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Schriftart "Spencer"/Coca-Cola gesucht

Hervorgehobene Antworten

Hallo,

ich suche nach der ORIGINALEN Schriftart von "Coca-Cola". Ein Blogartikel schreibt, dass der Font "Spencer" heißt, ohne weiter Infos dazu. Es gibt die Schriftart als "Loki-Cola", aber das ist nur eine frei erstellte Kopie. Ein Font "Spencer" habe ich im Internet nicht gefunden. Ist es möglich, dass der überhaupt nicht digitalisiert vorliegt? Wie kommt man dann an den ran?

  • Ersteller

Hallo Ralf Herrmann,

ja schon klar, weil...

Erstmal zum Thema. Eine "Spencer" Schriftart gibt es eventuell wohl doch nicht direkt. Es gibt "Spencerian Script" als Schriftstyle und da unzählige Schriftarten, von denen sich manche nur minimal unterscheiden.

https://en.wikipedia.org/wiki/Spencerian_script

 

Die Buchstaben von "Coca-Cola" sind in der Schriftart "Loki-Cola" vorhanden. Somit ist das wohl ein "Spencerian Script" Schriftstyle und somit eine "Spencer". Aber die "Loki-Cola" ist von ~1990, der Schriftzug "Coca-Cola" älter. Also besteht die Möglichkeit, dass es nie eine (komplette) "Spencer" mit den Buchstaben von "Coca-Cola" vor 1990 gab.

 

Zum "weil...". Ich habe bei einigen Fonts gelesen, dass deren Typografen darum bitten, dass wenn man den Font ändert, ihn als eigenen mit anderem Namen verwenden soll, bzw. nicht mehr den originalen Font als Quelle angeben soll. Ich verwende Fonts auch in Vektorprogrammen, vektorisiere die Schrift und verändere die Linien, die Abstände und vieles mehr. Entsteht damit eine neue Schriftart in dem Sinne, ohne das ein ganzes Schriftart-Paket erstellt wird?

Die Regel, das neue, von einem anderten Font abgeleitete Schriftarten einen neuen Namen bekommen sollen, ist eine Konsequenz der SIL Open Font-Lizenz, wenn der Ausgangsfont darunter angeboten wird. Dann muss auch der neue Font darunter angeboten werden.

Hast du es aber mit einem  Font unter einer kommerziellen Lizenz zu tun, dann ist eine Bearbeitung zu einem neuen Font in der Regel nicht gestattet. Selbst ein Vektorisieren und weiterbearbeiten ist unter manchen Schriftlizenzen nicht gestattet.

 

Wenn du aber nur ein paar Buchstaben eimem Font entnimmst, diese vektorisierst, und dann deutlich bearbeitest, dass der Ausgangsfont kaum mehr erkennbar ist, hast du damit noch keinen neuen Font gebaut, sondern eben ein grafisches Logo, das eben aus Buchstaben besteht.

 

Allserdings sollte man auch darüber nachdenken, ob es letztlich nicht sogar einfacher ist, einen irgendwie geschwungenen Schriftzug ohne einen Font zu nutzen frei zu zeichnen. Das Ergebnis ist oft viel überzeugender und letztlich auch sauberer, wenn man sich für so ein Logo zuerst nur ein Gitter aus Hilfslinen zeichnet, und dahinein die Formen der Schriftzeichen frei zeichnet, als versuch man Buchstaben, die ja in einem Font für gerade Schriftzeilen gestaltet sind, passen zu verzerren. Sicher braucht dieses Vorgehen auch Übung, aber er lohnt sich.

  • 2 Wochen später...

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