Typografie-Zitate
175 Zitate
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»Die Typografie ist nicht eine Kunst, obwohl sie im Dienst einer Aufgabe steht, sondern gerade deswegen.«
Karl Gerstner
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»Elementare typographische Gestaltung ist die Schaffung der logischen und optischen Beziehung der durch die Aufgabe gegebenen Buchstaben, Wörter, Satzteile.«
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»Zweck jeder Typographie ist Mitteilung (deren Mittel sie darstellt). Die Mitteilung muss in kürzester, einfachster, eindringlichster Form erscheinen.«
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»Typografie ist im Grunde eine zweidimensionale Architektur. Die Harmonie der einzelnen Proportionen, die Gruppierung der Schriftzeilen, das Abwägen von Kontrast und Ausgleich, die Symmetrie wie die dynamische Spannung der axialen Anordnung sind die Gestaltungsmittel, die der Typograf je nach der gestellten Aufgabe so anzuwenden hat, daß der Text dem Leser in einer ansprechenden Form vermittelt wird.«
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»Während am Anfang der Entwickelung, gleichsam als erhabenes Maß, die antike Schriftform in klassischer Einfachheit steht, bildet die Fraktur den vorläufig sichtbaren Endabschnitt einer gewaltigen Folge, den Formen ihres Ursprungs unähnlich und doch wesensgleich wie nur je ein Erbe aus jahrtausendalter Sippe.«
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»Die Typographie ist die Rhetorik der Schrift.«
Reinhard Albers
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»So schien mir, als ich an die niederschreibung dieses werkes ging, … die verbannung der großen buchstaben vom anlaut der substantive thunlich, ich glaube nicht, daß durch ihr weglaßen irgend ein satz undeutlich geworden ist.«
Jakob Grimm
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»Der Gebrauch der lateinischen Lettern streitet mit einem unabänderlichen Grundgesetze unsrer Rechtschreibung. Ich meyne jenen uns ganz eigenthümlichen Gebrauch, den Anfangsbuchstaben groß zu bilden. Darauf sind die jetzigen französischen Lettern nicht eingerichtet, und eben durch die häufige Wiederholung dieser meistens gradlinichten Lettern fällt ein deutsches Buch in lateinischen Lettern so häßlich und dem Auge jederzeit widerwärtig auf.«
Friedric Schlegel
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»Mangelhaftigkeit der Lautkenntniß iſt daran ſchuld, daß die Teutoniſten der ſogenannten Grimmſchen Schule die Frakturſchrift aufgeben und ſogar verachten und verſpotten. Außer unſerer Sprache ſelbſt beſitzt unſere Nation Nichts, was ſo ſehr ihr Nationaleigenthum iſt als eben die Frakturſchrift, die in der großen Verſchiedenheit des teutiſchen Lauterweſens vom romaniſchen die vollgiltigſte Berechtigung findet.«
Fr. v. Schmitz-Aurbach
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»Heute weiss ich, dass der Begriff deutsche Schrift, auf die Drucktypen angewandt, falsch war. Sie waren so wenig deutsch wie die Spitzbogen der Gotik deutsch waren. Auch wenn sich diese Schrift in Deutschland einer besonderen Beliebtheit erfreute, so war sie doch auch in anderen Ländern zu Hause, vor allem in Frankreich, wo man sie heute noch antrifft.
