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Cormorant Garamond – versteckter Bereich?

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ASJ

Hallo zusammen,

 

die auf Google angebotene (https://fonts.google.com/specimen/Cormorant+Garamond) Cormorant Garamond ist ja nominell recht umfangreich ausgebaut. Ich schreibe "nominell", weil ein Großteil der Sonderzeichen und Ligaturen für mich in keinem Programm (Word, InDesign, LaTex) zugänglich ist, sondern ich nur in FontForge sehen kann, dass es sie gibt.

 

Die fraglichen Glyphen sind alle mit einem roten Fragezeichen versehen, also nicht zugeordnet.

 

Weiß jemand, warum das so ist?

 

Gibt es vielleicht eine nicht-freie, erweitere Variante der Cormorant Garamond (eigentlich Open Source)?

 

Danke!

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Phoibos
vor einer Stunde schrieb ASJ:

Weiß jemand, warum das so ist?

Die verschiedenen Stylistic Sets unter Open Type Features hast Du ausprobiert? Im PUA (als dem Bereich, der nicht von den Unicode-Leuten normiert wurde) werden oft Alternativzeichen "versteckt", die nicht direkt zugänglich sein sollen, um nicht mit anderen Schriften zu kollidieren. Diese Zeichen werden dann von Stylistic Sets oder Features wie "bedingte Ligaturen" und ähnliche Funktionen angesteuert, sind aber aus Gründen der Kompatibilität nicht direkt wählbar, da diese Adressen von anderen Schriften anders genutzt werden können.

Ansonsten kannst Du den Schöpfer der Schrift hier auch direkt fragen: @CatharsisFonts

 

Und nein, es gibt meines Wissens keine kommerziell erhältliche Version der Schrift.

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Mueck
vor 39 Minuten schrieb Phoibos:

Diese Zeichen werden dann von Stylistic Sets oder Features wie "bedingte Ligaturen" und ähnliche Funktionen angesteuert, 

... setzt aber Programme voraus, die das können.

Aber ich meine, diese Zeichen "jwd" in der Tabelle (ob nun PUA oder andere "ferne" Codierungsbereiche) könnten notfalls per "Zeichentabelle" von Windows oder ggfs. "Einfügen / Sonderzeichen" o.ä. des jeweiligen Programms erreicht und dann eingefügt werden, so wie man es notfalls auch mit lateinischen Exoten wie Þ/þ machen täte ... Arg umständlich, ja, insbesondere bei Masseneinsatz, aber wenn man das/die Zeichen erstmal so im Zielprogramm hat, reicht ja normales Copy&Paste ... Wäre einen Versuch wert, falls das Zielprogramm sich bei stylistic sets & Co. verweigert ... Beim normalen Latex hilft's wohl nicht, da braucht's dann eine passende stylesetskompatible Latexvariante, komme gerade nicht auf deren Namen ...

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vor 5 Minuten schrieb Mueck:

könnten notfalls per "Zeichentabelle" von Windows oder ggfs. "Einfügen / Sonderzeichen" o.ä. des jeweiligen Programms erreicht und dann eingefügt werden,

Allerdings nur, wenn die Zeichen wirklich einen Unicode hinterlegt haben. Es ist aber durchaus üblich, dass die für OpenType-Ersetzungen vorgesehenen Zeichen (Kapitälchen, Ziffernvarianten, Ligaturen usw.) gar nicht kodiert sind und nur über OpenType-Feature erreichbar sind. 

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vor 2 Stunden schrieb ASJ:

Die fraglichen Glyphen sind alle mit einem roten Fragezeichen versehen, also nicht zugeordnet.

 

Weiß jemand, warum das so ist?

Die Zeichen sind über OpenType-Funktionen erreichbar. Für InDesign wäre dies vielleicht einen Blick wert:

https://www.typografie.info/3/artikel.htm/exklusiv/videokurs-opentype-in-indesign-von-a-bis-z-r467/

In Office-Programmen ist die Unterstützung von OpenType schlechter, aber durchaus auch vorhanden. 

