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suche Font statt die unbeliebte(?) Arial-Schrift


crystal zero

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crystal zero

Hallo an Alle,

ich habe eine (vielleicht) absolut Anfänger-Frage. Ich suche ein Font für Visitenkarte. Die Firma ist sehr traditionell, aber nicht altmodisch und in Businessbereich. Seriosität ist die oberste Priorität. Sie möchten nicht auffallend sein aber brauchen ein moderneres Erscheinungbild.

Mir hat Arial-Schrift gefallen aber ich habe in mehrere Lehrbücher gelesen, dass es schon fast peinlich ist. Stimmt das? Wenn ich ganz ehrlich sein will, ich bin (hier) auch nicht ganz zufrieden damit . Ich habe auch Arial Narrow probiert, aber es ist noch immer nicht die richtige. Ich möchte etwas ähnliches, aber mehr elegant. Dünnere, schmälere und höhere Schrift. Ich habe sehr viele Fonts probiert (inDesign), aber nicht die richtige gefunden.

Könnt ihr mir helfen? Ich kenne mich noch leider nicht so gut aus im Schrift-Bereich, aber hoffentlich das kommt mit Zeit (das pures Ausländerdeutsch ist auch in Verbesserung).

Danke

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Sebastian Nagel

Vielleicht ein paar Fragen vorab:

Welche Schriften hast du denn zur Verfügung?

Welche Programm-Lizenzen hast du, bei denen auch Schriften dabei sind (Office, Indesign, ...). Und welche Versionen?

Kannst du dir vorstellen, eine Schriftlizenz extra dafür zu kaufen, oder soll die Auswahl auf Vorhandenes beschränkt sein?

Je nachdem, was ihr vorhabt und wie das Budget ist, könnte es einfacher und günstiger sein, und ein schöneres Ergebnis geben, wenn ihr einen Profi (Grafiker) beauftragt.

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crystal zero

Ich bin absolute Anfängerin. Das Projekt ist ein "Diplomarbeit" . Ja klar, dass ich nicht Profi bin, das habe ich auch geschrieben, aber ich möchte lernen (weiter und weiter...).

Ich habe Office, inDesign, Illustrator und PS (Adobe 5.5). Momentan möchte ich noch keine Schrifen kaufen (aber wenn eine so passt... vielleicht).

Danke

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ThierryM

ist das nicht widersprüchlich: absolute anfängerin einerseits, diplomarbeit (also abschluss des studiums) andererseits? oder schreibst du gar nicht in einem gestalterischen fach?

wenn du nur die systemschriften und das, was bei der creative suite mitgeliefert wird, zur verfügung hast, würde ich es mal mit der kombination myriad/minion versuchen. damit machst du jedenfalls keinen großen fehler. du kannst deine entwürfe ja mal hier zeigen.

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Mueck

Moin

Die Frage beschäftigt mich gerade auch, deswegen hänge ich mich mal dran ... ;-)

Ich bastel 3x im Jahr eine kleine regionale Zeitschrift dreier Vereine, die unter chronischem Platzmangel im Rahmen des verfügbaren Budgets leidet, daher geht's da etwas eng zu ... ;-)

Bisher wurde sie in Arial mit 9pt gesetzt.

Als Testlauf für eine Umstellung habe ich, um zu schauen, wie sie im Druck rüber kommen, in der letzten Herbst-Ausgabe (9MB) zwei Seiten in anderen Schriften gesetzt und zwar in denen, die OpenOffice bei mir kennt und die nicht mehr Platz verbraucht haben (unter Drehen am Zeilenabstand) wie bisher Arial:

Seite 3 in Segoe UI, Seite 15 in DejaVu Sans Condensed.

Heute abend ist Redaktionssitzung, in der nachfolgenden Woche, wo ich wieder in den Norden fahren muss, könnte ich die Vorlage mal komplett umbasteln, danach fängt in KA die eigentliche Arbeit des Texte einbauen an ...

Bisher gab's nur einen Leserkommentar, der beide Seiten auf jeden Fall besser fand als Arial mit leichter Tendenz zur S. 3 (Segoe). Habe daher gerade im Aktivenverteiler noch mal die Frage nach den Fonts gestellt. Aber da ich zwischenzeitig auch hier mitschreibe, könnte ich ja auch mal nach fachkundigen Kommentatoren fragen ;-)

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Joshua K.

Die Arial zu verwenden ist peinlich, weil sie aussieht wie eine verbeulte Helvetica, der skrupellose Schriftschänder ein paar Ecken abgeschnitten haben. (Sie wurde als Ersatz für die Helvetica entwickelt, angeblich weil Microsoft sich die Lizenzgebühren für die Helvetica sparen wollte.)

Die Segoe sieht zwar besser aus, ist aber trotzdem verwerflich: diesmal hat Microsoft nämlich die Frutiger nachbauen lassen. Deshalb wurde Microsofts Antrag auf Geschmacksmusterschutz dieser Schrift auch abgewiesen — das Harmonisierungsamt erklärte, die neue Segoe sei mit der Frutiger „identisch“.

Die DejaVu ist auch keine gute Wahl: sie ist als Bildschirmschrift entwickelt worden und macht im Druck keine gute Figur.

Ein paar gute kostenlose Grotesken sind:

Open Sans, Lato, PT Sans, Museo Sans.

Ich würde aber für den Fließtext eine Schraffenschrift verwenden, da ich die für besser lesbar halte. Da scheiden sich aber die Geister; ihr könnt also nach euerem Geschmack entscheiden.

Brauchbare kostenlose Antiquae sind zum Beispiel Gentium oder Serif Beta.

