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Hausschrift gesucht...


Lotte2305

Empfohlene Beiträge

Pachulke

Wie gesagt, ich sehe einen Widerspruch zwischen Webfähigkeit und Hausschrifteignung überhaupt. Helvetica/Arial oder Times sind aber die allerletzten, die mir zum Thema Hausschrift einfallen würden.

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Lotte2305

Hmm...mir auch... :?

Oder ich nehm doch die Thesis und nehme dann halt für Web Arial und begründe dann halt

Oder ich biete als Hausschrift zwei an...Thesis und Helvetica...grmpf....

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Ralf Herrmann

Ha! Ich bin ausnahmsweise mal mit Pachulke einer Meinung! :party:

@Lotte:

Mach dir mal nicht so einen Kopf wegen der Webtauglichkeit. Mengentexte im Internet sind nun mal (zumindest noch) immer in Arial, Verdana, Georgia und Co. Das gilt für Millionen Webseiten und tausende Unternehmen, die die verschiedensten Hausschriften haben. So ist das einfach – da musst du das Rad jetzt nicht neu erfinden.

Wenn die Hausschrift auf der Webseite auftauchen soll, dann macht man das bei Überschriften und bindet diese per Bitmapbild/Flash etc. ein. Kein Mensch erwartet, dass sämtliche Texte einer Webseite nun genauso aussehen, wie eine Unternehmensdrucksache. Deshalb sollte das für die Wahl deiner Schrift auch nicht an vorderster Stelle stehen.

Ralf

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Lotte2305

Puuuh...okeeee...hast ja auch recht...bei jedem Kunden mach ich das auch so...ich weiß aber nciht so recht was der Prüfungsausschuss da will....grummel...

Dann ein neuer Ansatz...da ich in meinem Logo nun unwiderruflich die Aachen bold verwende :cheer: ....welche Schrift würde als Hausschrift dazu passen.... :|

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Pachulke
Ha! Ich bin ausnahmsweise mal mit Pachulke einer Meinung!

Das ist jetzt schon mindestens das zweite mal. Mach ich was falsch?

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Lotte2305

Ich hab es...ich nehm einfach die Comic Sans MS :cheer:

:cry::cry::cry::cry:

Was haltet ihr von Swiss oder Futura als Hausschrift? Da hab ich die kompletten Schriftschnitte wenigstens auf dem Rechner :mrgreen:

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Sebastian Nagel

Wir drehen uns ein wenig im Kreis...

Ausgehend von der Aachen Bold: die hat geschlossene Formen (sie dir das untere Ende des "e" an, das biegt sich am Ende nach oben und schließt so den "Kreis").

Jetzt suchen wir eine passende Schrift, die eine ähnliche Formensprache besitzt, und wir gehen davon aus dass es eine Serifenlose sein soll, die du potentiell auch verfügbar hast. So stoßen wir auf Helvetica (Swiss 721) und Univers (Zurich), wenn nicht Kreativität oder Originalität sondern Begründbarkeit das Hauptkriterium sind und wir es uns nicht zu schwer machen wollen (und das sollten wir nicht). Thesis (hast du eher nicht) und Frutiger (Humanist 777) fallen raus, da sie offene Formen (schau dir das ende vom "e" wieder an und vergleiche mit Helvetica oder Univers).

Wenn ich zwischen Helvetica und Univers wählen muss, nehme ich im Normalfall die Univers, vor allem wenn es darum geht eine geeignete Schrift auch für Lesetexte auszuwählen, weil diese ein klein wenig lesefreundlicher ist als die Helvetica. Schwupps hast du eine Leseschrift für Print gefunden.

Die nächste Entsprechung zur Univers im Web ist die Arial, ich würde also definieren "Arial, Helvetica, ...". Somit ist die Webschrift auch gefunden.

