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Kindle & Co – E-Reader (war: Kathrins Kindle-Gewinn)


Ralf Herrmann

Empfohlene Beiträge

Kathrinvdm

Recht hast Du, dass Du nachfragst. Ich war die letzten Wochen so beschäftigt, dass ich den Kindle erstmal beiseite gelegt hatte, um diszipliniert meine Pflichten abzuarbeiten. Aber ab jetzt habe ich wieder mehr Freizeit. :-) Ich werde mich jetzt übers Wochenende mal intensiv mit dem Gerät befassen und meine Eindrücke für Euch aufschreiben.

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  • 2 Wochen später...
Kathrinvdm

Meine ersten Eindrücke vom Kindle Fire

Das Gerät, das ich gewonnen habe, kam direkt per Post aus den USA (bei uns ist es noch nicht offiziell erhältlich, so weit ich weiß). Es handelt sich um einen Reader, der eigentlich für den amerikanischen Markt gedacht ist. Sämtliche Software darauf ist demgemäß englischsprachig, die »Tastatur« ebenfalls, eine Änderung auf die deutsche Tastatur ist nicht vorgesehen.

Gleich zu Beginn ist mir das relativ hohe Gewicht des Gerätes aufgefallen. Ein schneller Check mit der Waage ergab 398 Gramm. Taschenbücher – um das mal als zugegebenermaßen ketzerischen Vergleich gegenüberzustellen – wiegen im Schnitt die Hälfte oder weniger. Das iPad ist aber auch nicht leichter, ich habe das mal verglichen: Es kostet je nach Ausstattung zwischen 559 und 759 €, wiegt 601 g, und hat Abmessungen von 24,1 x 18,57 x 0,88 cm. Die Abmessungen des Kindle Fire betragen 18,8 x 11,8 x 1,0 cm und der Preis liegt in den USA bei 199 $.

Ausgeliefert wird das Kindle Fire in einer stabilen schlichten braunen Amazon-Kartonage, bruchsicher, aber ziemlich schlicht im Vergleich zum Aufwand, den Konkurrent Apple mit seinen Verpackungen betreibt. Ein Handbuch wird nicht in Papierform mit ausgeliefert, sondern befindet sich lediglich in digitaler Form auf dem Gerät.

Die Verarbeitung des Readers wirkt hochwertig und das Gerät erinnert dank seiner schwarzen Farbe, den abgerundeten Ecken und der Touchscreen-Vollfläche ein bisschen an ein iPhone der dritten Generation. Die Rückseite des Readers besteht aus mattem Vollgummi, in welches das Kindle-Logo eingeprägt ist. Diese rutschfeste Materialwahl ist in meinen Augen sinnvoll für einen Reader, der ja nicht immer nur plan auf dem Tisch liegt, wenn man ihn verwendet. Das Display macht eine guten Eindruck, die Darstellung ist scharf und kontrastreich, lediglich das recht starke Spiegeln der Oberfläche stört mitunter.

Inbetriebnahme: Zu Beginn aktiviert man das Gerät mittels des einzigen echten Schalters, den es hat, dann entriegelt man es durch eine Streichgeste über die gläserne Oberfläche, so wie man das ja auch vom iPhone/iPad kennt. Generell bedient sich das Kindle Fire der gleichen Gesten, die Apple mit seinen Geräten bei den Anwendern etabliert hat.

Anwendungsgebiete des Kindle Fire

(für die technische Bewertung des Gerätes habe ich mir die Hilfe meines Bruders geholt, der da fachkundiger ist als ich.)

Neben der klassischen Anwendung als e-Book-Reader soll das Kindle Fire als vollwertiger android-basierter Tablet-PC funktionieren, der mit android-fähigen Apps bestückt werden kann. Allerdings stößt das Gerät bei der Anwendung als Tablet-PC ganz schnell an seine Grenzen: So sucht man beispielsweise eine Kamera vergeblich, auch auf ein GPS- oder Bluetooth-Modul, sowie Mobilfunk wurde bei der Zusammenstellung des Gerätes verzichtet (all dies ist beim iPad auf Wunsch erhältlich). Damit ist mit dem Kindle Fire weder Videotelefonie noch mobile Navigation oder der Einsatz eines drahtlosen Bluetooth-Headsets möglich. Für die Verwendung des Gerätes ist ein wlan-Zugang notwendig, sofern man sich nicht auf bescheidene 6 GB beschränken will, die der Kindle Fire laut Computer-Bild für die Speicherung von Medien und eingekauften Daten bereithält.

Zum Thema Apps: Diese können ausschließlich im Amazon-eigenen App-Store eingekauft werden, dem User stehen dort rund 15.000 Apps zur Verfügung; im wesentlich umfangreicheren Android Market kann leider nicht eingekauft werden.

Zur Anwendung: So weit ich das herausfinden konnte, bietet der Mail-Client auf dem Kindle Fire nur relativ eingeschränkte Grundfunktionen an. Auch Office-Anwendungen sollen nicht wirklich komfortabel nutzbar sein, ich habe sie aber nicht selber ausprobiert. Das Kindle Fire ersetzt also keinen klassischen Tablet-PC, sondern ist auf den Einkauf und den Konsum von überwiegend kostenpflichtigen multimedialen Inhalten seines Mutterschiffs Amazon ausgerichtet.

