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Die Schriftmuster der Welt in einer Datenbank …

Sind Einzüge am Anfang eines Textes legitim?

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R::bert
vor 2 Stunden schrieb Microboy:

Gedruckt wird in Pantone auf durchgefärbtem Papier in blassgrün. Das lässt sich am Monitor leider nicht wirklich simulieren. Ich gehe aber davon aus, dass der Text später durch das dunklere Papier auch dunkler wirkt ... da für einen Andruck die Zeit fehlt bleibt es spannend. 

 

:blabla:

Wird das eigentlich eine Art Einleger im kleineren Format oder ist das die „Hauptdrucksache“?

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markus83

Ich finde die Einzüge gut!

Hatte mir eine ähnliche Frage auch schon mal gestellt (Einzug in Interview nach Frage-Absatz in fett; Einzug nach Zwischenüberschrift). Ich habe was entsprechendes auch bei Wilberg oder Forsman gesehen — als Fehler würde ich das nicht betrachten. Der Gestalter soll immer bewusst entscheiden, dann passt es auch.

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Microboy
vor 2 Stunden schrieb KlausWehling:

Ich verstehe immer noch nicht, warum hier eine gute Lesbarkeit sekundär ist.

Sie ist nicht sekundär. Aber man muss hier nicht die Maßstäbe anlegen die man an einen Roman stellen würde. Davon abgesehen ist die Lesbarkeit aus meiner Sicht dem Zweck entsprechend gut. Hier und da wird noch optimiert aber das Gerüst steht.

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Hans Schumacher
vor 20 Stunden schrieb Microboy:

Normalerweise verwende ich Einzüge nur im Textblock nicht aber am Anfang eines Textes bzw. auf einer neuen Seite oder in einer neuen Spalte. Man sieht das natürlich auch immer wieder anders und aktuell habe ich ein Projekt bei dem die Einzüge sich auch als stilistisches Mittel verwenden ließen. Die Überschriften sind eingerückt

 

Wären für euch solche Einzüge legitim oder würdet ihr das als Fehler werten?

Die Idee ist relativ naheliegend und ich habe das auch schon mal gemacht bzw. ist es mir unterlaufen, weil mir die Konvention, also keine Einzüge am Textbeginn, entfallen war oder erfolgreich verdrängt wurde. Ich finde das Layout stilistisch stimmig und in sich formal stringent, grafisch schafft das ein ziemlich hermetisches Textbild. Wenn das der Intention entspricht, würde ich es nicht als Fehler sehen.

  • Gefällt 1
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Diwarnai

Du beschränkst "Fehler" auf die Sicht des Designers. Aus Sicht des Konsumenten, der es lesen soll, ist es in meinen Augen durchaus ein Fehler, die Leserlichkeit unnötig zu erschweren, sowohl durch fehlenden Kontrast als auch durch fehlende Gliederung. Die Einzüge am Absatzanfang sind – so wie gezeigt sind – in Verbindung mit dem Blocksatz aus Lesersicht nicht geeignet. Das ist gerade auf der rechten Seite deutlich, wo ein Absatzende jeweils nicht erkennbar ist.

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pürsti

Durch die Gestaltung werden aber zusätzlich (vieleicht nicht so vordergründige aber doch mitschwingende) Informationen mitgeliefert. Wenn der Gestalter in Abstimmung mit Autor(in) darin einen Mehrwert sieht ist das eine progressive Herangehensweise die dann tradierte Gestaltungsmuster gerne auch mal verdrängen dürfen.

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Diwarnai

Es ist ein Mehrwert, dem interessierten Leser das Lesen zu erschweren? Bei einem Einschub oder Zitat mag das legitim sein, aber ein Fließtext hat für mich als Leser die Aufgabe, mir das Lesen zu erleichtern, damit ich die Inhalte aufnehmen kann.

Es sei denn, der Autor möchte sich verstecken und steht gar nicht hinter dem, was er schrieb, dann ist es natürlich sinnvoll, vom Inhalt abzulenken.

