenbetreiber sich offenbar verpflichtet sehen, ihre Besucher darauf aufmerksam zu machen, dass sie getrackt werden. Gibt es eine solche Verpflichtung oder ist das vorauseilender Gehorsam? Ich finde es nämlich selbst obernervig, wenn ich beim Besuch einer Website irgend welche Cookie-Einverständniserklärungen u. ä. wegklicken muss.

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vor 5 Stunden schrieb Arno Enslin:

Oder ich müsste alle Zeichen, die ich nicht löschen will, angeben. Auch dafür müsste ich den Font wahrscheinlich erst mal dekompilieren, also z. B. in einem FontEditor öffnen.

Und dann hat man zumeist wieder erhebliche Probleme, wenn die gelöschten Glyphen dann eventuell in diversen OpenType-Klassen eingetragen sind, und sich dann die Glyphenzahl innerhalb dieser Klassen so ändert, dass sich die Zahl innerhalb ersetzter Glyphen ändert, und somit andere OpenType-Ersetzungen entweder nicht mehr möglich sind, oder dazu führen, das aus normalem Text dann unlesbarter Kauderwelsch wird. Auch kann der Fonmt-Editor dann versuchen, beim Font-Export die gerade gelöschen Glyphen neu anzulegen, dann aber als unbearbeitete Versionen aus vorhandenen Glyphen, was wieder zu unerünscher Anzeige führen kann.

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Gast Arno Enslin
vor 3 Stunden schrieb catfonts:

Das verdanken wir aber unseren Gesetzgebern, denn es ist schlicht Vorschrift:

Ist es auch Vorschrift, User darüber zu informieren, dass sie von einer anderen Website getrackt werden können, in diesem Fall eben durch den Aufruf der URL in der Import-Regel, die man in seine CSS-Datei einfügen muss?

 

vor 3 Stunden schrieb catfonts:

Und dann hat man zumeist wieder erhebliche Probleme, wenn die gelöschten Glyphen dann eventuell in diversen OpenType-Klassen eingetragen sind,

Das in den FontTools enthaltene Subset-Script löscht die Glyphen dann auch aus den Klassen, glaub ich. Müsste ich nochmal testen. Ich gehe, wie gesagt, stark davon aus, dass Myfonts dieses Script serverseitig installiert hat, u. z. weil es zu aufwändig und teuer wäre, so etwas von Grund auf und ohne Notwendigkeit neu programmieren zu lassen.

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Gast Arno Enslin

@catfonts

 

Ich habe gerade mal mit dem Python-Script die Source Serif Pro auf die Zeichen reduziert, die in den Klassen onum, pnum, tnum und lnum enthalten sind, dabei aber die Standard-Null (zero) nicht angegeben. Die den Klassen entsprechenden Features habe ich explizit angegeben. Wenn die Features angegeben werden, ignoriert das Script meine Anweisung, die Standard-Null nicht mit in den Font aufzunehmen. (Das ist sinnvoll.) Das Class-Kerning wird übrigens auch erfolgreich reduziert. Zumindest augenscheinlich. Ich würde sagen, das Script leistet ziemlich gute Arbeit. Nur ist das erste Problem, das man viele der Optionen über die Myfonts-Benutzeroberfläche nicht erreichen kann, und das zweite, dass man, um das Online-Tool sinnvoll nutzen zu können, gegen die Lizenz verstoßen muss. Denn um in Erfahrung zu bringen, welche Zeichen unter welchen Namen bzw. auf welchen Positionen der Font enthält, und welche Layout-Features einprogrammiert sind, muss man den Font dekompilieren.

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