So wenig also wie es einen deutschen Stil gibt, so wenig gibt es eine deutsche Schrift.«Philipp Luidl
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»die lateinischen Lettern können auch eine Uniform bleiben, wodurch sich Werke des Genius und Geschmacks, Bücher von vorzüglichem wissenschaftlichen Wert, welche hauptsächlich für die Bibliotheken der Liebhaber und für die öffentlichen Büchersäle bestimmt sind, von dem übrigen großen Haufen der Drucksachen unterscheiden.«
Autor unbekannt
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»Darf ich so frey seyn Sie zu fragen warum Sie dieses Werk nicht mit lateinischen Buchst. druken lassen? Ich wünschte daß mann sie nach und nach einführte, damit wir nicht die eintzigen Gothen seyn, die noch in europa sind. Ich bin sehr entschlossen, zur Abschaffung der ekichten Buchstab. zu helfen; aber es müssen Ansehnliche Autores seyn, die einer solchen neuerung autorität geben.«
Christoph Martin Wieland
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»Außer dem deutschen gott haben wir auch die deutsche schrift. Beides ist falsch. Alle diese deutschen heiligtümer, die von anderen herrühren und nur dadurch deutsch geworden sind, daß sie im deutschen geistesbezirk erstarrten und sich nicht mehr verändern konnten, mögen in die rumpelkammer geworfen werden. Ich Deutscher protestiere dagegen, daß alles, was von anderen völkern für immer abgelegt wurde, als deutsch ausgeschrien werde. Ich bin dagegen, daß immer und immer wieder zwischen deutsch und menschlich eine schranke gezogen wird.«
Adolf Loos
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»Wenn einmal der Fall eintreten sollte, daß auch das deutsche Schrifttum gezwungen sein würde, die Antiqua ganz allgemein als Gebrauchsschrift anzuwenden, was nicht nur im Bereich der Möglichkeit liegt, sondern für wahrscheinlich gehalten werden kann, wird die Zeit, in der neben der Antiqua die Fraktur allgemeine Verwendung fand, die der Erinnerung an eine entschwundene Schönheit im Gebrauch des täglichen Lebens sein. Als Schrift für den Druck von Büchern, die den Rang von Kunstwerken in Anspruch nehmen, wird aber die Fraktur niemals verschwinden, so lang die uns heute gültigen Begriffe von Kunstwerken erhalten bleiben.«
Hans Leitmeier
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»Die Schrift eines Volkes iſt ihm ſo eigentümlich wie ſeine Sprache. Sie gehört wie dieſe zu den urſprünglichen Äußerungen ſeines Denkens, Fühlens und Wollens. Und eben darum iſt ſie ein Stück des Nationalcharakters, etwas von dem was die Nation aus ſich und durch ſich geworden iſt. Wir Deutſche genießen den Vorzug, daß wir eine Schrift beſitzen, auf die nicht nur alle dieſe allgemeinen Merkmale zutreffen, ſondern die außerdem auch eine Fülle von Schönheitsformen und wieder Formen eigenſten deutſchen Kunſtempfindens in ſich trägt.«
H. Weizsäcker
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»Froh bin ich über allen Ausdruck, daß Deine Schriften, alte und neue, nicht mit den mir ſo fatalen lateiniſchen Lettern das Licht der Welt erblickt haben – beim römiſchen Karneval, da mag’s noch hingehen –; aber ſonſt im übrigen bitte ich Dich, bleibe deutſch auch in den Buchſtaben.
Nun ein Wort über unſer Geſpräch bei Deinem hierſein über die lateiniſchen Lettern. Den Schaden, den ſie der Menſchheit tun, will ich Dir ganz handgreiflich dartun. Sie ſind wie ein Luſtgarten, der Ariſtokraten gehört, wo niemand als Nobleſſe und Leute mit Stern und Bändern hineindürfen. Unſre deutſchen Buchſtaben ſind wie der Prater in Wien, wo der Kaiſer Joſeph drüber ſchreiben ließ: Vor alle Menſchen! … halte feſt an deutſchem Sinn, deutſchen Buchſtaben. Darum, ſo lange es geht – deutſch; deutſch geredet, geſchrieben und gedruckt.«Goethes Mutter
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»Die deutſche Schrift iſt in ihrem Schmuck den gotiſchen Bauten vergleichbar, die den Blick zur Höhe ziehen und uns mit Staunen und Bewunderung erfüllen.«
