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Dala Moa & Co.

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Microboy

In letzter Zeit stolpere ich immer öfter über eine bestimmte Form von Stencilschriften und frage mich ob das schon für eine Liste reichen würde und wie man diese nennen könnte.

 

Sans

Dala Moa

Auguste Sans

M Stencil (Corporate Font)

St Croce

 

Serif

Dala Floda

Auguste Serif

Maro Stencil

Pensum Stencil

Céline

 

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R::bert

Was mir zumindest erstmal auffällt ist, dass bei so ziemlich allen quasi die hohe Strichstärken-Dynamik zu den Stencil-Aussparungen führt. Außerdem tendieren die meisten Deiner Beispiele zu einem humanistischen Gerüst. Ob ich jetzt Sans und Serif zusammenlegen würde, weiß ich noch nicht. So könnte man zum Beispiel noch weitere Beispiele mit klassizistischem Gerüst ergänzen und dann unterteilen in:

 

a) Stencil-Antiquas mit hoher Strichstärken-Dynamik

b) Stencil-Groteske mit hoher Strichstärken-Dynamik

 


Oder man macht es sich tatsächlich ganz einfach, wirft alles in einen Topf (also auch Schreib- bzw. Schauschriften wie die Rozza) und listet unter:

 

> Stencilfonts mit hoher Strichstärken-Dynamik


 

Aber vielleicht gibt es auch noch einen ganz anderen Ansatz. Allerdings werfe ich mal in den Raum, dass wir eigentlich auch schon eine (allgemeine) Stencil-Liste haben:

 

 

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Microboy
vor 2 Stunden schrieb R::bert:

Die hatte ich vorhin auch am Wickel, habe sie aber aus meiner Auflistung herausgelassen da die Einschnitte sehr klassisch sind und von den anderen Beispielen abweichen. Das ist auch der Punkt weshalb ich mir hier ein separate Liste vorstellen könnte – die besagten Schriften sind keine klassischen Schablonenschriften sondern eher eine stilisierte Zwischenform. Rozza (:biglove:) und Co. würde ich separat erfassen – das sind ja dann wirklich eher Headlinschriften mit wenigen Schnitten.

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R::bert

Das heißt die anderen drei von mir genannten würden aber schon passen? Dann habe ich wohl noch nicht ganz verstanden, worum es Dir geht. 🤷🏼‍♂️ Bei der Auguste-Familie ist es ja auch eher ein Zwischending, oder? Sollen es tatsächlich nur Fonts sein, deren Lücken durch ein spitz-verjüngtes Strichende entstehen, wie bei der neuen Pensum?

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Microboy
vor einer Stunde schrieb R::bert:

Bei der Auguste-Familie ist es ja auch eher ein Zwischending, oder?

Du hast Recht – mein Fehler. Ich hatte Sie irgendwie anders abgespeichert bzw. nur den fetten Schnitt im Kopf.

 

Mich interessieren eigentlich die Schriften bei denen die Einschnitte/Durchbrüche sehr stilisiert und oft nicht zwingend nötig sind. Ich kann das leider nicht besser beschreiben ... im Prinzip wie beim M, v & y der M Stencil.

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R::bert

Alles klar.
 

Gut, die Lücken wären dann ja also schon dort vorzufinden, wo bei einem Display-Schnitt zumindest noch ein Haarstrich stünde. Also sollten wir mit der Strichstärken-Dynamik schon mal nicht ganz auf dem falschen Dampfer sein. 
 

#Deletedhairlinestencils ;-)

 

Das is ja schon was Feines, diese Fonts. Frag mal die Profis!

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R::bert

Wenn ich mich nicht irre, waren St. Croce und Buttler einige der ersten, die diesen Stil einführten und inzwischen etablierten. Daher hier mal noch ein (englischer) Text zur Entstehung der St. Croce von Ksenya Samarskaya bei Typographica.org, der uns vielleicht noch einen Schritt weiter zur Kategoriefindung führt:

 

Zitat

St Croce’s birthplace is on the tombstones in the Basilica of Santa Croce in Florence. Rather than reverse engineering the wear that the lettering has acquired over past centuries, the design of St Croce folds the deterioration into the font. (Zapf’s Optima was inspired by those very same tombstones, to a much different result.) What results is a design that’s elegant and refreshing. 

Where most stencil-style fonts are pushed into existence by way of careful rules and technical demands, St Croce is pulled along by observation. Time erodes with grace; wind and wear aren’t concerned with formal exercises. For St Croce, this translates into a natural and compelling dynamic within the letterforms. There’s leniency, the strokes modulate, and hairlines are used for clarification (making the face best suited for print and digital as opposed to spray-painted stencils). 

I’ve always been fascinated with design that embraces use and aging (Bethan Wood’s coffee cups), in contrast to design that goads us with geometric precision (the iPhone, with a fragile shell that loses its sleek futuristic appeal after the first inevitable fall to my concrete floor). There’s honesty and humanity in celebrating imperfection, and St Croce lends itself beautifully to that tradition.

 

Dazu auch noch die Beschreibung bei Myfonts.com:

 

Zitat

This typeface is based on worn-out lettering on tombstones in the St. Croce Basilica in Florence. For hundreds of years, microscopic particles of marble are being carried away on the soles of visitors: the embossed figures become fossilized white clouds, fragments of inscriptions are nearing the limits of legibility. First missing are thin joins and serifs, then the main strokes finally slowly diminish into nothingness over time. Unlike an archaeologist, for whom even a completely featureless stele is valuable, the typographer must capture the proper moment of wear, when the type is not too “new” but also not too much decimated.

 

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RobertMichael

https://typeverything.com/project/mrbanks

 

wollte gerade schreiben: gefühlt hat heutzutage hat jede »hipster-foundry« so 'nen style im angebot, genauso wie eine helvetica kopie mit 1-2 kruden minuskeln oder ’nen dicken breiten font mit übertriebenen inktraps – allerdings musste ich jetzt doch etwas suchen um ein weiteres beispiel zu finden. komisch. gefühlt sehe ich diesen stil auf jeder zweiten seite.

 

zählt die Butler, Rufina und Didonesque auch dazu?

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Thomas Kunz

Salome

Rowton Stencil

 

 

Diese gehen schon eher in Richtung normale Stencil-Schriften:

 

Das ist eine ganz andere Kategorie:

 

Und bei diesen weiß ich nicht, ob es noch Stencil oder schon 3D ist:

 

Volina

Sirin Stencil

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R::bert
vor 7 Stunden schrieb RobertMichael:

zählt die Butler, Rufina und Didonesque auch dazu?

Ich würde sagen ja. Es werden zumindest auch hier die dünnsten Stellen gecuttet, was ja eigentlich genau zum gesuchten Prinzip passt. Gehen eben nur eher in die klassizistische Richtung.

 

Aber steht TipoType nicht bei uns auf der roten Trittbrettfahrer-Liste?

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Thomas Kunz

Eigentlich widerspricht das Prinzip der Deletedhairlinestencils ja einer Schablonenschrift. Denn ich möchte denjenigen sehen, der diese Formen aus einer Pappe ausschneidet, um dann sprayen zu können. Außerdem sind für eine Stencilschrift ja eigentlich nur dort Stege notwendig, wo es geschlossene Punzen gibt. – Schön sind die Schriften trotzdem! :biglove:

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