Spezifikationen Kindle Fire:

• Farbe: schwarz

• Nur eine Produktvariante erhältlich: 8GB Speicher, WiFi (kein Einsatz einer Simkarte möglich)

• Operating System: Android 2.3

• CPU Model/Frequenz (GHz)/Taktfrequenz: TI OMAP 4430/1/2

• RAM (MB): 512

• Display-Auflösung / Größe: 1024 x 600 / 7 in (18 cm)

• Speichererweiterung: -

• Port USB / HDMI: Micro USB

• Bluetooth: -

• Kamera auf der Vorderseite (Mp): -

• Kamera (MP): -

• Integrierte GPS-Antenne: -

• Unterstützung für Adobe Flash: +

• Battery Life (h): 7.7

• Gewicht: 0.413 kg (0.91 lb)

• Garantie (Jahr): 1

• Unterstützte Sprachen: English, French, German, Italian, Spanish, Croatian, Czech, Danish, Dutch, Finnish, Greek, Hungarian, Norwegian, Polish, Portuguese, Romanian, Russian, Slovak, Swedish, Ukrainian

• Akkulaufzeit bis zu 8 Std. lesen und bis zu 7,5 Std. Video.

Nachteil: Bedingt durch das freie Android-Betriebssystem, welches im Gegensatz zu Apple nicht über einen exklusiven Vertriebskanal verfügt, ist das Kindle Fire anfällig für Schadsoftware. Hier müsste über die Anschaffung von Antivirensoftware nachgedacht werden.

Einige Vergleichswerte für das iPad 2 (laut Amazon):

• Akkulaufzeit bis zu 6,5 Std., im Videotest sogar 8 Std.

• Unterstützung für Adobe Flash: -

• Farbe: schwarz/weiß

• Bildschirm Größe: 9.7 Zoll

• Prozessortyp: ARM-basierten Apple A5 (korrigiert nach Hinweis von Cajon)

• Prozessorgeschwindkeit: 1 GHz

• Prozessoranzahl: 1

• RAM (MB): 1024

• Computer Speicher Art: SDRAM

• Größenvarianten Festplatte: 16/32/64 GB

• Hardware Plattform: Mac

• Betriebssystem: iOS

Mein persönliches Fazit:

Man bekommt für wenig Geld mit dem Kindle Fire einen hochwertigen e-Book-Reader. Der Preis ist eine Kampfansage und das Kindle Fire besticht durch sein sehr gutes Display, man stößt aber bei der Nutzung des Gerätes für klassische Tablett-PC-Aufgaben schnell an die technischen Grenzen. Das Kindle Fire ist in meinen Augen primär für die Nutzung zu Hause ausgelegt und hat als Zielgruppe Menschen, die in erster Linie Wert legen auf einen hochwertigen e-Book-Reader und keinen Bedarf für die erweiterten Funktionen haben, die die Konkurrenzprodukte bieten.

Ich freue mich, dass ich das Gerät gewonnen habe, hätte es mir aber vermutlich nicht extra selber gekauft. Das hat aber auch damit zu tun, dass ich Bücher aus Papier sehr gerne mag und für ausgedehnte Lesestündchen lieber in mein Bücherregal greife. So ein e-Reader ist aber sicherlich eine tolle Sachen für Reisen und für unterwegs, wo man ortsunabhängig auf die Schnelle Bücher in der eigenen Sprache kaufen und lesen kann (sofern eine wlan-Anbindung zur Verfügung steht) und das Reisegepäck wird dann auch leichter/kleiner. Und dank der Bildschirmbeleuchtung eignet sich so ein e-Reader auch besser fürs heimliche Lesen unter der Bettdecke. ;-)

Lesetest Computerbild.de

Bewertung Computerbild.de

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Cajon

Eins ist mir aufgefallen, aber hier eigentlich OT: das iPad (2) hat keinen Intel-Pentium-Prozessor*, sondern einen ARM-basierten Apple A5.

* verbreitet die Computer-Bild solchen Unsinn?

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Kathrinvdm

Ach herrje! Die Daten habe ich mir bei Amazon zu Vergleichszwecken herausgesucht – und dabei schon zwei andere Angaben korrigiert, die mir als falsch aufgefallen waren. Danke für die Information, hab’s gleich korrigiert. :gimmifive:

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  • 2 Wochen später...
Kathrinvdm

Eigentlich ist dieser Thread ja gar nicht der richtige Ort für dieses Thema, aber da wir einmal damit angefangen haben … :-?

In Stern online gibt es heute einen Vergleich von e-Book-Readern. Ich dachte, das könnte in Zusammenhang mit meinem Kindle-Post für den ein oder anderen, der sich mit dem Gedanken an die Anschaffung eines solchen Gerätes trägt, von Interesse sein.

Ralf, vielleicht kannst Du das Thema ja abtrennen?

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