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Verkehrsschriften-Wiki-Artikel


RobertMichael

Empfohlene Beiträge

  • 4 Wochen später...

Weiß eigentlich jemand von den Ossis hier noch etwas über die Verkehrsschriften in der DDR?

In der alten StVO sind die Wegweiser alle mit einer Klassenfeind-Gill-Sans abgedruckt. :wink:

Sowas hier: http://www.geocities.com/marcelmonterie_d/F7.jpg

Aber hier ist wieder eine DIN-artige Schrift im Einsatz:

http://www.geocities.com/marcelmonterie_d/E49c.jpg

Weiß jemand genaueres?

Ralf

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Nur eine Vermutung: könnten an den (glaub ich von der BRD bezahlten) Transitstrecken West-Standards benutzt worden sein?

Das könnte sein. Ich hatte ja eher vermutet, dass man eine Schrift für Autobahnen und eine für den Rest hatte. Diese Bilder aus der DDR-StVO scheinen das aber nicht zu stützten, da auch die Autobahnschilder in Gill Sans sind.

2168778630_44a49613df.jpg

2168778634_3c2e33f686.jpg

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Hier übrigens mal eine Nahaufnahme eines amerikanischen FHWA-Buchstaben:

2170894787_7eaceb7f14.jpg

Mittlerweile werden für neue Schilder auch nur noch Folien benutzt, aber diese Metallbuchstaben sieht man dennoch noch recht häufig.

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Genau, da steht jetzt »Hollywood Boulev rd« :D

Nee, der ist ganz normal importiert. Mein Koffer war ja damals schon mit mehreren Kilo Metall-Autoemblemen voll.

Ralf

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Na Ebay natürlich. Bei dem Wechselkurs sind auch die Versandkosten kein Problem.

Allenfalls der Zoll. Muss heut noch zum Flughafen und ein komplettes Verkehrsschild auslösen. :evil:

Ralf

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ja, die beim zoll haben echt einen an der meise.

ich hatte vor über einem jahr mal einspruch wegen einer sacher erhoben (hatte mehrere kleine schriftmuster ersteigert und diese wurden alle zusammen verschickt, der zoll hat den gesamtpreis genommen und eine gebühr erhoben. dazu kam noch das ich die gebühr von 50 euro 2 x zahlen durfte, weil der ebayverkäufer es in 2 paketen versendet hatte, es gab aber nur eine rechnung) nach über einem jahr wurde mir dann zurückgeschrieben das der einspruch abgelehnt wurde, ich aber gerne diverse rechnungsbelege vorlegen dürfte um der sache genauer auf den grund zu gehen. :|

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mein tipp: lasst die sendung als "documents" deklarieren. wenn die pakete nicht allzu gross sind, sollte es ohne zollprobleme direkt geschickt werden. einziger nachteil: solche sendungen sind pauschal nur mit ca. 45$ versichert.

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  • 4 Wochen später...

So, heute habe ich beim Sonntagsausflug doch tatsächlich zwei Schilder in der vermeintlichen »Ost-DIN« endeckt. :D

Passt genau zu den alten, schon mal gezeigten Bildern.

2238989087_c8ede17904.jpg

2238990303_ba646e2af2.jpg

Da das mit dem Rückwärtsgang auf der Autobahn immer so blöd ist, bin ich letztendlich 5 Mal zwischen den zwei Ausfahrten hin- und hergefahren bis die Bilder im Kasten waren. Typische Type-Nerd-Aktion … 8)

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So, heute habe ich beim Sonntagsausflug doch tatsächlich zwei Schilder in der vermeintlichen »Ost-DIN« endeckt. :D

Während der Fahrt fotografiert? Wenn ja, Respekt: die Fotos sehen wirklich gut aus.

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Während der Fahrt fotografiert?

Nönö! Ganz in Ruhe mit Stativ gemacht. Die Schilder stehen an den Ausfahrten eines Rastplatzes. Wahrscheinlich waren sie auch nur deshalb unwichtig genug, dass man sie nicht durch eine amtlich gültige Variante ersetzt hat.

