Typografie-Zitate
175 Zitate
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»Zweck jeder Typographie ist Mitteilung (deren Mittel sie darstellt). Die Mitteilung muss in kürzester, einfachster, eindringlichster Form erscheinen.«
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»Zu den edelſten Werten, deren Pflege uns am Herzen liegen muß, gehört unſere Mutterſprache, auf deren Wohlklang, Kraft und Biegsamkeit wir ſtolz ſein können. Dabei ſei zugleich auch der deutſchen Schrift gedacht, die ihren unbedingten Vorrang vor der lateiniſchen niemals verlieren darf.«
Reichsinnenminister Dr. Frick
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»Wir wollen alles vermeiden, was Schnörkel und Überladung ist, und Schnörkel heißt mir in einem Buche alles, was nicht Buchstabe oder Interpunktion ist.«
Friedrich Schiller
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»Wir ſind Schriftzeichner, Stempelſchneider, Holzſchneider, Schriftgießer, Setzer, Drucker und Buchbinder aus Überzeugung und aus Leidenſchaft, nicht etwa, weil unſere Begabung zu dürftig wäre für andere, höhere Dinge, ſondern weil für uns die höchſten Dinge in engſter Beziehung dazu ſtehen.«
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»Wir können und wollen nicht mit Fraktur, Schwabacher und Gotisch brechen, wir wollen sie für Arbeiten, für die sie geeignet erscheinen und die in deutschen Grenzen bleiben, anwenden, aber wir wollen sie auch nicht mit einem falschen Patriotismus, als die für uns einzig und allein verwendbaren Schriften bezeichnen.«
Carl Ernst Poeschel
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»Wir Experten müssen Nachsicht üben, wenn Laien die gebrochenen Schriften mit dem Dritten Reich in Verbindung bringen. Dieser Bezug ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen.«
Jürgen Siebert
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»Wie dunkler Tannen würziger Harzduft, wie wenn die Amsel weithin durch den Abend ruft, wie des Wiesengrases leichtschwankende Zierlichkeit, herrlichste, deutscheste Schrift, so lieben wir dich seit langer Zeit.«
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»Wie die zwei Schriftgattungen, Fraktur und Antiqua, untrennbar zu unserem geistigen und künstlerischen Besitz gehören, so muß auch der Deutsche die zwei Seelen in seiner Brust hinnehmen, die eine, die zu einer malerisch-dekorativen, die andere, die mehr zu einer tektonischen Anschauung und Auffassung in der Welt seiner künstlerischen Vorstellung hindrängt.«
Walter Tiemann
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»Wer nicht in doktrinären Vorurteilen befangen ist, wird kaum etwas gegen die Verwendung guter Frakturschriften einzuwenden haben, wenn sie, wie jede andere Schriftart, ›sachliche‹ Funktionen zu erfüllen haben.«
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»Wer meint, er verstehe etwas von Schrift, weil er ja lesen könne, irrt sich gar sehr.«
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»Wer die Entwicklung in den zwanziger Jahren unvoreingenommen studiert, wird feststellen, daß auch ohne jenen unsinnigen Regierungserlaß im Januar 1941 die Antiqua früher oder später die Frakturschriften abgelöst hätte. Ich glaube heute nicht mehr daran, daß die Frakturschriften jemals wieder eine praktische Bedeutung erlangen werden. Sie waren eine wichtige historische Entwicklungsphase in der Schriftgeschichte unseres Landes, wie beispielsweise die Unziale, ehe die karolingische Minuskel sie ablöste.«
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»Wer dem Gestalter nicht vertrauen kann, ist kein guter Auftraggeber; wer als Gestalter wider besseres Wissen klein beigibt, ist kein guter Gestalter«
Friedrich Forssmann
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»Wenn ich heute eine Suppe esse und mich morgen noch an die Form des Löffels erinnere, dann war mit dem Löffel etwas nicht in Ordnung.«
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»Wenn einmal der Fall eintreten sollte, daß auch das deutsche Schrifttum gezwungen sein würde, die Antiqua ganz allgemein als Gebrauchsschrift anzuwenden, was nicht nur im Bereich der Möglichkeit liegt, sondern für wahrscheinlich gehalten werden kann, wird die Zeit, in der neben der Antiqua die Fraktur allgemeine Verwendung fand, die der Erinnerung an eine entschwundene Schönheit im Gebrauch des täglichen Lebens sein. Als Schrift für den Druck von Büchern, die den Rang von Kunstwerken in Anspruch nehmen, wird aber die Fraktur niemals verschwinden, so lang die uns heute gültigen Begriffe von Kunstwerken erhalten bleiben.«
