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Bestimmung des Schriftgrades

Hervorgehobene Antworten

Ich habe ein Einfaches Problem:

Wir müssen den verwendeten Schriftgrad von Drucksachen bestimmen. Nun finde ich nirgends verlässliche Informationen welcher Teil der Buchstaben für die Bestimmung des Schriftgrades verwendet wird:

x Kegelhöhe

x Versalie

x ...

merci

Tschüge

Hat nicht RobertMichael unlängst diese ((von Admin entfernt)) wissenswerte Seite[/url] hier gepostet? Ich glaub schon. Auf jeden Fall dürfte es dich interessieren, JuergDaniel …

EDIT: Hier gibt's auch einiges zum Nachlesen.

  • Ersteller

super danke!

aber noch eine Frage - mit den gezeigten Beispielen ist es klar. Aber wie stehts wenn ich zum Beispiel ein Ê habe?

schriftgrad = versalhöhe.

alles andere sind oberlängen, unterlängen oder aktzente.

die zählen zwar zur schrift, werden aber nicht gemessen.

@ schwalbenkönig.

auch eine hübsche seite.

vielleicht könnte man in dem forum eine art stickypost machen welches immer oben bleibt und diverse artikel und webseiten beinhaltet die für anfänger hilfreich sein könnten.

kannst du das machen, ralf?

  • Ersteller

Ok, soweit habe ich alles verstanden - aber so ganz geklärt scheint mir die Sache noch nicht:

Bei ((von Admin entfernt)) ist der Schriftgrad definiert als die Versalhöhe + Unterlänge

Und gemäss Robertmichael ist der Schriftgrad die Versalhöhe

Was nun?

hmm - ok war quatsch.

ober- und unterlänge gehören natürlich mit zum schriftgrad.

ich meinte nur wenn du einen akzent hast verändert sich ja der schriftgrad nicht, genauso wenn du eine oberlänge hast - in der

gleichen schrift. also ein c und ein g sind durchaus die gleiche

schriftgröße, das liegt am schriftkegel auf dem sie sind.

Mahlzeit.

Wenn Ihr Euch das ganze als Bleisatz-Kegel veranschaulicht, wird es viel einfacher verständlich:

Schriftgrad = Versalhöhe

20 p Schriftgrad bedeutet jedoch nicht, daß die Versalhöhe 20 p beträgt. Sondern der Schriftkegel beträgt 20 p. Die Versalhöhe, also das Schriftbild, ist wesentlich kleiner.

Wenn Ihr also von 20 p Schriftkegel ausgeht, wird klar, daß dann die Unterlängen in diesen 20 p mit drin sind.

Anders ist es bei z.B. È, Ê o.ä. - das sind Übersetzer (auch hier hilft wieder, sich einen Bleisatz-Letter bildlich vorzustellen). Die `und ^ stehen über der Versalhöhe, werden also nicht mitgemessen.

Wenn Laien mich fragen, wie groß denn nun das Schriftbild einer z.B. 20 p Schrift (im Bleisatz) sei, schicke ich Ihnen immer diesen (meinen) Link:

http://www.bleisetzer.de/index.php?targ ... how&id=252

(Bitte jetzt keine Sophisterei dazu beginnen, daß die dort genannten Fakten bei weitem nicht immer zutreffen. Das weiß ich selbst. Aber als Faustformel reichen diese Informationen dort allemal).

Georg

Nur zur Info: Der Link der hier mehrfach erwaehnten Webseite wurde von mir geloescht. Diese Seite und ihr Macher sind seit vielen Jahren ein grosses Aergernis der Typo-Gemeinde. Die Inhalte sind zu 100 Prozent von anderen Webseiten zusammengeklaut und alle Quellangaben bewusst entfernt oder verschleiert. Anfangs wurden sogar Fonts mit geaenderten Namen zum Download angeboten. Trotz gerichtlicher Mahnungen existiert die Seite aber leider immer noch und es wurden immer nur die betreffenden Stellen entfernt.

Ralf

Übrigens – nur mal zur Info: Im Fotosatz konnte man die Schriftgrößen tatsächlich bei den meisten Herstellern ganz einfach über die Versalhöhe messen und bestimmen. Es ist bedauerlich, dass diese Errungenschaft im DTP flöten gegangen ist.

Mein Empfehlung für den typografischen Alltag: das PPI Typometer von PrePress Innovations GmbH.

http://www.grafipress.de/~4776769116~/cgi-bin/shop/select.cgi?a=list&kid=75

Lars

Hier gibt's 'n Plastik-Typometer ab 'n Euro:

http://cgi.ebay.de/Typometer-neu-mit-vi ... dZViewItem

Damit kannst Du Schriftgrößen messen, indem Du die mit feinen Linienrahmen markierten Versal-Schrifthöhen einfach über die Schrift einer Vorlage legst und die Schriftgröße dann abliest.

Solche Auktionen gehen meist max. bis ca. 8,00 EUR.

Georg

Ergänzung:

Die Dinger sind sehr nützlich und stabiler als sie aussehen.

Ich verwende immer noch mein Typometer von Atex aus dem Jahr 1983. Um mal ein Linchen auf dem Schreibblock zu ziehen oder um Fliegen totzuschlagen. Oder wenn ein junger Kollege mit meinen Cicero- und Punkt-Angaben nichts anfangen kann und wissen will "Was 'n das ungefähr in Millimetern?"

G.

Hi,

also bei mir auf dem Faber-Castell-Typometer, Baujahr '89 habe ich die Versalhöhen der Berthold- und Linotype-Schriften drauf. Damit kann man ungefähr die Schriftgröße messen – aber wirklich nur ungefähr. Würde ich jetzt z. B. eine Times New Roman und eine Gill Sans Bold extra Codensed in 36 pt ausdrucken und messen, hätte ich einen Größenunterschied von fast 4 pt. Solange die Schriftenhersteller hier nicht zu einheitlichen Reglen kommen wird das Messen wohl eher ein Glückspiel bleiben.

Gruß

Magnus

ich habe hier eines vom verlag fontana. das ist aus edelstahl, damit kann man notfalls den kunden schwere wunden zufügen ;) eine edles teil.

ansonsten habe ich noch so ein riesending vom fontshop mit zeilenmaß und rasterzähler und ein altes von rotring. auf der fontshop webseite finde ich es allerdings nicht, da gibts nur noch dieses:

http://www.fontshop.de/sukr.php3?ch=%2F ... %26sns%3D0

  • 3 Wochen später...

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