Jetzt könnten wir vorne beginnen und sagen "die Aachen Bold hat aber gar keine geschlossenen Formen, das sind nur die Serifen die da zumachen, nicht das Grundskelett des Zeichens - das ist offen". Wir kämen ins Dilemma, dass Helvetica und Univers fehl am Platz sind, und wir uns eher nochmal Frutiger und Thesis ansehen müssten. Dann würde die Wahl im Web entsprechend auf Verdana fallen.

Will sagen: schlussendlich kannst du fast alles was einigermaßen passt mit der richtigen Argumentationslinie begründen, den einzig wahren Weg gibt es da nicht. Also hilft nur eins: es sich nicht so schwer machen, sich etwas Gedanken machen, auswählen, dabei bleiben und sich seine Überlegungen nochmal durchformulieren bis man wirklich dahinter stehen kann und sagen "eine mögliche Wahl ist ..., weil 1., 2. und 3.".

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  • 2 Wochen später...
MaDalton

Ich habe die gleiche Aufgabe zu bewältigen, mache auch zur Zeit den Meisterkurs.

Nur mal eine kleine Sache, ich kann schon verstehen, warum hier eventuell jemand Probleme damit hat eine Schrift auszuwählen und hier solche Texte geschrieben werden, denn in diesen Meisterkursen sitzen nicht nur Mediengestalter, sondern eine bunte Mischung aus allen Bereichen der Medienbranche. Da sitzen Buchbinder, Offsetdrucker, Tiefdrucker, Leute aus dem Verkauf und natürlich Mediengestalter.

Ich bin ehemaliger Drucker und hatte noch nie was mit Gestaltung zu tun und jetzt soll ich eine Hausschrift auswählen, deren Geschichte kennen, muss sie auf dem Rechner haben und das Ganze auch noch begründen können warum ich sie gewählt habe. Es sind jetzt noch 6 Tage Zeit bis zum abgeben der Arbeit. Ihr mögt mich jetzt vielleicht köpfen, aber ich habe die Gill Sans gewählt, hab das Ganze mit viel Gesülz begründet und gut ist.

Wär nett wenn Ihr mal was zu der Wahl sagt. Ist das ein Volltreffer oder eher ein Schuss vollkommen in die falsche Richtung.

Viele Grüße MaDalton

(Name aus rechtlichen Gründen verändert)

:-)

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Dieter Stockert
ich habe die Gill Sans gewählt, hab das Ganze mit viel Gesülz begründet und gut ist.

Wär nett wenn Ihr mal was zu der Wahl sagt. Ist das ein Volltreffer oder eher ein Schuss vollkommen in die falsche Richtung.

Gegen die Gill gibt's grundsätzlich nichts zu sagen. Zur Frage, ob Du die richtige Wahl getroffen hast, ließe sich wohl erst etwas sagen, wenn man wüßte, wessen Hausschrift das sein soll oder wenn man Dein "Gesülze" kennen würde.

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Erik

Zitat: Arial...das ist standard auf allen Rechnern, bei Mac wird es durch die sehr ähnliche Helvetica ersetzt.

Da krieg ich als Typo-Amateur das Frösteln: Arial ist das Helvetica-Plagiat (Diebstahl geistigen Eigentums) von Microsoft.

:D

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Sebastian Nagel

Gill Sans eine gute Wahl: Kommt ganz drauf an. Grundsätzlich liegst du mit ihr nicht falsch, zumindest hat der Entwurf an sich Qualität. Ob's dann passt kommt auf das Unternehmen, den Einsatz sowie bei sowas nicht zuletzt auf das Gesülz an ...

Da krieg ich als Typo-Amateur das Frösteln: Arial ist das Helvetica-Plagiat (Diebstahl geistigen Eigentums) von Microsoft. :D

Aber: Microsoft hat die Arial auch extrem auf Bildschirmanzeige hin optimiert. Das konnte die Helvetica davor nicht (aber das will ich jetzt nicht in eine Helvetica/Arial-Diskussion ausarten lassen!).