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Mueck

Runtergeladen (außer Museo, da sind nur 2 Schnitte kostenlos), werde ich mir die Tage im Norden mal anschauen, aber frühestens für die Sommer-Ausgabe. Für diese Ausgabe maximal einen der bereits getesteten Fonts ... Auf flüchtigem Blick scheint sich die OpenSans etwas breit zu machen, wird, fürchte ich, zu viel Platz kosten ... Bei den beiden anderen habe ich noch nicht so drauf geachtet

DejaVu für Bildschirm = für kleine Auflösungen = eigentlich gut geeignet für eine 9pt-Zeitschrift? ;-)

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Mueck

Die eine Reaktion auf meine erwähnte heutige Rundmail möchte ich euch nicht vorenthalten ;-)

den Hinweis hatte ich gelesen, sehe aber nicht gut genug, um die Unterschiede zu finden.

Nach der "Auflösung" kann ich jetzt sehen, dass es andere Schriften sind. Aber die Unterschiede sind marginal.

Deshalb stimme ich für Standard-Schrift Arial.

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crystal zero

Danke für die Antworten. Ihr habt mir viel geholfen. DejaVu Extra Light gefällt mir sehr, aber von die Joshua empfohlene Schriften könnte ich noch nicht alle ausprobieren.

Extra Dank an Joshua für die ausführliche Erklärung. Super solche Sache zu wissen.

Sorry wegen meines von mir nicht ganz verständlich geschriebenen Beitrags. Ich mache ein Kurs für Erwachsene (Illustrator, InDesign) und unsere Prüfung heisst "Diplomarbeit".

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Joshua K.
DejaVu für Bildschirm = für kleine Auflösungen = eigentlich gut geeignet für eine 9pt-Zeitschrift? ;-)

Nicht unbedingt. Bildschirmschriften müssen auf dem groben Bildschirmpunkteraster gut aussehen und dürfen deshalb nicht so komplex sein wie normale Schriften; beispielsweise verzichten sie auf schräge Linien. Im Druck herrschen andere Bedingungen, auch bei kleinen Größen.

Wenn Dir die DejaVu gefällt, kannst Du sie ja trotzdem benutzen. Ich habe sie vor einiger Zeit mal gedruckt gesehen, und sie hat mir nicht gefallen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Auf flüchtigem Blick scheint sich die OpenSans etwas breit zu machen, wird, fürchte ich, zu viel Platz kosten ...

Schmalere Schriften benötigen nicht unbedingt weniger Platz. Durch den waagerechten Platz, den man mit einer schmaleren Schrift gegenüber einer anderen innerhalb eines Absatzes einspart, wird die letzte Zeile des Absatzes kürzer. Nur wenn innerhalb des Absatzes soviel Platz gespart wird, daß eine ganze Zeile wegfällt, verbraucht man insgesamt weniger Platz. Die Absätze puffern sozusagen den zusätzlichen Platz ab.

Breitere Schriften dagegen können kleiner gesetzt werden als schmale Schriften (sie wirken bei gleicher Mittellänge größer als schmale Schriften). Man benötigt so einen kleineren Zeilenabstand und spart deshalb mit jeder Zeile senkrechten Platz ein. Eine Zeilenhöhe hat man so schnell gewonnen, sodaß man auf jeder Seite mehr Zeilen unterbringen kann.

Man muß also im Einzelfall entscheiden, welche Schrift den geringsten Platz benötigt. Je mehr Absätze man hat, desto weniger nutzt eine schmalere Schrift und desto eher kann man mit einer breiteren und kleineren Schrift Platz gewinnen.

(Auf diesen Zusammenhang hat hrant auf Typophile aufmerksam gemacht: http://www.typophile.com/node/1280)

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Kathrinvdm
… Die eine Reaktion auf meine erwähnte heutige Rundmail möchte ich euch nicht vorenthalten …

Dass Einzelne oder vielleicht sogar eine ganze Menge von Menschen die Feinheiten guter Typografie nicht (er)kennen, sollte uns nicht davon abhalten, Schriftstücke nach allen Regeln der Kunst zu fertigen. Auch der Unkundige wird, einmal darauf hingewiesen, die Schönheit einer perfekten Drucksache anerkennen und derart sensibilisiert vielleicht sogar versuchen, das Gesehene ein Stück weit in seinen schriftlichen Alltag zu tragen. Wünsche ich mir jedenfalls. :-)

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  • 2 Monate später...
crystal zero

Ich möchte mich bei allen bedanken für eure Hilfe zu meinem """Diplomarbeit""". Ich habe es geschafft!!!

Noch einmal extra Dank für Joshua für die Mühe und die ausführlichen Informationen. Ich habe Lato gewählt und sie ist mir ganz ans Herz gewachsen. (Sie ist für mich so etwas geworden, wie meine erste Schrift – ich werde sie nie vergessen, und ich werde zu ihr immer wieder zurückkehren).

Ohne eure Site hätte ich diese Welt nicht entdeckt. Ich habe bei euch gelernt, wie wichtig, mächtig und schön die Schriften sind (darüber habe ich vorher keine Ahnung gehabt).

Ich werde noch sicher viele Frage stellen, aber ihr habt noch sooo viele Informationen in der Site...

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Schnitzel
(Sie ist für mich so etwas geworden, wie meine erste Schrift – ich werde sie nie vergessen, und ich werde zu ihr immer wieder zurückkehren)

Oh ja, das erste Mal vergisst man nie, und erst recht, wenn es so angenehm und erfolgreich war ... :-P

Ich habe mich durch tonnenweise Dreck (Freefonts, etc.) buddeln müssen, um zu erfahren, welch kostbares Gut hochwertige/gutgemachte Typografie ist ... and :ilovetype:, too

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<p>Wayfinding Sans Symbols — ein cleverer Piktogramm-Font für Beschilderungen</p>
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