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Schriftmischung Reforma 1969 und Garamond

Hervorgehobene Antworten

  • Ersteller

Gut, dann wäre natürlich die Serifen-Variante der Reforma eine sichere Bank. Der Nachteil ist, dass sie mir nicht so gut gefällt. Ich finde sie vergleichsweise kantig. Die EB Garamond ist so schön rund...

Mich irritiert nach wie vor das SS im Wort GROSSELTERNKIND. Es sollte doch möglich sein, eine passende Schrift mit Versal-Eszett zu finden.

Bearbeitet ( von Dieter Stockert)

  • Ersteller
vor 2 Stunden, Dieter Stockert schrieb:

Mich irritiert nach wie vor das SS im Wort GROSSELTERNKIND. Es sollte doch möglich sein, eine passende Schrift mit Verfall-Eszett zu finden.

Ich verstehe, was Du meinst. Das Problem ist, dass ich als Hobbytypograph nur auf freie Schriften zurückgreifen kann bzw. will. Und die Reforma 1969 ist eine von wenigen freien Flare-Serifenschriften.

Bearbeitet ( von gyps_ruepelli)

  • Ersteller

Danke für den Tipp. Natürlich kenne ich google Fonts, aber ich war dort immer sehr zurückhaltend, weil mir die Rechte nicht klar waren.

Dabei ist das bei den Google-Fonts doch vergleichsweise übersichtlich:

Sind diese Schriftarten kostenpflichtig?

Nein, alle Google Fonts sind Open Source und kostenlos.

Kann ich in einem kommerziellen Produkt beliebige Schriftarten verwenden?

Ja, Sie können sie kommerziell nutzen und sogar in ein Produkt einbinden, das kommerziell verkauft wird. Die Nutzungs- und Weiterverbreitungsbedingungen sind in der Lizenz angegeben. Die häufigste Lizenz ist die SIL Open Font License. Einige Schriftarten sind unter der Apache-Lizenz oder der Ubuntu Font License lizenziert. Sie können Open-Source-Schriftarten gemäß diesen Bedingungen weitergeben.

Darf ich die Schriftart in einem Logo verwenden?

Ja, Sie können Google Fonts in jedem Logo verwenden.

Darf ich die Schriftart in Printprodukten, auf Websites, in Apps, in Lehrmaterialien, E-Books, Schaufenstern und auf Schmuck verwenden?

Ja, Sie können die Schriftarten auf jeder Oberfläche verwenden.

Quelle: https://developers.google.com/fonts/faq?hl=de

  • Ersteller

Das muss an mir vorbei gegangen sein. Dass sie sogar open Source sind, ist natürlich der Hammer. Da könnte man zur Not ja versuchen, noch Glyphen dazu zu basteln....

Zeit: 30.12.2025 um 21:15, Dieter Stockert schrieb:

Mich irritiert nach wie vor das SS im Wort GROSSELTERNKIND. Es sollte doch möglich sein, eine passende Schrift mit Verfall-Eszett zu finden.

Die Reforma ist schick, sollen wir nicht ein Auge zudrücken? ;-)

  • Ersteller

Zumal ja auch noch die Hoffnung bleibt, dass das Versal-Eszett vielleicht noch bei einem Update dazu kommt...

Ich persönlich muss auch sagen, dass ich das Doppel-S nicht ganz so schlimm finde - ich gehöre aber auch noch zu einer Generation, die ohne Versal-Eszett aufgewachsen ist.

Um das Ganze ein bisschen abschweifen zu lassen: Irgendwo im Netz kursiert eine Seite, wo jemand knallhart behauptet, ein Versal-Eszett könne es gar nicht geben, denn das Eszett sei eine Ligatur und kein Buchstabe. Ich teile diese Auffassung nicht - allein schon, weil ich Norwegisch spreche. Dort wird æ benutzt, das natürlich eine Ligatur ist, aber das auch als Æ auftritt und das als eigener Buchstabe sogar ins Alphabet einsortiert wird.

Das illustriert aber, wie unterschiedlich die Sichtweisen darauf sind. Und die Diskussion hier zeigt, dass Typographie allen Regeln zum Trotz eben auch Geschmackssache ist. - Wobei es mir immer noch ein bisschen schwer fällt, einzuschätzen, wo die Regeln aufhören und wo die Geschmackssache anfängt, aber um das zu lernen, hilft es wahrscheinlich, hier weiter aufmerksam mitzulesen.

vor 8 Stunden, gyps_ruepelli schrieb:

ein Versal-Eszett könne es gar nicht geben, denn das Eszett sei eine Ligatur und kein Buchstabe

aus dem Grund benutze ich kein W mehr hammer

  • Ersteller

Genau. Ich fahre auch ein Auto aus dem VUU-Konzern. Und nächste Uuoche gehe ich zum Uueinseminar.

vor 8 Stunden, gyps_ruepelli schrieb:

Das illustriert aber, wie unterschiedlich die Sichtweisen darauf sind. Und die Diskussion hier zeigt, dass Typographie allen Regeln zum Trotz eben auch Geschmackssache ist.

Die Sache mit der Ligatur ist hier im Forum ein Klassiker, den wir schon seit 20 Jahren widerlegen (müssen/dürfen). Denn es ist keine Sache von »Sichtweisen«, sondern von Wissen und Unwissen. Der Unwissende geht von der Idee aus, ein Schriftzeichen müsse entweder in die Kiste »(sinntragende) Buchstaben« oder in die Kiste »Ligaturen« eingeordnet werden können, niemals aber in beide. Das ist aber objektiv falsch. Der Buchstabe eines Alphabets ist ein solcher, weil er eine entsprechende Funktion in der Rechtschreibung übernimmt. Der Begriff Ligatur beschreibt dagegen die visuelle oder technische Gegebenheit einer Verbindung von Zeichenformen. Es sind einfach verschiedene Dinge, die einzeln oder zusammen auftreten können.

  • Zeichen können sinntragende Buchstaben und keine Ligatur sein (a, b, c etc.)

  • Zeichen können sinntragende Buchstaben und Ligatur sein (w, æ, œ etc.)

  • Zeichen können keine sinntragenden Zeichen aber Ligaturen sein (fi, fl etc.)

Dass das Eszett in klein und groß in die Kiste der sinntragenden Buchstaben gehört, sagt uns heute schwarz auf weiß die amtliche deutsche Rechtschreibung. Fakt! Keine Geschmackssache!

  • Ersteller
Vor 23 Minuten, Ralf Herrmann schrieb:

Dass das Eszett in klein und groß in die Kiste der sinntragenden Buchstaben gehört, sagt uns heute schwarz auf weiß die amtliche deutsche Rechtschreibung. Fakt! Keine Geschmackssache!

Das war auch meine Sicht der Dinge. Und das wurde dann durch Deinen Artikel zu Ligaturen, der hier auf dem Portal ist, noch bestärkt. Außerdem muss ich dann eben immer an æ und Æ denken, die in den Alphabeten in Dänemark und Norwegen der 27. Buchstabe ist.

vor 4 Stunden, Ralf Herrmann schrieb:

Zeichen können sinntragende Buchstaben und Ligatur sein (w, æ, œ etc.)

Was übrigens auch für »$«, »%«, »&«, »℔« (Pfund) und viele andere gilt.

  • Ersteller
vor 9 Stunden, Diwarnai schrieb:

Was übrigens auch für »$«, »%«, »&«, »℔« (Pfund) und viele andere gilt.

Völlig offen gestellte Frage: Sind die genannten Zeichen tatsächlich Buchstaben im engeren Sinne?

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