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Clarendon von Robert Besley

Daten zur Schrift

Robert Besley

erschienen: 1845

Vertrieb: Kommerziell

Art: slab

Formprinzip: Antiqua statisch

Schriftbewertung

Stimmen: 2

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Die Egyptienne-Schriften tauchten erstmals im England des 19. Jahrhunderts auf und sind damit eine noch relativ junge Gattung in der typografischen Geschichte. Sie entstanden im Zuge der industriellen Revolution aus dem gestiegenen Bedarf nach auffälligen Werbeschriften für die nun immer häufigeren Handzettel und Plakatwerbungen. Zunächst wurden diese mit klassischen Buchschriften wie Baskerville oder Caslon gesetzt. Als eine der ersten Egyptienne-Schriften wird ein Versalalphabet namens »Antique« von Vincent Figgins (* 1766, † 1844) erachtet, das bereits 1817 in einem Schriftmuster erschien. Die ersten Egyptienne-Schriften sind allerdings zunächst eher stark verfettete Antiqua-Schriften mit deutlich betonten Serifen und ausschließlich für Titelsatz bestimmt.

Die ursprüngliche, streng rechtwinklige Form der dominierenden Serifen wurde später durch eine Kehlung aufgeweicht. Zusammen mit einer Harmonisierung der Strichstärken entwickelte sich eine neue Gruppe der serifenbetonten Schriften. Die Schrift Clarendon wird durch ihre Popularität zum Namensgeber dieser Untergruppe. Die Schriften dieses Stils waren nun wesentlich besser lesbar und damit auch für Fließtext einsetzbar.

Die erste Clarendon, die diesen Namen trug, stammt von Robert Besley und dem Stempelschneider Benjamin Fox. Sie kam 1845 bei der Fann Street Foundry. Sie gilt auch als die erste Schrift, die einen englischen Copyright-Schutz erhielt, der allerdings nur drei Jahre währte. Nach Ablauf der Schutzfrist erschienen auch bei anderen Gießereien Schriften gleichen Stils.

Das heutige Bild der Clarendon wird allerdings eher von Interpretationen des 20. Jahrhunderts geprägt, etwa der von Hermann Eidenbenz in den 1950er-Jahren für Haas geschaffenen Version.

Download-Links für die Clarendon

Download von myfonts.com

Download von fontshop.com

Statistik/Quellen

Aufrufe: 4971

Ralf Herrmann Von Ralf Herrmann

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bearbeitet von Ralf Herrmann


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<p>Die neue Fachbibliothek für Schrift und Typografie in Weimar</p>
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