Johann Wolfgang von Goethe
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»Die Schönheit, Zweckmäßigkeit und Vielgeſtaltigkeit alter wie neuer Fraktur müßten auch die Gleichgültigſten von ihrer Trefflichkeit überzeugen und den Wunſch nach allgemeinerem Gebrauch lebenig werden laſſen. Möchte ſich bewahrheiten, was der Reichskunſtwart Dr. Erwin Redslob in einer Abhandlung über die Fraktur geſagt hat: Von nun an iſt die Fraktur nicht mehr bloß eine Frage der Vergangenheit, ſondern auch eine Angelegenheit der Zukunft.«
Franz Leberecht
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»Der deutſche Menſch hat ſich im Werden ſeiner Volksperſönlichkeit Schriftformen geſchaffen, die ihm und ſeiner inneren Art gemäß ſind.«
Odilo Globocnik (Gauleiter der NSDAP Wien)
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»Wenn andere Völker ihre Höchſtleistungen in beſtimmten Künſten für unerreicht halten, ſo können wir ihnen etwas einzigartiges entgegenſtellen: das iſt das Formen und Entwickeln der deutſchen Schrift.«
Prof. Ernst Engel
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»Zu den edelſten Werten, deren Pflege uns am Herzen liegen muß, gehört unſere Mutterſprache, auf deren Wohlklang, Kraft und Biegsamkeit wir ſtolz ſein können. Dabei ſei zugleich auch der deutſchen Schrift gedacht, die ihren unbedingten Vorrang vor der lateiniſchen niemals verlieren darf.«
Reichsinnenminister Dr. Frick
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»Ligaturen verbinden Buchſtaben, ihre Verwendung aber trennt die Meinungen. Während die einen für die überlieferten Regeln eintreten, halten ſie die anderen für ziemliche Willkür, auf die man verzichten kann – ebenſo wie man auf gutes Benehmen, gepflegte Kleidung oder ausgewählte Speiſen verzichten kann …«
Die Schriftleitung der Zeitschrift Die deutsche Schrift
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»Deutſche Bücher in lateiniſchen Buchſtaben leſe ich nicht!«
Otto von Bismarck
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»Prüfe wer noch zweifelt / ob ſich
unſer bekannter Homer oder
Horaz nicht viel traulicher an-
heimelt / wenn wir ſie in traut
bekanntem Deutſchdruck leſen.«F.G. Klopstock
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»Daß es in Deutschland einmal Zeiten gab, in denen man ernſthaft überlegte, ob man die deutſche – die deutſche! – Schreib- und Druckſchrift „abschaffen“ ſolle, ja daß im Jahre 1911 ſogar der deutſche Reichstag beinahe die Wahnſinnstat vollbracht hätte, die deutſche Schrift zu vernichten – ſie iſt mit einer Mehrheit von nur zwei Stimmen gerettet worden – das muß heute jeden Deutſchen, in dem nur ein Funke nationalen Empfindens glüht, doch tatſächlich berühren wie das ſinnlose Zertrümmern unerſetzlicher, aus dem Volkstum gewordener Koſtbarkeiten.«
Albert Windisch
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»Solchen Verlegern und Druckern, die, weſtlich und mechaniſch eingeſtellt, deutſche Texte in lateiniſchen Lettern drucken in einem einſeitigen und irrigen Feſthalten eines oberflächlichen, nicht in zu Ende gedachten Schönheitsprinzips, mit dem ſie lange genug deutſche Augen und deutſche Seelen gequält haben, möchte man energiſch ins Gewiſſen rufen, wie ſehr ſie ſich am eigenen Volkstum verſündigen. Wer in ſolchen Anſchauungen einer reaktionären Stupidität verharrt, bezeugt mit dieſem Mangel an Geiſt, daß ihm dieſer konſtant fortgeſetzte Wille zur Selbſtverdummung im undeutſchen Blute liegt.«
Prof. Dr. Julius Zeitler
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»Innerhalb des Beſtandes unſerer heutigen Schriftformen gewahren wir eine Scheidung in zwei große Gruppen, die äußerlich ſcheinbar durch eine Kluft der Formanſchauung getrennt, in Wahrheit aber nur differenzierte Ausdrucksmittel ein und desſelben Kulturwillens und urſächlich miteinander verbunden ſind.«
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»Ernſte, Gemeſſene du,