Hans Leitmeier
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»Wenn andere Völker ihre Höchſtleistungen in beſtimmten Künſten für unerreicht halten, ſo können wir ihnen etwas einzigartiges entgegenſtellen: das iſt das Formen und Entwickeln der deutſchen Schrift.«
Prof. Ernst Engel
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»Während am Anfang der Entwickelung, gleichsam als erhabenes Maß, die antike Schriftform in klassischer Einfachheit steht, bildet die Fraktur den vorläufig sichtbaren Endabschnitt einer gewaltigen Folge, den Formen ihres Ursprungs unähnlich und doch wesensgleich wie nur je ein Erbe aus jahrtausendalter Sippe.«
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»Von Kindheit an hatte ich eine Vorliebe fürs Lesen, und das wenige Geld, das in meine Hände kam, legte ich durchweg in Bücher an.«
Benjamin Franklin
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»Von der Barberei in die Zivilisation leitet die Erfindung der Buchstabenschrift und ihre Verwendung zu literarischer Aufzeichnung über.«
Franz Mehring
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»Von den vielen Welten, die der Mensch nicht von der Natur geschenkt bekam, sondern sich aus dem eigenen Geist erschaffen hat, ist die Welt der Bücher die größte.«
Hermann Hesse
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»Visuelle Kennerschaft gewinnt man nur durch vielfältige Anschauung, persönliche Übung und Vergleich. ›Könnerschaft‹ jedoch setzt pragmatische, gediegene Kenntnisse und hohe fachliche Qualifikation voraus. Diese aber erfordert im Umgang mit der Materie unseres Berufes permanente kritische Arbeit an sich selbst.«
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»Verwendet euer ſchönstes Material mit Bedacht; vergeßt nie, daß unſer Gewerbe eine Kunſtgewerbe ist.«
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»Unsere Sprache wird in hundert Jahren die europäische Sprache sein. Die Länder des Ostens, des Nordens wie des Westens werden, um sich mit uns verständigen zu können, unsere Sprache lernen. Die Voraussetzung dafür: An die Stelle der gotisch genannten Schrift tritt die Schrift, welche wir bisher die lateinische nannten …«
Adolf Hitler
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»Unsere gotischen Lettern sind nichts anderes als verdorbene römische Buchstaben.«
Anton Joseph Dorsch
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»Und nun in die Presse, ihr Buchstaben, und redet selbst.«
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»Überlaſſt die gebrochenen Schriften nicht den Ewiggeſtrigen, ſondern eignet ſie euch ſelber an!«
J. Mach Wust
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»Typographie kann unter Umständen Kunst sein.«
Kurt Schwitters
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»Typographie ist Teil unseres kulturellen Ganzen.«
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»Typographie ist eine spröde Kunst – wenn überhaupt eine.«
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»Typografische Gestaltung interpretiert immer. Jeder Text, ob Zeitungsnotiz, lyrisches Gedicht oder Gebrauchsanweisung, wird durch die Typografie, in der er zu lesen ist, beeinflußt.«
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»Typografie zieht Texte an – passend zu Aussage und Anlass, mal Jeans, mal das kleine Schwarze.«
John D. Berry
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»Typografie kennt nur wenige Regeln und Meister, die nicht zu kopieren, aber zu kapieren sind.«
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»Typografie ist zum großen Teil ein Spiel mit den Schrifttypen, und die Auswahl eines Druckers sollte nicht groß genug sein, damit man sich nicht mit einer Bodoni begnügen muß, weil keine Garamond lieferbar ist. Das macht es für unsere Designer zu einer schwierigen Aufgabe, mit den Designern anderer Länder zu konkurrieren. Es wird eine Langzeitaufgabe sein für unsere staatliche Industrie eine Lösung zu finden für die Knappheit guter Schrifttypen.«
Oldrich Hlavsa
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»Typografie ist keine Kunst.
