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Arno Schmidt Liebhaber (war: Typostammtisch)

Hervorgehobene Antworten

Endlich verstehe ich, was es bedeutet, wenn jemand schreibt:

*Rofl*

diesbezüglich erinnere ich mich an meine Besserwisserei in Bezug auf den Ausdruck @[Name]. Man muss eben immer dazulernen, seien es nur neue Begriffe wie "rotfl" oder neue Verwendungen von älteren.

Wenn ich ehrlich sein soll:

Ich möchte dieses Vokabular nicht lernen.

Die Anwendung entspricht nicht meinem Stil und auch nicht meinem subjektiven Anspruch an's Niveau.

Georg

PS: Wohlgemerkt, ich schrieb "subjektiv". Damit möchte ich niemanden herabsetzen, der sich rollend auf dem Flur wälzt. Soll er, wenn ihm danach ist. Ich bleibe lieber aufrecht stehen.

Wenn ich ehrlich sein soll: Ich möchte dieses Vokabular nicht lernen.

Die Anwendung entspricht nicht meinem Stil und auch nicht meinem subjektiven Anspruch an's Niveau.

Anwenden tu' ich es auch nicht, es ist aber praktisch es zu verstehen.

Wenn ich ehrlich sein soll: Ich möchte dieses Vokabular nicht lernen.

Die Anwendung entspricht nicht meinem Stil und auch nicht meinem subjektiven Anspruch an's Niveau.

Anwenden tu' ich es auch nicht, es ist aber praktisch es zu verstehen.

Warum?

Georg

..

Warum?

damit ich verstehe was mein Gegenüber sagen will.

Ich könnte es ja auch für ein Schimpfwort halten oder sowas.

Naja, was soll's..

Ich meide die Kommunikation mit Menschen, die sich solcher Chat-Akronyme bedienen, versende auch keine SMS. Also betrifft's mich nicht.

Preuße

..

Nun soll mir doch Sebastian Nagel etwas kundtun, das mich auf irgendeine Weise zu seiner Erkenntnis hinführt, auf daß ich ihrer teilhaftig werden kann. Ich bin bereit, die weitesten Umwege zu beschreiten und alles während fünfzig Jahren Gelernte hinter mir zu lassen. Also: was hat er mir zu sagen, das ich von ihm lernen soll? Etwa die Vorgehensweise des Abschweifens von der in Rede stehenden Angelegenheit? Oder sonst etwas Bemerkenswertes? Ich höre. – Oh! Jetzt erst fällt mir auf, daß ich ihn nicht persönlich angesprochen habe – was glattweg gelogen ist.

Ich verstehe nicht, bitte nochmal für den dummen Jungen...

Liebe Mitstreiter,

ich wollte mit der Bemerkung "Blei-Kacke" niemanden persönlich beleidigen.

Ich spreche aus eigener Erfahrung. Meine Zwischenprüfung zum Schriftsetzer (Mitte der 70er Jahre) mußte ich noch komplett "in Blei" machen. Grausam. Ich wache heute noch mitten in der Nacht schweißgebadet auf, weil mir die Tabelle oder beim "Glatten Satz" die Zeilen beim Ausheben aus dem Winkelhaken zusammengefallen sind ... es ist schrecklich.

Gruß, Sharif

Übrigens: das mit dem "Bichtupp" ist ein uralter Witz aus der "Welt im Spiegel".

Da ich hier derzeit als einziger der Bleisatz-Fraktion angehöre, kann ich Dir, Sharif, mit vollständiger Zustimmung der gesamten Bleisatz-Fraktion versichern: Wir fühlen uns nicht beleidigt.

Dazu kann ich mich viel zu gut daran erinnern, wie das - ohne Nostalgie-Brille, die ich mir heute als Luxus leiste - damals war:

Drei Jahre, nein, verkürzte Lehrzeit, denn ich kam vom Gymnasium, also zweieinhalb Jahre Schriftsetzer im Handsatz gelernt. Nichts anderes um m ich herum als eine Menge von eigenartig sprechenden Männern im Blaumann: Laut, lärmend und Geräusch produzierend. Den Status "Stift" hatte ich nach der Lehre praktisch mit Gewalt abgegeben. Denn mit Gesellenbrief und Gautschbrief war für mich Schluß mit "Geh' mir mal Zigaretten holen, bring' zwei belegte Brötchen mit."

Ein gutes Jahr später haben mich zwei Graphiker angesprochen. Beide gerade fertig mit ihrem Studium, der eine mit Schwerpunkt Photographie, der andere Schwerpunkt Graphik, hatten sie eine kleine GbR gegründet und wollten nun auch selbst "Satz machen".

Für mich war das ein sozialer Aufstieg:

Sauberes Arbeiten und dann noch im Sitzen. Ich meine: Keine dreckigen Hände mehr, keine Sandseife, von der man im Winter rauhe Hände bekam. Keine Blaumann-Typen mehr um mich herum, sondern Graphiker, die mich mit "pseudo-elitärem Zeugs" vollblubberten. Das war einfach klasse.

Und ich war froh, daß ich diesen ganzen Blei-Kack hinter mir hatte.

Das ist nun gut 30 Jahre her.

Heute steht mir Bildschirmarbeit bis über die Nasenspitze.

Ein Großteil meiner Tätigkeit bestand in den letzten Jahren darin, zu analysieren, um wieviel Prozent die Marge steigen würde, wenn wir den Telefontarif nach Kenia um 5/10 Cent erhöhen.

Und da sah ich das Wühlen im Blei auf einmal mit ganz anderen Augen. Jetzt habe ich meine eigene Setzerei, reiner Luxus, ich weiß.

Georg

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