klaſſiſchen Geiſtes erhabene Künderin,
vieler Jahrhunderte Lauf Überwinderin
Alters und Neues Verbindende, du –
wie ſollten wir dein nicht gedenken
in Ehrfurcht?«
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»… Teutschland, folgte seinen Nachbarn, England und Frankreich, im typographischen Luxus nur langsam und schüchtern nach; und hatte, ich muß es bekennen, dazu seine guten Gründe. Das wichtigste Hinderniß, welches es zuerst wegzuräumen hatte, waren seine gothischen Typen, seine eckige schnörckelreiche Mönchsschrift. Mit dieser war und ist nicht an ein Meisterstück typographische Schönheit zu denken, ohngeachtet Breitkopf und Haas aus ihr, noch was möglich war, gemacht hatten.«
Friedrich Justin Bertuch
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»Die gebrochenen Schriften sind bisher oft nicht nur ungenau als Frakturschriften, sondern nicht selten auch als deutsche Schriften bezeichnet worden. Keiner der beiden Ausdrücke ist treffend.«
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»Die stolze und doch geschmeidige Linie eines lateinischen Großbuchstabens, die bürgerlich behäbige Sicherheit und Kraft einer Frakturform, die feinen zarten Maßverhältnisse einer zierlichen Brotschrift drücken uns alles aus, was wir auszudrücken vermögen.«
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»Wie die zwei Schriftgattungen, Fraktur und Antiqua, untrennbar zu unserem geistigen und künstlerischen Besitz gehören, so muß auch der Deutsche die zwei Seelen in seiner Brust hinnehmen, die eine, die zu einer malerisch-dekorativen, die andere, die mehr zu einer tektonischen Anschauung und Auffassung in der Welt seiner künstlerischen Vorstellung hindrängt.«
Walter Tiemann
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»Wie dunkler Tannen würziger Harzduft, wie wenn die Amsel weithin durch den Abend ruft, wie des Wiesengrases leichtschwankende Zierlichkeit, herrlichste, deutscheste Schrift, so lieben wir dich seit langer Zeit.«
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»Die Fraktur ist ebensowenig die Repräsentantin der deutschen Eigenart, wie die Antiqua diejenige der nicht deutschen Kultur-Völker.«
Friedrich Soennecken
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»In ihr [der Fraktur] findet das deutsche Volk sein Wesen, sein Gemüth, seinen Charakter treu abgespielt.«
Max Booch-Arkossy
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»Die Meinung, daſs die spitze Schreibschrift und die gebrochene Druckschrift (Fraktur) etwas specifisch deutsches seien, ergibt sich aus der vorstehenden Darstellung als groſser Irrtum. Am meisten wurde derselbe von den Schreibmeistern hervorgerufen und genährt, und es scheint fast, als hätte diese gerade deshalb an den verdorbenen Schriftformen festgehalten, um vor dem Auslande, dessen Ueberlegenheit auf diesem Gebiete sie kannten, wenn keinen Vorzug, so doch wenigstens etwas besonderes zu besitzen.«
Friedrich Soennecken
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»Ich bin der Ansicht, daſs es Zeit ist, uns darüber klar zu werden, wie sehr Deutschland dadurch geschädigt worden ist, daſs es in der Typographie so lange Zeit von dem irren Geschmacke der Nürnberger Schreibmeister beherrscht wurde. Denn nicht nur im sechszehnten, sondern auch in den folgenden Jahrhunderten waren die deutschen Schreibmeister zu sehr in unpraktische Schreibkünstelei vertieft, um den Blick frei zu haben für dasjenige, was zur Förderung der Schreibkunst wahrhaft not that: klare, deutliche Formen und Beseitigung alles unschönen, überflüssigen Beiwerkes.«
Campe
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»Daß ich die so genannte Schwabacher Schrift gänzlich aus der meinigen verbanne, wird hoffentlich jedermann billigen. Etwas Geschmackloseres, als diese Art Lettern, giebt es wohl schwerlich, und keinem Schriftgießer oder Buchdrucker, der nur irgend Anspruch auf Gefühl für Schönheit macht, wird es itzt noch einfallen, diese dem Auge sehr widrige Schrift nur einiger Aufmerksamkeit zu würdigen, oder sie gar verbessern zu wollen.«