Typografie ist keine Wissenschaft.
Typografie ist Handwerk.«
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»Typografie ist im Grunde eine zweidimensionale Architektur. Die Harmonie der einzelnen Proportionen, die Gruppierung der Schriftzeilen, das Abwägen von Kontrast und Ausgleich, die Symmetrie wie die dynamische Spannung der axialen Anordnung sind die Gestaltungsmittel, die der Typograf je nach der gestellten Aufgabe so anzuwenden hat, daß der Text dem Leser in einer ansprechenden Form vermittelt wird.«
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»Typografie ist die Kunst des feinen Maßes: ein Zuwenig und Zuschwach entfernt sie ebenso von der Meisterschaft wie ein Zuviel und Zustark.«
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»Type is a beautiful group of letters, not a group of beautiful letters.«
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»Symmetrie ist die Ästhetik der Dummen.«
Ludwig Mies van der Rohe
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»Stolz redet man zuweilen von der angeblich hohen Schriftkultur der Gegenwart. Es gibt überhaupt keine. Man muß von einem erbärmlichen Tiefstand reden.«
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»Sprache wird durch Schrift erst schön.«
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»Solchen Verlegern und Druckern, die, weſtlich und mechaniſch eingeſtellt, deutſche Texte in lateiniſchen Lettern drucken in einem einſeitigen und irrigen Feſthalten eines oberflächlichen, nicht in zu Ende gedachten Schönheitsprinzips, mit dem ſie lange genug deutſche Augen und deutſche Seelen gequält haben, möchte man energiſch ins Gewiſſen rufen, wie ſehr ſie ſich am eigenen Volkstum verſündigen. Wer in ſolchen Anſchauungen einer reaktionären Stupidität verharrt, bezeugt mit dieſem Mangel an Geiſt, daß ihm dieſer konſtant fortgeſetzte Wille zur Selbſtverdummung im undeutſchen Blute liegt.«
Prof. Dr. Julius Zeitler
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»Solange ein Deutſcher ſeinen Arm rühren kann, wird er für die Fraktur, ſeine Nationalſchrift, kämpfen wie für ein teures Stück ſeiner Heimat, ſeines Volkes, ſeiner selbſt.«
Gustav Milchsack
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»So wie moderne Maschinen, Architektur und Kino Ausdruck unserer exakten Zeit sind, muß es auch die Schrift sein.«
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»So schien mir, als ich an die niederschreibung dieses werkes ging, … die verbannung der großen buchstaben vom anlaut der substantive thunlich, ich glaube nicht, daß durch ihr weglaßen irgend ein satz undeutlich geworden ist.«
Jakob Grimm
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»Schriftzeichen sind Anführungszeichen zu richtigem Denken.«
Vilém Flusser
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»Schrift ist wie alle Kunst nichts für ungeduldige Naturen.«
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»Schrift ist nicht nur Form, die für sich spricht. An ihrer unschuldigen Form bleibt haften, was man mit ihr geschrieben, was man mit ihr getrieben hat.«
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»Schrift ist ganz ohne Frage ein Kulturgut. Eines, das einerseits niemandem gehören kann, das aber andererseits um so mehr Protektionisten und Förderer braucht. Derer sind wenig geworden.«
Hans-Georg Wenke
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»Schrift ist das niedergeschriebene Bild der Sprache, das Bild des Klanges.«
Kurt Schwitters
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»Schrift ist – nach der verbalen Sprache – nach wie vor das bedeutendste Kommunikationsinstrument.«
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»Prüfe wer noch zweifelt / ob ſich
unſer bekannter Homer oder
Horaz nicht viel traulicher an-
heimelt / wenn wir ſie in traut
bekanntem Deutſchdruck leſen.«F.G. Klopstock
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