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Zahlen im Text – zwei vs. 2


Microboy

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Ich bin gerade mit einem Bericht konfrontiert der sehr viele Zahlen beinhaltet. Es gibt viele Prozentangaben, einfache Zahlen, Mengenangaben wie z.B. zwei Drittel oder Formulierungen wie »jede dritte« …

 

Normalerweise würde ich Zahlen bis zwölf ausschreiben. Allerdings würde das hier dazu führen, dass man einen wilden Mix erhält da in vielen Sätzen Zahlen von eins bis 100 auftauchen. Spätestens bei Angaben wie »drei von 16« tue ich mich schwer und würde deshalb gerne dazu übergehen die Zahlen bis zwölf nicht auszuschreiben. Ausnahmen wärne dann »einer von 8« da ich »1 von 8« als falsch empfinde. Und auch »zwei Drittel« würde ich »2 Drittel« vorziehen.

 

Wie seht ihr das?

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Schwierig. Ganz spontan würde ich »3 von 16«, »einer von acht« und »zwei Drittel« schreiben.

 

Im ersten Fall liegt eine Zahl über zwölf, deswegen würde ich die Zahlen, die verglichen werden, beide als Zahl schreiben. In den anderen Fällen, wenn beide Zahlen unter zwölf liegen, würde ich zu der Ausschreiben-Regel tendieren. Wobei es auch dann wieder komisch wird wenn man ein Verhältnis mit einem anderen Verhältnis direkt vergleicht, beispielsweise: »Bei Maßnahme A war das Ergebnis 3 von 16, bei Maßnahme B jedoch nur einer von acht«.

 

Wahrscheinlich machst du es dir insgesamt einfacher, wenn du hier die Zwölfer-Regel komplett ignorierst.

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vor 2 Minuten schrieb Christian Z.:

Wahrscheinlich machst du es dir insgesamt einfacher, wenn du hier die Zwölfer-Regel komplett ignorierst.

Bis auf »einer von 8« statt »1 von 8«?

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vor einer Stunde schrieb Microboy:

Bis auf »einer von 8« statt »1 von 8«?

Bei Büchern, in denen viel mit Zahlen- und Größenverhältnissen gearbeitet wird und Statistiken beschrieben werden – in aller Regel Sachbücher –, empfinde ich einen Ausdruck wie »1 von 8« nicht als deplatziert; gerade wegen der von dir aufgeführten Nähe zu anderen Ausdrücken wie etwa »20 von 100«, in denen keines der Zahlwörter ausgeschrieben ist.

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vor einer Stunde schrieb D2C:

empfinde ich einen Ausdruck wie »1 von 8« nicht als deplatziert; gerade wegen der von dir aufgeführten Nähe zu anderen Ausdrücken wie etwa »20 von 100«

Mein Problem ist, dass man »1« als »Eins« spricht und nicht als »Eine/Einer« ...

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vor 9 Minuten schrieb Microboy:

Mein Problem ist, dass man »1« als »Eins« spricht und nicht als »Eine/Einer« ...

Das kommt doch auf das Umfeld an! Die Zahlen stehen ja nicht einzeln, sondern stehen in Bezug zu Einheiten oder Substantiven. Und Du liest doch 1001 Nacht auch nicht als tausendundeins Nacht.

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vor 14 Minuten schrieb Phoibos:

Und Du liest doch 1001 Nacht auch nicht als tausendundeins Nacht.

Guter Punkt. Wobei das auch sehr oft ausgeschrieben wird …

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vor einer Stunde schrieb Microboy:

1001 Nacht

Ich habe (aus Gründen) fünf Ausgaben im Regal stehen. Mal abgesehen von den »Arabian Nights« sind dies:

• »Die Erzählungen aus den Tausendundein Nächten«

• »1001 Nacht. Nach Galland«

• »tausend und eine nacht«

• »Märchen aus 1001 Nacht«.

 

Man kann es also vielleicht doch so halten wie der sprichwörtliche Dachdecker.

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Kennte ich den Text, fiele mir vielleicht was ein. Hilft die Krücke »persönlich« vs. »abstrakt«?

Also »einer von acht ehrenamtlichen Helfern« vs. »1 von 8 Gesellschaftsanteilen«!?

 

In dem Zusammenhang gefragt: wäre die Schreibweise »1er«, »1e«, wenn einer resp. eine gemeint ist, zulässig (wobei ich in diesem Fall Versalziffern nähme)?

 

Beste Grüße

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vor 3 Stunden schrieb KlausWehling:

wäre die Schreibweise »1er«, »1e«, wenn einer resp. eine gemeint ist, zulässig (wobei ich in diesem Fall Versalziffern nähme)

Das habe ich noch nie gesehen im deutschsprachigen Raum. Würde zudem nichts am Problem ändern, weil EINSer oder EINSe ja auch sinnfrei wären.

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Ich will dem nicht grundsätzlich widersprechen, sondern nur anmerken, dass, tauchte in einem Text »1 Hund« auf, ich das sofort und ohne Transformation als »Ein Hund« lese. Und mein/e Vorschlag/Frage bezog sich auch darauf, dass, wenn man sich dazu entschließt, alle Zahlen in einem Text als Ziffern zu setzen, man nicht an der einen oder anderen Stelle auf »1er« (wg. des besseren Sprachklanges) zurückgreifen könnte - analog zu »20er-Jahre«.

 

Beste Grüße

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  • 4 Monate später...
Am 15.9.2021 um 08:33 schrieb Microboy:

Normalerweise würde ich Zahlen bis zwölf ausschreiben. Allerdings würde das hier dazu führen, dass man einen wilden Mix erhält da in vielen Sätzen Zahlen von eins bis 100 auftauchen.

Grudnsätzlich tendiere ich persönlich dazu, im Fließtext möglichst keine Ziffern und keine Abkürzungen zu verwenden. Natürlich kommt es sehr auf den Text an. Der angesprochene "wilde Mix" könnt aber auch ein gestalteter Mix sein. Wikipedia macht ein paar, wie ich finde, sehr sinnvolle und nachvollziehbare Vorschläge:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Schreibweise_von_Zahlen#Schreibweise_in_Buchstaben_oder_Ziffern

 

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vor 16 Minuten schrieb Timbuk:

Wikipedia macht ein paar, wie ich finde, sehr sinnvolle und nachvollziehbare Vorschläge:

Am sinnvollsten scheint aus meiner Sicht: »Gleichartige Zahlen innerhalb eines Satzes oder einer Aufzählung sind einheitlich zu schreiben.«

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vor 42 Minuten schrieb Microboy:

Am sinnvollsten scheint aus meiner Sicht: »Gleichartige Zahlen innerhalb eines Satzes oder einer Aufzählung sind einheitlich zu schreiben.«

auf den wollte ich raus. : - ) Und auf den darauffolgenden:

 

Zitat

Durch geeignete Verteilung der Schreibweisen kann man verdeutlichen, was jeweils zusammengehört.

Jedenfalls also inhaltliche Kriterien, keine formalen.

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vor einer Stunde schrieb Timbuk:

Durch geeignete Verteilung der Schreibweisen kann man verdeutlichen, was jeweils zusammengehört.

Das dürfte in einem längeren Text schwierig werden da die Zusammenhänge sehr unterschiedliche Zahlen enthalten können die dann im Zweifelsfall nicht ausgeschrieben werden können.

 

:shock:

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