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Gast njr

Mich stört vor allem die latente Despektierlichkeit, mit der diese Schriftwahlfrage hier illustriert wird: "mit viel Gesülze versehen und gut ist." Na toll! Viele, die sich hier auf dieser Plattform herumschreiben, leben, gemäß dieser Wahrnehmung, also hauptsächlich davon, sich mit viel Gesülze ihren Lebensunterhalt zu erleiern. Das einzige, was mir da noch einfallen mag ist die Frage, ob's denn in dieser meisterlichen Medien-Ausbildung auch Wissengebiete gibt, die von den Absolvierenden tatsächlich begriffen werden sollten?

Mittelachtungsvoll,

Norbert II

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Pachulke

Lieber Norbert, wie war das denn früher? Da war im Keller das Papier- und Altbleilager, darüber die Drucksäle und oben, in der Beletage, residierten die Schriftsetzer. Diese waren im Besitze eines Aufzugsschlüssels und schwebten von Zeit zu Zeit zu den Druckern herab zum Zwecke der Maschinenrevision (auswechseln abgequetschter oder Ersatz abgefallener Buchstaben in der Druckmaschine). Buchbinder hatten gleich separate Gebäude.

Wenn die modernen Zeiten es nun mit sich bringen, daß Drucker sich aufmachen um Höhenluft zu schnuppern, dann sollte man nicht kleinlich sein und einfach mal gutgläubig annehmen, daß das Wort »Gesülze« nicht despektierlich, sondern selbstironisch gemeint war.

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CRudolph
Mich stört vor allem die latente Despektierlichkeit, mit der diese Schriftwahlfrage hier illustriert wird: "mit viel Gesülze versehen und gut ist." Na toll! Viele, die sich hier auf dieser Plattform herumschreiben, leben, gemäß dieser Wahrnehmung, also hauptsächlich davon, sich mit viel Gesülze ihren Lebensunterhalt zu erleiern. Das einzige, was mir da noch einfallen mag ist die Frage, ob's denn in dieser meisterlichen Medien-Ausbildung auch Wissengebiete gibt, die von den Absolvierenden tatsächlich begriffen werden sollten?

Mittelachtungsvoll,

Norbert II

Verehrter Norbert,

für das Problem gibt es eine (von vielen) Lösungen, nämlich das Buch »Schriftwechsel« von Stephanie & Ralf de Jong.

http://www.typografie.de/product_info.php?products_id=154

Gleich auf einer der ersten Seiten findet man »Irrtum 1: Die richtige Schrift muss man fühlen. Das ist kaum zu begreifen und nicht zu begründen.« Genau eine solche Einstellung führt natürlich zu »viel Gesülz«. Und genau hier wollen die Autoren vermitteln, daß dem nicht so ist. Ich bin noch nicht durch, aber was ich bisher gesehen habe, hat mich voll überzeugt; es ist eines der besten Typografie-Bücher, welches ich seit längerer Zeit in den Händen gehalten habe. Natürlich hat es den üblichen Verlag-Hermann-Schmidt-Preis, bei den Inhalten, der Verarbeitung etc. ist das Buch allerdings m.E. ein Schnäppchen. Sowas müßte zu einem Pflichtkauf werden für Leute, die Schriften auswählen müssen. Und natürlich genau solche, die es werden wollen.

Nur meine Meinung aus dem Dickicht des Waldes.

Christian

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Gast njr

Ganz herzlichen Dank für deinen Buchtipp, lieber Forester.

Deine Worte haben pfeilschnell getroffen. Ich habe mir das Buch eben bestellt und hoffe, dass es seinen stolzen Preis tatsächlich rechtfertigt ... Aber ich bewohlwehe euch, wenn es das denn wirklich tut! Ich werde euch allen inskünftig nämlich dann dermaßen fundierte Schriftempfehlungen um die Augen dreschen, dass die Serifen abwackeln!

