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Hervorgehobene Antworten

Meine Großmutter hat leidenschaftlich Landkarten und Reiseführer gesammelt. Gereist ist sie selbst eher selten - aber sie hat immer nachgeschaut wohin die anderen reisen. Am Wochenende ist mir ein Stapel mit alten Karten aus der DDR in die Hand gefallen. Die Deckblätter sind recht charmant und es gibt sehr hübsche Äs, Ös und Üs ...

 

:cheer:

 

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  • Ersteller

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Eine Rückseite in Schreibmaschinen-Schrift. Allerdings in ca. 6 Punkt ... wahrscheinlich getippt und später verkleinert. :shock:

Ganz tolle Bilder!
 

Mir drängt jetzt die Frage auf, wie genau waren die Karten? Wolfgang Leonhard berichtete aus der Sowjetunion, dass Karten äußerst schnell als militärisches Geheimmaterial galten.

Oh, und weil ich den Kopierschutz so lustig finde: Hatten die auch Phantomstraßen und andere Fehler implementiert, um ihr Werk zu schützen?

Fun fact am Rande: Apple Maps verschweigt den Kanal ums Eck in der Kartenansicht. Mitten in Hamburg. Klar auf Satellitenbildern zu sehen. 

  • Ersteller
vor 42 Minuten schrieb Phoibos:

Mir drängt jetzt die Frage auf, wie genau waren die Karten? Wolfgang Leonhard berichtete aus der Sowjetunion, dass Karten äußerst schnell als militärisches Geheimmaterial galten.

Da fehlt mir leider der Vergleich zu entsprechendem Kartenmaterial. Ich bezweifle aber, dass die DDR-Karten bewusst ungenau waren. Ich kann mir maximal vorstellen, dass die Grenzregionen zum kapitalistischen Ausland ausgegraut waren. Ich schau heute Abend mal in die Karten rein ...

Wunderbar! Die Bezirkskarten habe ich alle und bin als Kind begeistert mit dem sprichwörtlichen – und tatsächlichen – Finger auf der Landkarte darauf herum gereist (meist auf einer oder mehreren ausgebreiteten Karten auf dem Boden liegend) habe nach interessanten Namen und topografischen Merkmalen gesucht. Die Bezirkskarten- wurden dann durch die Verkehrskarten-Serie ersetzt. Die hatte denselben Maßstab, kam aber mit 9 statt (mindestens) 12 Blättern aus. Fand Kind Þorsten megadoof, weil statt der Bezirke und ihrer Hauptstädte nun irgendwelche unwichtigen Käffer (Stendal?! Halberstadt?!) namensgebend waren. Außerdem war es für uns aus Magdeburg wirklich unpraktisch, weil wir nun 3 Blätter brauchten, um unsere Umgebung in alle Richtungen abdecken zu können. Da war die Bezirkskarten wirklich besser, da die Bezirksstädte ja wirklich die Oberzentren ihrer jeweiligen Bezirke/Regionen waren.

 

Bewusst eingebaute Fehler waren auf DDR-Karten vergleichsweise selten. Vielleicht gab es einfach zu viel altes Kartenmaterial, das solche Schummeleien besonders auffällig gemacht hätte. Allerdings wurden sensible Objekte einfach weggelassen. In den Sperrgebieten (sowohl entlang der Grenzen als auch um militärische Objekte herum) waren die Karten einfach sehr viel weniger detailreich.

 

Und natürlich gab es in der DDR auch einen Kopierschutz. Nur musste er nicht in Karten eingebaut werden. Der wirklich effiziente Schutz hatte auch einen Namen: Stasi.

  • Ersteller

Hattest du auch ein Kurvimeter?

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Ich wusste bis eben nicht, dass das Ding so heißt, habe aber begeistert Wege damit abgefahren ...

vor 28 Minuten schrieb Microboy:

Ich wusste bis eben nicht, dass das Ding so heißt, habe aber begeistern Wege damit abgefahren ...

Ich auch! :gimmifive: Ich wollte erst schreiben: »Nein«, aber dann habe ich zum Bild runter gescrollt. Genau so ein Ding, mit genau dieser blauen Hülle, hatte ich auch. Nur das Pappschild mit dem Namen war anscheinend nicht dabei.

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