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Suche Plakat-Reklameschrift aus den 1950er Jahren

Hervorgehobene Antworten

Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche der Schrift der Überschrift „Stoppelmarkt“ aus einem Plakat aus dem Jahr 1955. Eine entfernte Verwandschaft zur „Reporter No. 2“ ist zu erkennen. Die zweifarbige Umsetzung (rote Schriftfarbe auf hellgelbem HG) macht mich jedoch stutzig: es könnte also auch sein, dass der Schriftzug handgezeichnet ist. 

 

Das „in Vechta“ sieht mir klarer aus wie handgezeichnet, weil die Proportionen nicht so recht passen. Auch hier ist die zweifarbige Umsetzung markant. Falls ihr hier einen Tipp habt – gerne her damit.

 

Die serifenbetonte Schrift könnte man mit einer schmalfetten „Serifa“ übersetzen. Die passt ganz gut.

 

Vielen lieben Dank für die Mithilfe.01.thumb.png.d5d55867abc0a571c2b3acf5353b30f1.png

Gelöst von Ralf Herrmann

  • Ersteller

 

Wow, vielen Dank für die schnelle Hilfe! Damit kann man doch arbeiten. 👏

 

 

pfade.jpg

  • Ersteller
vor 24 Minuten schrieb RobertMichael:

Die Flamme gibt es bereits in digitaler Form:

 

https://www.myfonts.com/fonts/itc/flamme

Ja, das stimmt. Danke für den Tipp. Teilweise sind die Glyphen aber stark „amerikanisiert“. Zum Beispiel: r, k. Oder die Formen wurden stark verändert. Wie z.B. beim b und q. Das ändert sich dann schon der Schriftcharakter.

flamme.png

Wobei das Plakat eher nicht im Buchdruck gedruckt wurde, sondern mehr nach Offset oder vielleicht sogar echte Lithografie aussieht. Dementsprechend könnten die Schriften auch alle gezeichnet sein ... 

Am 8.7.2021 um 22:58 schrieb catfonts:

Und in diesem Zusammenhang, geht das mit meinen ß? Das in der ITC ist ja eher ein beta...

 

Eszettflamme.PNG.53ce5787e946a4770143b60d1e595fe5.PNG

Sieht für mich 1000 x besser aus als die ITC Version (also die gesamte Schrift)!

Nun, ich wollte so nah wie nötig an die Schelter & Gieseke heran, aber doch was eigenes draus machen. also das im original recht flach unten abgeschnittene g und y habe ich etwas mehr Rundung gegeben. Dazu vieles, was das Original nicht bietet, eie ſ und komplett fie UNZ1-Ligaturen, für die Niederländer ein IJ,  Und bei den Ligaturen mit Doppelung eines Buchstabens mit Oberlänge ist der jeweil 2. ein wenig niedriger. Die Idee dazu habe ich aus dem alten schwedischen Brief. Hier habe ich so einige Buchstaben identifizieren konnen und das so dort gefunden.  Auch schreibt der genau so ein "Schleifen-g" wie ich es selbst schreibe, aber ich noch in keiner Schriftart regulär gesehen habe. Kommt vielleicht mal in eine zukünftige Schreibschrift rein, mal sehen...Geflammt.PNG.9c2ad10342f7cb3e8ae9e25ad77a7731.PNG

Müsste der diagonale Abstrich am Versaleszett nicht deutlich schmaler sein? Wenn ich mir vorstelle, wie der Flachpinsel an der Stelle schräg nach unten gezogen wird, müsste der Strich auch entsprechend dünner sein. Oder? 🤔

vor 43 Minuten schrieb Dieter Stockert:

Ich lese das Versal-Eszett nach wie vor eher als B, auch wenn ich weiß, was es sein soll.

Sehe ich ebenfalls so.

 

Der Unterschied vom B zum Versal Eszett beteht m. E. auch darin, dass beim Versal Eszett der untere Teil eben nicht geschlossen ist.

Also ich finde es oben rechts spitzig genug, um es vom runden B unterscheiden zu können. – Ob es unten offen besser wäre, das müsste man sehen. Vielleicht präsentiert uns Peter eine geöffnete Version. Ich finde das ẞ aber jetzt (nach der Überarbeitung) wirklich gelungen. Ich würde es (vielleicht als Alternative zu einem unten offenen) auf jeden Fall im Font lassen.

 

(Vielleicht ist es aber auch zu früh für solche Entscheidungen. Ich brauche wohl erstmal einen Kaffee. )

Das mit dem durchgeschleiften ẞ kann man ja machen, als ss01. Ähnliches gilt auch für die Ligaturen, die ich hier vorstelle, die hab ich gebaut, weil im Versalsatz KA LA und RA so große Löcher reißen, und Versalsatz mit der Flamme irgendwie alles andere als Ideal ist. Ich hab die jetzt einfach als Standardligaturen eingebaut, damit das auch in Software mit rudimentärer OpenType-Unterstützung geht, ich könnte die aber ebensogut in dlig packen.

 

BKS.PNG.272a7ce51d1db7f6b60724f55ddd3db3.PNG

 

 

Oh, das fände ich deutlich besser, da nun auch die „fleckende“ Überschneidung, welche sonst auch nirgends zu finden war, verschwunden ist. Gefällt mir gut! 
 

Vielleicht könnte man noch den ähnlich „fleckenden“ Anstrich beim A etwas lindern, auch wenn der im Original natürlich genauso so zu finden war … g und y sehen da ja auch etwas sehr abgesäbelt aus.

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