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Automatismus zum Austausch von Schriften?


baldur_

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

 

bei der Recherche nach einer Problemlösung stieß ich auf diese Community. Ich habe große Hoffnung, dass mir hier geholfen werden kann 🙂

 

Ausgangssituation (Mac OS): Wir haben in unserer Agentur neue Schriften bei Monotype gekauft (u.a. die Meta Pro, DIN Pro, Transit Pro, Swiss 721). All diese Schriften waren zuvor schon in Benutzung, allerdings in sehr alten Versionen. Die Swiss bspw. aus dem Jahre 1990 (teilweise ttf, teilweise Postscript). Da wir immer wieder Probleme mit der Schriftendarstellung hatten (andere Geschichte), haben wir uns für ein Update entschieden und zusätzlich zu den OpenType-Schnitten auch gleich noch die woff-Dateien besorgt.

 

Nun heißen die neuen Schriften aber anders als die alten Versionen.

alt: MetaPlus, neu: MetaPro

alt: Transit-Normal, neu: TransitPro Regular

Folglich wird in jedem Dokument, das wir öffnen, eine Fehlermeldung erzeugt.

 

Zusätzlich hat sich zwischen den Versionen die Zeichencodierung geändert. Glyphen aus der Ursprungsschrift sind auf anderen Positionen in der Zeichentabelle. Gerade bei der Transit, die einen umfassenden Piktogrammsatz hat (früher Transit Pict), ist das nicht nur nervig, sondern erzeugt bei der automatischen Ersetzung auch inhaltliche Fehler.

 

Als Grafiker haben wir uns damit abgefunden und tauschen brav bei jedem Dokument die Schriften aus, um am Ende auch saubere Dokumente zu haben. Inzwischen hat sich aber auch unser Chef eingeschaltet, den dies mit seinen Präsentationen und Textdateien (Keynote, Pages, Word) ebenso betrifft, wie uns mit Illustrator und InDesign. Entsprechend hat das Problem eine ganz andere Priorität bekommen 😉 Er hat jetzt von extern den Tipp bekommen, dass der FontExplorer unsere Probleme lösen könnte. Quasi eine Weiterleitung „wenn die Schrift nicht da ist, nimm diese“. Kabelbinder-Lösung. Allerdings finden wir zu dem Thema nichts.

 

Sind wir doof? Hat jemand eine Idee? Ein qualifiziertes "Was soll der Quatsch, geht natürlich nicht" würde auch schon helfen.

Vielen lieben Dank!

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Was definitiv nicht gehen wird, ist das Ändern der Zeichensatz-Belegung. Ein Fluch, den wir alle bei dem Wechsel von individuellen Codepages zu Unicode erlebt haben. Für viele Codepages existieren Konvertierungsprogramme, aber sich jemand eben dieses Symbol-Fonts angenommen hat, weiss ich nicht.
Manchmal bieten die Schriftenanbieter an, einen Font für einen Kunden zu modifizieren, was aber wohl eine Stange Geld kosten wird. Vielleicht kontaktiert ihr wegen des Symbol-Fonts den Hersteller. Manchmal erlauben sie auch, dass diese Modifikation von Euch selbst vorgenommen werden darf (ist eine Frage der Lizenz).

Und für die "normalen" Schriften können tatsächlich Fontmanager das Problem lösen.

bearbeitet von Phoibos
Tante Edith ist doch eine Änderung der Zeichensatzbelegung eingefallen.
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Gerade eben schrieb Phoibos:

Und für die "normalen" Schriften können tatsächlich Fontmanager das Problem lösen.

cool! und wie genau? ich hab grad bei meinem FEX alle menüs durchforstet und keine möglichkeit gefunden, regeln zu definieren.

mich interessiert das (wie vermutlich viele hier) hauptsächlich deshalb, da ja die unterstützung von type 1 fonts 2023 auslaufen wird und deshalb ersetzungen unumgänglich sind. bisher hab ich das immer direkt in ID gemacht (schriftart suchen/ersetzen). ich kann mir aber schwer vorstellen, dass der FEX beeinflussen kann, ob der neue font dem indesign schmeckt. ID hat ja noch die verwendung des alten fonts im dokument gespeichert.

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Als ich vor Jahren FEX nutzte, konnte ich die Anfrage nach Schriften auf andere Schriften umbiegen. Kann aber auch sein, dass das in ein Plugin ausgelagert wurde. Das erinnere ich nicht mehr.

