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Die Wallau soll von einem Blatt einer italienischen Missale aus dem 14. Jahrhundert inspiriert sein, das in der Werkstatt Rudolf Kochs hing. Die Erstellung dieser rundgotischen Schrift zog sich mehrere Jahre hin. 1930 erschien sie bei Gebr. Klingspor. Bis 1935 wurde die Schrift auf vier Schnitte ausgebaut.

Benannt ist die Schrift nach Heinrich Wallau, einem Buchdrucker aus Mainz. Er schrieb 1885: »Der Zug des Schreibrohres ist der aller Schriftform innewohnende und wesentlich mitbestimmende Faktor. Seine eigentliche Ausdrucksweise auf die Druckschrift auszudehnen muß schon im Hinblick auf die Tatsache gerechtfertigt erscheinen, daß damit für die Schrift ein fester Standpunkt eingenommen wird.« Im Sinne dieser Maxime wirkt die Wallau, wie auch viele andere Schriften Kochs, wie handgeschrieben.

Digitalisierungen in guter Qualität gibt es von Delbanco und Gerhard Helzl.

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