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»Mit diesen schönen Großbuchstaben hat die deutsche Druckschrift ein letztes noch mögliches Mittel der Ausdruckssteigerung der Schrift überhaupt gefunden. Denn sie haben den Sinn, den springenden Rhythmus der deutschen Sprache noch über das Wort hinaus als Klangbewegung des Satzes dem Auge darzutun. So sind sie Geburten aus der tiefsten Natur deutscher Sprache.«
Dr. Wilhelm Niemeyer
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»Antiqua ist südlicher Hain aus gestaltbewußten, schönen Einzelbäumen, Fraktur ist nordischer Wald im Geheimnis seiner Gedränge.«
Dr. Wilhelm Niemeyer
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»Die Frage, ob deutsche oder lateinische Formen, braucht hier nicht aufgeworfen zu werden. Wir fordern nur gute und edle Formen in verschiedener Art für verschiedene Zwecke.«
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»Man lasse sich dadurch nicht irre machen, daß viele (mit mehr Absicht als Recht) die Fraktur deutsche Schrift nennen und die Antiqua lateinische. Wie so manche Volkstracht das Überbleibsel einer Weltmode ist, so ist auch die Fraktur nicht eigentlich deutschen Ursprungs.«
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»Unsere Sprache wird in hundert Jahren die europäische Sprache sein. Die Länder des Ostens, des Nordens wie des Westens werden, um sich mit uns verständigen zu können, unsere Sprache lernen. Die Voraussetzung dafür: An die Stelle der gotisch genannten Schrift tritt die Schrift, welche wir bisher die lateinische nannten …«
Adolf Hitler
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»Die runden, wälschen Buchstaben [haben sich] allmählich unserem Wesen gemäß zu geraden, eckigen, knorrigen, geästelten und dabei künstlerischen Gebilden zur sogenannten gothischen oder Eckschrift entwickelt. In dieser Umgestaltung sehen wir sich eine schöpferische Tat germanischen Geistes vollziehen. Der wälschen Schrift wurde der Stempel des Deutschtums aufgeprägt.«
Adolf Reinecke
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»Alles Welsche ist Gift, deutsch sei die Schrift ... Deutsches Wort in deutscher Schrift, auch das ist Arbeit am Deutschtum und sollte allgemein als deutsche Pflicht erkannt werden.«
Otto Stiehl
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»Unsere gotischen Lettern sind nichts anderes als verdorbene römische Buchstaben.«
Anton Joseph Dorsch
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»Es ist unbegreiflich, wie man die deutschen Buchstaben ganz verwerfen kann, da es doch eine wahre Unmöglichkeit seyn wird, sie auszurotten. Der Jugend wird es keine Erleichterung: diese muß sie kennen lernen, oder man müßte alle guten, bisher mit unsern Lettern gedruckten, Werke verbannen, oder umdrucken lassen; welches sich nicht ausführen läßt.«
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»Das Bestreben, die deutsche Druckschrift und auch die deutsche Schreibschrift zugunsten eines allgemeinen Weltmonopols der lateinischen Druck- und Schreibschrift aufzugeben, muß als eine mittelalterliche Versündigung am deutschen Volke mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen werden.«
August Kirschmann
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»Wir können und wollen nicht mit Fraktur, Schwabacher und Gotisch brechen, wir wollen sie für Arbeiten, für die sie geeignet erscheinen und die in deutschen Grenzen bleiben, anwenden, aber wir wollen sie auch nicht mit einem falschen Patriotismus, als die für uns einzig und allein verwendbaren Schriften bezeichnen.«
Carl Ernst Poeschel
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»Es schadet nichts, wenn eine Weihnachtskarte in gotischer Schrift gedruckt wird, aber wer will heutzutage ein Buch in dieser Schrift lesen?«
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