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Ich hab noch einmal darüber geschlafen und dabei Erinnerungen durchforstet: Es ist so lange her, dass ich nicht genau sagen, ob es der Fontmanager war oder das Programm, dass mir eine Fontsubstitution angeboten hat. Ich hab bei den beiden Anbietern, die ich jemals als echte Fontmanager genutzt habe (Suitcase von Extensis) und FEX (damals war die noch kostenfrei), mal rumgeklickt und habe nichts dergleichen gefunden, wobei die Websites nur mäßige Dokumentationen anbieten (oder ich hab sie nicht gefunden).
Suitcase bietet zumindest die Möglichkeit an, bei einigen Dateitypen die nötigen Fonts vorher zu identifizieren und dann zu aktivieren. Ich könnte mir vorstellen, dass das dann mit Scripten automatisiert werden könnte, weiss aber nicht, ob die gewöhnlichen Fontmanager scriptfähig sind, die Serverversionen scheinen da ein paar Möglichkeiten zu bieten (erneut: ich finde die Webseiten nur mäßig aussagekräftig und ich bin nicht willens, mir das System mit nicht benötigten Programmen vollzumüllen).
Eine weitere Möglichkeit, die leider nicht so oft von Anwendern genutzt wird, ist das konsequente Verwenden von Formatvorlagen. Diese bieten die Möglichkeit, einfach dokumentenweit leicht Formatierungen zu ändern.

vor 21 Stunden schrieb Carlito Palm:

ID hat ja noch die verwendung des alten fonts im dokument gespeichert.

In Layout-Programmen hast Du meiner Erinnerung nach die Möglichkeit, Fontersetzungen zu definieren, ähnlich wie im Browser:

Beispielsweise https://helpx.adobe.com/indesign/using/using-fonts.html, wie praktikabel das im Alltag sein wird, kann ich nicht beurteilen. Affinity ist da etwas aussagekräftiger: https://affinity.help/publisher/en-US.lproj/index.html?page=pages/Text/fontManager.html?title=Font Manager scheint aber dokumentenspezifisch zu sein.

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Gast bertel
vor 17 Minuten schrieb Phoibos:

ob es der Fontmanager war oder das Programm, dass mir eine Fontsubstitution angeboten hat.

Ein Fontmanager müsste Fontnamen etc. ändern (dürfte er das überhaupt?), damit ein Programm beim Aufruf des Fonts keine Fehl-Meldung erzeugt. Die Substitution findet – soweit ich weiß – immer im Anwendungsprogramm statt.

vor 16 Minuten schrieb Phoibos:

wie praktikabel das im Alltag sein wird, kann ich nicht beurteilen.

Das ist sehr praktikabel, weil pro Schnitt nur 1 Mausklick notwendig ist.

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vor 5 Minuten schrieb bertel:

Ein Fontmanager müsste Fontnamen etc. ändern (dürfte er das überhaupt?), damit ein Programm beim Aufruf des Fonts keine Fehl-Meldung erzeugt. Die Substitution findet – soweit ich weiß – immer im Anwendungsprogramm statt.

Technisch könnte ein Fontmanager sicherlich Font-Identifier ändern, doch könnte das gegen Lizenzbedingungen verstoßen.
Dass das im Anwndungsprogramm erfolgt ist sicher richtig, ich betrachtete die Plugins von Fontmanagern als Teil dieser, auch wenn die im Kontext der Anwendung operieren.

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Hat FEX eigentlich kein fontsense-ähnliches Tool und kann FEX nicht auf Cloudfonts zugreifen?

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Gast bertel
vor 48 Minuten schrieb Phoibos:

Cloudfonts

Meinst du die Cloud-Fonts von Microsoft? Die über Adobe aktivierten werden automatisch auch in FEX importiert.

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Nein, ich meinte ein quasi-selbstständiges Suchen. So verstehe ich zumindest Extensis (Typekit und Googlefonts) und Monotypes App (Monotype Library).

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Vielen Dank für euren umfassenden Input! Zwar löst es unser Problem nicht direkt, aber immerhin bin ich jetzt sicher, dass unser bisheriger Weg auch der richtige ist.

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<p>Wayfinding Sans Symbols — ein cleverer Piktogramm-Font für Beschilderungen</p>
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