Ralf

P.S. Hab dem Gullideckel-Thema mal einen eigenen Faden gegönnt.

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  • 4 Monate später...

Da ich ja unlängst in Griechenland mir die Sonne auf den dicken Bauch scheinen ließ und wir aber unser Hotel dummerweise im »englischen Ballermann« auf Zakynthos gebucht hatten – das Nest heißt Laganas und ist so schlimm wie der Rest der Insel idyllisch und traumhaft schön ist – waren wir gezwungen, Reißaus zu nehmen. Also Motorscooter gemietet und die Insel erkundet. Dabei sind mir notgedrungen die Verkehrszeichen ins Auge gesprungen, die eine sympathische Inkongruenz aufwiesen. Im sanft gewellten Hinterland der ionischen Insel herrschte Gill Sans in epischer Breite vor. An der Küste eher eine der FF Bau ähnelnde, ich vermute eine proprietäre. Durchgängigkeit konnte ich keine entdecken, da sowohl die Gill Sans als auch diese FF Bau-ähnliche da wie dort auftauchten. Manchmal gleich unmittelbar aufeinanderfolgend. Die beiden abgebildeten Verkehrsschilder z. B. wurden im Abstand von wenigen hundert Metern aufgenommen.

Gill Sans auf Zakynthos’ Wegweisern:

2596242698_0d8247300c.jpg

Eine der FF Bau ähnelnde vermutlich proprietäre Verkehrszeichenschrift:

2595406803_ef7bf78360.jpg

2595405823_1a6432fb60.jpg

Laganas, das Ballermann-Nest, ist übrigens von vorinstallierten Systemschriften bzw. Freefonts zugekotzt. Von Comic Sans über Algerian, Balloon, bis hin zu Harrington, Haettenschweiler/Impact, die unausweichlichen Mistral und Brush Script und sonstigem gähnend Bekannten vollgerotzt. Der Rest der Insel ist – sofern sie nicht ebenfalls auf wenig überraschende digitalisierte Schriften bauten – mit mehr oder weniger liebevoll gestalteten amateurhaft-selbstgemalten Schildern ausgestattet.

Wir wussten, wo wir lieber Abend essen gehen wollten. Und auch nie enttäuscht wurden :!:

Fazit: Zakynthos ist eine wunderbare Insel, kristallklares Wasser, traumhafte Sandstrände, an jeder Ecke Motive für Ansichtskarten und überraschend gastfreundliche Leute, trotz der Dichte an Touristen. Nur eben Laganas muss man wegbeamen. Am besten mit dem Bulldozer.

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Danke für die Bilder. Die FF-Bau-mäßige Schrift ist eine etwas naive Nachzeichnung der britischen »Transport«. Auch die Farben und Gestaltung sind vom britischen System inspiriert.

Ralf

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Wie gut die Gill zum griechischen passt (und auch umgekehrt) ...

Da wird die Diskussion "Romanisierung von griechisch oder nicht" gleich etwas überflüssig.

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Mich irritiert, daß auf einigen Schildern die griechische Schrift gelb ist und die lateinische weiß, auf anderen genau umgekehrt. Haben die keine DIN, die sowas regelt?

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Das macht doch den Charme der Schilder aus.

Was mich viel mehr stört, sind die verschiedenen Grundfarben, mit denen die Rangordnungen der Straßen in Europa dargestellt werden. "Autobahn": In Italien grün, in Deutschland blau, in Frankreich, glaube ich, wieder anders ... "Landstraßen": In Deutschland gelb, in Italien blau, in Frankreich weiß ...

Aber die Richtungspfeile mußten auf Brüssels Geheiß alle angespitzt werden.

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Was mich viel mehr stört, sind die verschiedenen Grundfarben, mit denen die Rangordnungen der Straßen in Europa dargestellt werden ...

Zum Glück hat Brüssel da (noch) nicht zugeschlagen und alles uniformiert. Denn …

Das macht doch den Charme der Schilder aus.
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Brauchen öffentliche Wegweiser Charme?

Sind sie "Visitenkarten" eines Landes oder nur Informationsträger?

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