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Werte der Vor- und Nachbreite bei der Zurichtung von Schriften

Hervorgehobene Antworten

Liebe Typo-Gemeinde,

für ein CAD-Projekt benötigen wir die Infos der Zurichtung der Schriften: die Vor- und Nachbreite der einzelnen Buchstaben,

gibt es eine Möglichkeit, diese Infos zu bekommen und wenn nicht diese selber zu "messen",

 

ich habe schon bei Fontshop angerufen, da war leider keine Auskunft zu bekommen:

 

folgende Schriften sind angedacht:

Prio 1: Normschrift DIN 1541

Prio 1: Normschrift DIN 1541 mit Stegen (nur für Durchbruchgravur (ausgelasert)

Prio 1: Arial regular und bold

Prio 1: Antiqua regular

 

danke für die Hilfe,

Carola Bellach

 

 

  • Ersteller

die Schriften werden in Megacad verwendet, wir müssen uns da erst herantasten ... ich schaue mir dann mal fontografer an, ob ich das schaffe ...

  • Ersteller

Lieber Herr Hermann,

die Vor- und Nachbreite habe ich jetzt, jetzt muss ich aber noch das Prinzip verstehen,

könnten Sie mir in Buch zur Einarbeitung empfehlen, damit ich erst einmal einen Ansatz habe, wie ich bei den digitalen Schriften denken muss, um aus der Vor- und Nachbreite die Positionierung der Schrift zu errechnen (wie bekommen wir es z.B. hin, dass eine 10 im CAD mittig ist.) ich selber habe "Detailtypografie" zur Hand, hilft aber nicht wirklich,

danke und viele Grüße

Carola Bellach

Ich kenne keine Bücher, die das Erklären würden. Das Problem ist zu spezifisch. Die Dokumentation der Fontformate enthält aber die Grundprinzipien. 
https://developer.apple.com/fonts/TrueType-Reference-Manual/
https://docs.microsoft.com/en-us/typography/opentype/spec/

 

Kurz gesagt ist das aber ein simples Koordinatensystem. Die Auflösung wird durch den UPM-Wert definiert ( Units per EM) und dies wird dann auf die Schriftgröße skaliert. Eine Buchstabenbreite von 500 Einheiten bei einem UPM-Wert von 1000 und einer Schriftgröße von 60 Punkt würde dann zum Beispiel 30 Punkt ergeben. 

Die Werte für Vor- und Nachbreite entstehen indirekt. Sie werden nicht wirklich beim Rendern benutzt. Vielmehr sind die Kurven einfach mathematisch abgelegt und werden vom Nullpunkt aus gezeichnet, der bei einer lateinischen Schrift links auf der Grundlinie liegt. Der nächste Buchstabe beginnt dann entsprechend der festgelegten Buchstabenbreite des vorhergehenden Buchstabens. 

Wenn man Buchstabenbreite, Vor- und Nachbreite und UPM-Wert kennt, kann man also alles andere aus- und umrechnen. 

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