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StefanB
vor 19 Minuten schrieb Diwarnai:

Es ist ein Mehrwert, dem interessierten Leser das Lesen zu erschweren? Bei einem Einschub oder Zitat mag das legitim sein, aber ein Fließtext hat für mich als Leser die Aufgabe, mir das Lesen zu erleichtern, damit ich die Inhalte aufnehmen kann.

Ja und Nein. Du solltest nicht außer Acht lassen, dass die Leser sehr motiviert sein werden, die kurzen Texte (es ist kein Roman!) in dieser Publikation zu lesen. Demnach muss man, meiner Meinung nach, die Texte auch nicht typografisch zu Tode optimieren.

  • Gefällt 2
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KlausWehling
vor 10 Stunden schrieb Microboy:

Sie ist nicht sekundär. Aber man muss hier nicht die Maßstäbe anlegen die man an einen Roman stellen würde. Davon abgesehen ist die Lesbarkeit aus meiner Sicht dem Zweck entsprechend gut. Hier und da wird noch optimiert aber das Gerüst steht.

OK, da kommen wir nicht zusammen.

Aber zu den Einzügen. Mir gefällt das sehr - auch wenn auf  einer neuen Seite mit einem Einzug begonnen wird - das macht den neuen Absatz gut deutlich.

Seitenzahlen: Auf dem Monitor sieht es für mich so aus, als ob sie weiter links begönnen, als die Absatzeinzüge. Wirkt es gedruckt auch so? Wenn ja, mal versuchen, sie »optisch einzurücken«.

 

Beste Grüße

 

 

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pürsti
vor 28 Minuten schrieb Diwarnai:

Es sei denn, der Autor möchte sich verstecken und steht gar nicht hinter dem, was er schrieb, dann ist es natürlich sinnvoll, vom Inhalt abzulenken.

Gerade der Inhalt kann ja mit gestalterischen Mitteln betont werden auch wenn die  Leserlichkeit (soweit sich das am Bildscirm beurteilen lässt, eh eher vernachlässigbar) eingeschränkt wird.

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R::bert
vor einer Stunde schrieb Diwarnai:

Die Einzüge am Absatzanfang sind – so wie gezeigt sind – in Verbindung mit dem Blocksatz aus Lesersicht nicht geeignet.

Das verstehe ich nicht. Warum?

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Microboy
vor einer Stunde schrieb Diwarnai:

Die Einzüge am Absatzanfang sind – so wie gezeigt sind – in Verbindung mit dem Blocksatz aus Lesersicht nicht geeignet. Das ist gerade auf der rechten Seite deutlich, wo ein Absatzende jeweils nicht erkennbar ist.

Ich kann dir nich folgen. Das Absatzende muss doch nicht erkennbar sein wenn der folgende Absatzanfang klar ersichtlich ist. 
 

Den Blindtext habe ich auch nicht optimiert sondern nur reingehauen — der richtige Text wird natürlich sauber gesetzt.

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Microboy
vor 24 Minuten schrieb KlausWehling:

Seitenzahlen: Auf dem Monitor sieht es für mich so aus, als ob sie weiter links begönnen, als die Absatzeinzüge.

Überschriften, Einzüge und Seitenzahlen sollen eine Achse bilden. Ich prüfe nochmal im Ausdruck wie das wirkt und passe es dann an …

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Microboy
vor 56 Minuten schrieb Diwarnai:

Es ist ein Mehrwert, dem interessierten Leser das Lesen zu erschweren?

Was erschwert dir denn das Lesen? Die Wahl der Schrift, die Schriftgröße, die Spaltenbreite oder die Farbigkeit? Letzteres lässt sich am Monitor nur bedingt simulieren. In der Schrift wurden auch schon andere Bücher gesetzt und Spaltenbreite und Schriftgröße sind ebenfalls relativ klassisch. Die Texte lassen sich ausgedruckt bequem lesen — sagen zumindest die vier anderen Grafikerinnen hier im Büro.

 

Ich sehe das Problem nicht so ganz.
 

:-?

