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Affinity Publisher: Beta für den Mac bald verfügbar

Hervorgehobene Antworten

  • 1 Monat später...

Windows-Beta genauso verfügbar. Von der Oberfläche, der Performance und der Bedienung her finde ich das Programm top. Es läuft geschmeidig und wirkt intuitiv. Wichtige Einstellungen, beispielsweise für Dokumentsetup oder Einrichtung der Doppelseite, liegen auf leicht zugänglichen Schaltflächen im oberen Bereich, der Seitenmanager und die Masterpalette finden sich links, die Formatvorlagenpalette rechts.

 

Als InDesign-Nutzer findet man sich sofort zurecht, auch wenn die Oberfläche etwas Eigenes hat, nicht geklont wirkt.

Auch das Grundlinienraster und die magnetische Einrastfunktion sind rechts oben per Schaltfläche zugänglich. Das Fenstermanagement ist modern, die Arbeit mit Textrahmen ähnelt der in InDesign. Die Oberfläche gefällt mir durchaus besser als die von InDesign und um Welten besser als die von QuarkXPress.

 

Allerdings fehlt noch eine ganze Menge:

  • Word-Import (von IDML-Import ganz zu schweigen) - sic! (Workaround: via Zwischenablage oder RTF)
  • verankerbare Objekte, die im Text mitfließen
  • Story-Editor, ich habe da nix gefunden (der von PagePlus war so genial, viel besser als in InDesign)
  • Anzeige, welche Master man welchen Doppelseiten zugewiesen hat (sic!)
  • flexibles Formatvorlagenmanagement (da hakt einiges noch)
  • Ausgabe in elektronische Formate (HTML, E-Pub usw.)
  • Integration mit den anderen beiden Programmen Designer und Photo

Immerhin habe ich eine Inhaltsverzeichnis- und Indexfunktion entdeckt und Textschattierungen bzw. -rahmen per Absatzformatvorlage beherrscht das Programm auch. Außerdem gibt die Firma ja selber zu, dass das Programm noch unfertig ist und lädt ein, Featurewünsche anzumelden.

 

Mit anderen Worten: vielversprechend, derzeit aber noch keinesfalls für den produktiven Einsatz geeignet! Warten wir einfach noch ein paar Monate, bis Serif seine Hausaufgaben gemacht hat!

 

  • 8 Monate später...

Update: Word-Import und verankerbare Objekte, die im Text mitfließen, gibt es jetzt. (Der Anker heißt allerdings Pin, man wollte sich wohl von den Mitbewerbern absetzen.) Sehr schön auch die vielen anpassbaren Tastenkombinationen. An der Performance muss allerdings noch gedreht werden, damit das Programm geschmeidiger läuft.

 

Es entwickelt sich aber in die richtige Richtung!

Das Programm erscheint offiziell am 19. Juni 2019 und wird 54,99 EUR kosten. Betatester können das Programm jetzt schon zu einem Sonderpreis vorbestellen und erhalten die Schriften Wildfire, Greasy Spoon, Unlucky, Komrade and Firebox von RetroSupply Co. Font Collection gratis dazu. Das nenne ich dann mal sehr großzügig! Aber auch ohne Schriften und zum regulären Preis ist das Programm äußerst preiswert und wird sicher viele Nutzerinnen und Nutzer finden, die ein bezahlbares und brauchbares (wir werden sehen!) Satzprogramm suchen. (Ich denke aber, dass die Entwicklung nach Veröffentlichung weitergeht.)

 

(Zum Vergleich: Betatester von QuarkXPress 2018 haben für ihre Bemühungen nicht mal einen Discount auf das Update erhalten und die neuen Preise für die 2019er Versionen gehen ja jetzt ziemlich unverhältnismäßig durch die Decke.)

Ein "Greasy Spoon" ist ja eigentlich ein Restaurant um die Ecke mit kleinen Preisen ... vielleicht eine Werbetafelscript?

  • 3 Wochen später...
Am 4.6.2019 um 10:48 schrieb Kathrinvdm:

Echt? Den Begriff kannte ich noch gar nicht – danke für die Bereicherung meines Allgemeinwissens! :gimmifive:

Kathrin, wenn Du an Amerikanismen interessiert bist, helfe ich gerne weiter – I got more of those than you can shake a stick at! 😄

vor 12 Stunden schrieb Liuscorne:

Es ist heute tatsächlich auf der Homepage verfügbar, und zwar mit 20% Rabatt, also für 43,99 EUR. 

 

https://affinity.serif.com/de/publisher/#buy

Und man kann tatsächlich ganz nett zwischen den Programmen switchen, also in der Publisher-Datei auch die Designer- bzw. Photo-Oberfläche (Neudeutsch: Persona) aufrufen und seine ggf. enthaltenen Fotos bzw. Vektorgrafiken bearbeiten. Selbst das Öffnen von Publisher-Dateien in den anderen Apps geht, man sieht dann allerdings von mehrseitigen Publikationen nur eine Seite. Grundsätzlich also eine ganz nette Suite, die endlich komplett ist. Na, am Publisher müssen sie allerdings noch ein paar Bugs killen.

  • 7 Monate später...

Ich habe gerade Affinity Publisher gekauft und eine halbe Stunde damit zugebracht. Die Sache ist ganz schick gemacht, aber wenn man an InDesign gewöhnt ist, eckt man leicht überall an. Zwei Dinge die mich schon gleich zu Anfang nerven: 

  • Es gibt keinen Full-Page-Preview. 
  • Ich kann OpenType features wie Discretionary Ligatures nicht für einen Textblock anschalten, sondern nur für Glyphen, für die es auch eine Ligatur gibt. Wenn ich z.B. in dem Wort "Muttertier" das tt mit einer tt-ligatur ersetzen will, dann kann ich nicht einfach "Muttertier" selektieren und dann auf die "Discretionary Ligatures" box klicken. Anstatt muß ich gezielt das "tt" anwählen. Nur dann ist die dlig box klickbar. 

Ob ich mich daran gewöhnen kann bleibt abzusehen:-?

In der Regel nimmt Serif allerdings solche Rückmeldungen sehr ernst und setzt viele Wünsche recht zügig um. Vielleicht einfach solche Beobachtungen sammeln und die entsprechenden Feedback-Kanäle nutzen.

Dass der Publisher keine Fußnoten kann - was mein Hauptproblem mit diesem Programm ist - hat sich aber noch nicht verbessert?

  • 11 Monate später...

Hat sich noch nicht verbessert! Kann immer noch keine Fußnoten. Dafür inzwischen Indexeinträge.

  • 10 Monate später...

Die fehlenden Fußnoten und GREP-Stile sind der Grund, weshalb ich wieder zu Indesign zurück wechseln musste. Ansonsten mag ich den Publisher, vor allem wie schön flüssig und schnell alles auf dem Mac läuft. 

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