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Kompatibilität von variablen Fonts / Fallback


Phoibos

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Moin,

ausgehend von einer aktuellen Frage habe ich mich gefragt, ob in variablen Fonts ein Fallback kodiert ist/sein kann, wenn man von einer kompatiblen zu einer inkompatiblen Anwendung wechselt.
Verliert ein .doc-Export aus einem Layout-Programm dann sämtliche Fontinformationen oder gibt es im Dokument oder in den Fontanweisungen Fallback-Mechanismen?
Oder ist es ratsam, zum variablen Font auch immer noch die Einzelschnitte parat zu haben?
Ciao
Phoibos

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Ein weiteres Szenario wäre ein PDF mit variablen Fonts in einem nicht variable-fähigen Viewer, denn nicht alle nutzen ja systemweite Routinen zur Anzeige. Und muss der Font da komplett eingebunden werden?

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Das bringt mich auf die Frage, wie InDesign beim Verpacken damit umgeht: Wird der variable Font verpackt oder die daraus im jeweiligen Dokument erzeugten Varianten?

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Variable Fonts sind normale OpenType-Fonts mit zusätzlichen Möglichkeiten. Wenn ein Programm OpenType kann, aber keine variable Fonts, dann ist der Font dennoch benutzbar, aber eben äußert eingeschränkt. Es dürfte also nur der Grundschnitt funktionieren – meist also regular. 

Im PDF sollte nur die interpolierte Instanz sein. Da ist keine Unterstütung von variablen Fonts nötig. 

InDesign exportiert dagegen die komplette Schrift. Das sind ja offene Daten. Man soll ja wie mit dem Original weiterarbeiten können. 

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vor 10 Minuten schrieb Ralf Herrmann:

Im PDF sollte nur die interpolierte Instanz sein.

Erstmal vielen Dank für die Antwort. Wie sieht es denn aus, wenn ich das ganze Dokument nur mit einem variablen Font arbeite, also verschiedene Interpolationen habe? Und daran anschließend, sind die variable Fonts in ihrer interpolierten Fassungen (also nicht nur der Regular-Fallback) PDF/A-kompatibel?

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vor 55 Minuten schrieb Ralf Herrmann:

InDesign exportiert dagegen die komplette Schrift. Das sind ja offene Daten. Man soll ja wie mit dem Original weiterarbeiten können. 

Das heißt, dass jemand, der mein Dokument weiter bearbeiten soll, aber selbst nur eine ältere InDesign-Version hat, meine IDML-Datei zwar öffnen kann, aber der variable Font nützt ihm nur sehr eingeschränkt.

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Das würde dann ja wohl schlimmstenfalls folgendes bedeuten:

 

Ich setze ein dickes Buch mit einem variablen Font, und nutze durchgehen die Variabilität, um so sämtliche Huren und Schuster mit all ihrem Nachwuchs zu vertreiben.

 

Das gebe ich als Druck-PDF aus und schick die meinem Drucker, dessen Technik mit variablem Font nichts anzufangen weiß, und mein eingebauter Font fällt auf Fallback-Regular, was dann mein ganzes mühevoll erstelltes Layout munter zerschießt?

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Es wird ja niemand gezwungen, mit Variable Fonts zu arbeiten. Im Normalfall bietet jede Foundry die Schriften in den spezifischen Einzelschnitten an. Wenn im Arbeitsprozess absehbar ist, dass es zu Problemen kommen könnte (ältere Programmversionen im Einsatz; Drucker druckt ohne Rücksprache alles, egal, wie es ausschaut), würde ich von vornherein auf den Einsatz dieser Fonts verzichten.

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Puh, das impliziert, dass dieser tollen Technik ein Dasein als Webfont übrigbleibt. Denn, um den Helvetica-Thread aufzugreifen, steht man ja auch finanziell auch schnell vor der Frage, ob es nicht nachhaltiger wäre, gleich nur die Einzelschnitte zu kaufen.

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vor 12 Minuten schrieb Phoibos:

Puh, das impliziert, dass dieser tollen Technik ein Dasein als Webfont übrigbleibt.

Nicht unbedingt. Im professionellen Umfeld sehe ich da keinerlei Probleme, Variable Fonts auch im Printbereich einzusetzen. Veraltete Programmversionen, die Variable Fonts nicht unterstützen, und Drucker, die irgendeinen Murks produzieren, gehören zumindest nicht zu meinem Agenturalltag.

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vor 3 Stunden schrieb catfonts:

Das würde dann ja wohl schlimmstenfalls folgendes bedeuten:

 

Ich setze ein dickes Buch mit einem variablen Font, und nutze durchgehen die Variabilität, um so sämtliche Huren und Schuster mit all ihrem Nachwuchs zu vertreiben.

 

Das gebe ich als Druck-PDF aus und schick die meinem Drucker, dessen Technik mit variablem Font nichts anzufangen weiß, und mein eingebauter Font fällt auf Fallback-Regular, was dann mein ganzes mühevoll erstelltes Layout munter zerschießt?

Wenn ich Ralf richtig verstanden habe, ist das eben nicht der Fall: »Im PDF sollte nur die interpolierte Instanz sein. Da ist keine Unterstützung von variablen Fonts nötig.«

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Gerade eben schrieb Ralf Herrmann:

Bei Multiple Master gab es das ja auch alles schon.

Und ist unter anderem an der Nichtverbreitung/-unterstützung gescheitert. Und das wäre schade um die Idee und Technik.

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Im PDF ist das nicht wirklich ein Problem – das enhält auch bei normalen Schriften einen Glyphensatz, also im Grunde nur einen Formenkatalog, der dann im Layout platziert sind. Fürs reine Darstellen des Seiteninhalts selbst ist der Font nicht erforderlich, das ist im Grunde ein Haufen kleiner Bildchen die richtig platziert "zufällig" einen Text ergeben. (Das ganze ist aber kein schnödes "in Konturen umwandeln".)

Anders gesagt: Dass der Font auch noch teilweise oder komplett eingebettet ist, und der Text dann nochmal als "Fließtext" (also als Textstring) hinterlegt ist, ist zwar nice to have, wenn man das PDF noch bearbeiten oder durchsuchen möchte, aber nicht wirklich nötig um die Seite als Postscript ausgeben zu können.

 

D.h. wenn der Erzeuger des PDFs (Indesign) variable Fonts unterstützt, und beim Erzeugen des PDFs entsprechende Glyphen für alles, was dargestellt werden soll, erzeugt, ist das PDF am Ende nicht anders als wenn normale Fonts verwendet würden.  Nur die Grundlage für die Erstellung der Glyphen ist jetzt halt EIN Font statt bisher mehrere, das Ergebnis im PDF ist dann aber das selbe.

 

Wenn ich ein PDF bearbeiten(!) will, dann muss der Font in nutzbarer Form (nicht nur ein Formenkatalog) mit drin sein, dann haben wir aber wieder einen Editor, nicht nur einen reinen Interpreter, und ein Editor muss mit dem variablen Font natürlich umgehen können, so wie er bisher schon mit verschiedenen Fontformaten umgehen können musste.

 

D.h. wenn ich für die Druckerei ein standardkonformes PDF abliefere und deren RIP das nur interpretiert, ist es unerheblich ob die Grundlage klassische Fonts oder einen variable-font genutzt hat.

Wenn ich  mit dem PDF noch Dinge anstellen will, oder offene Daten austausche, dann muss mein Gegenüber das Format natürlich verstehen, aber das ist nichts grundsätzlich neues, nur halt ein weiteres neues Format ...

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<p>Canapé – die gemütliche Schriftfamilie von Sebastian Nagel</p>
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