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Suche Schriften dieses Parkführers aus den 1930er Jahren

Zur besten Antwort springen Gelöst von Ralf Herrmann,

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Gewächshaus

Innerhalb von historischen Recherchezwecken suche ich die beiden Schriftarten/Schriftnamen (Fonts wäre natürlich noch besser) in denen der Name „Planten un Blomen“ sowie der Untertitel „Niederdeutsche Gartenschau Hamburg“ geschrieben worden ist.

 

Für den Schriftzug „Planten un Blomen“ dachte ich zuerst, es wäre die Potsdam von Robert Golpon aus dem Jahre 1934. Allerdings ist das B im Parkführer sehr viel gebrochener, als im originalen Schriftbild der Potsdam. Meine zweite Vermutung, dass es der schmalfette Schnitt der Deutschmeister der Schriftgießerei Ludwig Wager aus den 1930er-Jahren sein könnte, scheitert ebenfalls an dem Buchstaben B.

 

Bei der Fotografie handelt es sich um eine Aufnahme des Flyers, veröffentlicht im Jahre 1935. Der Grafiker war der Hamburger Hochschullehrer Prof. Ottomar Anton. Seine Werbeplakate für die Hamburg-Amerika Linie sowie Hapag-Lloyd waren in der Zeit besonders beliebt.

 

Für den Untertitel dachte ich zuerst an die Futura schmalhalbfett. Sie wurde jedoch meines Wissens erst 1936 veröffentlicht. Die ebenfalls vermutete Gill Sans in der Variation schmal ist abermals zu spät (1937). Die Tempo scheidet auch aus, denn die nicht-geometrische Fassung erschien erst in den 40ern. Bei der Akzigenz Grotesk ist das R anders, die Möglichkeit fällt demnach auch weg.

 

Wäre um jeden Hinweis dankbar. 

IMG_8222.jpg

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Norbert P

Für die zweite Zeile würde ich das wohl auch annehmen, denn um die Zeit stammten oft noch alle Teile eines solchen farbigen Entwurfs aus einer Hand. Seltener zwar als noch in den Zwanzigern, aber dennoch nicht ungewöhnlich.

  • Gefällt 3
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  • 1 Monat später...
Gewächshaus

Entschuldigen Sie die späte Rückmeldung, ich bedanke mich dennoch vielmals bei Ihnen. Sie haben mir beide weitergeholfen. Eine Anschlussfrage hätte ich dennoch, beziehungsweise eine Folgeabbildung:

Es ist eine Werbeanzeige für das damalige Café in Planten un Blomen. Es stammt aus dem Zeitraum 1935–1940. Womöglich ist es ebenfalls eine Lettering-Arbeit, leider kann ich derzeit nicht sagen, wessen Arbeit es genau ist. Darüber hinaus ist mir aufgefallen, dass insbesondere das E des Plakatschriftzugs dem Großbuchstaben E der ITC Bauhaus sehr ähnelt. Letztere ist aber erst in den 70ern entstanden und lediglich von Herbert Bayers Gestaltungsregeln inspiriert worden. Wissen Sie da vielleicht mehr?

 

 

 

IMG_8323.jpeg

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