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Verwendung von Alternativ-Zeichen einer Schrift.

Hervorgehobene Antworten

Wir haben grad unter Kollegen die Verwendung von Open-Type Feature diskutiert. Dabei habe ich als Grundlage eine Seite mit der Campton gestaltet und für die Headline das  Doppelstöckige Old-Style ›a‹ genutzt und im Anleser des Artikels den gleichen Schnitt und zusätzlich den Formatsatz als Open-Type Feature eingebaut: Und das »runde a« als Alternative verwendet. Somit habe ich den Anleser betont, wie ich finde. 

 

Kollege argumentiert nun, das innerhalb der Seite keine Alternativ-Buchstaben zu wechseln seien.
Der Leser würde das mit einem Schriftwechsel gleich setzen.

Im Fließtext kommt dann eine Antiqua mit »Doppelstock-a« zum Einsatz.  Das runde a, bleibt also nur dem einen Textelement vorbehalten und ist ein formales Gestaltungselement wie ich finde.

 

Gibts es eine typografische Regel bzw. eine Herleitung – oder wie ist mit Alternativbuchstaben umzugehen? Kontextbedingt ist doch beim fi, fl oder beim tz auch eine Ligatur im Besten Fall im Einsatz? 

 

Darf ich dazu mal Meinungen sammeln/austauschen?

Bildschirmfoto 2020-11-19 um 12.07.54.png

vor 27 Minuten schrieb Nevsred:

Dabei habe ich als Grundlage eine Seite mit der Campton gestaltet und für die Headline das  Doppelstöckige Old-Style ›a‹ genutzt und im Anleser des Artikels den gleichen Schnitt und zusätzlich den Formatsatz als Open-Type Feature eingebaut: Und das »runde a« als Alternative verwendet. Somit habe ich den Anleser betont, wie ich finde.

vor 27 Minuten schrieb Nevsred:

Im Fließtext kommt eine Antiqua mit »Doppelstock-a« zum Einsatz.


Müsste man nochmal im Gesamtlayout sehen um das abschließend beurteilen zu können, aber so wie Du es beschreibst, würde ich mich auch schwer tun, da mir der Kontrast zum Fließtext und den Headlines als optisches und textliches Bindeglied dieser Anreißer zu gering wäre. Bei einem Einsatz nur für Headlines mit ausreichend Kontrast zu den anderen Textsorten und ggf. einer weiteren Alternative, um den Switch noch bewusster zu vollziehen, wäre das ggf. etwas anderes.

 

Wenn ich mich für Alternativ-Zeichen einer Schrift entschieden habe, wurden diese von mir bisher überall genutzt, da ich dadurch dem gesamten Corporate oder Editorial Design eine bestimmte Richtung geben wollte: also zum Beispiel cleaner, kindgerechter, lesbarer, filigraner, extravaganter etc. als es sonst mit der Standardbelegung möglich gewesen wäre. Und manchmal sind gewisse Zeichen ja auch nicht so Mainstream-tauglich, wie es ein gewisses Projekt inkl. Auftraggeber erfordert.

Die unterschiedliche Verwendung (=Varianten) eigentlich identischer Zeichen würde mich auch sehr irritieren. Wahrscheinlich gar nicht so sehr auf der »aufmerksamen« Wahrnehmungsebene, sondern wohl eher darunter – ich wäre also als Leser wohl irritiert, wüsste aber nicht, warum.

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