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ASJ

Danke erst mal für die Antworten!

In MS Word hat das Herumspielen mit allen Optionen keine Änderung ergeben. In der Windows-Zeichentabelle sind die Glyphen und Sonderzeichen nicht einzusehen. In InDesign sind sie teilweise einzusehen (anhand der kompletten Aufstellung in FontForge kann ich sehen, was fehlt), aber statt des jeweiligen Zeichens erscheint nur ein leeres Rechteck, wie eben bei nicht zugeordneten Glypen. 

Ich hatte auch mit verschiedenen Versionen und Downloads verschiedener Quellen herumprobiert, um einen Bug auszuschließen, aber Pustekuchen.

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ASJ

Die folgenden Zeichen (eingesehen in Font Forge) sind mit einer Handvoll Ausnahmen nicht auszuwählen oder einzufügen.

image5vsf1c.jpg

In der Windows-Zeichentabelle und MS Office stehen nur folgende Zeichen zur Verfügung:

image7m8fv6.jpg
Es werden nur eine Handvoll Zeichen nach 'Erweitert Lateinisch' angezeigt, und teilweise sogar anders, als in der Schriftdatei definiert (bspw. U+2766 in der Zeichentabelle als Akanthusblatt und in der Schriftdatei als irgendeine Art Vogel). Als einzige Ligatur steht tz zur Verfügung. Eine Reihe Symbole wird als nicht definiert angezeigt.

In InDesign stehen zwar theoretisch alle Zeichen zur Verfügung, aber angezeigt wird nur ein leeres Rechteck.

Die Ligatur- und Stilvarianten-Optionen von MS Office können nur auf den Block Standardligaturen zurückgreifen, die ich oben aus Platzgründen abgeschnitten habe (also z.B. fi). Bei InDesign ist es genauso.

 

Ich möchte nur verstehen, was genau da nicht stimmt. Mich irritiert z.B. die Sache mit den Zeichen, die anders angezeigt werden als in der Schriftdatei definiert.

Mein spontaner Eindruck war zuerst wirklich, dass eine ältere Schriftdatei (die Cormorant Garamond wurde nach und nach veröffentlicht) quasi der aktuellen Version im Weg steht. Aber das kann es nicht sein, die Versionen stimmen.

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Diwarnai

Ich habe U2766 und ein paar andere Zeichen in InDesign gesetzt, mit der Adobe-Version und der Google-Version. Die Google-Version scheint in der Tat fehlerhaft zu sein, hier werden in manchen Schnitten abweichende Zeichen angezeigt (Screnshot aus der Schriftauswahl in InDesign):

bildschirmfoto2023-08b4ew7.png

 

bildschirmfoto2023-08taiem.png

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ASJ

Hab die Schriftart komplett gelöscht und es mit der Version von github nochmals versucht; keine Veränderung. Seltsam. Ich muss die IT-Götter verärgert haben.

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CatharsisFonts
Am 18.8.2023 um 08:23 schrieb Diwarnai:

Ich habe U2766 und ein paar andere Zeichen in InDesign gesetzt, mit der Adobe-Version und der Google-Version. Die Google-Version scheint in der Tat fehlerhaft zu sein, hier werden in manchen Schnitten abweichende Zeichen angezeigt (Screnshot aus der Schriftauswahl in InDesign):

bildschirmfoto2023-08b4ew7.png

 

bildschirmfoto2023-08taiem.png

Hat Google den Export der Regular und Light vergeigt? Ich werd dort mal nachfragen. Hast Du wirklich «Google» geschrieben und diesen Mist bekommen? Was für ein Feature war da aktiviert?

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Diwarnai

Ich habe im aktuellen InDesign gesetzt:

Google❦ U2766 QQȳ

mit dem Google-Font, Sprache Deutsch 2006, »Ligaturen« aktiviert

OpenType aktiviert: »bedingte Ligaturen«, »kontextbedingte Varianten«

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