: )))

Grüße in alle Himmelsrichtungen,

Norbert II

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CRudolph
Ich habe mir das Buch eben bestellt […]

Oh weh, eine Buchempfehlung vom Typografischen Robin Hood und Unterholzförster, der auch nicht immer etwas an gewissen fachartikel- und -bücherschreibenden Herren auszusetzen hat sondern diese sogar manchmal lobt, hat zur Ausgabe von fast 150 Fränkli geführt! Ich glaube, ich verkrieche mich erstmal im dichten Unterholz und warte, bis ein eventueller Sturm sich gelegt hat! :P

Eigentlich solltest doch gar nicht Du Dir das kaufen sondern die angehenden Typografen und Mediengestalter und eigentlich überhaupt alle Anderen! Aber sei's drum! :roll:

Christian

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Sebastian Nagel

Ach ach... mein Bücher-zu-bestellen-Stapel wird immer größer, und das Budget dafür ist so klein zur Zeit :?

Ich muss dringend ein paar Schriften veröffentlichen :P

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Gast njr

Keine Bange, Christian, ich habe nicht genügend Blas für Stürme ... kannst das Untergehölz also getrost wieder verlassen. Denn - auch wenn ich mich schon seit geraumer Zeit in diesem Gewerbe herumtreibe - ich bin noch lange nicht so gefestigt, dass ich das Eine und Andere nicht mal wiederholt auffrischen müsste. Oder so.

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CRudolph
Keine Bange, Christian, ich habe nicht genügend Blas für Stürme ... kannst das Untergehölz also getrost wieder verlassen.

Stehe allerdings auch hinter meiner Empfehlung. Gegen die ruhige Professionalität der Autoren und der wunderbaren Gestaltung haben die Machwerke des angesprochenen Herrn einfach keine Chance. Laß uns/mich mal wissen, wie Dein Urteil lautet! :P

Christian

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MaDalton
Mich stört vor allem die latente Despektierlichkeit, mit der diese Schriftwahlfrage hier illustriert wird: "mit viel Gesülze versehen und gut ist." Na toll! Viele, die sich hier auf dieser Plattform herumschreiben, leben, gemäß dieser Wahrnehmung, also hauptsächlich davon, sich mit viel Gesülze ihren Lebensunterhalt zu erleiern. Das einzige, was mir da noch einfallen mag ist die Frage, ob's denn in dieser meisterlichen Medien-Ausbildung auch Wissengebiete gibt, die von den Absolvierenden tatsächlich begriffen werden sollten?

Mittelachtungsvoll,

Norbert II

Ich denke, das meine Worte etwas zu ernst genommen wurden. Ich habe mir schon meine Gedanken gemacht, was ich meinem "Gesülz" aussagen möchte. Ich habe Bücher gelesen, auf Internetseiten rechachiert und mich mit Fachpersonal aus meiner Firma unterhalten. Also ganz so easy habe ich es dann doch nicht genommen. Was die Wissensgebiete von den Absolventen angeht, geht es gerade nicht darum, ein Fach perfekt zu beherrschen, sondern über den großen Bereich der Medienbranche einen guten Überblick zu haben. Denn als Meister geht man eher den Weg der Abteilungsleitung oder Geschäftsführung, da muss man nicht unbedingt perfekt sein in Sachen Typografie. Ich möchte mich natürlich bei denen bedanken, die hier eine hilfreiche Aussage zu meinem "Gesülz" gemacht haben.

Die Experten, die alles so ernst sehen und motzen, die möchte ich Fragen, ob sie denn auch mal über den Tellerrand schauen und vielleicht mal eine Woche an einer Druckmaschine gearbeitet haben.

Als relativ junger Wasserpanscher möchte ich mich höflichst für meine Ausdrucksweise entschuldigen und reiche den Buchstabendesignern dieses Forums die Hand. Entschuldigung!

Mit den besten Grüßen

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