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Kursivschrift nach kursiver Überschrift?


CarolaG

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Hallo allerseits,

derzeit betreue ich eine wissenschaftliche Publikation, die in einem vorgegebenen Corporate Design erschienen soll. Dieses sieht Überschriften in 4 Hierarchieebenen vor (Ü1–Ü4). Nun folgt an einer Stelle im Manuskript auf eine Ü4 (laut CD: gleiche Schriftart wie Mengentext, allerdings 1 Pkt größer und kursiv) Mengentext, der mit einer Hervorhebung beginnt. Hierfür sieht das CD als einzige Möglichkeit Kursivierung vor (Schriftart des Mengentextes, kursiv). Auf diese Weise steht also unter der kursiven Überschrift erst einmal kursiver Text, bevor es recte weitergeht. Bei Durchsicht des Satzes hatte ich ein Störgefühl beim „Aufeinanderprallen“ dieser beiden Kursivierungen.
Meine Frage: Ist das typografisch so korrekt oder müsste hierfür (evtl. redaktionell) eine andere Lösung gefunden? Gibt es hierzu eine typografische Regel?

Ich habe den Fall mal in einer ähnlichen Schriftart mit Blindtext nachgestellt (s. Screenshot). (Die Wortdopplung in Überschrift und kursiv hervorgehobenem Mengentext entspricht einer Dopplung im Original.)

20210524_Kursivschrift-nach-kursiver-Ueberschrift.png.453dac524349003e179f76af7792de60.png

Noch zum Hintergrund: Da ich den Text nicht verfasst habe (sondern lediglich den Publikationsprozess koordiniere), kann ich den Text nicht nach Belieben ändern.

Ich hoffe, ich bin mit meinem Anliegen hier richtig (mein erster Post hier 🙂), und würde mich über hilfreiche Antworten und Hinweise freuen.

Vielen Dank!
Carola

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Mich würde das sehr nerven. Gibt Dir das CD auch Einzüge vor? Wenn nicht, schau mal, ob es noch doof aussieht, wenn Du Bei jedem neuen Absatz mit einer kleinen Einrückung beginnst, auch wenn der Usus abnimmt, Absätze nach einer Überschrift einzurücken. Oder etwas mehr Luft zwischen Überschrift und Textkörper? Eine deutlichere optische Trennung würde ich bevorzugen.

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vor 34 Minuten schrieb Phoibos:

Gibt Dir das CD auch Einzüge vor?

Ja, leider. Die erste Zeile eines Absatzes muss eingerückt werden – außer beim ersten Absatz nach einer Überschrift, dort darf die erste Zeile nicht eingerückt werden.

 

vor 37 Minuten schrieb Phoibos:

Oder etwas mehr Luft zwischen Überschrift und Textkörper?

Auch das ist (leider) im CD geregelt: Bei der Ü4 (und der Ü3) soll keine Leerzeile zwischen Überschrift und dem darunter folgenden Text stehen (anders als bei Ü1 und  Ü2). (Und Abstände, die kleiner als Zeile sind, würden – abgesehen davon, dass sie laut CD nicht erlaubt sind – wohl auch Unruhe in den Satz bringen.)

 

vor 37 Minuten schrieb Phoibos:

Eine deutlichere optische Trennung würde ich bevorzugen.

Danke für die Rückmeldung! Ich war nicht sicher, ob diese beiden aufeinander folgenden Kursivierungen evtl. nur mich stören, oder ob das handwerklich nicht ganz sauber ist. Diese zweite Meinung hilft mir sehr weiter – dann weiß ich, dass ich evtl. das Autorenteam um eine (kleine) Überarbeitung des Textes bitten sollte.

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Mich würde das nicht so sehr stören, solange die Überschriftszeilen deutlich kürzer sind als die Textzeilen. Dagegen finde ich den Größenunterschied von nur einem Punkt von der Überschrift zum Fließtext völlig daneben. Unterschiede müssen deutlich sein, sonst empfindet man sie eher als Fehler.

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Da wird man nicht viel machen können, wenn die Vorgabe so unsinnig mit einem Punkt Unterschied ist. Das sehe ich wie Dieter :nicken:

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Darf lt. CD die Überschrift gesperrt werden? Das könnte zur Unterscheidung beitragen. Sonst würde ich pragmatisch rangehen: Machen, was erlaubt ist, auch wenn es nicht gut aussieht. Eine wissenschaftliche Publikation ist ja meist umfangreich, da findet man sich auch trotz solcher Stolpersteine zurecht.

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ich denke die unterscheidung ist klar und verwechslung schon wg. der leicht unterschiedlichen schriftgröße ausgeschlossen. aber wir sind uns einig: schön ist was anderes. (imho lieget der fehler in der definition, dass die zwitis auf unterster ebene kursiv sein müssen. würde ich im leben nicht machen)

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Am 24.5.2021 um 19:33 schrieb CarolaG:

Auch das ist (leider) im CD geregelt: Bei der Ü4 (und der Ü3) soll keine Leerzeile zwischen Überschrift und dem darunter folgenden Text stehen (anders als bei Ü1 und  Ü2). (Und Abstände, die kleiner als Zeile sind, würden – abgesehen davon, dass sie laut CD nicht erlaubt sind – wohl auch Unruhe in den Satz bringen.)

Dass ein Text auf Registerhaltigkeit (Leerzeilen) aufgebaut ist, ist typografisch richtig und für den Lesefluss wichtig.

 

Um aber eine bessere Unterscheidung von Titel und kursivem Fließtext zu erreichen, könnte man die Leerzeile oberhalb des Titels um ca. ⅓ verringern und den Anteil der Verringerung unter den Titel einfügen. So würde der Fließtext registerhaltig bleiben und übersichtlicher werden.

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