  • Gefällt 1
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R::bert
vor 12 Minuten schrieb Diwarnai:

Gliederung als fehlend

Ja, das geht mir auch so, wenn Du die fehlenden Leerzeilen (ich zitiere den Blindtext: »Große Lesepause«) damit meinst. Aber dass der erste Einzug auch mit dazu gehören soll? Das wäre eine Erbse, die ich in diesem Kontext nicht mitzählen würde. ;-) 

bearbeitet von R::bert
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Diwarnai
vor 35 Minuten schrieb Microboy:

Ich kann dir nich folgen. Das Absatzende muss doch nicht erkennbar sein wenn der folgende Absatzanfang klar ersichtlich ist. 

Der Absatzanfang ist für mich nicht klar erkenntlich. Ich orientiere mich beim Lesen nicht an einzelnen Zeilen, sondern an optischen Einheiten und darin erst an Zeilen. Was ich in deinem Beispiel sehe, ist eine komplette Seite als optische Einheit, das macht es (sicher nicht nur) für mich schwer, zu lesen.

 

Wenn weniger Absätze pro (Zwischen-)Überschrift gesetzt werden, stören Einzüge nicht, weil der gesamte Text unter der Überschrift als Einheit aufgefasst werden kann.

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Diwarnai
vor 4 Minuten schrieb R::bert:

Aber dass der erste Einzug auch mit dazu gehören soll?

Wenn es hier ausschließlich um den ersten Einzuge gehen soll, ist in meinen Augen eine Diskussion darüber nicht zielführend, das soll der Gestalter aus Gestaltungsgründen halt machen wie er meint, ist ja nur der erste Einzug.

Was ich bemängel ist das Gesamtergebnis. Mir erscheint es nicht sinnvoll, dem Leser unnötig Steine in den Weg zu legen, wenn er einen mehrseitigen Text lesen soll.

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R::bert
vor 10 Minuten schrieb Diwarnai:

Der Absatzanfang ist für mich nicht klar erkenntlich.

Aber der wird doch abgesehen vom ersten Einzug (ob nun vorhanden oder nicht) zunächst mal durch die Überschrift darüber sehr deutlich. Oder welchen Absatzanfang meinst Du?

 

@Microboy

Wie sieht denn eine folgende Doppelseite aus?

bearbeitet von R::bert
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Microboy

Ich weiß immer noch nicht so recht was mit fehlender Gliederung gemeint ist. Die Texte haben in der Regel zwei bis vier Seiten und vom Autor sind nur Absätze vorgesehen. Längere »Pausen« die eine Leerzeile rechtfertigen würden gibt es schlicht nicht. Das ist ja aber in den meisten »Lesebüchern« so. Leerzeilen gibt es wirklich nur wenn es einen größeren inhaltlichen Schnitt gibt. Das wäre hier einfach nicht sinnvoll. Der Abstand zwischen Überschrift und Text ist so groß weil der Fließtext immer auf einer Höhe beginnt und die Überschriften 2- bis 4-zeilig sind.

 

Die Farbe und auch die Wirkung der Typ kann man am Monitor sicher nicht ausreichend beurteilen und das war auch garnicht meine Frage. Wenn ich unsere Farbausdrucke und SW-Ausdrucke nebeneinander lege wirkt der Schriftschnitt sehr unterschiedlich. In der finalen Pantone-Farbe auf dem farbigen Papier wird das noch einmal anders wirken. 

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Microboy
vor 25 Minuten schrieb R::bert:

Wie sieht denn eine folgende Doppelseite aus?

Entweder nur Fließtext oder es beginnt auf der linken oder rechten Seite der nächste Text samt Überschrift.

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  • 1 Monat später...
jotde
Am 20.2.2023 um 12:11 schrieb Microboy:

Wüste würde ich es jetzt nicht nennen – vielleicht eher Steppe. Es sind halt kurze Meinungstexte zu bestimmten Themen. Leerzeilen sind nicht vorgesehen und würden den Satz auch kompliziert machen. 

ich würde in jedem Fall auch den Anfang einziehen, damit eroptisch bündig zur headluine wird

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Maty

Hallo,

ich meine, dass die letzte Zeile vom ersten und vierten Abschnitt links in diesem Fall weiter auslaufen müsste, um den Weißraum rechts zu vermeiden.

Auch würde ich die Einzüge nur halb so groß veranschlagen.

 

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