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Welche Lizenz benötige ich?

Hervorgehobene Antworten

Ein Font soll für ein Magazin lizenziert werden, das gedruckt und zugleich als blätterbares pdf auf der Website angeboten wird. »Desktop« ist klar, brauch ich für die Erstellung auf dem Rechner.

Was brauch ich für das blätterbare pdf? »Electronic Doc«? Und kann ich die Lizenzierung umgehen, wenn ich den Font (sind nur ein paar Wörter) in Vektoren wandel? Die FAQ bei myfonts haben mich leider nicht erhellt …  

myfonts bietet jene Möglichkeiten:

Bildschirmfoto-2024-04-24-um-09-44-05.pn

Wie genau erfolgt die Anzeige? Die üblichen Systeme zum Online-Blättern von Dokumenten sind einfach statische Grafiken. Da ist die Schrift nicht eingebettet und die Lizenzen für digitales Publizieren sind nicht nötig. 

Steht bei MyFonts auch so für den Fall von Grafikcovern elektronischer Dokumente: 

Zitat

Für die Verwendung von Font in Grafiken, die als ePub-Cover angezeigt werden, benötigen Sie eine Desktop-Lizenz.

Für so ein Bildblättern würde das analog gelten. 

  • Ersteller

Nachtrag:

Wie verhält sich das mit canva.com, das ja momentan von sehr vielen verwendet wird? Dort kann ich einen Font hochladen und ihn selbst verwenden oder auch als Vorlage für einen Kunden zur Verfügung stellen. Die Öffentlichkeit sieht diesen Font aber nicht, erst bei der Ausgabe, dann aber als Bild … 

  • Ersteller
vor 1 Minute schrieb Ralf Herrmann:

Wie genau erfolgt die Anzeige? Die üblichen Systeme zum Online-Blättern von Dokumenten sind einfach statische Grafiken.

Wenn das technisch so ist (was ich aber nicht weiß oder wusste), dann wäre das schon mal gelöst. Das Magazin ist aber nicht nur ein Cover einer ePub …?

Die Verwendung in dem pdf, was heruntergeladen werden kann, wäre dann wieder durch meine Desktop-Lizenz abgedeckt, richtig?

vor 3 Minuten schrieb Diwarnai:

Die Verwendung in dem pdf, was heruntergeladen werden kann, wäre dann wieder durch meine Desktop-Lizenz abgedeckt, richtig?

Nicht zwingend. Das müsste man in der konkreten Lizenz nachlesen. Für PDFs gibts da zu viele Ausnahmen, um es allgemein zu beantworten. 

Am 24.4.2024 um 10:22 schrieb Diwarnai:

Nachtrag:

Wie verhält sich das mit canva.com, das ja momentan von sehr vielen verwendet wird? Dort kann ich einen Font hochladen und ihn selbst verwenden oder auch als Vorlage für einen Kunden zur Verfügung stellen. Die Öffentlichkeit sieht diesen Font aber nicht, erst bei der Ausgabe, dann aber als Bild … 

Schwieriges Thema. Damit haben wir uns vor einer Weile mal beschäftigen müssen. Ich frag morgen mal die Kollegin die damals mehrfach bei Linotype nachfragen musste. Das wird aber von Foundry zu Foundry anders gehandhabt …

Am 24.4.2024 um 10:22 schrieb Diwarnai:

Dort kann ich einen Font hochladen

Das wäre in meinen Augen -- obacht, ianal -- eine unerlaubte Weitergabe, denn die Font-Dateien verlassen Deinen Hoheitsbereich und Du speicherst sie auf einem System, dass nicht Dir gehört.

  • Ersteller
vor 34 Minuten schrieb Phoibos:

Du speicherst sie auf einem System, dass nicht Dir gehört.

Das wäre bei jedem Cloud-Speicher ebenso der Fall. Kommt es bei einer Lizenz nicht eher auf die Art der Nutzung an statt auf den Speicherort?

Linotype hat die Verwendung der Meta via Canva ausdrücklich untersagt und es gab keine Möglichkeit die Meta in Canva zu nutzen. Linotype hat dies damit begründet, dass Canvas Lizenzbedingungen verlangen das Canva wiederum Rechte an den hochgeladenen Fonts erhält und so weiter … 
 

Für die Raisonne von Colophon haben wir mal eine spezielle Lizenz erworben die die Nutzung via Canva ermöglichte. Keine Ahnung ob das nach dem Verkauf von Colophon noch angeboten wird.

Den Thread hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Anlass war damals die oben beschriebene Nutzung der Meta via Canva …

vor 17 Stunden schrieb Diwarnai:

Kommt es bei einer Lizenz nicht eher auf die Art der Nutzung an statt auf den Speicherort?

Ja und nein. Cloudspeicher, den Du wie eine externe Festplatte nutzt, fällt unter so einer Art Provider-Privileg. Zudem wirst Du als verantwortungs- und sicherheitsbewusster Mensch mindestens eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verwenden. Und ja, es gibt Lizenzgeber, die auch das Anlegen von Sicherheitskopien ausgeschlossen haben (hat meiner Erinnerung nach keine Gültigkeit für den EU-Raum). Bei Canva installierst Du den Font ja auf deren System.  Wie liefert Canva die Fonts dann eigentlich wieder zurück aus? Als Webfonts? Dann könnte auch noch das Konvertieren ein Problem darstellen.
Heutzutage wird wohl keiner mehr ein großes Fass aufmachen wollen, wenn Du Dir Deinen Font-Ordner in Deiner beispielsweise iCloud (also bei einem nur durch Dich zugänglichen Account) sicherst. Aber eine Sicherung in einem (auch versehentlich) öffentlichen Git-Projekt macht Dich haftbar.

Die »Speicherung« ist weniger das Problem (wenn auch nicht gänzlich irrelevant). Im Prinzip geht es vor allem darum, wo der Font aktiv gerendert wird und für wen (Designer oder Publikum). Wie ich in dem anderen Thema schrieb, passen solche Web-Gestaltungssysteme aber meist nicht auf die klassischen Lizenzformen. 

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